Die Glaubensüberzeugungen einiger Imame der Sprachwissenschaft aus der frühen Generation der Frommen „Salaf al-Ṣāliḥīn“ (100–285 n.H.)
Al-Imam al-Khalil ibn Ahmad al-Farahidi (100–175 n. H.)
Al-Imam Abu Zakariya al-Farra‘ (gest. 209 n. H.)
Al-Imam Muhammad ibn Yazid al-Mubarrad (gest. 285 n. H.)
Das Lob der Gelehrten über Al-Imam al-Khalil ibn Ahmad al-Farahidi (100–175 n. H.):
1. Ibn Hibban رحمه الله sagte über ihn: „Er war einer der herausragenden Diener Allahs, enthaltsam im Gottesdienst.“
2. Al-Hakim al-Naisaburi sagte über ihn: „Es besteht Übereinstimmung über seine Exzellenz.“
3. Ibrahim al-Harbi, der Hanbali, sagte über ihn: „Die Menschen von Basra, das heißt die unter ihnen, die sich mit der arabischen Sprache beschäftigten, waren bis auf vier Leute von ihnen Anhänger abweichender Strömungen. Diese vier waren Anhänger der Sunna: Abu Amr ibn al-‚Ala‘, Al-Khalil ibn Ahmad, Yunus ibn Habib und Al-Asma’i.“
Das Lob der Gelehrten über Al-Imam Abu Zakariya al-Farra‘ (gest. 209 n. H.):
1. Der Linguist Al-Azhari sagte über ihn: „Er war vertrauenswürdig und zuverlässig und gehörte zu den Leuten der Sunna. Seine Ansichten in der Koranexegese waren lobenswert.“
2. Al-Dhahabi sagte über ihn: „Al-Farra‘: der Gelehrte, Verfasser zahlreicher Werke, Abu Zakariya Yahya ibn Ziyad ibn ‚Abdullah ibn Mansur al-Asadi, sein Klient, der Kufi, der Linguist, der Gefährte von Al-Kisai. Er überlieferte von Qais ibn al-Rabi‘, Mandal ibn ‚Ali, Abu al-Ahwas und Abu Bakr ibn Ayyash sowie von ‚Ali ibn Hamza al-Kisai. Von ihm überlieferten: Salama ibn ‚Asim, Muhammad ibn al-Jahm al-Samari und andere. Er war vertrauenswürdig. Es wurde von Thalaba überliefert, dass er sagte: „Wenn es Al-Farra‘ nicht gäbe, gäbe es kein korrektes Arabisch, und es wäre verloren gegangen, denn er rettete es, da es von vielen beansprucht wurde.“ Ibn al-Anbari sagte: „Wenn die Menschen von Bagdad und Kufa nur Al-Kisai und Al-Farra‘ hätten, so würde das genügen.“ Einige sagten: „Al-Farra‘ ist der Amir al-Mu’minin in der Grammatik.“
Das Lob der Gelehrten über Al-Imam Muhammad ibn Yazid al-Mubarrad (gest. 285 n. H.):
1. Kamal ad-Din al-Anbari sagte über ihn (Muhammad ibn Yazid ibn al-Akbar ath-Thamali – al-Mubarrad): „Al-Mubarrad stützte sich auf al-Mazini. Es wird gesagt, dass er mit der Lesung des Buches von Sībawayh bei al-Jurmi begann und es bei al-Mazini abschloss. Ismail al-Qadi – der älter war als er – sagte: ‚Muhammad ibn Yazid sah niemanden, der ihm ebenbürtig war.‘ Von ihm lernten as-Suli, Naftawaih der Grammatikgelehrte, Abu Ali at-Tumari und viele andere. Er war ein exzellenter Dozent, mit ansprechenden Berichten und vielen Anekdoten. Abu Said as-Sirafi sagte: ‚Ich hörte Abu Bakr ibn Mujahid sagen: Ich habe nie jemanden gesehen, der auf Fragen bezüglich der Bedeutungen des Qur’an besser antwortete als al-Mubarrad, besonders bei Themen, zu denen es keine Aussagen der frühen Gelehrten gibt.‘ Ich hörte ihn auch sagen: ‚Viel Wissen von ihm entging mir, da ich die Verpflichtungen gegenüber Thalab erfüllen musste.‘ As-Sirafi sagte: ‚Ich hörte Naftawaih sagen: Ich sah niemanden, der mehr Berichte ohne Überlieferungsketten behielt als er und Abu al-‚Abbas ibn al-Furat.’“
