Die glaubenslehre der Ahlu Sunnah

Die Asha'irah und Maturidiyyah


Erklärung der Sure al-Ma’arij Vers 4: {تعرج الملائكة والروح إليه}, Sure al-Imran Vers 55: {يا عيسى إني متوفيك ورافعك إليَّ}, Sure Fatir Vers 10: {إليه يصعد الكلم الطيب}

Thema:

Sûrah al-Maʿâridj Âyah 4:
{تعرج الملائكة والروح إليه}
Taʿrudju l-Malâ’ikatu wa r-RûHu Ilayhi
Die Bedeutung lautet: „Die Engel und Gabriel steigen zu ihren Plätzen im Himmel hinauf“.

Sûrah Âl ʿImrân Âyah 55:
{يا عيسى إني متوفيك ورافعك إليَّ}
Yâ ʿÎsâ Innî Mutawaffîka wa Râfiʿuka Ilyya
Die Bedeutung lautet: „O ʿÎsâ, Ich werde dich zum Himmel erheben und dich nach deinem Herabkommen, auf der Erde sterben lassen“.

Sûrah FâTir Âyah 10:
{إليه يصعد الكلم الطيب}
Ilayhi Yasʿadu l-Kalimu t-Tayyib
Die Bedeutung lautet: „Das gute Wort wird von Ihm akzeptiert“.

Scheinargument der Verkörperlicher: Die Anhänger der Irrlehre der Verkörperlichung und Vergleichung Gottes behaupten, dass diese Âyât ein Beweis dafür wären, dass Allâh sich in oberer Richtung, an einem Ort über dem Thron aufhalten würde, erhaben ist Allâh über ihre Aussagen. Sie behaupten fälschlicherweise, dass die bloße Erwähnung des Wortes „Ilayhi“ oder „Ilayya“, welches sie mit „zu Ihm“ oder „zu mir“ übersetzen, ein Beweis für ihre Behauptung wäre.

Widerlegung:

Vorwort

Allâh, der Erhabene, ist unabhängig von Ort und Zeit, denn Er existierte vor Ort und Zeit, ohne Ort und Zeit. Erhaben ist Allâh darüber, sich in einer Richtung aufzuhalten, von einem Ort beinhaltet zu sein oder sich in allen Orten aufzulösen. Was auch immer du dir vorstellst, Allâh ähnelt dem nicht, da Er nichts und niemandem ähnelt. Und wer auch immer Allâh eine Bedeutung von den Eigenschaften der Geschöpfe zuschreibt, der ist ungläubig.

Detaillierte Antwort:

Diese und andere Âyât, in denen das Wort „Ilayhi“ oder „Ilayya“ vorkommt, haben nicht die Bedeutung der Zuschreibung einer Örtlichkeit für Allâh. Sie weisen auf die Besonderheit eines bestimmten Ortes hin oder auf die Akzeptanz der guten Tat bei Allâh, je nach dem in welchen Zusammenhang es erwähnt wird, wie wir nachfolgend mit deutlichen Beweisen aus dem Qur’ân und der Sunnah belegen werden.

Anschließend werden wir diesbezüglich das Verständnis der Salaf aufzeigen, um die Anhänger der Verkörperlichung in ihrer Behauptung bloßzustellen, dass die wahren Salaf von diesen Âyât, die Zuschreibung einer Örtlichkeit für Allâh verstanden hätten. Erhaben ist Allâh über ihre Aussagen.

Was die Belege aus Sunnah betrifft:

Was sagen die Anhänger der Verkörperlichung bezüglich des authentischen Sahîh Hadîth des Gesandten Gottes, Salla l-Lâhu ʿAlayhi wa Sallam, den die beiden Imame, Imâm al-Bukhârî und der Imâm Muslim, in ihren beiden Sahîh Werken überlieferten:

فمن كانت هجرته إلى الله ورسوله، فهجرته إلى الله ورسوله

Es könnte sein, dass jemand die Bedeutung folgendermaßen übersetzt: „Derjenige, dessen Auswanderung zu Allâh und Seinem Gesandten war, so ist seine Auswanderung zu Allâh und Seinem Gesandten.

