Auszug von Imam Ibn ‘Asakirs ‘‘Tabyin Khadib al-Muftari‘‘ bezüglich der Glaubenslehre von Imam al-Ash‘ari:
وإنهم عطلوا وأبطلوا ، فقَالُوا : لا علم لِلَّه ، ولا قدرة ، ولا سمع ، ولا بصر ، ولا حياة ، ولا بقاء ، ولا إرادة ، وقالت الحشوية ، والمجسمة ، والمكيفة المحددة : إن لِلَّه علما كالعلوم ، وقدرة كالقدر ، وسمعا كالأسماع ، وبصرا كالأبصار ، فسلك رَضِيَ اللَّهُ عَنْهُ طريقة بينهما ، فقال : إن لِلَّه سبحانه وتعالى علما لا كالعلوم ، وقدرة لا كالقدر ، وسمعا لا كالأسماع ، وبصرا لا كالأبصار
‘‘…Sie (Die Mu‘tazilah, Jahmiyyah, Rafidah) annulierten (die Eigenschaften Gottes) und hielten es für Falsch (es zu bestätigen) und sagten:‘‘Allah hat keine (Eigenschaften wie) Wissen, Macht, Hören, Sehen, Leben, Endlosigkeit und Wille.‘‘ Und die Hashwiyyah und Mujassimah und jene die Grenzen und Formen (dem Schöpfer zuschreiben) sagten:‘‘Sein Wissen ist so wie unser Wissen, Seine Macht ist so wie unsere Macht, Sein Hören ist so wie unser hören, Sein Sehen ist so wie unser sehen.‘‘ Und er (Imam al-Ash‘ari) radiAllahu ‘anhu nahm den Mittelweg und sagte:‘‘Allah hat Wissen jedoch nicht wie unser Wissen, Macht aber nicht so wie unsere Macht, ein Hören aber nicht so wie unser hören, ein Sehen aber nicht so wie unser sehen.‘‘
وكذلك قَالَ جهم بن صفوان : العبد لا يقدر على إحداث شيء ، ولا على كسب شيء ، قالت المعتزلة : هو قادر على الإحداث والكسب معا ، فسلك رَضِيَ اللَّهُ عَنْهُ طريقة بينهما ، فقال : العبد لا يقدر على الإحداث ويقدر على الكسب ، ونفى قدرة الإحداث ، وأثبت قدرة الكسب.
Jahm ibn Safwan sagte ebenso: ‘‘Ein Diener Gottes ist nicht in der Lage etwas zu erschaffen und er kann auch nichts erwerben.‘‘ Die Mu‘tazilah sagten:‘‘Ein Diener Gottes ist in der Lage zu beidem: erschaffen und erwerben.‘‘ Und er (Imam al-Ash‘ari) radiAllahu ‘anhu nahm den Mittelweg und sagte: “Ein Diener Gottes kann nicht erschaffen jedoch kann er erwerben” mit diesen Worten lehnte er die Möglichkeit des erschaffens ab und bestätigte den Erwerb.‘‘
وكذلك قالت الحشوية المشبهة : إن اللَّه سبحانه وتعالى يرى مكيفا محدودا كسائر المرئيات ، وقالت المعتزلة ، والجهمية ، والنجارية : إنه سبحانه لا يرى بحال من الأحوال ، فسلك رَضِيَ اللَّهُ عَنْهُ طريقة بينهما ، فقال : يرى من غير حلول ، ولا حدود ، ولا تكييف.
Die Hashwiyyah, welche zur Mushabbiha gehört, sagten ebenso: ‘‘Man wird Allah, wie die anderen gesehenen Dinge, begrenzt und mit Form sehen.“ Die Mu’tazilah, Jahmiyyah und Najjariyyah sagten:‘‘Allah wird auf garkeinen Fall gesehen.“ Und er (Imam al-Ash‘ari) radiAllahu ‘anhu nahm den Mittelweg und sagte: ‘‘Allah wird gesehen ohne Form, ohne Wie, ohne Begrenzung, ohne dass Er sich in etwas inkarniert…‘‘
وكذلك قالت النجارية : إن الباري سبحانه بكل مكان من غير حلول ولا جهة ، وقالت الحشوية ، والمجسمة : إنه سبحانه حال في العرش ، وإن العرش مكان له ، وهو جالس عليه ، فسلك طريقة بينهما ، فقل : كان ولا مكان ، فخلق العرش والكرسي ، ولم يحتج إلى مكان ، وهو بعد خلق المكان كما كان قبل خلقه.
