Die glaubenslehre der Ahlu Sunnah

Die Asha'irah und Maturidiyyah


Die Wahrheit über Imam Abu al-Hasan al-Ash’ari, al-Ibanah und Ibn Kullab

بسم الله الرحمن الرحيم

Klarstellung einiger Verleumdungen gegen Imam al-Ash‘ari

Einige Leute behaupten, dass Imam Abu al-Hassan al-Ash‘ari rahimahullah drei Phasen in seinem Leben durchlief.

Die erste: die Phase in welcher er der mu‘tazilitischen Schule folgte.

Die zweite: die Phase in welcher er Imam Abdullah b. Said b. Kullab folgte.

Die dritte: die Phase in welcher er der Doktrin der Ahlu Sunnah folgte.

Die Mushabbiha behaupten, dass die Asha‘irah den glauben von Imam Abul Hassan al-Ash‘ari in seiner zweiten Phase übernommen hätten (d.h. Die zweite Phasen in seinem Leben, wo er Abdullah b. Said b. Kullab folgte). Nach den Mushabbiha gehört Imam Abdullah b. Said b. Kullab nicht zu der Ahlu Sunnah und somit folgen die Asha‘irah in Wahrheit nicht Imam al-Ash‘ari sondern Imam Abdullah b. Said b. Kullab, da sie glauben, dass Imam al-Ash‘ari sich von dieser Glaubensweise distanzierte und daraufhin das Buch al-Ibanah geschrieben hat. Dies ist der Kern ihrer Behauptung. Bevor wir diesen Behauptungen antworten, wollen wir die Scheinargumente nochmal auflisten:

– Imam al-Ash‘ari durchlief drei Phasen in seinem Leben: die Befolgung der Doktrin der Mu‘tazilah, die Befolgung der Doktrin von Abdullah b. Said b. Kullab, seine Rückkehr zur Methodologie der Ahlu Sunnah wal-Jama‘a.

– Imam Abdullah b. Said b. Kullab war nicht auf der Methodologie der Ahlu Sunnah wal-Jama‘a.

– Das Buch al-Ibanah representiert die dritte Phase von Imam Ash‘ari dar und in diesem Buch vertrat er die Ansichten der Ahlu Sunnah wal-Jama‘a.

Widerlegung der ersten Behauptung:

Wenn diese Behauptung der Wahrheit entsprechen würde, müssten die Historiker und andere dieses doch in ihren Büchern aufgezeichnet haben? Es gibt keinen einzigen Historiker der dieses erwähnte. Alles was nur erwähnt wird ist, dass Imam al-Ash‘ari die  Doktrin der Mu‘tazilah für vierzig Jahre lang befolgte und dann seinen Rückzug von dieser Schule verkündete und die Doktrin der Ahlu Sunnah annahm. Als Imam Abul-Hasan Al-Ash‘ari die Doktrin der Mu‘tazilah verließ, schrieb er einige Bücher unteranderem al-Ibanah und andere die der Doktrin der Ahlu Sunnah entsprachen.

Imam Abu Bakr b. Furak rahimahullah sagte:‘‘Shaykh Abu al-Hasan ‘Ali b. Isma‘il al-Ash‘ari rahimahullah verließ die Doktrin der Mu‘tazilah und unterstützte die Doktrin der Ahl al-Sunnah wal-Jama‘a mit rationalen Beweisen und er schrieb Bücher diesbezüglich.‘‘ Tabyin Khadib al-Muftari, S.127)

Imam Sa‘duddin al-Taftazani sagte:‘‘Die bekannten Gelehrten der Ahlu Sunnah in den Gebieten des Khorasan, Irak, Sham und den meisten Orten sind die Ash’aira, die Gefährten von Abu al-Hasan Ali b. Ismail b. Ishaq b. Salim b. Ismail b. Abdullah b. Bilal b. Abu Burdah b. Abu Musa al-Ash’ari, der Gefährte des Propheten (Sallallahu alayhi wa Sallam). Er (Abu al-Hasan al-Ash’ari) war der erste der Abu Ali Al-Jubai widersprach und zurück auf die Madhab der Sunnah, d.h. der Weg des Propheten und die Gemeinschaft, d.h. der Weg der Gefährten kam.‘‘