Sagen die Verkörperlicher etwa, dass nur weil hier das Wort „Ila l-Lâh إلى الله“ erwähnt wurde, welches mit „zu Allâh“ übersetzt werden könnte, es nun die Bedeutung hätte, dass Allâh sich in Madînah befinden würde und die Muslime „ZU IHM“ auswandern würden?

Die richtige Bedeutung lautet, dass damals die Auswanderung für die Muslime nach Madînah war und derjenige, dessen Auswanderung mit der Absicht der Gehorsamkeit zu Allâh war, die Belohnung für diese gute Tat verdiente. So ist dieser Hadîth kein Beweis dafür, dass Allâh sich in Madînah befinden würde, erhaben ist Allâh darüber.

Was die Belege aus dem Qur’ân betrifft:

Und was sagen die Verkörperlicher über die Âyah 99 der Sûrah as-Sâffât als Bericht über den Propheten Ibrâhîm, dass er sagte:

﴾إِنِّي ذَاهِبٌ إِلَى رَبِّي سَيَهْدِينِ﴿

Der Prophet Ibrâhîm sagte dieses und wollte nach Palästina gehen. Sagen die Verkörperlicher etwa, dass Allâh Palästina bewohnen würde und der Prophet Ibrâhîm zu seinem Herren إِلَى رَبِّي dort hingehen würde? Wenn sie das sagen, dann würden sie etwas sagen, was nur die Unwissendsten der Unwissenden sagen würden.

Es könnte sein, dass jemand die Bedeutung folgendermaßen übersetzt und sagt, dass der Prophet Ibrâhîm, ʿAlayhi s-Salâm, gesagt hätte: „Ich gehe zu meinem Herrn (إِلَى رَبِّي) , Er wird mich rechtleiten.”

Er meinte hiermit nicht, dass er zu einem Ort gehen würde, an dem sich Allâh befinden würde, denn er ging in die Region der Levante (asch-Schâm), die Region der Propheten, möge Allâh ihren Rang erhöhen, die eine besondere Region auf dieser Erde ist.

Wenn Allâh Sich an einem Ort über uns befände, so würde dieser großartige Prophet nicht sagen, dass er zu Allâh ginge, wobei er sich nicht zur oberen Richtung hin bewegte. Das, was er meinte, ist vielmehr, dass er zu einem Ort geht, dem Allâh einen besonderen Status gab.

Und dies ist das Verständnis der wahren Salaf, der Imâm und Mudjtahid Abû Djaʿfar Muhammad Ibn Djarîr at-Tabarî, überliefert uns genau dieses Verständnis der Salaf von diesen Âyât, er sagte bezüglich der Âyah 99 der Sûrah as-Sâffât, Zitat:

يَقُول : إِنِّي مُهَاجِر مِنْ بَلْدَة قَوْمِي إِلَى اللَّه : أَيْ إِلَى الْأَرْض الْمُقَدَّسَة

Es könnte sein, dass jemand die Bedeutung folgendermaßen übersetzt : „Er (Ibrâhîm) sagt: Ich wandere aus, aus dem Land meines Volkes zu Allâh. Zu Allâh bedeutet: Zu der gesegneten Erde (wohin Allâh ihm befahl zu gehen)“.

Dies ist ein klarer Beleg wie die Salaf das Wort „Zu Allâh“ erklärten.

Ein weiterer Beleg für dieses Verständnis, ist die Âyah 100 der Sûrah an-Nisâ’:

{ومن يخرج من بيته مهاجرا إلى الله ورسوله}

Es könnte sein, dass jemand die Bedeutung folgendermaßen übersetzt: „Und wer aus seinem Haus herauskommt, auswandernd zu Allâh und seinem Gesandten“.

