Die glaubenslehre der Ahlu Sunnah

Die Asha'irah und Maturidiyyah


Aussagen der Salaf und Khalaf Gelehrten die sagten, dass Allah ohne Buchstaben und ohne Ton spricht

Imam Azam Abu Hanifa (gest. 150 n.H.) sagte in seinem Werk al-Fiqh al-Akbar:

و القرآنُ كلامُ اللهِ تعالى في المصاحِفِ مكتوبٌ، وفي القلوبِ محفوظٌ، وعلى الألسُنِ مقروءٌ، وعلى النبيِّ عليهِ الصلاةُ والسلامُ مُنـزَّلٌ، ولفظُنا بالقرءانِ مخلوقٌ، وكتابتُنا لهُ مخلوقةٌ، وقراءتُنا لهُ مخلوقةٌ، والقرءانُ غيرُ مخلوقٍ . وما ذكرَهُ اللهُ في القرءانِ حكايةً عن موسى وغيرِهِ منَ الأنبياءِ، وعن فِرْعَوْنَ وإبليسَ، فإنَّ ذلك كلَه كلامُ اللهِ تعالى إخباراً عنهم، وكلامُ اللهِ تعالى غيرُ مخلوقٍ وكلامُ موسى وغيرِهِ منَ المخلوقينَ مخلوقٌ، والقرءانُ كلامُ اللهِ تعالى فهوَ قديمٌ، لا كلامُهُم

وسمِعَ موسى كلامَ اللهِ تعالى:{ وكلَّمَ اللهُ موسى تكليماً } وقدْ كانَ اللهُ تعالى متكلماً، ولم يكنْ كلمَ موسى، وقدْ كانَ اللهُ تعالى خالقاً في الأزلِ ولم يخلقْ الخلقَ { ليسَ كمثلِهِ شىءٌ وهوَ السميعُ البصيرُ} فلما كلمَ اللهُ موسى، كلمَهُ بكلامِهِ الذي هوَ لهُ صفةٌ في الأزلِ،

يعلمُ لا كعلمِنا، يَقْدِرُ لا كقدرَتِنا، يَرَى لا كرؤيَتِنا، يتكلمُ لا ككلامِنا، ويسمعُ لا كسمعِنا. نحنُ نتكلمُ بالآلاتِ والحروفِ، واللهُ تعالى يتكلمُ بلا حروفٍ ولا آلةٍ. والحروفُ مخلوقةٌ، وكلامُ اللهِ تعالى غيرُ مخلوقٍ

“Der Quran ist Allahs Rede, in den Büchern niedergeschrieben, in den Herzen bewahrt, und mit den Zungen gelesen, und dem Propheten herabgesandt, unser Aussprechen des Qurans, unsere Niederschrift des Qurans sowie unsere Rezitation sind geschaffen, der Quran ist (aber) unerschaffen. Was Allah im Quran erwähnt hat, und zwar über Moses und die anderen Propheten, alayhimu as-salatu wa-salam, über Pharao und Satan, all das ist die Rede Allahs sowie eine Benachrichtigung (von Ihm) über sie. Die Rede Allahs ist unerschaffen, die Rede von Moses und den anderen Geschöpfen ist erschaffen. Der Quran ist die Rede Allahs. Er ist urewig im Gegensatz zu der Rede der Geschöpfe. Moses hat die Rede Allahs gehört, wie es im Quran steht: {und Allah richtete eine Rede an Moses}. Allah war redend, bevor Er mit Moses redete. Er war (auch) in der Urewigkeit schaffend, bevor Er etwas geschaffen hat. {Nichts gibt es Seinesgleichen; und Er ist der Allhörende, der Allsehende}.Als Er mit Moses geredet hat, so war das mit Seiner urewigen Rede, die ein urewiges Attribut von Ihm ist. All seine Attribute sind urewig, im Gegensatz zu den Attributen der Geschöpfe. Er ist wissend, aber nicht wie wir wissen, Er ist mächtig aber nicht wie unsere Macht, und Er sieht, aber nicht wie wir sehen, und hört, aber nicht wie wir hören. Er redet, aber nicht, wie wir reden. Wir reden mittels Sprechorgane und Buchstaben. Allah redet aber ohne Sprechorgane und Buchstaben. Die Buchstaben sind erschaffen, die Rede Allahs ist aber unerschaffen.“

