Die glaubenslehre der Ahlu Sunnah

Die Asha'irah und Maturidiyyah


Shaykh al-Islam al-Sabuni und die Hashwiyyah

بسم الله الرحمن الرحيم

Wenn der Titel Shaykh al-Islam unspezifiziert gelassen wird in seiner Zeit, wird damit nur auf al-Imam al-Sabuni verwiesen.

Den Hashwiyyah gefiel dieses nicht, weil Imam al-Sabuni von der Ahlu Sunnah war. So versuchten die Hashwiyyah dieses umzuändern und fingen an den Mujassim Abu Isma’il al-Harawi als Shaykh al-Islam zu betiteln.

Dieses Ereignis gibt uns Imam Tajuddin as-Subki in Tabaqat Shafi’iyyah al-Kubra: 4/272 wieder, er sagte:

وأماالمجسمة بمدينة هراة فلما ثارت نفوسهم من هذا اللقب عمدوا إلى أبي إسماعيل عبدالله بن محمد الأنصاري صاحب كتاب ذم الكلام فلقبوه بشيخ الإسلام وكان الأنصاريالمشار إليه رجلا كثير العبادة محدثا إلا أنه يتظاهر بالتجسيم والتشبيه وينال منأهل السنة وقد بالغ في كتابه ذم الكلام حتى ذكر أن ذبائح الأشعرية لا تحل وكنت أرىالشيخ الإمام يضرب على مواضع من كتاب ذم الكلام وينهى عن النظر فيهوللأنصاري أيضاكتاب الأربعين سمتها أهل البدعة الأربعون في السنة يقول فيها باب إثبات القدم للهباب إثبات كذا وكذاوبالجملة كان لا يستحق هذا اللقب وإنما لقب به تعصبا وتشبيها لهبأبي عثمان وليس هو هناكوكانأهل هراة في عصره فئتين فئة تعتقده وتبالغ فيه لما عنده من التقشف والتعبد وفئةتكفره لما يظهره من التشبيهومن مصنفاته التي فوقت نحوه سهام أهل الإسلام كتاب ذمالكلام وكتاب الفاروق في الصفات وكتاب الأربعين

وهذه الكتب الثلاثة أبان فيها عناعتقاد التشبيه

“Die Anthropomorphisten in der Stadt Herat wurden wütend als man (Abu Uthman as-Sabuni) Sheikh al-Islam genannt hat, so haben sie Abu Ismail Abdullah b. Muhammad al-Ansari, der Verfasser von dem Buch Dhamm al-Kalam den Sheikh al-Islam genannt. Dieser Ansari, war ein Mann mit viel Gottesdienst und er war ein Hadithgelehrter jedoch zeigte er offenkundig den Anthropomorphismus (Tajsim) und Vergleich Allah’s mit der Schöpfung (Tashbih). Er kritisierte die Ahlu Sunnah sehr hart. In seinem Buch Dhamm al-Kalam übertrieb er so dass er gesagt hat, dass die Schlachttiere der Asha’ira nicht Halal wären. Ich sah den Sheikh al-Imam (das heißt der Vater von Imam Tajuddin as-Subki und zwar Sheikh al-Islam Taqiyy ad-Din as-Subki) wie er manche Stellen vom Buch Dhamm al-Kalam verborg. Er hat es verboten, dass man in diesem Buch liest. Al-Ansari hat auch ein Buch Namens al-Arba’in die Ahlu al-Bida nennen es al-Arba’in fi as-Sunna. Am Anfang von jedem Kapitel sagte er: Kapitel über die Bestätigung des Gottesbein oder Kapitel über die Bestätigung von so und so. Allgemein verdiente er nicht den Titel Sheikh al-Islam. Er hat diesen Titel nur aus Fanatismus bekommen und damit man mit Abu Uthman (as-Sabuni) konkurriert. Die Bewohner von Herat waren bezüglich ihm in zwei Parteien aufgeteilt. Eine Gruppe die an ihm glaubte und in ihm übertrieb, da er den Gottesdienst und Askese pflegte und eine andere Gruppe erklärte ihn als Ungläubig, da er den Anthropomorphismus offenkundig zeigte. Zu seinen Werken, die hart von den Gelehrten des Islam kritisiert wurden gehören die Bücher „Dhamm al-Kalam“ und „al-Faruq“ in den Gotteseigenschaften sowie al-Arba’in. Und in diesen drei Büchern hat er ganz klar sein Glaube an dem Antropomorphismus gezeigt.“

al-Imām al-Sābūnī war selbst kein Mutakallim, jedoch unterstützte er die Mutakallimīn der Ahl al-Sunnah, insbesondere die Shāfi’iyyah in seiner Zeit.

Als zum Beispiel al-Imām al-Qushayrī seinen Brief schrieb, der al-Imām al-Ash’arī und sein Glaubensbekenntnis verteidigte, stimmten Shaykh al-Islām al-Sābūnī und sein Sohn diesem zu und schrieben am Ende des Briefes folgendes:

الأمر على الجملة المذكورة

„Die Sache ist wie erwähnt“.