“Und die Najjariyyah sagten ebenso: Der Schöpfer, Erhaben ist er, existiert überall an jedem Ort jedoch ohne eine Richtung, während die Hashwiyyah und Mujassimah sagten:“ Er sitzt auf seinem Thron und der Thron ist sein Aufenthaltsort und Er setzt sich darauf. Doch er (Imam Ash’ari) nahm den Mittelweg und sagte: Allah existierte und es existierte kein Ort danach erschuf er den Thron und den Kursi, er ist nicht in Bedarf eines Ortes. Und er ist, nachdem er den Ort erschuf unverändert ohne Ort.“
وقالت المعتزلة : له يد ، يده : قدرة ونعمة ، ووجهه : وجه وجود ، وقالت الحشوية : يده يد جارحة ، ووجهه وجه صورة ، فسلك رَضِيَ اللَّهُ عَنْهُ طريقة بينهما ، فقال : يده يد صفة ، ووجهه وجه صفة ، كالسمع والبصر.
Die Mu‘tazilah sagten: ‘‘Er hat ein ‘‘Yad‘‘ jedoch ist sein “Yad“ seine Macht und Gabe; er hat ein ‘‘Wadjh‘‘ jedoch ist sein “Wadjh“ seine Existenz.‘‘¹ Die Hashwiyyah sagten: ‘‘Er hat eine Hand und es ist ein Gliedmaß; er hat ein Gesicht und es ist eine Form.“ Und er (Imam al-Ash‘ari) radiAllahu ‘anhu nahm den Mittelweg und sagte: ‘‘Yad ist eine Eigenschaft und Wadjh ist eine Eigenschaft, so wie Hören und Sehen eine Eigenschaft ist.‘‘
وكذلك قالت المعتزلة : النزول نزول بعض آياته ، وملائكته والاستواء بمعني الاستيلاء ، وقالت المشبهة ، والحشوية : النزول نزول ذاته بحركة وانتقال من مكان إلى مكان ، والاستواء جلوس على العرش ، وحلول فيه ، فسلك رَضِيَ اللَّهُ عَنْهُ طريقة بينهما ، فقال : النزول صفة من صفاته ، والاستواء صفه من صفاته ، وفعل فعله في العرش : يسمى الاستواء.
Die Mu‘tazilah sagten ebenso: Der ‘‘Nuzul‘‘ ist dass herabsteigen seiner Zeichen und Engel, der ‘‘Istiwa‘‘ bedeutet ‘‘Istila‘‘². Und die Mushabbiha und Hashwiyyah sagten:‘‘Der Nuzul ist das Herabsteigen seines Wesens durch Bewegung und Transport von einem Ort zu einem anderen und der ‘‘istiwa‘‘ ist dass Sitzen auf den Thron und das innewohnen damit.‘‘ Und er (Imam al-Ash‘ari) radiAllahu ‘anhu nahm den Mittelweg und sagte: Der ‘‘Nuzul‘‘ ist eine Eigenschaft von seinen Eigenschaften. Sowie der ‘‘Istiwa‘‘ eine Eigenschaft von seinen Eigenschaften ist. Und eine Handlung die er auf den Thron ausführte welche er ‘‘Istiwa‘‘ nannte.³
وكذلك قالت المعتزلة : كلام اللَّه مخلوق مخترع مبتدع ، وقالت الحشوية المجسمة : الحروف المقطعة ، والأجسام التي يكتب عليها ، والألوان التي يكتب بها ، وما بين الدفتين كلها قديمة أزلية ، فسلك رَضِيَ اللَّهُ عَنْهُ طريقة بينهما ، فقال : القرآن كلام اللَّه قديم غير مغير ، ولا مخلوق ، ولا حادث ، ولا مبتدع ، فأما الحروف المقطعة والأجسام ، والألوان ، والأصوات ، والمحدودات ، وكل ما في العالم من المكيفات : مخلوق مبتدع ، مخترع
“Die Mutazilah sagten ebenso:‘‘Allahs Rede ist erschaffen, erfunden und ins Dasein gebracht.“ Die Hashwiyyah, die Allah einen Körper zuschreiben, sagen:‘‘Die Alphabetischen Elemente (al-huruf al-muqatta), das Material auf denen sie niedergeschrieben wurden, die Farben in der sie geschrieben sind, und alles, was zwischen den zwei Deckeln ist (der Quranband) ist Urewig und für Ewig.“ Und er (al-Ash’ari) nahm einen Mittelweg und sagte: ‘‘Der Quran ist Allahs Urewige Rede, unverändert, unerschaffen, weder von einer zeitlich kurzen Quelle, noch ins Dasein gebracht. Bezüglich den Alphabetischen Elemente, dem Material, den Farben, die Stimmen und die Elemente die der Eingrenzung unterlegen (al-mahdudat), und all dies ist der Modalität untergeben in dieser Welt – all dies ist erschaffen, wurde erfunden und ins Dasein gebracht.“
وكذلك قالت المرجئة : من أخلص لِلَّه سبحانه وتعالى مرة في إيمانه لا يكفر بارتداد ، ولا كفر ، ولا يكتب عليه كبيرة قط.
