Die glaubenslehre der Ahlu Sunnah

Die Asha'irah und Maturidiyyah


Nr.3 Die Widerlegung der Leugner des Tabarruk und des Tawassul – Thema: Die Bittgebete bei den Gräbern der Awliyâ’ und der Tawassul mit dem Gesandten Gottes.

Die Leugner des Tabarruk und des Tawassul erklären die Muslime auf der gesamten Welt zu Ungläubigen, weil sie den Tabarruk mit dem Grab des Propheten und der Awliyā’ praktizieren. Weil sie ihre Gräber aufsuchen, dort Bittgebete zu Allâh machen und Tawassul mittels des Gesandten praktizieren. Obwohl all dieses erlaubt und seit jeher von den Muslimen praktiziert wurde, gibt es eine Sekte, die aufgrund ihrer Wahnvorstellungen, die Muslime zu Ungläubigen und Grabanbetern erklären. Damit wollen sie ihre Mordlust begründen.

Dies ist einer der Hauptgründe weshalb diese Extremisten solch einen fanatischen Hass gegenüber den friedliebenden Muslimen auf der ganzen Welt haben und warum sie das Morden der Muslime für erlaubt erklären. Die Blutrüstigkeit dieser geistesgestörten Mörder hat sowohl in der Vergangenheit als auch in der Gegenwart, zu Massenmorden, Verwüstung, Chaos und Zerstörung in den muslimischen Ländern geführt. Um diesen Psychopathen den Nährboden für ihre Ideologie zu entziehen und ihre unwissenden Anhänger vor diesem Irrweg zu warnen, haben wir diese endgültige und umfassende Antwort erstellt.

1. Die Bittgebete zu Allāh, während man sich in der Nähe von den Gräbern der Awliyā’ befindet, ist eine Praxis der ersten Generationen (der Salaf) und späteren (Khalaf):

– Der Imām Muslim überliefert in seinem „Sahīh“ von Buraydah, Radiya l-Lāhu ʿanhu, dass er sagte:

كان النبيّ صلى اللّه عليه وسلم يعلّمهم إذا خرجوا إلى المقابر أن يقول قائلهم: „السّلام عليكم أهل الدّيار من المؤمنين والمسلمين، وإنّا إن شاء اللّه للاحقون، أسأل اللّه لنا ولكم العافية

„Der Gesandte Gottes brachte ihnen bei zu sagen, wenn sie zu den Gräbern gingen (sinngemäß): As-Salāmu ʿAlaykum euch gläubigen und muslimischen Grabbewohnern. Wir werden euch, In Schā’a l-Lāh, folgen. Ich bitte Allah für uns und euch um Gnade.“

Dieser Hadīth ist ein unbestreitbarer Beweis dafür, dass der Gesandte Gottes dazu aufforderte Bittgebete zu Allāh zu machen, während man sich bei den Gräbern befindet. Was machen die Leugner des Grabbesuches nun?! Sie haben das Praktizieren der Bittgebete, während man sich bei den Gräbern befand, als Unglaube bezeichnet und die Muslime als Grabanbeter bezeichnet. Der Prophet wies seine Gefährten jedoch an, genau dieses zu tun. Erklären diese Leute nun den Propheten und seine Gefährten zu ungläubigen Grabanbetern oder wachen sie aus diesem Wahn, in dem sie sich befinden, auf?!

– Das Heben der Hände bei den Gräbern, um Bittgebete zu machen, ist ebenfalls empfohlen. Denn der Imām Muslim überliefert in seinem „Sahīh“ von as-Sayyidah ʿĀ’ischah, Radiya l-Lāhu ʿanhā, dass sie sagte:

لما كانت ليلتي التي كان النبي صلى الله عليه وسلم فيها عندي، انقلب فوضع رداءه، وخلع نعليه، فوضعهما عند رجليه، وبسط طرف إزاره على فراشه، فاضطجع. فلم يلبث إلا ريثما ظن أن قد رقدت فأخذ رداءه رويدا، وانتعل رويدا، وفتح الباب فخرج. ثم أجافه رويدا. فجعلت درعي في رأسي، واختمرت، وتقنعت إزاري. ثم انطلقت على إثره. حتى جاء البقيع فقام. فأطال القيام. ثم رفع يديه ثلاث مرات. ثم انحرف فانحرفت. فأسرع فأسرعت. فهرول فهرولت. فأحضر فأحضرت. فسبقته فدخلت.اهـ وفي ءاخره أخبرها أن جبريل عليه السلام جاءه: فقال: إن ربك يأمرك أن تأتي أهل البقيع فتستغفر لهم

„Als es meine Nacht war, in der der Prophet bei mir war, wendete er sich, legte sein Schultertuch ab und zog seine Sandalen aus. Er legte sie in die Nähe seiner Füßen. Er breitete dann den Rand seines Izār auf seiner Decke aus, schlief aber nicht ein. Als er dachte, dass ich eingeschlafen war, nahm er vorsichtig sein Schultertuch. Er zog seine Sandalen vorsichtig an, öffnete die Tür, ging raus und schloss die Tür vorsichtig.
Ich bedeckte meinen Kopf, verschleierte mich und machte mich auf seine Spuren. Er kam bei der Grabstätte al-Baqīʿ an, dort stand er dann und verblieb eine lange Zeit. Er hob dann seine Hände drei Mal. Dann wendete er sich ab und ich wendete mich daraufhin auch ab. Er wurde schneller und ich wurde auch schneller. Er begann zu laufen und ich begann auch zu laufen. Er kam an und ich kam auch an, aber ich kam vorher an und trat ein.“ Am Ende ihres Berichtes kam, dass Djibrīl zum Propheten zuvor sagte (sinngemäß): Dein Herr befiehlt dir, dich zu den Grabbewohnern von al-Baqīʿ zu begeben und um Gnade für sie zu bitten.

Weshalb erklären dann diese Leute die Pilger zu Ungläubigen, wenn sie in der Baqīʿ Grabstätte ihre Hände heben um Bittgebete zu machen, obwohl dieses im authentischen Hadīth vom Propheten berichtet wurde???!!! Was ist das für eine perverses Verhalten dieser Leute?! Weshalb lügen und behaupten diese Leute dem Propheten zu folgen, obwohl sie seine Taten als Unglaube betrachten?!

Der Imām an-Nawawī sagte in seiner Erläuterung des Sahīh Muslim (7/43):

قولها: (جاء البقيع فقام، فأطال القيام، ثمّ رفع يديه ثلاث مرّاتٍ) فيه: استحباب إطالة الدعاء وتكريره، ورفع اليدين فيه

„Ihre Aussage: (Er kam bei der Grabstätte al-Baqīʿ an, dort stand er dann und verblieb eine lange Zeit. Er hob dann seine Hände drei Mal) beinhaltet folgende nützliche Informationen: Die Empfehlung lange und viele Bittgebete (bei den Gräbern) zu machen, während die Hände gehoben werden.“

An-Nawawī sagte ebenfalls in „al-Adhkār“ im Kapitel „Was der Besucher der Grabstätte sagt“, Zitat:

ويستحب الإكثار من الزيارة وأن يكثر الوقوف عند قبور أهل الخير والفضل

„Es ist empfohlen die Gräber oft zu besuchen und lange bei den Gräbern der Leute des Guten zu verweilen.“

Dieses praktizierten auch die nachfolgenden Generationen:

Ibn Hibbān (geb. 270 n.H.)