Der Imâm at-Tabarî sagt weiterhin bezüglich der Âyah 100 der Sûrah an-Nisâ’ in seinem Tafsîr:

بلوغه أرضَ الإسلام ودارَ الهجرة

„Sein Erreichen der Erde des Islam und dem Land der Auswanderung“.

Gemäß ihrer Behauptung, dass sobald das Wort „Ila l-Lâh إلى الله“ (zu Allâh) erwähnt wird, dieses eine Zuschreibung der Örtlichkeit für Allâh bedeuten würde, würde es ihrer Behauptung nach an dieser Stelle bedeuten, dass Allâh sich in al-Madînah befände. Und dieses würde zum Widerspruch mit ihrer vorherigen Aussage führen. Erhaben ist Allâh über ihre Aussagen und Widersprüchlichkeiten. Der Islam ist frei von ihren Widersprüchlichkeit.

Ar-Râzî sagte ebenfalls in seinem Tafsîr bezüglich der Âyah:

{ومن يخرج من بيته مهاجرا إلى الله ورسوله}

Es könnte sein, dass jemand die Bedeutung folgendermaßen übersetzt : „Und wer aus seinem Haus herauskommt, auswandernd zu Allâh und seinem Gesandten“.

Ar-Razî: „Zur damaligen Zeit war die Auswanderung nach al-Madînah“.

Dies ist das Verständnis der Ahlu s-Sunnah wa l-Djamâʿah, das Verständnis der Salaf und das Verständnis der Khalaf. Und niemand von ihnen hat jemals gesagt, dass das zuvor Erwähnte aus dem Qur’ân und dem Hadîth, ein Beweis für die Zuschreibung einer Örtlichkeit für Allâh bedeuten würde, wie es die Verkörperlicher an anderer Stelle anhand der selben Wörter getan haben. Im Gegenteil, sie wiesen an diesen Stellen explizit darauf hin, dass Allâh ohne Ort existiert und diese Wörter nicht die Zuschreibung einer Örtlichkeit für Allâh bedeuten.

Hier nun einige wenige der vielen Beleg dafür:

Was die Gelehrten der Ahlu s-Sunnah bezüglich der Bedeutung der Âyah sagten:

{إليه يصعد الكلم الطيب}

Die Bedeutung lautet: „Das gute Wort wird von Ihm akzeptiert“.

Ein großes Zeichen für die Unwissenheit der Verkörperlicher, ist ihre Deutung der 10. Âyah der Sûrah FâTir. Sie behaupten, dass diese Âyah belegen würde, dass Allâh sich in oberer Richtung befände, da der scheinbare Wortlaut übersetzt „Das gute Wort steigt zu Ihm empor” wäre. Sie sagen, dass das Wort إِلَيْهِ (ilayhi) hier bedeute „zu dem Ort von Allâh“ und dass das Wort يَصْعَدُ (yasʿadu) die Bedeutung von „es steigt hinauf“ hätte, sodass zusammengenommen die Âyah „Zu Ihm steigt das gute Wort empor“ und dieses eine Zuschreibung einer Örtlichkeit bedeute. Sie hier zu widerlegen, ist sehr einfach:

1. Schihâbu d-Dîn Ahmad Ibn Yahyâ Ibn Ismâ^îl al-Kilâbî al-Halabî, berühmt als Ibn Djahbal, sagte diesbezüglich:

قال ابن جهبل: الصعود كيف يكون حقيقة في الكلام؟ مع أن الصعود في الحقيقة من صفات الأجسام فليس المراد إلا القبول.هـ

„Wie soll das Hinaufsteigen in Bezug auf Wörter in der Realität sein? Das Hinaufsteigen in der Realität, ist von den Eigenschaften der Körper, somit kann damit nur die Akzeptanz gemeint sein“.