Imam Ibn Khalikan sagte: Er war ein Meister in den Glaubensfundamenten, derjenige der die Schule der Sunnah unterstützte…Abu al-Hasan war erst ein Mu‘tazili und dann an einem Freitag bereute er sein Glauben bezüglich ‘adl und der Erschaffenheit des Qur‘an.‘‘ (Wafiyat al-Ayan, 3:284)

Imam al-Dhahabi sagte:‘‘…dass Abu al-Hasan bereute und die Kanzel von Basra bestieg uns sagte: Ich pflegte an die Erschaffenheit des Qur‘an zu glauben,…jetzt bereue ich und werde die Mu‘tazilah widerlegen.‘‘ (Siyar Alam al-Nubala, 15:89)

Ibn Khaldun rahimahullah sagte in seiner Muqaddimah:‘‘Bis der Shaykh Abu al-Hasan al-Ash‘ari erschien und einige ihrer Shuyukh hinsichtlich ‘‘al-salah wal-aslah‘‘ debattierte und ihre Doktrin verwarf. Er vertrat die Ansichten von Abdullah b. Said b. Kullab, Abu al-Abbas al-Qalanisi und al-Harith al-Muhasibi; und all diese waren auf der Doktrin der Salaf und auf der Sunnah.‘‘ (Muqadimmah, S.853)

Wie wir sehen sagt der Imam Ibn Khaldun, dass er die Ansichten von Abdullah b. Said b. Kullab, al-Qalanisi und al-Muhasibi vertrat und dass sie auf der Doktrin der Salaf und der Sunnah waren. Dieses wird in allen Büchern die Imam al-Ash‘aris Biographie erwähnten wiedergegeben wie z.B. in: Tarikh Baghdad von Khatib al-Baghdadi, Tabaqat al-Shafi‘iyyah von al-Subki, Shadharat al-Dhahab von Ibn Imad, al-Kamil von Ibn Athir, Tabyin Khadib al-Muftari von Ibn Asakir, Tartib al-Madarik von Qadi Iyyad, Tabaqat al-Shafi‘iyya von Ibn Qadi Shuhba, Tabat al-Shafi‘iyya von al-Isnawi, al-Dibaj von Ibn Farhun und Mir‘at al-Jinan von al-Yafi‘i und anderen.

All diese Gelehrten sind sich einig, dass Imam Abu al-Hasan die Doktrin der Salaf vertrat nachdem er die Doktrin der Mu‘tazilah verließ.

Wenn diese Behauptung der Wahrheit entsprechen würde, so würden uns doch die Schüler von Imam al-Ash‘ari darüber informieren. Sie hatten doch am meisten Wissen über seine Glaubenslehre. Wie kann es sein dass keiner von ihnen dieses erwähnte? Alle sind in Übereinstimmung, dass Imam Abu al-Hasan al-Ash‘ari sein Rückzug von der mu‘tazilitischen Schule kundtat und dass er danach den Weg der Salaf befolgte solche wie es: al-Muhasibi, Ibn Kullab, al-Qalanisi, al-Karabisi und andere sind.

Schauen wir doch in die Werke von Qadi Abu Bakr al-Baqillani so wie al-Insaf, al-Tamhid oder die Werke von Ibn Furak, Abu Bakr al-Qaffal al-Shashi, Abu Ishaq al-Shirazi, Abu Bakr al-Bayhaqi und anderen unter seinen Gefährten oder den Gefährten von seinen Gefährten und ihren Studenten, man wird keinen unter ihnen finden, dass sie von einer dritten Phase al-Ash‘aris berichten.

Wie kann es sein, dass keiner von ihnen dieses erwähnte? Die Wahrheit in dieser Angelegenheit ist, dass Imam Abu al-Hasan al-Ash‘ari nur zwei Phasen in seinem Leben durchlief und keine dritte.

Jene die diese Behauptung aufgestellt haben, bauen auf das Werk al-Ibanah auf. Wie auch immer in diesem Werk vertrat er den Weg des Tafweedh, welches die Meinung der Mehrheit der Salaf ist. Im späteren Verlauf dieses Beitrages werden wir noch detaillierter bezüglich dieser Angelegenheit schreiben.

War Imam Abdullah b. Said b. Kullab auf der Doktrin der Salaf so wie es Abu al-Hasan al-Ash‘ari in seinem Werk al-Ibanah kundtat? Dies führt uns zu der zweiten Behauptung der Mushabbiha.