Imam Abu Mansur al-Maturidi (238-333 n.H.) sagte:

لأن كلامه الذي هو موصوف به في الأزل لا يوصف بالحروف، ولا بالهجاء، ولا بالصوت

“(Seine Rede) wird nicht mit Buchstaben, Schreibung oder Stimme beschrieben, weil seine Rede (eine Eigenschaft von ihm ist) mit welche Er in der Ewigkeit beschrieben wird.“

(Imam Abu Mansur al-Maturidi: Tawilat Ahl al‑Sunnah)

Imam Abul Hasan al-Ash’ari (260-324 n.H.) sagte:

إن الكلام هو المعنى القائم بالنفس دون الأصوات والحروف

“Die Rede (Kalam) ist die Bedeutung die beständig in seinem Selbst ist ohne Stimme und ohne Buchstaben.“

(Mujarrad Maqalat al-Ash’ari)

Imam Abu Hatim Muhammad ibn Hibban (270-354 n.H.) sagte:

اللَّهَ جَلَّ وَعَلا مُتَكَلِّمٌ مِنْ غَيْرِ آلَةٍ بَأَسْنَانٍ وَلَهَوَاتٍ وَلِسَانٍ وَشَفَةٍ كَالْمَخْلُوقِينَ ، جَلَّ رَبُّنَا وَتَعَالَى عَنْ مِثْلِ هَذَا وَأَشْبَاهِهِ ، وَلَمْ يَجُزْ أَنْ يُقَاسَ كَلامُهُ إِلَى كَلامِنَا ، لأَنَّ كَلامَ الْمَخْلُوقِينَ لا يُوجَدُ إِلا بِآلاتٍ ، وَاللَّهُ جَلَّ وَعَلا يَتَكَلَّمُ كَمَا شَاءَ بِلا آلَةٍ

“Allah jalla wa ’ala redet ohne Hilfsmittel wie Zähne, Rachenzäpfchen, Zunge und Lippen so wie es der Fall bei den Geschöpfen ist. Unser Herr ist Hocherhaben von solchen Vergleichen. Es ist nicht erlaubt Ähnlichkeit zwischen seiner Rede und unserer Rede zu machen, weil die Rede der Geschöpfe nur durch Hilfsmittel sein kann, während Allah redet wie er will ohne Hilfsmittel… [Danach erwähnt er den Hadith an-Nuzul].“

(Imam Abu Hatim Muhammad ibn Hibban: al-Ihsan fi Taqrib Sahih ibn Hibban: Band 3, S. 200-201)

Imam Abu Abdullah al-Halimi (338-403 n.H.) sagte:

‎ ومن زعم أن حركة شفتيه أو صوته أو كتابته بيده في الورقة هو عين كلام الله القائم بذاته، فقد زعم أن صفة الله قد حلت بذاته، ومست جوارحه، وسكنت قلبه، وأي فرق بين من يقول هذا وبين من يزعم من النصارى أن الكلمة اتحدت بعيسى عليه الصلاة والسلام؟! „اهـ.