2. Der Hâfidh Abû Bakr Ahmad al-Bayhaqî überliefert in seinem Werk „al-Asmâ’ wa s-Sifât“ von Mudjâhid (dem Schüler von dem Gefährten Ibn ʿAbbâs), dass er bezüglich dieser Âyah sagte:

وعن مجاهد قال العمل الصالح هو الذي يرفع الكلم الطيب، قلت -أي البيهقي- صعود الكلم الطيب والصدقة الطيبة إلى السماء عبارة عن حسن القبول لهما، وعروج الملائكة يكون إلى مقامهم إلى السماء،.اهـ

„Mudjâhid sagt: ‚Die gute Tat ist es, welche das gute Wort erhebt‘. Ich sagte (also al-Bayhaqî sagt):‘ Das Hinaufsteigen des guten Wortes und der Spende zum Himmel, ist eine Metapher, welche auf die Akzeptanz der beiden hinweist. Und das Hinaufsteigen der Engel, ist zu ihren Plätzen im Himmel‘.“

3. Der Hâfidh Ibn Hadjar al-ʿAsqalânî sagt in „FatHu l-Bârî“, Zitat:

قال الفراء معناه أن العمل الصالح يرفع الكلام الطيب أي يتقبل الكلام الطيب

„Al-Farâ’ sagte: ‚Die gute Tat ist es, welche das gute Wort erhebt‘. Dies bedeutet, dass das gute Wort akzeptiert wird“.

4. Und im „Tafsîr al-Bahr al-Muhît“ (7/290) Verlag „Dâr Kutub al-ʿIlmiyyah“ (1.Auflage) von Abû Hayyân al-Andalusî (verst. 745 n.H.), er sagt darin, Zitat:

وصعود الكلام إليه تعالى مجاز في الفاعل وفي المسمى إليه لأنه تعالى ليس في جهة ولأن الكلم ألفاظ لا توصف بالصعود لأن الصعود من الأجرام يكون وإنما ذلك كناية عن القبول ووصفه بالكمال

„Das Emporsteigen des Wortes ist eine Metapher, da der Erhabene in keiner Richtung ist. Und da das Wort, etwas Ausgesprochenes ist, dem nicht das Emporsteigen zugeschrieben wird, da das Emporsteigen mit den Körpern geschieht. Deshalb hat es die Bedeutung der Akzeptanz“.

Damit ist klar ersichtlich, was für einen Betrug und Täuschung die Verkörperlicher begehen bezüglich der Bedeutung dieser Âyah. Sie lügen offensichtlich und in aller Öffentlichkeit ohne Scham über die Âyât Gottes und wer so etwas macht, der verdient die Qualen in der Hölle dafür.

Was die Gelehrten der Ahlu s-Sunnah bezüglich der Bedeutung der Âyah sagten:

{إذ قال الله يا عيسى إني متوفيك ورافعك إليَّ}

Die Bedeutung lautet: „O ʿÎsâ, Ich werde dich zum Himmel erheben und dich nach deinem Herabkommen, auf der Erde sterben lassen“.

5. Der Imâm Abû Hayyân al-Andalusî sagte in seinem Tafsîr, Zitat:

{إلي} إضافة تشريف والمعنى إلى سمائي ومقر ملائكتي، وقد علم أن البارئ تعالى ليس في جهة، وقد تعلق بهذا المشبهة في ثبوت المكان لـه تعالى ، قال ابن عباس رفعه إلى السماء سماء الدنيا فهو فيها يسبح مع الملائكة.اهـ

„Ilayya ist eine Hinzufügung zur Zuschreibung des hohen Status. Es bedeutet, zu ‚Meinem Himmel‘ und ‚Meinen Engeln‘. Und es ist etwas wohl bekanntes, dass der Schöpfer nicht in einer Richtung ist. Die Verkörperlicher haben sich daran aufgehangen und haben versucht, Allâh damit einen Ort zuzuschreiben. Ibn ʿAbbâs sagte: ‚Zum Himmel, dem Himmel der Erde, so befindet er (ʿÎsâ zu dt. Jesus) sich darin und lobpreist Allâh, zusammen mit den Engeln‘.“