2. Al-Khatib al-Baghdadi sagte über ihn: „Der Scheikh der Grammatikgelehrten und Bewahrer des Wissens der arabischen Sprache. Er stammte aus Basra, ließ sich jedoch in Bagdad nieder und überlieferte dort von Abu Uthman al-Mazini, Abu Hatim as-Sijistani und anderen Gelehrten der Literatur. Er war ein wissender, tugendhafter und zuverlässiger Erzähler, ein exzellenter Dozent, mit ansprechenden Berichten und vielen Anekdoten.“
3. Adh-Dhahabi sagte über ihn: „Er war ein Imam, ein herausragender Gelehrter, gutaussehend, wohlgesprochen, wortgewandt und zuverlässig. Er war bekannt für seine Anekdoten und Geschichten. Ibn Hammad der Grammatikgelehrte sagte: ‚Thalab war in der Sprache und Grammatik kundiger als al-Mubarrad, doch al-Mubarrad war in allen Wissenschaften vielseitiger als Thalab.‘ Ich sage: ‚Er hatte viele Werke verfasst. Es wird berichtet, dass al-Mazini von einer seiner Antworten beeindruckt war und zu ihm sagte: ‚Steh auf, du bist der Mubarrad,‘ das bedeutet derjenige, der die Wahrheit bekräftigt, doch es setzte sich die Aussprache mit einem offenen R (mubarrad) durch.‘ Er war ein außergewöhnliches Phänomen in der Grammatik. Ismail al-Qadi sagte: ‚Al-Mubarrad sah niemanden, der ihm ebenbürtig war.‘ Al-Mubarrad verstarb zu Beginn des Jahres 286 n. H.“
Al-Imam al-Khalil ibn Ahmad al-Farahidi (100–175 n. H.)
(1) Die Interpretation des Hadiths über das Platzieren des „Fußes“ in der Hölle
Imam al-Khalil al-Farahidi رحمه الله überlieferte in seinem Buch Ma’jam al-‚Ain, Band 5, Seite 122, die Interpretation des Imams al-Hasan al-Basri رحمه الله (gest. 110 n. H.) zu dem Hadith:
(Qadam: Das Qadam ist das, worauf der Mensch vom Knöchel aufwärts tritt. Al-Qadam und Al-Qadama bedeuten auch „Vorrang“ in einer Angelegenheit. Das Wort Allahs ﷻ: „Sie haben eine aufrichtige Stellung (qadam) bei ihrem Herrn“ bedeutet, dass sie in Bezug auf das Gute bei Allah ﷻ Vorrang haben. Und für die Ungläubigen: ein Vorrang des Übels.
In dem Hadith: „Die Hölle wird nicht ruhen, bis Allah ﷻ seinen Fuß hineinsetzt“, sagte al-Hasan: „Das bedeutet, dass Allah ﷻ diejenigen, die Er zu den Schlechtesten Seiner Schöpfung bestimmt hat, in die Hölle setzt. Sie sind der „Fuß“ Allahs ﷻ für das Feuer, während die Muslime der „Fuß“ für das Paradies sind.“)
Imam al-Mufassir ath-Tha’labi رحمه الله überlieferte in seinem Werk al-Kashf wa al-Bayan zur Quranexegese, Band 9, Seite 104, die Aussage von Imam al-Khalil ibn Ahmad al-Farahidi رحمه الله zu dem Hadith:
„Die Bedeutung des in dem Hadith erwähnten „Fußes“ bezieht sich auf eine Gruppe von Menschen, die Allah ﷻ zur Hölle schickt, um sie damit zu füllen. Es war in Seinem Wissen vorausbestimmt, dass sie dorthin gelangen und ewig darin verweilen werden.“
An-Nadr ibn Shumail sagte: „Ich fragte al-Khalil ibn Ahmad nach der Bedeutung dieses Hadiths, und er sagte: ‚Es sind Menschen, die Allah für das Feuer bestimmt hat.’“
Al-Imam Abu Zakariya al-Farra‘ (gest. 209 n. H.)