Widerlegung der zweiten Behauptung:

Wir stimmen den Mushabbiha zwar zu, dass der Imam Abu al-Hasan al-Ash‘ari die Doktrin von Abdullah b. Said b. Kullab folgte, jedoch liegt unsere Differenz mit ihnen ob Ibn Kullab ein Imam der Ahlu Sunnah wal-Jama‘a war oder nicht. Die Wahrheit in dieser Sache ist, dass Ibn Kullab ein Imam der Ahlu Sunnah wal-Jama‘a war.

Al-Taj al-Subki sagte: Wie dem auch sei, Ibn Kullab ist von der Ahl al-Sunnah… Ich sah ein schreiben von Imam Diya al-Din al-Khatib (der Vater von Imam Fakhr al-Din al-Razi) in welchem er Abdullah b. Said b. Kullab am Ende seine Buches ‘‘Ghaya al-Maram fi ‘Ilm al-Kalam‘‘ erwähnte. Er schrieb:‘‘Unter den sunnitischen Theologen während der Herrschaft von al-Ma‘mun war Abdullah b. Said al-Tamimi, der die Mu‘tazilah in der Versammlung von al-Mam‘un zerstörte und sie mit seinen Argumenten entblößte.‘‘

Imam Ibn Asakir überlieferte in seinem Werk Tabyin Kadhib al-Muftari auf der Seite 405 folgende Aussage von Imam Ibn Abi Zayd al-Qayrawani, welches er als Antwort auf einen Brief von einem Mu‘tazili Gelehrten schrieb. Imam Ibn Abi Zayd al-Qayrawni sagte: ‘‘Du erwähntest ibn Kullab als Erneuer jedoch brachtest du keine Beweise für deine Behauptung. Wir kennen keinen, der Ibn Kullab mit Erneuerung bezeichnete, was uns jedoch erreichte ist, dass er strikt die Sunnah befolgte und den Jahmiyyah und anderen Sekten antwortete.‘‘

Imam Muhammad Zahid al-Kawthari sagte über Ibn Kullab in seiner Version von Tabyin Kadhib al-Muftari:‘‘Er war ein Imam von den Theologen der Ahlu Sunnah in der Zeit von Ahmad und er pflegte Freundschaft mit al-Harith b. Asad. Einige Leute die Schwach in der Theologie waren haben ihn attackiert…‘‘

Danach erwähnte al-Kawthari die Angelegenheiten die dazu führten, dass man ihn attackierte und argumentierte, dass dieser Anspruch nicht der Wahrheit entspricht.

Ibn Qadi Shuhba sagte:‘‘Er war einer der Oberhäupter der Theologen und er war von der Ahl al-Sunnah. Sein Weg und der Weg von al-Harith al-Muhasibi wurden von Imam al-Ash‘ari befolgt.‘‘ (Tabaqat al-Shafi’iyya, 1:78)

Jamal al-Din al-Isnawi sagte:‘‘Er war einer der Oberhäupter der Theologen und er war von der Ahl al-Sunnah…Al-‘Abadi sagte:‘Er ist einer unserer Gefährten unter den Theologen.‘‘‘ (Tabaqat al-Shafi’iyya von al-Isnawi: 2:178)

Shayk Shu‘ayb al-Arna‘ut sagte in seiner Edition zu Siyar von Dhahabi:‘‘Er war ein Imam der Ahl al-Sunnah…Imam al-Haramayn (al-Juwayni) beschreibte ihn in seinem al-Irshad wie folgt:‘Er ist von unseren Gefährten.‘‘‘

Allamah Kamal al-Din Bayadi sagte: ‘‘Dies liegt daran, dass al-Maturidi die Doktrin von dem Imam (Abu Hanifa) und seinen Gefährten die vor al-Ash‘ari erschienen im Detail kundtat. Es gab immer jemanden der die Religion unterstützte oder seine Erklärung in der Öffentlichkeit kundgab. Er (Imam al-Ash‘ari) ist diesem auch vorausgegangen (d.h. die Unterstützung der Doktrin der Ahl al-Sunnah) gemäß Imam Abu Muhammad Abdullah b. Sa‘id al-Qattan.‘‘ (Isharat al-Maram min Ibarat al-Imam, S.23)