6. Der Faqîh Abû Saʿîd al-Mutawallî, der zu den Ashâb al-Wudjûh in der schâfiʿitischen Rechtschule gehört, sagte in seinem Werk „Al-Ghunya fi Usûl ad-Dîn“, Zitat:

وأما قوله تعالى {ورافعك إليَّ} معناه إلى كرامتي ورحمتي

„Was die Âyah {ورافعك إليَّ} betrifft, so bedeutet sie: Zu meiner Gnade“.

7. Der Imâm Fakhru d-Dîn ar-Râzî sagte in seinem Tafsîr, Zitat:

والمشبهة يتمسكون بهذه الآية في إثبات المكان لله تعالى وأنه في السماء، وقد دللنا في المواضع الكثيرة من هذا الكتاب أي التفسير الكبير بالدلائل القاطعة على أنه يمتنع كونه تعالى في المكان فوجب حمل اللفظ على التأويل وهو من وجوه:
الوجه الأول: أن المراد إلى محل كرامتي، وجعل ذلك رفعا إليه للتفخيم والتعظيم ومثله قوله {إني ذاهب إلى ربي} وإنما ذهب إبراهيم صلى الله عليه وسلم من العراق إلى الشام، وقد يقول السلطان: ارفعوا هذا الامر إلى القاضي. والمراد من كل ذلك التفخيم والتعظيم فكذا ههنا.
وقال الرازي أيضا في تفسيره: وقال تعالى {ومن يخرج من بيته مهاجرا إلى الله ورسوله} وكانت الهجرة في ذلك الوقت إلى المدينة وقال إبراهيم {إني ذاهب إلى ربي سيهدين}.اهـ

„Die Verkörperlicher haben sich an diese Âyah geklammert um Allâh einen Ort zuzuschreiben und für ihre Behauptung, dass Er sich im Himmel befinden würde. Und wir haben bereits an vielen Stellen dieses Buches (dem „Tafsîr al-Kabîr“) mit den endgültigen Beweisen belegt, dass der Aufenthalt an einem Ort, Allâh nicht zuschreibbar ist. So erfordert das Verständnis dieses Wortes einer Erklärung. Eine Erklärung dafür ist: Dass der Ort mit dem hohen Status gemeint ist. Und deshalb ist dieses „zu Ihm“ zur Rühmung und Verherrlichung erwähnt, wie in der Âyah als Bericht über Prophet Ibrâhîm, dass er sagte {إني ذاهب إلى ربي} und Ibrâhîm, Salla l-Lâhu ʿAlayhi wa Sallam, ging vom Iraq zur Levante (asch-Schâm). Und der Herrscher könnte sagen: Hebt diese Angelegenheit zum Richter hoch: (وقد يقول السلطان: ارفعوا هذا الامر إلى القاضي). Und mit all dem ist die Rühmung und die Verherrlichung gemeint. Und ebenso ist es hier mit dieser Âyah der Fall“.

Und ein weiteres mal können wir nachweisen, dass die Verkörperlicher schamlos über die Bedeutung der Âyât lügen.

Was die Gelehrten der Ahlu s-Sunnah bezüglich der Bedeutung der Âyah sagten:

{تعرج الملائكة والروح إليه}

Die Bedeutung lautet: „Die Engel und Gabriel steigen zu ihren Plätzen im Himmel hinauf“.