(1) Die Interpretation von fawqiyya als Überlegenheit des Machtanspruchs und nicht des Ortes
Der Imam sagte:
„Sein Wort: ‚Und Er ist der Allbezwingende, über Seinen Dienern‘ (Quran 6:18). Alles, was etwas bezwingt, ist über dem, was es bezwungen hat.“
Referenz: Ma’ani al-Qur’an von al-Farra‘, Band 1, Seite 329.
(2) Die Interpretation der Hand (Yad)
Der Imam sagte:
„Sein Wort: ‚Die Hand Allahs ﷻ ist über ihren Händen‘ (Quran 48:10) bedeutet die Bestätigung des Versprechens und des Bundes.“
Referenz: Ma’ani al-Qur’an von al-Farra‘, Band 3, Seite 65.
(3) Die Interpretation der Plan (Makr)
Der Imam sagte:
„Und die Bedeutung seines Wortes: ‚Sie schmiedeten Pläne, und Allah ﷻ schmiedete Pläne‘ (Quran 3:54) bezieht sich auf die Angelegenheit von ‚Isa, als sie versuchten, ihn zu töten. Er trat in ein Haus mit einem kleinen Fenster, und Allah ﷻ unterstützte ihn durch Jibril صلى الله عليه وسلم, der ihn durch das Fenster in den Himmel erhob. Einer ihrer Männer betrat das Haus, um ihn zu töten, und Allah ﷻ ließ das Aussehen dieses Mannes dem von ‚Isa ibn Maryam ähneln. Als er das Haus betrat und ‚Isa dort nicht fand, ging er hinaus und sagte: ‚Im Haus ist niemand‘. Sie töteten ihn, weil sie dachten, es sei ‚Isa. Das ist die Bedeutung von ‚Sie schmiedeten ein Plan, und Allah ﷻ schmiedete ein Plan‘, und der Plan von Allah ﷻ bedeutet eine subtile Überlistung, nicht wie die Pläne der Geschöpfe.“
Referenz: Ma’ani al-Qur’an von al-Farra‘, Band 1, Seite 218.
(4) Seine Bestätigung der Schau Allahs (Ru’ya) im Gegensatz zur Mu’tazila
Der Imam Al-Farra‘ sagte in seinem Werk:
„Und sein Wort: Für diejenigen, die Gutes taten, ist das Beste (Quran 10:26) steht im Nominativ. Es wird gesagt, dass al-husna das Gute bedeutet. (Und das Zusätzliche): Muhammad berichtete uns, dass al-Farra‘ sagte: ‚Abu al-Ahwas Salam ibn Sulaym berichtete mir von Abu Ishaq as-Sabi’i, von einem Mann, der von Abu Bakr as-Siddiq رضي الله عنه berichtete. Er sagte: Für diejenigen, die Gutes taten, ist das Beste und noch mehr bezieht sich auf das Schauen auf das Angesicht des Herrn, des Erhabenen und Gepriesenen.’“
Referenz: Ma’ani al-Qur’an von al-Farra‘, Band 1, Seite 461.
Al-Imam Muhammad ibn Yazid al-Mubarrad (Abu al-‚Abbas al-Mubarrad, gest. 285 n. H.)