– Der Hāfidh Ibn Hibbān (geb. 270 n.H.) sagte in seinen „Thiqāt“ (8/457), Zitat:

وقبره بسنا باذ خارج النوقان مشهور يزار بجنب قبر الرشيد قد زرته مرارا كثيرة وما حلت بي شدة في وقت مقامي بطوس فزرت قبر على بن موسى الرضا صلوات الله على جده وعليه ودعوت الله إزالتها عنى إلا أستجيب لي وزالت عنى تلك الشدة وهذا شئ جربته مرارا فوجدته كذلك أماتنا الله على محبة المصطفى وأهل بيته صلى الله عليه وسلم الله عليه وعليهم أجمعين

„Sein Grab ist in Sinābādh außerhalb von al-Nūqān berühmt und wird besucht, es ist neben dem Grab von ar-Raschīd. Ich hab das Grab sehr oft besucht. Es ereilte mich keine Plage während meines Aufenthaltes in Tūs, außer dass wenn ich das Grab von ʿAlī Ibn Mūsā ar-Ridā besuchte, meine Bittgebete erfüllt wurden und diese Plage von mir genommen wurde. Dieses habe ich mehrmals ausprobiert und so habe ich es festgestellt. Möge Allah uns mit der Liebe zu Seinem Propheten und der Ahlu l-Bayt sterben lassen.“

Erklären diese Leute nun den Hāfidh Ibn Hibbān, den Verfasser des „Sahīh Ibn Hibbān“ zum Ungläubigen?

Ibn Khuzaymah (geb. 223 n.H.)

– Der Hāfidh Ibn Hadjar überliefert in „Tahdhīb at-Tahdhīb“ (7/339), dass der Hāfidh al-Hākim in „Tārīkh Naysābūr“ sagte, Zitat:

سمعت أبا بكر محمد بن المؤمل بن الحسن بن عيسى يقول خرجنا مع امام أهل الحديث أبي بكر بن خزيمة وعديله أبي علي الثقفي مع جماعة من مشائخنا وهم إذ ذاك متوافرون إلى زيارة قبر علي بن موسى الرضى بطوس قال فرأيت من تعظيمه يعنى ابن خزيمة لتلك البقعة وتواضعه لها وتضرعه عندها ما تحيرنا

„Ich hörte Abū Bakr Muhammad Ibn al-Mu’mal Ibn al-Hasan Ibn ʿīsā sagen: Wir gingen mit dem Führer der Leute des Hadīth, Abu Bakr Ibn Khuzaymah, seinem ʿAdīl Abū ʿAlī ath-Thaqafī und einer Gruppe von unseren Maschayikh, in großer Anzahl, um das Grab von ʿAlī Ibn Mūsā ar-Ridā in Tūs zu besuchen. Ich sah an Verherrlichung und Hingabe von ihm – d. h. von Ibn Khuzaymah – für diese Stelle und Bittgebeten von ihm dort, was mich in Verblüffung versetzte.“

Erklären sie nun Ibn Khuzaymah zum ungläubigen Grabanbeter?

Abū ʿAlī an-Naysābūrī (geb. 277 n.H.)

– Der Hāfidh Ibn Hadjar al-ʿAsqalānī sagte in „Tahdhīb at-Tahdhīb“ (11/261), Zitat:

قال الحاكم سمعت أبا علي النيسابوري يقول كنت في غم شديد فرأيت النبي صلى الله عليه وسلم في المنام كأنه يقول لي صر إلى قبر يحيى بن يحيى واستغفر وسل تقض حاجتك فأصبحت ففعلت ذلك فقضيت حاجت

„Al-Hākim sagte: Ich hörte Abū ʿAlī an-Naysābūrī sagen: Ich hatte einmal großen Kummer und sah den Propheten, Salla l-Lāhu ʿAlayhi wa Sallam, im Traum. Als ob er zu mir sagte: Gehe zum Grab von Yahyā Ibn Yahyā, bitte Allāh um Vergebung, mache ein Bittgebet und dein Wunsch wird erfüllt werden. Ich tat dieses und mein Wunsch wurde erfüllt.“

Abu l-Wafā Ibn ʿAqīl (geb. 431 n.H.)