Al-Hafiz ibn Hajar al-Asqalani sagte in der Biographie zu Ibn Kullab, nachdem er die Aussage von Ibn al-Nadim (der Mu‘tazili) erwähnte. Ibn al-Nadim sagte:‘‘Er war von dem Gesindel der Hashwiyyah‘‘ (Ibn Hajar kommentierte diese Aussage wie folgt):‘‘Was er damit meint, ist dass (ein Hashwi) jemand ist der auf der Doktrin der Salaf ist und die figurative Interpretation bezüglich der göttlichen Attribute verlässt; diese Leute werden auch Mufawwida genannt.‘‘ (Lisan al-Mizan, 3:291)

Imam al-Shahristani sagte:‘‘Bis zu der Zeit von Abdullah b. Said al-Kullab, Abu al-‘Abbas al-Qalanisi, al-Harith b. Asad al-Muhasibi. Sie waren von der Allgemeinheit der Salaf; wie auch immer sie engagierten sich in der Theologie und unterstützen die Doktrin der Salaf durch Theologische und Rationale Beweise. Einige von ihnen schrieben Bücher diesbezüglich und einige von ihnen unterrichteten. Dann war die Debatte die zwischen Abu al-Hasan al-Ash‘ari und seinem Lehrer stattfand bezüglich der Angelegenheit von al-Salah wal-aslah. Sie debattierten und dann wechselte Al-Ash‘ari die Seiten und unterstützte ihre Doktrin (d.h. die Doktrin der Ahlu Sunnah) durch Theologische Methoden und dann wurde diese Schule eine Schule von der Ahlu Sunnah und der Term Sifatiyya wurde durch den Term Ash‘ariyya ersetzt.‘‘ (Al-Milal wal-Nihal, S.81)

Warum wurde er jedoch von einigen mit Erneuerung betitelt? Imam al-Kawthari fasst all dieses zusammen indem er sagte:‘‘Imam Ahmads Worte gegen Ibn Kullab und al-Muhasibi war auf Grund seiner Abneigung über theologische Rhetorik zu diskutieren. Die Wahrheit dieser Angelegenheit ist, dass es Pflicht ist darüber zu diskutieren wenn eine Notwendigkeit vorhanden ist, entgegen der Ansicht von Imam Ahmad.“

All diese Zitate zeigen eindeutig auf, dass Imam Ibn Kullab die Doktrin der Ahl al-Sunnah wal-Jama‘a vertrat.

Widerlegung der dritten Behauptung:

Das Buch al-Ibanah ist angeblich der Beweis der Mushabbiha, dass Imam al-Ash‘ari drei Phasen in seinem Leben durchlief. Es gibt keinen Zweifel daran, dass Imam al-Ash‘ari in diesem Buch die Methode der Mehrheit der Salaf vertrat und zwar Tafweedh.

Wie wir zuvor schon aufgezeigt haben vertrat Ibn Kullab die Ansicht der Salaf. Sein Glauben bezüglich der Sifat Khabariyyah war Tafweedh. Wir erwähnten ebenso die Antwort von Hafiz ibn Hajar al-Asqalani bezüglich der Aussage von Ibn al-Nadim, der über Ibn Kullab verleumderisch sagte:‘‘Er gehörte zu dem Gesindel der Hashwiyyah‘ Imam Ibn Hajar al-Asqalani antwortete dieser Behauptung wie folgt:‘Was er damit meint, ist dass (ein Hashwi) jemand ist der auf der Doktrin der Salaf ist und die figurative Interpretation bezüglich der göttlichen Attribute verlässt; diese Leute werden auch Mufawwida genannt.‘‘ (Lisan al-Mizan, 3:291)

Der Imam al-Ash‘ari folgte in diesem Buch der Methode von Ibn Kullab.

Denn Hafiz Ibn Hajar al-Asqalani sagte weiterhin:‘‘In seinem Buch al-Ibanah befolgte er seinen (d.h. von Ibn Kullab) Weg.‘‘ (Lisan al-Mizan, 3:291)

Das heißt, dass Imam Ibn Kullab ein Mufawwid war und da Imam al-Ash‘ari in seinem Buch al-Ibanah die selbe Methodologie befolgte wie Imam Ibn Kullab, heißt das im umkehrschluss, dass Imam al-Ash‘ari selbst ein Mufawwid war.

Das Buch al-Ibanah basiert auf der Methodologie der Salaf und wurde gemäß der Methodologie von Ibn Kullab verfasst. Der Weg der Salaf und der Weg von Ibn Kullab sind in Wahrheit der selbe Weg und dieser Weg wurde von Imam al-Ash‘ari befolgt, nachdem er die Schule der Mu‘tazilah verließ.