„Wer behauptet dass die Bewegung seiner Zunge oder Stimme oder die Schreibung auf das Papier mit seiner Hand, die in Allah beständige Rede, selbst ist, hat Allahs Eigenschaften das inkarnieren in seinen selbst, seinen Gliedmaßen und in sein Herz behauptet. Wo ist der Unterschied zu dem der das behauptet und zu den Christen die behaupten dass Gottes Wort mit Jesus vereint wäre?“

(Shuab al-Iman)

Shaykh al-Islam Abu Bakr Muhammad Ibn al-Tayyib al-Baqillani (338-403 n.H.) sagte in seinem Werk “al-Insaf“:

ويجب أن يعلم: أن الله تعالى متكلم، وأن كلامه غير مخلوق ولا محدث. والدليل عليه قوله تعالى: “ منهم من كلم اللّه وقوله تعالى: “ وكلم اللّه موسى تكليماً وقوله تعالى: “ وتمت كلمة ربك

‘‘Und es Pflicht zu wissen, dass Allah der erhabene Mutakallim (Sprechender) ist. Und Seine Rede ist weder erschaffen (mahluq) noch neu herbeigeführt (muhdath). Und der Beweis dafür (dass Allah Mutakallim ist) sind die Worte des Erhabenen: {Unter ihnen gibt es manche, zu denen Allah gesprochen hat.}[2:253] : {Und zu Musa hat Allah unmittelbar gesprochen.}[4:164]: {Und so erfüllt sich das Wort deines Herrn} [11:119]…‘‘

ويجب أن يعلم أن الله تعالى لا يتصف كلامه القديم بالحروف والأصوات ولا شيء من صفات الخلق

‘‘Und es ist Pflicht zu wissen, dass die ewige Rede Gottes nicht mit Buchstaben und Ton oder irgendetwas von den Eigenschaften der Geschöpfe beschrieben wird…“

ويجب أن يعلم أن القراءة غير المقروء، وأنها صفة للقارئ، والمقروء بها غير مخلوق بل هو من كلام الباري

“Und es ist Pflicht zu wissen, dass der Rezitationsakt (al-qira‘a) etwas anderes ist als das was gelesen wird (al-maqru‘). (Der Rezitationakt) ist eine Eigenschaft von dem Rezitator (und sie ist erschaffen). Und das was gelesen wird (al-maqru‘) ist die (ewige) Rede von al-Bari [ein Namen von Allah] und sie ist nicht erschaffen…“

ويجب أن يعلم أن الكلام الحقيقي هو المعنى الموجود في النفس

“Und es Pflicht zu wissen, dass die Rede Gottes Wirklichkeit ist (und nicht metaphorisch) und es ist die Bedeutung die in seinem Wesen existiert…‘‘

(Alle Zitate aus “al-Insaf“)

Imam Abu Bakr al-Kalabadhi (gest. 380 n.H.) sagte:

وأجمع الجمهور منهم – أي الصوفية – على أن كلام الله تعالى ليس بحروف ولا صوت ولا هجاء ، بل الحروف والصوت والهجاء دلالات على الكلام ،

“Eine Große Mehrheit von ihnen – d.h. den Sufiyyah – sind sich einig, dass die Rede von Allah ta’ala ohne Buchstaben, Stimme oder Schreibung ist, jedoch dass die Buchstaben, Stimme und Schreibung auf seine Rede hinweisen.“

(Abu Bakr al-Kalabadhi: At-Ta’arruf li Madhab Ahlit Tassawuf)

Imam Makki Ibn Abi Talib al-Qayrawani (355-437 n.H.) sagte:

لايشبه كلام المخلوقين، ولا يقدر فيه صوت ولا حروف

‘‘Seine Rede ähnelt nicht der Rede von Geschöpfen und in Seiner Rede sind keine Buchstaben und Töne enthalten.‘‘

Imam Abū Mansūr ʿAbd al-Qāhir ibn Tāhir al-Baghdādi (verst. 429 n.H.) sagte in ‘‘al-Farq bayn al-Firaq‘‘:

وَأَجْمعُوا على أَن كَلَام الله عز وَجل صفة لَهُ أزلية وانه غير مَخْلُوق وَلَا مُحدث وَلَا حَادث خلاف قَول الْقَدَرِيَّة فِي دَعوَاهُم ان الله تَعَالَى خلق كَلَامه فِي جسم من الاجسام

‘‘Und sie (die Ahlu Sunnah) haben ein Konsens, dass die Rede Gottes eine ewige Eigenschaft von Ihm ist und sie ist nicht erschaffen, weder neu herbeigeführt noch ein Ereignis konträr zu der Aussage der Qadariyyah, die behauptet haben, dass Allah Seine Rede in einem Körper von den Körpern erschuf.‘‘

Und er sagte in Usul ad-Din, dass die Asha‘irah einen Konsens haben, dass Allahs Rede ohne Buchstaben und Ton ist.

