بسم الله الرحمن الرحيم
Im Vorhinein sollte klar gemacht werden, dass al-Tabari zum Istiwa in Sure 2:29 sagte, das der Istiwa in dem Falle mit Irtifa’a (Erheben) und Uluw (Hoheit) ausgelegt wird, er war verwundert das einige es ablehnten obwohl die Bedeutung dessen klar ist. Er begründet ihre Ablehnung damit, weil sie der Meinung waren, dass wenn Allah über die Hoheit spricht, das er vorher unten gewesen sein muss und danach darüber,
al-Tabari stellt ihnen danach folgende Frage um dieses Fehlverständnis aufzuklären:
أفكان مدبراً عن السماء فأقبل إليها؟ فإن زعم أن ذلك ليس بإقبال فعل، ولكنه إقبال تدبير، قيل له: فكذلك فقل: علا عليها، علو ملك، وسلطان، لا علو انتقال وزوال
„Wenn Allah sich (wie im Vers gesagt wird) dem Himmel zuwandte, heißt es das er vorher abgewandt war? Wenn sie sagen sollten dies ist keine Zuwendung durch Bewegung sondern durch Verwaltung, dann antwortet man ihnen: So sag dann auch Allah ist hoch über ihnen (den Himmeln) im Sinne von Herrschaft und Macht und nicht im Sinne von Ortswechsel oder Verlagerung.“
Nun gibt es einige, die behaupten al-Tabari hätte hier, die Aussage Macht und Herrschaft nur als Schlussfolgerung benutzt und dieser nicht wirklich zugestimmt, er stellt dem Kontrahent also eine Gegenfrage. Allerdings verstand kein Gelehrter, auch nicht ihre eigenen Gelehrten, die Worte von al-Tabari in dieser Art.
Imam Abdulqadir al-Badran sagte, dass gemäß al-Tabari der Uluww im Sinne von Herrschaft und Macht ist. Er sagte:
ومراده بالعلو هنا علو ملك وسلطان، لا علو انتقال وزوال
„Was er (al-Tabari) mit dem Uluww hier meint, ist eine Erhöhung von Herrschaft und Macht und keine Erhöhung im Sinne von Bewegung und Ortswechsel.“
Sogar ihre eigenen Gelehrten bestreiten die Interpretation von al-Tabari nicht, jedoch zeigen sie ihre Abneigung diesbezüglich, der Imam der Mushabbiha al-Ghunayman sagte:
هو من جنس كلام أهل البدع، فلا ينبغي، وهو خلاف الظاهر من النصوص، بل هو من التأويل الباطل.
„Das ist die Rede der Erneuerer. Das ist unangemessen und geht gegen den dhahir der Offenbarten Texte – nein vielmehr ist es von den falschen Interpretationen (min al-al-ta’wil batil).“
Der Linguist und Mufassir Ibn Atiyyah sagt, dass gemäß al-Tabari, die Hoheit im Sinne von Herrschaft und Macht ist, er sagte:
وهذا اختيار الطبري، والتقدير: علا أمره وقدرته وسلطانه
„Dies ist die Auswahl von al-Tabari: Er erhob sich mit seinem Befehl, Macht und Herrschaft.“
Imam Makki ibn Abi Talib sagte, dass gemäß al-Tabari, der Uluww im Sinne von Herrschaft und Macht ist, er sagte:
واختار الطبري وغيره أن يكون “ استوى “ بمعنى “ علا “ على المفهوم في لسان العرب. قال أبو محمد: وليس: “ علا “ في هذا المعنى أنه تعالى علا من سفل كان فيه إلى علو، ولا هو علو انتقال من مكان إلى مكان، ولا علو بحركة تعالى الله ربنا عن ذلك كله
„Und al-Tabari und viele andere [Gelehrte] entschieden sich dafür, Istawa mit ‚ala zu interpretieren, wie es in der arabischen Sprache verstanden wird, Abu Muhammad sagte: „und die Bedeutung von ‚ala hier ist nicht, dass er sich von einem niedrigeren zu einem höheren Ort erhoben hat und keine Erhebung mit Verlagerung von Ort zu Ort oder eine Erhebung mit Bewegung, erhaben ist unser Herr von all dem.“
Soviel erstmal dazu. Die Frage die sich hierbei stellt, wieso nimmt al-Tabari als großer Gelehrter es sich raus, eine Gegenfrage zu stellen die offensichtlich (laut eurer Theorie) falsch ist?
Istiwa vor oder nach der Erschaffung des Thrones ?
Imam al-Tabari sagte:
وإن قال لنا قائل : أخبرنا عن استواء الله جل ثناؤه إلى السماء ، كان قبل خلق السماء أم بعده ؟ قيل : بعده
„Wenn jemand zu uns sagt: „Berichte uns über Gottes Erhebung zum Himmel, war es vor der Erschaffung des Himmels oder danach?“ Die Antwort lautet: „Danach!“
Nun sagen sie: Hatte Gott keine Herrschaft und Macht vorher über den Thron? Somit kann das nur für uns sprechen. Nun da haben sie die Rechnung nicht mit uns gemacht. Die Aussage ist leicht zu verstehen, wenn man ein wenig Intelligenz besitzt.
Die Aussage von al-Tabari bezieht sich auf etwas wichtiges, was die Frage der Personen die immer mit dieser Frage kommen beantwortet hat, Die Idee ist, dass Gott natürlich bereits die Macht und Souveränität besitzt, aber nach der Erschaffung des Himmels wurde diese Macht auf eine klare und offensichtliche Weise für die Schöpfung manifestiert und deutlich gemacht. Es geht darum, wie Gottes Souveränität in Bezug auf die Schöpfung nach deren Erschaffung erkennbar wurde. Hiernach ist es kein Problem zu behaupten der Istiwa wäre danach.