All dieses was wir über das Buch al-Ibanah erwähnten bezieht sich nur auf die orginale Version des Buches und nicht auf die Version die heutzutage weitverbreitet ist. Die heutige Version welches wir haben enthält viele Hinzufügungen, Auslassungen oder Änderungen im Text, wie wir gleich beweisen werden.

Allamah al-Kawthari sagte in seinem Vorwort zu Tabyin Kadhib al-Muftari:‘‘Die Version von al-Ibanah, welches in Indien gedruckt wurde ist voll von Rechtschreibfehlern und Einfügungen. Sündhafte Menschen hatten ihre Finger im Spiel; es muss basierend einer zuverlässigen Quelle nachgedruckt werden.‘‘

Er sagte ebenso in seinem Vorwort zu Isharat al-Maram min ‘Ibarat al-Imam von al-Baydawi:‘‘ Es ist sehr schwierig an eine authentische Originalkopie ran zukommen bezüglich seiner geschriebenen Büchern, trotz ihrer großen Anzahl. Die publizierte Version von al-Ibanah entstammt nicht von einer authentischen Original Kopie und bezüglich dem Maqalat welches verfügbar ist gibt es Unschlüssigkeit.‘‘

Diese Ansicht wurde auch von dem Shaykh Abd al-Rahman Badawi vertreten. Er unterstützt die Schlussfolgerung von al-Kawthari, indem er sagte:‘‘Und Shaykh al-Kawthari bemerkte rechtzeitig, dass die publizierte Version in Indien durch sündvolle Hände geändert wurde.‘‘

Und der Shaykh Muhammad ʿArabi at-Tabban sagte in Bara’at al-Ashʿariyyin:“Die Anhänger der Irreleitung haben in den Büchern des Imam al-Ashʿari und anderen Gelehrten des Islam, viele Dinge verfälscht.“

Shaykh Wahbi al-Ghawji rahimahullah hat eine Studie bezüglich dieser Angelegenheit. Der Titel lautet:‘‘Eine wissenschaftliche Untersuchung über die Zuschreibung des Buches al-Ibanah in ihrer Gesamtheit zu Imam Abu al-Hasan al-Ash‘ari‘‘. In dieser Studie hat er sehr starke Beweise dafür geliefert, dass die Version die heutzutage erhältlich ist, nicht authentisch Imam al-Ash‘ari zugeschrieben werden kann.

Eine Version von al-Ibanah wurde gedruckt gemäß eines Vergleiches durch vier handgeschriebene Manuskripte. Diese Version wurde editiert durch Shaykh Fawqiyya Husayn obgleich es besser ist als die früheren Versionen, jedoch enthält es immer noch Hinzufügungen und Auslassungen. Dieses bestätigt die Ansicht von Imam al-Kawthari, als er sagte:‘‘Es ist sehr schwierig an eine authentische Originalkopie ran zukommen bezüglich seiner geschriebenen Büchern, trotz ihrer großen Anzahl.‘‘

Al-Hafiz Ibn Asakir reproduzierte zwei Kapitel von al-Ibanah in seinem Tabyin Kadhib al-Muftari. Nun, wenn wir die reproduzierten Kapitel von Imam Ibn Asakir und die editierte Version von Shaykh Fawqiyya Husayn vergleichen, so werden die Hinzufügungen und Auslassungen welches das Buch erlitten hat, klar.

Hier sind nur einige Beispiele um dieses aufzuzeigen:

  • In der publizierten Version von al-Ibanah wird auf der Seite 17 gesagt:‘‘Und sie leugneten, dass er (die Eigenschaft) ‘Aynan (welches mit Augen übersetzt werden könnte) besitzt obgleich Allah sagt:‘Das unter unseren Augen dahinfuhr.‘‘‘ Hier sehen wir, dass es in Dual Form erwähnt wurde.
  • In der reproduzierten Version von Ibn Asakir wird auf der Seite 107 gesagt:‘‘Und sie leugneten, dass er (die Eigenschaft) ‘Ayn besitzt.‘‘ Hier sehen wir, dass es in Singular Form erwähnt wurde.
  • In der publizierten Version von Shaykh Fawqiyya Husayn wird auf der Seite 22 gesagt:‘‘Und Allah Hocherhaben ist Er, besitzt (die Eigenschaft) ‘Aynan ohne Modalität.‘‘ Hier sehen wir, dass es sowohl in der publizierten Version sowie in der Shaykh Fawqiyya Husayn Version, in der Dual Form erwähnt wurde.
  • In der reproduzierten Version von Ibn Asakir wird auf der Seite 158 gesagt:‘‘Und er besitzt ein ‘Ayn ohne Modalität.‘‘