Imam Ibn Furak (330-406 n.H.) sagte in Mushkil al-Hadith:

اعلم أن كلام الله ليس بصوت ولا حروف عندنا

“Wisse, dass nach uns, die Rede Allah’s ohne Stimme und Buchstaben ist.“

Imam al-Bayhaqi (384-458 n.H.) sagte in Asma wa Sifat:

وَكَلَامُهُ لَيْسَ بِحَرْفٍ وَلَا صَوْتٍ، فَإِذَا فَهِمْنَاهُ ثُمَّ تَلَوْنَاهُ تَلَوْنَاهُ بِحُرُوفٍ وَأَصْوَاتٍ

“Seine (Allahs) Rede ist ohne Buchstaben und ohne Stimme. Wenn wir ihn (den Quran) verstehen, dann ihn rezitieren, so ist das rezitierte (von uns) mit Buchstaben und Stimme.“

Imam Abul Muzaffar al-Isfarayini (gest. 471 n.H.) sagte in seinem Werk ‘‘al-Tabsir fi al-Din‘‘:

وأن تعلم أن كلام الله تعالى ليس بحرف ولا صوت

‘‘Und du solltest wissen, dass die Rede Gottes nicht mit Buchstabe und Ton ist…‘‘

Imam Ghazali (450-505 n.H.) sagt in seinem „Ihyā’ ʿUlūm ad-Dīn“, Zitat:

أنه سبحانه وتعالى متكلم بكلام ليس بصوت ولا حرف. بل لا يشبه كلامه كلام غيره كما لا يشبه وجوده وجود غيره… كلامه قديم وإنما الحادث هي الأصوات

“Das Sprechen, des Erhabenen, ist ohne Stimme und ohne Buchstabe. Sein Sprechen ähnelt nicht dem Sprechen der Geschöpfe, so wie auch Seine Existenz nicht der Existenz der Geschöpfe ähnelt.“ Dann sagte er, möge Allāh ihm gnädig sein: “Das Sprechen Gottes ist nicht etwas Begonnenes, die Stimmen hingegen, sind etwas Erschaffenes.“

Imam Abul Qasim Ibn Asakir (499-571 n.H.) schreibt in Tabyin Kadhib al-Muftari (S.150):

وكذلك قالت المعتزلة : كلام اللَّه مخلوق مخترع مبتدع ، وقالت الحشوية المجسمة : الحروف المقطعة ، والأجسام التي يكتب عليها ، والألوان التي يكتب بها ، وما بين الدفتين كلها قديمة أزلية ، فسلك رَضِيَ اللَّهُ عَنْهُ طريقة بينهما ، فقال : القرآن كلام اللَّه قديم غير مغير ، ولا مخلوق ، ولا حادث ، ولا مبتدع ، فأما الحروف المقطعة والأجسام ، والألوان ، والأصوات ، والمحدودات ، وكل ما في العالم من المكيفات : مخلوق مبتدع ، مخترع.