In diesem Brief steht unteranderem folgendes:

اتفق أصحاب الحديث على أن أبا الحسن علي بن إِسْمَاعِيلَ الأشعري رَضِيَ اللَّهُ عَنْهُ كان إمامًا من أئمة أصحاب الحديث ، ومذهبه مذهب أصحاب الحديث ، تكلم في أصول الديانَات على طريقة أهل السنة

„Die Ashab al-Hadith sind sich einig, dass Abu al-Hasan Ali bin Isma’il al-Ash’ari radiAllahu anhu ein Imam von den Imamen der Ashab al-Hadith ist und dass seine Madhab die Madhab der Ashab al-Hadith ist und dass er über die Fundamente des Glaubens gemäß dem Pfad der Ahlu Sunnah sprach…“

Weitere Gelehrte die den Inhalt in diesem Brief zustimmten:

⁃ Abū ʿAbd Allāh al-Khabbāzī

⁃ Der Vater von Imām al-Ḥaramayn, der große Shāfiʿī Faqīh, al-Imām Abū Muḥammad al-Juwaynī

⁃ Abū al-Fatḥ al-Shāshī

⁃ ʿAlī b. Aḥmad al-Juwaynī

⁃ Abū al-Fatḥ al-Harawī

⁃ Aḥmad b. Muḥammad al-Ayyūbī

⁃ ʿAlī b. Muḥammad al-Ayyūbī

⁃ al-Sharīf al-Bakrī

⁃ Abū al-Ḥasan al-Mulqābādhī

⁃ ʿAbd al-Jabbār al-Isfarāyīnī

⁃ Muḥammad b. ʿAbd al-Jabbār

Shaykh al-Islam al-Sabuni lobte Shaykh Abu Muhammad al-Juwayni, welcher ein großer Faqih und Mutakallim der Shāfi’iyyah war, sowie der Vater von Imam al-Haramayn. Imam al-Sabuni sagte über ihn:

لو كان الشّيخ أبو محمد في بني إسرائيل لنُقلت إلينا شمائلُه وافتخروا به

„Wenn Shaykh Abū Muhammad unter den Banī Isrā’īl wäre, so würden uns seine Tugenden überliefert werden, und sie würden stolz auf ihn sein.“

Und Shaykh al-Islām al-Sābūnī lobte Imam al-Haramayn al-Juwayni (der Sohn von Abu Muhammad al-Juwayni) für seine Bemühungen im ‚Ilm al-Kalām und für seine Verteidigung der Ahl al-Sunnah, indem er sagte:

صرف اللَّه المكاره عن هذا الإمام فهو اليوم قرة عين الإسلام والذاب عنه بحسن الكلام

„Möge Allah das Böse von diesem Imām abwenden, denn er ist heute die Augenweide vom Islām und sein Verteidiger mit lobenswerten Kalām“.

Ein anderer Ash’ari Gelehrter der von Shaykh al-Islām al-Sābūnī gelobt wurde ist Abu Mansur al-Baghdadi, der Verfasser von Usul ad-Din, al-Asma wal Sifat und al-Farq baynal Firaq.

Shaykh al-Islām al-Sābūnī sagte über ihn:

قال شيخ الإسلام أَبُو عثمان الصابوني : كان من أئمة الأصول وصدور الإسلام بإجماع أهل الفضل والتحصيل

‘‘Er war von den großen Imamen der Usul (Aqidah) und gehörte mit Übereinstimmung aller großen Gelehrten zu den Hauptgelehrten des Islam.‘‘

Und dann haben wir die heutigen möchtegern Salafiyyah die behaupten, dass Imam al-Sabuni ein Feind der Asha’irah wäre und sie gemieden hätte.

Bevor wir zum Ende kommen, möchten wir nochmal auf eine schwachsinnige Behauptung antworten. Einige von ihnen sagten:

„Kashf al-Ghuta‘ an Mahd al-Khuta‘, und Jam‘ al-Juyush wa ad-Dasakir ala Ibn Asakir, welche beide von Ibn Mibrad (gest. 909 n.H.) verfasst worden sind. Insbesondere das zweite erwähnte Buch ist eine besondere Widerlegung von dem Buch „Tabyin Kadhib al-Muftari fima Nasaba ila Imam Abi al-Hasan al-Ash’ari“, welches verfasst wurde von dem Ash’ari aus dem 6. Jahrhundert n.H. namens Ibn Asakir (gest. 571 n.H.). Ibn Mibrad erwäht in seinem Buch 400 Gelehrte, welche Feinde der Asha’irah waren und dass die Ash’ari-Madhhab bis zum 6-7 Jahrhundert eine kleine Randgruppe war und im laufe der Zeit sich verbreitete, und vieles mehr.“

Siehe wie diese Person es so aussehen lassen möchte, dass die Mehrheit der Gelehrten Feinde der Asha’irah wären und dass die Asha’irah und Maturidiyyah eine kleine Gruppe wäre. Dieses Buch sollte nicht beachtet werden, denn der Verfasser Ibn Mibrad, arbeitet in dem Buch nicht sauber. Er erwähnt Gelehrte die angeblich die Asha’irah gemieden hätten, jedoch für den Großteil bringt er keine Beweise. Auf einige Behauptungen in dem Buch sind wir eingegangen.

Und weil es gerade mit dem Thema zu tun hat, möchten wir Ibn Mibrad erneut zitieren, er sagte:

وَمِنْهُمْ أَبُو عُثْمَانَ الصَّابُونِيُّ شَيْخُ الإِسْلامِ، كَانَ إِمَامًا مُجَانِبًا لَهُمْ

„Unter ihnen Abu Uthman al-Sabuni Shaykh al-Islam, der sie (d.h. Asha’irah) gemieden hat.“

Und wir haben aufgezeigt, dass dieses nicht der Wahrheit entspricht.



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