8. Der Schaykh Abu l-ʿAbbâs Schihâbu d-Dîn Ahmad Ibn Muhammad al-Qastallânî al-Misrî, einer der Erläuterer des Sahîh al-Bukhârî, sagte in seinem Werk „Irschâd as-Sârî Scharh Sahîh al-Bukhârî“, Zitat:

باب قول الله تعالى {تعرج الملائكة والروح إليه} أي إلى عرشه أو إلى المكان الذي هو محلهم وهو في السماء لأنها محل بره وكرامته، وقوله جل ذكره {إليه يصعد الكلم الطيب} أي إلى محل القبول والرضا وكل ما اتصف بالقبول وصف بالرفعة والصعود.اهـ

„Kapitel bezüglich der Âyah: {تعرج الملائكة والروح إليه}

Es bedeutet; zum Thron oder zum Ort der ihr Platz ist und dieser ist im Himmel, da dieses ein Platz mit hohem Status ist.
Und was die Âyah betrifft: {إليه يصعد الكلم الطيب} So lautet die Bedeutung: ‚Zum Ort der Akzeptanz‘. Und alles was mit der Akzeptanz beschrieben wird, wird mit Erhebung und Hinaufsteigen beschrieben“. Bis hier seine Worte.

9. Der Imâm ar-Râzî sagte in seinem Werk „Asâs at-Taqdîs“:

وأما قوله تعالى {تعرج الملائكة والروح إليه} فنقول ليس المراد من حرف „إلى“ في قوله {اليه} المكان، والمراد انتهاء أهل الثواب إلى منازل العز والكرامة كقول إبراهيم {إني ذاهب إلى ربي سيهدين} ويكون هذا إشارة إلى أن دار الثواب أعلى الأمكنة وأرفعها بالنسبة إلى أكثر المخلوقات.اهـ

„Was die Âyah betrifft: {تعرج الملائكة والروح إليه} So sagen wir (die Ahlu s-Sunnah), ist mit dem Wort „Ilayhi {اليه}“ in der Âyah, nicht der Ort gemeint. Gemeint ist, das Erreichen der Plätze mit dem hohen Status für die Empfänger der Belohnung, wie Ibrâhîm sagte {إني ذاهب إلى ربي سيهدين}. So ist dieses ein Hinweis darauf, dass der Ort der Belohnung, zu den höchsten der Orte und den Erhöhtesten gehört, bezogen auf die meisten Geschöpfe“.

10. Al-Qurtubî sagte in seinem Tafsîr „Djâmiʿ al-Ahkâm al-Qur’ân“, Zitat:

تعرج} أي تصعد في المعارج التي جعلها الله تعالى {إليه} أي إلى المكان الذي هو محلهم}
وهو السماء لأنها محل بِرّه وكرامته وقيل هو كقول إبراهيم {إني ذاهب إلى ربي سيهدين} أي إلى الموضع الذي أمرني به.اهـ

„Taʿrudj {تعرج} bedeutet; Sie steigen auf im Aufstieg, welchen Allâh beschrieb mit „Ilayhi“ {إليه}, es bedeutet; zum Ort der ihr Platz ist und dieser ist im Himmel, da dieses der Ort mit dem hohen Status ist. Es wurde auch gesagt, dass es wie bei der Aussage von Ibrâhîm ist {إني ذاهب إلى ربي سيهدين} Es bedeutet; ‚Zu dem Ort, den mir mein Herr befohlen hat, dort hinzugehen‘.“

11. Der ʿAllâmah Nidhâmu d-Dîn an-Naysâbûrî sagte in seinem Tafsîr „Gharâ’ib al-Qur’ân wa Raghâ’ib al-Furqân“, Zitat:

ولا استدلال لأهل التشبيه في لفظ المعارج، وقوله {إليه} إلى عرشه أو حكمه أو إلى حيث تهبط أوامره أو إلى مواضع العز والكرامة

„Die Anhänger des Vergleichung Gottes haben keinen Beweis für sich in dem Wortlaut des Aufsteigens. Und was „Ilayhi“ {إليه} betrifft in der Âyah, so lautet die Bedeutung: ‚Zum Thron‘ oder dort ‚wo die Befehle erhalten werden‘ oder ‚zum Ort mit dem hohen Status‘.“