وقالت المعتزلة : إن صاحب الكبيرة مع إيمانه ، وطاعته مائة سنة لا يخرج من النَّار قط ، فسلك رَضِيَ اللَّهُ عَنْهُ طريقة بينهما ، وقال : المؤمن الموحد الفاسق ، هو في مشيئة اللَّه تعالى إن شاء عفا عنه ، وأدخله الجنة ، وإن شاء عاقبه بفسقه ، ثم أدخله الجنة ، فأما عقوبة متصلة مؤبدة فلا يجازى بها كبيرة منفصلة منقطعة
Die Murji‘ah sagten ebenso:‘‘Wer Aufrichtigkeit im Glauben an den Allerhöchsten zeigt, wird niemals in Kufr fallen und keine einzige Sünde wird für ihn aufgezeichnet .‘‘ Die Mu‘tazilah sagten:‘‘Derjenige der eine große Sünde begeht während er Iman hatte wird die Hölle niemals verlassen auch wenn er hundert Jahre lang gute Taten verrichtet hat.‘‘ Und er (Imam al-Ash‘ari) radiAllahu ‘anhu nahm den Mittelweg und sagte:‘‘Der sündigende Gläubige Muwwahid wird unter den Willen des Allmächtigen sein, wenn Er will wird Er ihm vergeben und ihn in das Paradies reinstecken und wenn Er will wird Er ihn für seine Sünden bestrafen, jedoch danach in das Paradies stecken. Und wer gelegentlich große Sünden begeht wird nicht mit der ewigen Qual bestraft.‘‘
وكذلك قالت الرافضة : إن للرسول صلوات اللَّه عليه وسلامه ولعلي عليه السلام شفاعة من غير أمر اللَّه تعالى ، ولا إذنه حتى لو شفعا في الكفار قبلت ، وقالت المعتزلة : لا شفاعة له بحال ، فسلك رَضِيَ اللَّهُ عَنْهُ طريقة بينهما ، فقال : بأن للرسول صلوات اللَّه عليه وسلامه شفاعة مقبولة في المؤمنين المستحقين للعقوبة ، يشفع لهم بأمر اللَّه تعالى وإذنه ، ولا يشفع إلا لمن ارتضي.
Die Rafidah sagten:‘‘Der Gesandte Gottes möge Allah ihn segnen und Ali möge Allah mit ihm zufrieden sein, werden Fürsprache einlegen ohne den Befehl Gottes. Ohne Seine Erlaubnis können sie sogar für Ungläubige Fürsprache einlegen und es wird akzeptiert.“ Und die Mu’tazilah sagten:‘‘Es gibt überhaupt keine Fürsprache.“ Und er (Imam al-Ash‘ari) radiAllahu ‘anhu nahm den Mittelweg und sagte:‘‘Der Gesandte Gottes möge Allah ihn segnen, wird das Recht auf Fürsprache für die Gläubigen die eine Strafe verdienen, erhalten. Er wird für sie Fürsprache einlegen mit dem Befehl und der Erlaubnis Gottes. Und er legt Fürsprache nur für den ein mit dem Allah zufrieden ist.‘‘
¹ Hier lehnt Imam al-Ash’ari den Ta’wil dieser Eigenschaften, wie die Mu’tazilah es verstanden haben, ab. Es ist keine totale Ablehnung von Ta’wil. Die Mu’tazilah waren der Meinung, dass “Yad“ z.B. ausschließlich nur Macht oder Gabe heißen kann, da sie, wie schon erklärt, Allahs Wesen keine Eigenschaften zuschreiben. Imam al-Ash’ari vertritt die Methode der Salaf as-Salihin bezüglich solch problematischer Begriffe. Die Salaf waren der Meinung, dass man die wortwörtliche Bedeutung, welche zur Vermenschlichung Allahs führen kann, negieren und die Bedeutung des Begriffes Allah überlassen soll. Diese Methode wird Tafwid genannt. Die späteren Gelehrten haben häufiger Ta’wil benutzt, da es in ihrer Zeit Sekten gab, die diese Begriffe wortwörtlich verstanden haben. Damit sie die Aqidah der einfachen Muslime beschützen, haben sie diese Wörter je nach Zusammenhang detaillierter erklärt. Der Unterschied zwischen den späteren Gelehrten der Ahlu Sunnah und den Gelehrten der Mu’tazilah besteht erstens darin, dass die Ahlu Sunnah nicht immer “Yad“ mit Macht oder Gabe erklären und zweitens negieren sie nicht die Eigenschaft wie die Mu’tazilah. Sie leugnen nicht, dass eine Eigenschaft, die “Yad“ heißt und deren Wahrheit uns unbekannt ist, existiert.