“Die Mutazilah sagt: „Allahs Rede ist erschaffen, erfunden und ins Dasein gebracht.“ Die Haschwiyya, die Allah einen Körper zuschreiben, sagen: „Die Alphabetischen Elemente [al-huruf al-muqatta], das Material auf denen sie niedergeschrieben wurden, die Farben in der sie geschrieben sind, und alles, was zwischen den zwei Deckeln ist [der Quranband] ist Urewig und für Ewig.“ Und er (al-Ash’ari) nahm einen Mittelweg und sagte: „Der Quran ist Allahs Urewige Rede, unverändert, unerschaffen, weder von einer zeitlich kurzen Quelle, noch ins Dasein gebracht. Bezüglich den Alphabetischen Elemente, dem Material, den Farben, die Stimmen und die Elemente die der Eingrenzung unterlegen [al-mahdudat], und all dies ist der Modalität untergeben in dieser Welt – all dies ist erschaffen, wurde erfunden und ins Dasein gebracht.“

Imam Abu al-Mu’in an-Nasafi (gest. 508 n.H.) sagt in seinem Buch „Kitab at-Tamhid“:

إن الله تعالى متكلم بكلام واحد وهو صفة له أزلية ليست من جنس الحروف والأصوات، وهي صفة منافية للسكوت والآفة.

“Allah, ta’ala, ist Mutakallim durch Kalaam, dass eins ist, und es ist eine Eigenschaft von Ihm in Ewigkeit, nicht von der Art von Buchstaben (huruf) und Stimmen (aswat), und es ist eine Eigenschaft frei von Schweigen und Makel.“

Imam Najm ad-Din Abu Hafs Umar bin Muhammad bin Ahmad an-Nasafi (gest. 537 n.H.) sagt in seinem Aqidah-Buch: „al-Aqidah an-Nasafiyyah“:

والكلام: وهو متكلم بكلام هوصفة له أزلية ليس من جنس الحروف والأصوات

“Und die Rede (al-Kalam): Und Er ist der Sprechende (al-mutakallim) mit Rede (bi-kalaam), es ist eine ewige Eigenschaft Allah’s, es besteht nicht aus der Gattung von Buchstaben (huruf) und Stimmen (aswat).“

Imam Ibn Atiyyah (gest. 542) sagte in seinem Tafsir ‘‘Al-Muharrar Al-Wajiz‘‘ :

وكلام الله للنبي موسى عليه السلام دون تكييف ولا تحديد ولا تجويز حدوث ولا حروف ولا أصوات

‘‘Allah sprach zu Musa alayhissalam ohne Beschaffenheit, Begrenzung, Ḥudūt̲h oder Buchstaben und Töne.‘‘

Imam Fakhruddin al-Razi (543-606 n.H.) sagte in seinem Tafsir ‘‘Mafatih al-Ghayb‘‘:

وأما إلزام مذهب الحلولية والحروفية، فنحن نكفرهم قطعاً، فإنه تعالى كفر النصارى بسبب أنهم اعتقدوا حلول كلمة { ٱللَّهِ } في عيسى وهؤلاء اعتقدوا حلول كلمة { ٱللَّهِ } في ألسنة جميع من قرأ القرآن، وفي جميع الأجسام التي كتب فيها القرآن، فإذا كان القول بالحلول في حق الذات الواحدة يوجب التكفير، فلأن يكون القول بالحلول في حق جميع الأشخاص والأجسام موجباً للقول بالتكفير كان أولى.

‘‘Bezüglich der Hululiyyah (diejenigen, die glauben, dass Allah in erschaffene Dinge inkaniert, wie in den Himmeln oder in einem Körper) und die Hurufiyyah (diejenigen die glauben dass Allahs Attribut Kalam/Rede aus Buchstaben und Tönen besteht) Sekte, sagen wir dass sie eindeutig Ungläubige sind. Dies ist so weil Allah, die Christen als Gotteslästerer bezeichnet hat, da sie glauben dass Allahs Rede in Jesus inkaniert ist, währenddessen die Hurufiyyah glauben, dass es in den Zungen all derjenigen die den Quran rezitieren inkaniert, und in allen physischen Objekten in denen der Quran geschrieben wurde. Folglich, wenn der glaube, an die Inkarnation in einem Körper, Unglaube ist, so dann ist es größerer Unglauben daran zu glauben, dass es in allen Formen und Körpern inkaniert.‘‘

