Die Geschichte der Himmelfahrt bedeutet – und Allāh ist der Allwissende –, dass Allāh dem Propheten ﷺ die erstaunlichen Arten und die Vielfalt Seiner Schöpfung im oberen Bereich des Universums wie auch im unteren offenbarte, um seinen Rang zu vervollkommnen und seinen erhabenen Status – den höchsten aller Geschöpfe – hervorzuheben. Deshalb sagt Allāh, der Erhabene, im edlen Qur’ān (17:1): „Damit Wir ihm (dem Propheten Muhammad ﷺ) Unsere Zeichen zeigen.“
Allah sagt im Qur’an (17:1): „Preis sei Dem, Der Seinen Diener bei Nacht von der geschützten Gebetsstätte zur fernsten Gebetsstätte, deren Umgebung Wir gesegnet haben, reisen ließ, damit Wir ihm (etwas) von Unseren Zeichen zeigen. Er ist ja der Allhörende, der Allsehende.“
In einem längeren Hadith der von Imam al-Bukhari überliefert wird, kam unter anderem folgendes vor:
„…Dann wurden mir die Gebete auferlegt: fünfzig Gebete am Tag. Als ich zurückkehrte, kam ich an Mūsā (Moses) vorbei, der mich fragte: „Was ist dir befohlen worden?“ Ich antwortete: „Mir ist befohlen worden, fünfzig Gebete am Tag zu verrichten.“ Mūsā sagte: „Deine Anhänger werden fünfzig Gebete am Tag nicht ertragen können. Bei Allāh, ich habe die Menschen vor dir erprobt, und ich habe mein Möglichstes mit Banī Isrāʾīl versucht – vergeblich. Geh zurück zu deinem Herrn und bitte um Erleichterung, um die Last für deine Anhänger zu verringern.“ So ging ich zurück, und Allāh verringerte für mich zehn Gebete. Dann kam ich wieder zu Mūsā, doch er wiederholte dasselbe, was er zuvor gesagt hatte. Daraufhin kehrte ich erneut zu Allāh zurück, und Er verringerte nochmals zehn Gebete. Als ich wieder zu Mūsā kam, sagte er erneut dasselbe. Also kehrte ich nochmals zu Allāh zurück, und Er befahl mir, zehn Gebete am Tag zu verrichten…“
Der Wortlaut an dem sich die Mushabbiha klammern ist folgender:
فَارْجِعْ إِلَى رَبِّكَ فَاسْأَلْهُ التَّخْفِيفَ لأُمَّتِكَ
„Geh zurück zu deinem Herrn und bitte um Erleichterung.“
Damit soll gemeint sein: geh an dem Ort zurück wo dein Herr sich befindet. Diese Schlussfolgerung ist ungültig, denn Allah existiert ohne Ort und Zeit.
Diese Worte sind ähnlich zu folgenden Worten:
فمن كانت هجرته إلى الله ورسوله، فهجرته إلى الله ورسوله
„Wer also seine Auswanderung zu Allah und Seinem Gesandten unternommen hat, dessen Auswanderung ist zu Allah und Seinem Gesandten.“ überliefert von Bukhari und Muslim
Nur weil hier das Wort Ila l-Lah إلى الله (zu Allah), erwähnt wurde, dass die bedeutet, dass Allah in Madinah wäre und die Muslime zu Ihm auswandern würde? Natürlich nicht!
Damit ist gemeint, dass damals die Auswanderung für die Muslime nach Madinah war und derjenige, dessen Auswanderung mit der Absicht der Gehorsamkeit zu Allah war, die Belohnung für diese gute Tat verdiente. Und es bedeutet nicht, dass Allah auf der Erde an einem Ort wäre, erhaben ist Allah darüber!
Oder was machen sie mit folgendem Vers (37:99):
إِنِّي ذَاهِبٌ إِلَى رَبِّي سَيَهْدِينِ
„Ich gehe zu meinem Herrn, der micht rechtleiten wird.“
Damit war nicht gemeint, dass Ibrahim alayhissalam an einen Ort reisen würde, an dem sich Allah befindet. Vielmehr begab er sich in die Region ash-Sham, das Land der Propheten – möge Allah ihren Rang erhöhen –, eine besondere Gegend auf dieser Erde. Wäre Allah an einem Ort über uns, hätte dieser erhabene Prophet nicht gesagt, dass er zu Allah gehe, während er sich nicht nach oben bewegte. Gemeint war vielmehr, dass er an einen Ort zog, dem Allah eine herausragende Stellung verliehen hat.
Und es gibt vieler solcher Beispiele im Qur’an und Hadith.
So wie die Verse und Hadithe nicht bedeuten, dass Allah an einem Ort wäre, bedeutet der Hadith, den die Mushabbiha als Beweis für ihre Behauptung ebracht haben, nicht, dass Rasulallah Sallallahu alayhi wa Sallam zu einem Ort zurückging, wo Allah sich befindet.
Vielmehr bedeutet es: „Wende dich erneut an den Ort, an dem Allah dich mit Offenbarung geehrt hat, und bitte Ihn um Erleichterung.“
Und alles Lob gebührt Allah!