Die glaubenslehre der Ahlu Sunnah

Die Asha'irah und Maturidiyyah


Beweis, dass die Buchstaben nicht selbst die ewige Rede von Allah beständig in seiner Essenz sind.

Imam al-Bukhari überliefert in seinem Sahih: Ubaydillah bin Abdillah berichtete: Von Abdillah Ibn Abbas, der sagte: „Oh ihr Muslime! Wie könnt ihr die Ahlul-Kitab fragen, wo doch euer Buch, das auf Allah’s Propheten, sallallahu alayhi wa sallam, herabgesandt wurde, die neuste der Botschaften Allah’s ist und makellos ist und nicht verzerrt? Allah hat euch wahrhaftig berichtet, dass die Ahlul-Kitab die Bücher Allah’s geändert und vertauscht haben, und etwas mit ihren eigenen Händen geschrieben haben und dann sagten: „Es ist von Allah“, um einen geringen Erlös zu erkaufen. Hindert euch nicht das, was euch an Wissen gekommen ist, an eurer Fragerei? Nein, bei Allah, wir haben nie einen Mann unter ihnen gesehen, der euch über das gefragt hat, was zu euch herabgesandt wurde!“

Was in den früheren Schriften aufgetreten ist, ist ein weiteres Argument für die Erschaffenheit von Buchstaben und Tönen, wie in der Torah und dem Evangelium, wo Verzerrungen und Veränderungen stattgefunden haben. Allah sagt: „Und sie verzerren das Wort Allahs, nachdem sie es verstanden haben, während sie wissen.“ (Surah Al-Baqarah, 2:75). Was haben sie dann getan, als es zu Verzerrungen kam? War es auf Buchstaben und Wörter oder auf die ewige Eigenschaft die beständig in Allahs Essenz ist beschränkt? Wenn die Buchstaben und Wörter in der Torah die ewige Rede von Allāh selbst wären, und wenn dasselbe mit den aramäischen Worten des Evangeliums geschah, dann erfordert dies, dass Verzerrungen und Veränderungen, die ewige Eigenschaft Allahs, die beständig in seiner Essenz, beeinflusst hätten. Es besteht also kein Zweifel daran, dass die Verzerrung und Veränderung nicht in der ewigen Rede Allahs die beständig in seiner Essenz ist , aufgetreten ist, sondern in der Sprache die aus Buchstaben und Worten bestehen.



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