Qadi Isma’il ibn Ibrahim al-Shaybani al-Hanafi (gest. 629 n.H.) sagte in seiner Erläuterung zu Aqidah Tahawiyyah:

„ﻭﺍﻟﺤﺮﻑ ﻭﺍﻟﺼﻮﺕ ﻣﺨﻠﻮﻕ…وكلامه مستغن عن ذلك أي عن الحروف والأصوات، وهو معنى قوله: „ومن وصف الله تعالى بمعنى من معاني البشر فقد كفر“

“Die Buchstaben und Laute sind erschaffen…Und seine Rede ist unabhängig von diesem d.h. von den Buchstaben und Lauten. Und dies ist die Bedeutung der Aussage (Imam Tahawis): ’’Wer Allah mit einer Bedeutung von den Bedeutungen die auch auf Geschöpfe anwendbar ist beschreibt wird Ungläubig.“

Imam al-ʿIzz Ibn ʿAbdi s-Salām (577-660 n.H.) sagt in seinen „Rasā´il fi t-Tawhīd“ Seite 12:

فالله متكلم بكلام قديم أزلي ليس بحرف ولا صوت ولا يتصور في كلامه أن ينقلب مدادا في اللوح والاوراق شكلا ترمقه العيون والأحداق كما زعم أهل الحشو والنفاق بل الكتابة من أفعال العباد ولا يتصور من أفعالهم أن تكون قديمة, إلى أن قال: فويل لمن زعم أن كلام الله القديم شيء من ألفاظ العباد أو رسم من أشكال المداد

“Allāh spricht mit anfangslosem Sprechen, Sein Sprechen ist nicht begonnen, es ist weder mit Buchstabe noch mit Stimme. Es ist unmöglich, dass Sein Sprechen zu der Tinte auf den Tafeln und Blättern wird, zu einer Gestalt welche von den Pupillen und Augen erfasst wird, so wie es die Anhänger der Verkörperlichung und Heuchelei behauptet haben. Die Schrift gehört zu den Taten der Diener und es gehört zum Unmöglichen, dass ihre Taten ungeschaffen wären.“ Bis er sagte: “Wehe demjenigen, der behauptet, dass das anfangslose Sprechen Gottes, etwas von den Taten der Diener oder Gestalt einer Zeichnung der Tinte wäre.“

Imam al-Qurtubi (gest. 671 n.H.) sagt in Al-Tadhkira fī Aḥwāl Al-Mawtā wa Umūr Al-Ākhira‘ S.232-233:

فصل: قوله في الحديث: „فينا ديهم بصوت“: استدل به من قال بالحرف والصوت وأن الله يتكلم بذلك، تعالى عما يقول المجسمون والجاحدون علوًا كبيرًا، إنما يُحمل النداء المضاف إلى الله تعالى على نداء بعض الملائكة المقربين بإذن الله تعالى وأمره، ومثل ذلك سائغ في الكلام غير مستنكر أن يقول القائل: نادى الأمير، وبلغني نداء الأمير، كما قال تعالى: (وَنَادَى فِرْعَونُ فِي قَوْمِهِ) (سورة الزخرف/51)، وإنما المراد نادى المنادي عن أمره، وأصدر نداءه عن إذنه، وهو كقولهم أيضًا قتل الأمير فلانًا، وضرب فلانًا، وليس المراد توليَه لهذه الأفعال وتصديَهُ لهذه الأعمال، ولكن المقصود صدورها عن أمره. وقد ورد في صحيح الأحاديث أن الملائكة ينادون على رؤوس الأشهاد فيخاطبون أهل التقى والرشاد: ألا إن فلان ابن فلان كما تقدم.