² Abul-Mu‘in Maymun an-Nasafi (verst. 508 n. H.) sagte in ‘‘Tabsirat al-Adillah‘‘:
وتزييف (بعض) الأشعرية هذا التأويل لمكان أن الاستيلاء يكون بعد الضعف. وهذا لا يتصور في الله تعالى، ونسبتهم هذا التأويل إلى المعتزلة ليس بشىء، لأن أصحابنا أولوا هذا التأويل ولم تختص به المعتزلة.
‘‘Diese Erklärung für falsch zu erklären, durch (einige) Ash‘ariyyah, mit der Begründung, dass die Bezwingung (Istila’) eine vorherige Schwäche voraussetzen würde und dieses in Bezug auf Allah undenkbar ist, sowie diese Erklärung den Muʿtazilah zuzuschreiben, ist als gegenstandslos zu betrachten. Denn unsere Gefährten (die Gelehrten der Ahlus-Sunnah) haben es mit dieser Bedeutung erklärt, von daher ist sie nicht auf die Muʿtazilah beschränkt.“
³ Imam al-Bayhaqi (384-458 n.H.) sagte in ‘‘al-Asma‘ wa-Sifat‘‘:
وَأَمَّا الْإِتْيَانُ وَالْمَجِيءُ فَعَلَى قَوْلِ أَبِي الْحَسَنِ الْأَشْعَرِيِّ رَضِيَ اللَّهُ عَنْهُ يُحْدِثُ اللَّهُ تَعَالَى يَوْمَ الْقِيَامَةِ فِعْلًا يُسَمِّيهِ إِتْيَانًا وَمَجِيئًا، لَا بِأَنْ يَتَحَرَّكَ أَوْ يَنْتَقِلَ، فَإِنَّ الْحَرَكَةَ وَالسُّكُونَ وَالِاسْتِقْرَارَ مِنْ صِفَاتِ الْأَجْسَامِ، وَاللَّهُ تَعَالَى أَحَدٌ صَمَدٌ لَيْسَ كَمِثْلِهِ شَيْءٌ. وَهَذَا كَقَوْلِهِ عَزَّ وَجَلَّ: {فَأَتَى اللَّهُ بُنْيَانَهُمْ مِنَ الْقَوَاعِدِ فَخَرَّ عَلَيْهِمُ السَّقْفُ مِنْ فَوْقِهِمْ وَأَتَاهُمُ الْعَذَابُ مِنْ حَيْثُ لَا يَشْعُرُونَ } [النحل: 26] وَلَمْ يُرِدْ بِهِ إِتْيَانًا مِنْ حَيْثُ النُّقْلَةِ، إِنَّمَا أَرَادَ إِحْدَاثَ الْفِعْلِ الَّذِي بِهِ خَرِبَ بُنْيَانُهُمْ وَخَرَّ عَلَيْهِمُ السَّقْفُ مِنْ فَوْقَهُمْ، فَسَمَّى ذَلِكَ الْفِعْلَ إِتْيَانًا، وَهَكَذَا قَالَ فِي أَخْبَارِ النُّزُولِ إِنَّ الْمُرَادَ بِهِ فِعْلٌ يُحْدِثُهُ اللَّهُ عَزَّ وَجَلَّ فِي سَمَاءِ الدُّنْيَا كُلَّ لَيْلَةٍ يُسَمِّيهِ نُزُولًا بِلَا حَرَكَةٍ وَلَا نُقْلَةٍ، تَعَالَى اللَّهُ عَنْ صِفَاتِ الْمَخْلُوقِينَ
‘‘Das Kommen bzw. Hineinkommen sind nach der Lehre von Imam Abu al-Hassan al-Ash‘ari Handlungen, die Allah am Tag des Jüngsten Gerichtes erschafft und welche Er Kommen und Hineinkommen nennt. Die Bewegung und das Stillhalten bzw. Nicht-Bewegen sind Attribute der Körper. Allah ist jedoch ein Einziger von Dem alles abhängt und Welchem nichts ähnelt. Diese Erklärung (von Imam al-Ash‘ari) ist wie die Aussage Allahs: ‘‘dann ließ Allah das von ihnen Aufgebaute von den Fundamenten herausreißen, (wortwörtlich: So kam Allah zu ihren Fundamenten hinein) so fiel das Dach über ihnen auf sie herunter, und die Peinigung überkam sie, von wo sie dies nicht merken konnten.