Es hat sich gezeigt, dass die Verkörperlicher keinen Beleg aus diesen Âyât entnehmen können, aber aus Verzweiflung und Furcht, ohne Beweis aus Qur’ân und Sunnah da zustehen, erwischst du diese Ignoranten beim erniedrigenden Versuch über die Bedeutung der Âyât zu lügen. Seit wann werden solche Erfindungen über die Âyât, von solchen notorischen Fälschern als Beweis in der Religion genommen? Wo ist der Verstand geblieben?!

Zusammenfassung:

12. Der Imâm al-Hâfidh Ibn Hadjar al-ʿAsqalânî (verst. 852 n.H.), möge Allâh ihm gnädig sein, sagt in seinem Werk „FatHu l-Bârî Scharh Sahîh al-Bukhârî“ Verlag „Dâr Kutub al-ʿIlmiyyah“ (Band14/Teil13/S.355) in der 1.Auflage, bezüglich der Erklärung der Âyah: (تَعْرُجُ المَلائِكَةُ وَالرُوحُ إِلَيْه) und (إِلَيْهِ يَصْعَدُ الكَلِمُ الطَّيِب)

Zitat:

يقول : „قال البيهقي : صعود الكلام الطيب والصدقة الطيبة عبارة عن القبول، وعروج الملائكة هو إلى منازلهم في السماء. ثم قال : وقال ابن بطال وابن بطال هو أحد شراح البخاري توفي سنة 449هـ. العسقلاني ينقل ما قال ابن بطال ويقره عليه فيقول – وقال ابن بطال : وقد تقرر أن الله ليس بجسم فلا يحتاج إلى مكان يستقر فيه، فقد كان ولا مكان، وإنما أضاف المعارج إليه إضافة تشريف، مع تنزيهه عن المكان“. اهـ

Ibn Hadjar al-ʿAsqalânî sagt: „Al-Bayhaqî sagte: ‚Das Hinaufsteigen des guten Wortes und der guten Spenden, ist eine Metapher, die auf die Akzeptanz hinweist. Und das Aufsteigen der Engel, ist zu ihren Aufenthaltsorten im Himmel‘.“ Dann sagte der Hâfidh Ibn Hadjar: „Ibn Battâl sagte – Ibn Battâl ist einer der Erläuterer des Sahîh al-Bukhârî, verstorben im Jahr 449 n.H., der Hâfidh Ibn Hadjar überliefert was Ibn Battâl sagte und stimmt ihm darin zu – Ibn Battâl sagte: ‚Es hat sich bereits bestätigt, dass Allâh kein Körper ist, deshalb braucht Er keinen Ort um sich darin niederzulassen. Denn Er existierte vor dem Ort, ohne Ort. Dem Aufsteigen wurde das „zu Ihm“ hinzugefügt, da diese Hinzufügung die Zuschreibung des hohen Status bedeutet, erhaben ist Er darüber an einem Ort zu sein‘.“

Wohin wollen sie nach all dem fliehen?

Die Überlieferung des Konsens aller Gelehrten diesbezüglich:

13. Der mâlikitische Faqîh Muhammad Ibn Ahmad Mayyârah, überliefert in seinem Werk „ad-Durr ath-Thamîn“ die Einigkeit aller Gelehrten darüber, dass Allâh ohne Richtung existiert, er sagte, Zitat:

وأما الاجماع فأجمع أهل الحق قاطبة على أن الله لا جهة له فلا فوق ولا تحت ولا شمال ولا خلف

„Was den Konsens betrifft, so sind sich die Anhänger der Wahrheit allesamt einig darüber, dass Allâh ohne Richtung existiert, weder oben noch unten noch vorne noch hinten“.

Quelle: https://www.facebook.com/dieWaechter.desGlaubens/posts/799534640096772



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