(1) Die Erhabenheit Allahs ﷻ über Emotionen
Al-Imam Muhammad ibn Yazid al-Mubarrad رحمه الله sagte:
„Es ist ähnlich wie dein Ausspruch: Allah erbarme sich und Zaid erbarmt sich ‚Amr. Die Barmherzigkeit von Zaid bedeutet Sanftmut und Mitgefühl, aber Allah ﷻ ist erhaben über solche Eigenschaften.“ Al-Zajjaji رحمه الله (gest. 340 n. H.) überlieferte seine Aussage: „Abu al-‚Abbas Muhammad ibn Yazid al-Mubarrad رحمه الله sagte: Die Barmherzigkeit bei den Geschöpfen ist Sanftmut und Mitgefühl gegenüber demjenigen, dem Barmherzigkeit gezeigt wird. Doch bei Allah ﷻ ist es eine Wohltat und Gunst gegenüber den Dienern.“
Quellen:
1. Al-Muqtadab von al-Imam Muhammad ibn Yazid al-Mubarrad, Band 4, Seite 177.
2. Ishtiqaq Asma‘ Allah von al-Zajjaji, Seite 41.
(2) Die Erhabenheit Allahs ﷻ über den Ort
Der Überlieferung nach, ohne Kette, stammt folgende Aussage von Al-Imam ‚Ali رضي الله عنه. Der Zweck ist jedoch, dass al-Imam Abu al-‚Abbas al-Mubarrad رحمه الله diese Aussage bestätigte, was darauf hinweist, dass dieses Glaubensbekenntnis im 3. Jahrhundert n. H. anerkannt war.
Al-Imam Muhammad ibn Yazid al-Mubarrad رحمه الله sagte:
„Die Antwort von ‚Ali ibn Abi Talib رضي الله عنه, als er gefragt wurde: Wo ist unser Herr? Und es sagte jemand zu ‚Ali ibn Abi Talib رحمه الله: Wo war unser Herr, bevor Er die Himmel und die Erde erschuf? ‚Ali sagte: Das Wort ‚wo‘ bezieht sich auf einen Ort, und Allah ﷻ war, bevor es einen Ort gab.“
Referenz: Al-Kamil fi al-Lugha wa al-Adab, Band 1, Seite 84.
(3) Die Interpretation von al-Istihza’ (Spott), al-Sukhriya (Verspottung) und al-Makr (Plan)
Al-Imam Muhammad ibn Yazid al-Mubarrad رحمه الله sagte:
„Und sein Wort: ‚Wer gegen euch vorgeht, so geht auch gegen ihn vor‘ (Quran 2:194), bedeutet: Vergeltet es ihm. Der Ausdruck wird verwendet, als wäre er derselbe wie im vorangehenden Satz, wie die Araber sagen: ‚Die Strafe entspricht der Tat‘. Doch die erste Handlung war keine Strafe. Du sagst: Ich tat dies mit jemandem, was er mit mir tat, was bedeutet: Ich habe es ihm heimgezahlt. Der Erste begann ungerecht, und der Vergelter nahm nur sein Recht. Beide Handlungen erscheinen gleich, doch sie sind unterschiedlich, da der Erste ungerecht war und der Zweite nur sein Recht nahm. Ebenso ist es mit dem Vers: Das Vergelten des Bösen ist Böses von gleichem Maß (Quran 42:40). Doch das Zweite wird nicht als Übel angerechnet, sondern entspricht dem Ersten in der Unangenehmheit, denn der Zweite vollzieht Gerechtigkeit. Ebenso in dem Vers: Wir spotten über sie, und Allah spottet über sie (Quran 2:15). Und Er sagte: Sie spotten über sie, und Allah spottet über sie.“
Referenz: Al-Muqtadab von al-Mubarrad, Band 1, Seite 218.
„Und Er sagte: ‚Sie schmieden Pläne, und Allah schmiedet Pläne‘ (Quran 8:30), was ich bereits in den verschiedenen sprachlichen Aspekten erwähnt habe. Ihr Pläne, ihr Spott und ihre Verspottung sind eine Übertretung gegenüber Allah ﷻ und ein Angriff auf Seine Verbündeten. Die Pläne, der Spott und die Verspottung Allahs ﷻ hingegen sind eine Strafe für sie und eine harte Vergeltung.“
Referenz: Kitab ma Ittafaqa Lafzuhu wa Ikhtalafa Ma’nahu, Seite 13-14.
Dank geht raus an den Bruder Hanafiyyah 1453 der uns den Beitrag zur Verfügung gestellt hat.