“Die Aussage in dem Ḥadīth: „Allah ruft sie mit einer Stimme“, wird von jenen immer wieder angeführt, die glauben, dass Allahs Rede aus Buchstaben und Lauten bestünde. Erhaben ist Er über das, was die Anthropomorphisten (Vermenschlicher) und Ungläubigen sagen! In Wahrheit ist Allahs Ruf ein Ruf durch einige der Erzengel, die Ihm nahe stehen und die mit Allahs Erlaubnis und Anordnung handeln. Dem ähnlich ist die Aussage: „Der Prinz rief und ich empfing den Ruf des Prinzen“, genau wie Allah der Erhabene sagte, „Pharao rief seine Leute.“ Hiermit ist gemeint, dass ein Ausrufer mit der Erlaubnis des Prinzen bzw. des Pharaos und auf dessen Befehl hin gerufen hat. Ebenfalls ist es so, dass gesagt wird: „Der Prinz tötete diesen und jenen, er schlug diesen und jenen.“ Dies bedeutet nicht, dass der Prinz selbst derjenige war, der diese Tat vollzog, sondern es ist gemeint, dass er den Befehl zu dieser Handlung gab. Auch wird in einem authentischen Ḥadīth erwähnt, dass die Engel vor der gesamten Schöpfung ausrufen und dabei die Frommen und Aufrichtigen adressieren werden, indem sie sagen: „Wahrlich! So-und-so, Sohn von so-und-so…“

Imam Baydāwī (gest. 685 n.H.) sagte in ‘‘Tawāliʻ al-anwar min Mataliʻ al-anzār‘‘:

وكلامه ليس بحرف ولا صوت

‘‘Seine Rede ist nicht mit Buchstabe und Stimme…‘‘

Imam Sa’d ad-Din Mas’ud bin Umar al-Taftaazaani (gest. 791 n.H.) sagt in seinem Aqidah-Buch: „Sharh al-Aqaa’id an-Nasafiyyah“ (S. 58-61):

.(والقرآن كلام الله تعالى غير مخلوق) وعقب القرآن بكلام الله لما ذكره المشايخ من أنه يقال: القرآن كلام الله تعالى غير مخلوق، ولا يقال: القرآن غير مخلوق، لئلا يسبق إلى الفهم أن المؤلف من الأصوات والحروف قديم كما ذهب إليه الحنابلة جهلاً أو عناداً.

“Und der Qur’an ist die Rede Allah’s (Kalaamullah), ta’ala, unerschaffen (ghayr makhluq)“ – Beachte, dass er dem Wort ‚Qur’an‘ mit ‚Kalaamullah‘ folgert, wegen dem, was die Gelehrten sagen: ‚Der Qur’an ist Kalaamullah, ta’ala, unerschaffen (ghayr makhluq).‘ Es wird nicht gesagt: ‚Der Qur’an ist unerschaffen (ghayr makhluq)‘, damit es nicht in den Sinn kommt, dass das, was aus Stimmen (aswat) und Buchstaben (huruf) zusammengesetzt ist, ewig (qadim) ist, so wie die Hanabilah aus ihrer Unwissenheit und Verbohrtheit glauben!“

Imam Ibn Hajar al-Asqalani (gest. 852 n.H.) sagte in seiner Erläuterung zu Sahih al-Bukhari:

وأما الحروف فإن كانت حركات أدوات كاللسان والشفتين فهي أعراض ، وإن كانت كتابة فهي أجسام ، وقيام الأجسام والأعراض بذات الله تعالى محال ، ويلزم من أثبت ذلك أن يقول بخلق القرآن وهو يأبى ذلك ويفر منه ، فألجأ ذلك بعضهم إلى ادعاء قدم الحروف كما التزمته السالمية ، ومنهم من التزم قيام ذلك بذاته ، ومن شدة اللبس في هذه المسألة كثر نهي السلف عن الخوض فيها واكتفوا باعتقاد أن القرآن كلام الله غير مخلوق ، ولم يزيدوا على ذلك شيئا وهو أسلم الأقوال والله المستعان .