Ein anderes Beispiel einer Hinzufügung in al-Ibanah ist die Feindschaft gegen Imam al-A‘zam Abu Hanifa. In der publizierten Version von al-Ibanah wird auf der Seite 57 erwähnt:‘‘Harun b. Ishaq al-Hamadani erwähnte von Sulayman b. Isa al-Qari von Sufyan al-Thawri, welcher sagte:‘‘Hammad b. Abi Sulayman sagte zu mir:‘Vermittle Abu Hanifa dem Götzendiener, dass ich unschuldig von ihm bin.‘‘‘ Sulayman sagte dann:‘‘Dies ist weil er an die Erschaffenheit des Qur‘an glaubte.‘‘ Sufyan b. Waki‘ erwähnte:‘‘Umar b. Hammad b. Abi Hanifa sagte:‘Mein Vater informierte mich: Die Aussage warum Ibn Abi Layla von Abu Hanifa Reue verlangte war wegen seiner Aussage:‘Der Qur‘an ist erschaffen.‘‘‘ Danach bereute er und es wurde den Leuten kundgetan. Mein Vater sagte:‘‘Ich fragte ihn:‘Was ist passiert?‘ Er antwortete:‘Ich hatte Angst, dass er sich gegen mich stellen würde so praktizierte ich Taqiya.‘‘‘

Harun b. Ishaq sagte:‘‘Ich hörte Isma‘il b. Abi Hakam von Umar b. Ubayd al-Tanafisi erwähnen, dass Hammad (Ibn Abi Sulayman) Abu Hanifa ausrichtete:‘Ich bin unschuldig von dem was du sagst bis du Reue zeigst.‘ In (der Anwesenheit von Isma‘il) war Ibn Abi Uqba und er sagte:‘Dein Nachbar informierte mich, dass Abu Hanifa ihn dazu aufrief (d.h. an die Erschaffenheit des Quran) weswegen er (Abu Hanifa) um reue gebeten wurde.Und es wurde von Abu Yusuf erwähnt, dass er sagte:‘‘Ich debattierte zwei Monate mit Abu Hanifa bis er von seinem glauben bezüglich der Erschaffenheit des Qur‘an zurücktrat.‘‘

Bedarf es weiterer Beweise für die Falschheit dieser Berichte oder die Klarstellung der Hinzufügungen in dem Buch al-Ibanah von Imam al-Ash‘ari?

In der Shakyh Fawqiyya Husayn Edition von al-Ibanah (Seite 90 und 91), kommt nach der Aussage von Sufyan al-Thawri:‘‘Dies ist weil er an die Erschaffenheit des Qur‘an glaubte.‘‘ folgendes vor:‘‘Imam al-A‘zam Abu Hanifa RadiAllahu‘anhu ist weit entfernt von diesem Glauben. Nein vielmehr ist es eine Verleumdung und Lüge über ihn; Abu Hanifa war einer der besten der Ahl al-Sunnah.‘‘ Und nach der Aussage von Ibn Abi Uqba kommen folgende Worte vor:‘‘Dies ist eine reine Lüge über Abu Hanifa.‘‘

Imam al-Kawthari sagte in seiner Anmerkung zu dem Buch ‘‘Al-Ikhitlaf fi al-Lafz‘‘ von Ibn Qutayba folgendes:‘‘ Ein Fall seltsamer Hinzufügung ist die Hinzufügung in einigen Versionen von al-Asha‘ris Buch al-Ibanah so wie andere falsche Hinzufügungen wo zum Beispiel Hammad b. Abi Sulayman sagte:‘Vermittle Abu Hanifa dem Götzendiener, dass ich unschuldig von ihm bin,‘‘ und dass er an die Erschaffenheit des Qur‘an zu glauben pflegte. Die Aussage von Hammad, kommt in al-Bukharis Khalq Af‘al al-‘Ibad wie folgt vor:‘‘Vermittle Abu So und so‘‘. und nicht (vermittle) ‘‘Abu Hanifa‘‘. Jemand der nicht Allah fürchtet hat ‘‘Abu So und so‘‘ mit ‘‘Abu Hanifa‘‘ ersetzt. Allah weiß es am besten wer mit ‘‘Abu So und so‘‘ gemeint war und um welche Angelegenheit es sich dabei handelte…‘‘

