Die glaubenslehre der Ahlu Sunnah

Die Asha'irah und Maturidiyyah


Das Heben der Hände zum Himmel, bedeutet nicht, dass Allah an einem Ort oder in einer Richtung sei.

Das Heben der Hände zum Himmel, bedeutet nicht, dass Allâh an einem Ort oder in einer Richtung sei. Wir heben die Hände beim Bittgebet zum Himmel, weil der Himmel die Richtung des Bittgebetes ist, so wie die Ka’bah die Richtung der Gebete ist.

Wir wünschen uns das Herabkommen des Segens und der Gnade vom Himmel, so wie es Allâh im edlen Qur’ân, in der Sûrah adh-Dhâriyât Âyah 22, erwähnte: {وفي السماءِ رِزقُكُم وما توعدون}

So ist das abwischen des Gesichtes nach dem Bittgebet, mit der Absicht diesen Segen und diese Gnade, dessen Herunterkommen man sich erhofft hat, auf das Gesicht kommen zu lassen.

Der Tafsîr- und Sprach-Gelehrte Abû Hayyân al-Andalusiyy sagte: „Die Âyah 115 der Sûrah al-Baqarah: {فَأَيْنَمَا تُوَلُّواْ فَثَمَّ وَجْهُ اللهِ} Ist eine Widerlegung derjenigen, die behaupten, dass Er an einem Ort und in einer Richtung sei. Denn als es gestattet wurde (als Reisender auf einem Reittier beim Sunnah Gebet), sich irgendeine von den Richtungen auszusuchen, um sich im Gebet dahin zu wenden, wies dieses darauf hin, dass Er (Allâh) in keiner der Richtungen ist und an keinem Ort existiert. Und wenn Er (Allâh) in einem Ort wäre, so wäre das Hinwenden zu Ihm, rechtmäßiger als zu allen anderen Richtungen. Als Er jedoch keinen bestimmten Ort festlegte, haben wir gewusst, dass Er in keiner Richtung und an keinem Ort existiert. Vielmehr ist Er der Schöpfer der Richtungen, sie gehören Ihm und unterliegen Seiner Herrschaft. Zu welcher Richtung wir uns auch zu Ihm hinwenden, so ist dieses aufgrund unserer Gehorsamkeit zu Ihm, damit haben wir uns demütig Seinem Befehl unterworfen.“

Es wurde vom Gesandte Gottes, Salla l-Lâhu ^Alayhi wa Sallam, berichtet, wie es in dem Sahih von al-Bukhari überliefert wurde:

ما بال أقوام يرفعون أبصارهم إلى السماء في صلاتهم فاشتد قوله في ذلك حتى قال لينتهن عن ذلك أو لتخطفن أبصارهم

Die Bedeutung lautet: „Was denken sich diese Leute dabei, wenn sie ihre Blicke in ihren Gebeten heben, um zum Himmel zu schauen?“ Der Gefährte Anas Ibn Mâlik sagte: Und seine Wörter verschärften sich, bis er sagte: „Sie sollen damit aufhören oder ihr Augenlicht wird ihnen weggenommen werden.“

Wäre Allâh im Himmel, so wäre es rechtmäßiger uns zu dieser Richtung im Gebet hinzuwenden. Als der Prophet uns dieses jedoch strengstens untersagte, wussten wir, dass Er nicht in der Richtung des Himmels existiert, noch in irgendeiner anderen. Damit stellt der Prophet klar, dass der Muslim Allâh so anzubeten hat, wie es ihm befohlen wurde, ob beim Gebet in Richtung der Ka^bah oder beim Bittgebet in Richtung des Himmels. Allâh lässt sich von Seinen Diener so anbeten wie Er will und mit was Er will. Und der Muslim ist sich sicher, dass Allâh in keiner dieser Richtungen ist, sondern ohne Ort existiert. Weil Allâh keine Gestalt und kein Körper ist.



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