– Der Imām Abu l-Wafā Ibn ʿAqīl al-Hanbalī sagte in „at-Tadhkirah“, Zitat:

وإن أحببت تمسح بالمنبر…فأت قبور الشهداء وزرهم وأكثر من الدعاء في تلك المشاهد

„Wenn du möchtest, wische dich mit dem Sitzplatz des Propheten ab. Geh zu den Gräbern der Märtyrer, besuche sie und mache viele Bittgebete in diesen Orten.“

Ist der berühmte hanbalitische Gelehrte Ibn ʿAqīl auch ein Ungläubiger der zur Grabanbeterei aufruft in ihren Augen?

Ibn ʿAsākir (geb. 499 n.H.)

– Der Hāfidh Ibn ʿAsākir sagte in der Biographie des Hāfidh ʿAbdu l-Ghāfir Ibn Ismāʿīl al-Fārisī, Zitat:

ودفن بنيسابور وقبره يزار وتجاب الدعوة عنده

„Er wurde in Naysābūr beigesetzt und sein Grab wird besucht. Das Bittgebet wird bei ihm (bei seinem Grab) akzeptiert.“

Ruft der dieser weltberühmte Hadīthgelehrte ihrer Meinung nach zum Anbeten der Gräber auf???

ʿAbdu l-Ghanī al-Madisī (geb. 541 n.H.)

– Der Hāfidh ad-Diyā’ al-Maqdisī überliefert in „al-Hikayāt al-Manthūrah“ (S.3834):

روى الحافظ الضياء المقدسي في كتابه „الحكايات المنثورة“ أن الحافظ عبد الغني المقدسي الحنبلي أصيب بدُمَّل أعياه علاجُه، فمسح به قبر الإمام أحمد بن حنبل رضي الله عنه تبركًا فبرئ

Von dem Hāfidh ʿAbdu l-Ghanī al-Maqdisī al-Hanbalī, dass er an einem Abszess erkrankte und keine Therapie dafür fand. Daraufhin wischte er mit der Stelle auf das Grab des Imām Ahmad Ibn Hanbal um Tabarruk zu praktizieren und er wurde geheilt.

Betrachten diese Leute nun diese Hanbaliten auch als Ungläubige Grabanbeter?

An-Nawawī (geb. 631 n.H.)

– Hāfidh an-Nawawī sagte in „Tahdhīb al-Asmā’ wa l-Lughāt“ 2/126 in der Biographie des Nasr al-Maqdisī, Zitat:

سمعنا الشيوخ يقولون: الدعاء عند قبره يوم السبت مستجاب

„Wir hörten unsere Schuyūkh sagen: Das Bittgebet bei seinem Grab am Samstag, wird akzeptiert.“

Betrachten diese Leute den weltbekannten Hāfidh an-Nawawī auch als Ungläubigen Grabanbeter?

Al-Djazarī (geb. 751 n.H.)

– Der Hāfidh al-Djazarī, Schaykh der Rezitatoren, sagte in „Husn al-Hasīn“ und ebenfalls in seinem „Mukhtasar“ (20), Zitat:

من مواضع إجابة الدعاء عند قبور الأنبيا وقبور الصالحين

„Zu den Orten an denen die Bittgebete erfüllt werden: Bei den Gräbern der Propheten und Sālihīn.“

Keiner der Gelehrten hat diesem Hāfidh widersprochen oder gesagt, dass er zur Grabanbeterei aufrufen würde.

Mullā ʿAlī al-Qārī sagte in „Scharh al-Mischkāt“, Zitat:

قال شيخ مشايخنا علامة العلماء المتبحرين شمس الدين بن الجزري في مقدمة شرحه للمصابيح المسمى بتصحيح المصابيح: إني زرت قبره في نيسابور –يعني مسلم ابن الحجاج القشيري- وقرأت بعض صحيحه على سبيل التيمن والتبرك عند قبره ورأيت ءاثار البركة ورجاء الإجابة في تربته

„Der Schaykh unserer Maschāyikh, Lehrmeister der Top-Gelehrten, Schamsu d-Dīn Ibn al-Djazarī sagte in der Einleitung seiner Erläuterung von „al-Masābih“, welche als „Tashīh al-Masābīh“ bezeichnet wird (der Hāfidh al-Djazarī sagt): Ich habe sein Grab in Naysābūr besucht – gemeint ist Imām Muslim – und habe einiges von seinem Sahīh mit der Absicht des Tabarruk bei seinem Grab rezitiert. Ich sah die Spuren des Segens und die Hoffnung auf Erfüllung der Bittgebete in seiner Graberde.“

Er sah den Segen in der Graberde, die Leugner des Tabarruk und Tawassul sehen jedoch nichts als Unglauben darin.