‘‘ (16:26) Allah meinte nicht das Hineinkommen im Sinne von Ortswechsel sondern Er meinte damit die Erschaffung eine Handlung, durch welche Er ihre Wohnstätte zerstört hat, so dass das Dach über sie fiel. Er nannte so eine Handlung ‘‘Kommen‘‘. Und genauso erklärte er (Imam al-Ash‘ari) den Ahadith, in welchen der ‘‘Nuzul‘‘ (Herabkommen) vorkommt. Er sagte, dass Allah in dem untersten Himmel jede Nacht eine Handlung erschafft, welche Er ‘‘Nuzul‘‘ nennt. Dieser Nuzul ist keine Bewegung oder Ortswechsel. Erhaben ist Allah über die Eigenschaften der Geschöpfe.‘‘
Und der Imam Abul Hasan al-Ashari (260-324 n.H.) sagte in Risalah ila Ahlis Saghir:
وليس مجيئُه حركةً ولا زوالاً ، وإنما يكون المجيء حركةً وزوالاً إذا كان الجائي جسماً أو جَوْهراً ، فإذا ثبَت أنّه عز وجل ليس بجسمٍ ولا جَوْهر لم يجِب أنْ يكونَ مجيئُه نُقلةً أو حرَكةً
’’Sein Madjī’ (kommen) ist keine Bewegung und kein Zawal. Der Madjī’ (kommen) kann nur im Falle von jemanden der ein Körper und Jawhar ist mit Bewegung und Zawal sein. Nachdem es klar geworden ist, dass Er (Allah) kein Körper und kein Jawhar ist, so ist es nicht Pflicht, dass sein Madjī’ (kommen) Übergang (von Ort zu Ort) oder Bewegung sein muss.’’
Und der Imam Abul Hasan al-Ashari (260-324 n.H.) sagte ebenso in ‘‘Istihsan al-Khawd fi ʿIlm al-Kalam‘‘:
فأما الحركة والسكون والكلام فيهما فأصلهما موجودٌ في القرءان وهما يدلان على التوحيد، وكذلك الاجتماع والافتراق، قال الله تعالى مخبرًا عن خليله إبراهيم صلواتُ الله عليه وسلامُه ـ {فلمَّا أفلَ قال لا أحبّ الآفلين} [سورة الأنعام/76] ـ في قِصّةِ أفولِ الكوكب والشمس والقمر وتحريكها من مكان إلى مكان ما دَلَّ على أن ربَّه عز وجل لا يجوز عليه شىء من ذلك، وأن من جاز عليه الأفولُ والانتقال من مكان إلى مكان فليس بإله
’’Was die Bewegung (Harakah) und den Stillstand (Sukūn) betrifft, und den Diskurs darüber, so gibt es eine Grundlage dafür im Qur’ān, sie (die Bewegung und der Stillstand) weisen auf die Einzigkeit Gottes hin. Ebenso verhält es sich mit der Verbindung (Idjtimāʿ) und Trennung (Iftirāq). Allāh, der Erhabene, erwähnt bezüglich Khalil Ibrāhīm: {فلمَّا أفلَ قال لا أحبّ الآفلين} Sūrah al-Anʿām 76. Die Geschichte des Untergangs der Himmelskörper, der Sonne, des Mondes und ihrer Bewegungen (Harakah) von Ort (Makān) zu Ort, belegt, dass nichts von diesem, bezüglich des Schöpfers möglich ist. Und derjenige, bei dem der Untergang und der Transport (Intiqāl) von Ort (Makān) zu Ort möglich ist, nicht Gott sein kann.’’