“Was die Buchstaben angeht – wenn sie die Bewegungen von Mittel werden, wie die Zunge und Lippen, sind sie Akzidenzen (a’raad). Und wenn sie [d.h. die Buchstaben] niedergeschrieben werden, sind sie zusammengesetzte Körper (ajsaam). Jedoch, die Existenz von zusammengesetzten Körpern (ajsaam) und Akzidenzen (a’raad) sind im Wesen Allah’s, ta’ala, unmöglich. Und es ist ein zwingendes Resultat von denen, die dies bestätigen, dass er die Ansicht annimmt, dass der Qur’an erschaffen (makhluq) ist, während sie [Gleichzeitig] eine solche Sache ablehnen und davor fliehen. Sodass einige von ihnen gezwungen waren die Unerschaffenheit der Buchstaben zu behaupten, wie die Saalimiyyah es [d.h. diese Ansicht] übernahmen. Und andere übernahmen die Ansicht, dass sie in Seinem Wesen vorhanden sind. Und resultierend aus der extremen Verwirrung, die in dieser Angelegenheit geschah, verboten die Salaf sich darin zu sehr zu vertiefen. Und sie fanden es als ausreichend zu glauben, dass der Qur’an das Wort Allah’s (Kalaamullah), unerschaffen (ghayr makhluq), ist. Und sie fügten dem nichts hinzu. Und es ist die sicherste von allen Ansichten. Und Allah ist Derjenige, bei dem Hilfe ersucht wird.“

Imam Muhammad bin Yusuf as-Sanusi (gest. 895 n.H.) in seinem Aqidah-Buch: „al-Aqidah as-Sughra“:

وَالْكَلامُ الذَّي لَيْسَ بِحَرْفٍ، وَلاَ صَوْتٍ

“Und die Rede (al-Kalaam), die nicht aus Buchstabe (al-harf) und Stimme (as-sawt) bestehen […].“

Ibn Hajar al-Haytami (909-974 n.H.) sagte in Fatawa al-Hadithiyya:

ومذهب أهل السنة أن الله خلق له فهما قلبه وسمعا في أذنيه وسائر بدنه سمع به كلاام الله من غير صوت ولا حرف بغير واسطة

“Die Madhhab der Ahlul Sunnah ist, dass Allah (die Fähigkeit) des Verstehens in seinem Herzen sowie (die Fähigkeit) des Hörens in seinen Ohren und in den rest seines Körpers erschuf, durch den er den (ewigen) Kalam von Allah ohne Stimme und Buchstaben und ohne jeglichen Vermittler hörte.“

Imam Muhammad Amin Ibn Abidin (1198-1252 n.H.) sagte:

وحاصله أن غير المخلوق هو القرآن بمعنى كلام الله الصفة النفسية القائمة به تعالى لا بمعنى الحروف المنزلة

“Unter dem Strich ist, dass was nicht erschaffen ist der Qur’an im Sinne von Allah’s Rede, dass ist das (ewige) Attribut, welche für Sein Selbst bestätigt wird, nicht im Sinne der offenbarten Buchstaben.“

(Hashiyatu Raddi-l-Muhtar: Beirut, Libanon: Dar Al-Fikr, 1415)

Und dies ist der Konsens der Gelehrten:

Imam Abu al-Hasan Ibn al-Qattan al-Maliki (562-628 n.H.) sagte:

وأجمعوا على أن كلام الله عز وجل ليس بحروف ولا أصوات

“Und Sie (d.h. die Ahlu Sunnah) haben einen Konsens darüber, dass die Rede von Allah ‘azza wa jall ohne Buchstaben und ohne Stimme ist.“

(Abu al-Hasan Ibn al-Qattan: al-Iqna‘ fi masa’il al-ijma: S.41)

Ähnliche Aussagen wurden von Imam Juwayni, Imam Abu Ishaq al-Shirazi, Imam Abu Ishaq al-Isfarayini, Imam Subki und vielen anderen Gelehrten überliefert. 



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