In al-Bayhaqis ‘Itiqad wird erwähnt:‘‘Wir überlieferten von Muhammad b. Said b. Sabiq, dass er sagte:‘‘Ich fragte Abu Yusuf:‘Pflegte Abu Hanifa an die Erschaffenheit des Qur‘an zu glauben?‘ Er (Abu Yusuf) antwortete:‘Nein! Zuflucht wird bei Allah ersucht, noch sage ich so etwas!‘ Danach fragte ich ihn:‘Vertrat er den Glauben von Jahm (b. Safwan)?‘ Er antwortete:‘Nein! Zuflucht wird bei Allah ersucht, noch vertrete ich diesen glauben.‘‘‘ Die Überlieferer sind alle vertrauenswürdig.

Die obige Überlieferung steht im Widerspruch zu der anderen Überlieferung von Abu Yusuf, wo er angeblich gesagt hätte:‘‘Ich debattierte zwei Monate mit Abu Hanifa bis er von seinem glauben bezüglich der Erschaffenheit des Qur‘an zurücktrat.‘‘

Ein anderes Beispiel wird in der publizierten Version von Al-Ibanah bezüglich des istiwa erwähnt. Auf der Seite 69 wird erwähnt:‘‘Wenn jemand fragt:‘Was sagst du bezüglich des Istiwa?‘ So sagen wir: Wahrlich Allah ist mustawin über den Thron so wie Er sagte: Der Allerbarmer ist über den Thron erhaben…‘‘

In der Shaykh Fawqiyya Edition wird auf der Seite 105 erwähnt:‘‘…wir sagen:‘Fürwahr Allah hat die Handlung des Istiwa über den Thron durchgeführt, ein istiwa welches ihm gebührt und ohne Inkarnation und Niederlassung…‘‘

Wie wir sehen wurde der letzte Teil komplett ausgelassen bei den publizierten editionen!

Auf der Seite 73 der publizierten Version von al-Ibanah wird erwähnt:‘‘All dieses beweist, dass Er, der Erhabene, über den Himmeln ist: Mustawin über den Thron. Und mit dem Konsens der Muslime, ist der Himmel nicht die Erde, dies beweist, dass Allah, der Erhabene allein in seiner Einheit und mustawin über Seinen Thron ist.‘‘

In der Shaykh Fawqiyya Edition wird die selbe Passage (S. 113) wie folgt erwähnt:‘‘Dies beweist, dass Allah, der Erhabene, allein in seiner göttlichen Einheit und mustawin über seinen Thron ist mit einem istiwa welches erhaben über Inkarnation und Verbindung ist.‘‘

Es gibt unzählige Beispiele für die Hinzufügung oder Auslassung einiger Passagen in al-Ibanah. Wieso erwähnen die Mushabbiha dieses nicht? Keiner hat je behauptet, dass Imam al-Ash‘ari nicht ein Buch namens al-Ibanah geschrieben hat. Was wir sagen ist, dass Imam al-Ash‘ari ein Buch namens al-Ibanah geschrieben hat, jedoch die heutigen Versionen verfälscht wurden.Wieso versuchen die Mushabbiha unsere Aussagen zu verzerren? Der Grund dafür ist klar, sie wollen ihre Gefolgschaft mit Verzerrungen von uns fern halten!

Al-Hafiz ibn Asakir sagte:‘‘Nein, sie (die Ash‘aris) glauben fest daran, was darin (al-Ibanah) enthalten ist und berufen sich darauf. Alles Lob gebührt Allah, sie (die Ash‘aris) sind keine Mu‘tazilah oder Mu‘attila, die Allahs Eigenschaften leugnen; sie bestätigen für Allah die Eigenschaften welche Er für sich Selber bestätigte und sie beschreiben Ihn nur so wie Er sich Selbst in den eindeutigen Versen beschrieb und mit welchem der Prophet Sallallahi alayhi wa Sallam Ihn beschrieb in den authentischen Überlieferungen. Sie erklären Allah erhaben über Imperfektion und Mangel.‘‘

Imam Ibn Asakirs Aussage trifft natürlich auf die orginale Fassung von al-Ibanah zu und nicht auf die Kopie die wir heutzutage parat haben worin viele Hinzufügungen und Auslassungen vorhanden sind.

 



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