Waliyyu d-Dīn al-ʿIrāqī (geb. 762 n.H.)

– Der Hāfidh Waliyyu d-Dīn al-ʿIrāqī sagte in „Tarh at-Tahthrīb“ (3/303), in der Erläuterung des Hadīth, in dem der Prophet sagt, dass er seinen Gefährten das Grab des Propheten Mūsā gezeigt hätte, wenn sie mit ihm dort gewesen wären, Zitat:

فيهِ اسْتِحْبَابُ مَعْرِفَةِ قُبورِ الصَّالحِينَ لزِيَارتها والقِيامِ بحقّهَا

„In diesem Hadīth liegt ein Beweis dafür, dass es empfohlen ist die Gräber der Sālihīn zu kennen, um sie zu besuchen.“

Der Hāfidh ad-Diyā’ al-Maqdisī sagte:

حَدَّثَنِي سَالِمُ التَّلّ قالَ: مَا رأَيتُ اسْتِجَابة الدُّعاءِ أسْرعَ مِنها عندَ هذَا القَبْرِ،

„Sālim at-Tāl berichtete mir, er sagte: Ich habe kein Grab gesehen, bei dem die Bittgebete zu Allāh, schneller erfüllt werden als bei diesem Grab.“

Wenn das Besuchen der Gräber zur Grabanbeterei führen würde, weshalb warnte der Prophet nicht davor, sondern sagte, dass er ihnen gerne das Grab gezeigt hätte?

Und was sagen diese Leute über ad-Diyā’ al-Maqdisī? Sagen sie, dass er zur Grabanbeterei aufrufen würde?

– Adh-Dhahabī, der Schüler von Ibnu Taymiyah und Liebling dieser Sekte, hat keinerlei Probleme mit diesem Thema und überliefert in seinem sogenannten Buch „Tārīkh al-Islām“, von dem Manuskript des Sayf Ibn al-Madjd von al-Bahā’ al-Maqdisī:

ابن شاتيل –وكان له ابن شيخ إذا جلسنا تبين كأنه الأب، وعمي على كبر، وبقي سبعين يومًا أعمى، ثم برئ وعاد بصره- يعني الابن- فسألنا الشيخ عن السبب فذكر بنا: أنه ذهب به إلى قبر الإمام أحمد وأنه دعا وابتهل، وقلت: يا إمام أحمد أسألك إلا شفعت فيه إلى ربك، يا رب شفعه في ولدي، وولدي يؤمن، ثم مضينا، فلما كان الليل استيقظ وقد أبصر

„Ibn Schātīla hatte einen alten Sohn, wenn wir zusammen saßen, sah es so aus als ob er der Vater wäre. Er ist mit dem Alter blind geworden, 70 Tage lang war er blind gewesen und wurde geheilt, d. h. der Sohn. Wir fragten den Schaykh bezüglich der Ursache und er erzählte uns, dass er ihn zum Grab des Imām Ahmad mitgenommen hatte und dort Bittgebete machte. Er sagte: O Imām Ahmad, ich bitte dich, lege bei Allāh Fürbitte ein damit er geheilt wird. O Allāh, akzeptiere bitte. Dann gingen wir. Als es Nacht wurde, wachte er auf und hatte sein Augenlicht wiedererlangt.“

Ist ihr Liebling adh-Dhahabī nun ein Überlieferer des Unglaubens und der Grabanbeterei in den Augen dieser Leute?

Adh-Dhahabī sagte ebenfalls in der Biographie der Sayyidah Nafīsah (10/107), Zitat:

وقيل: كانت من الصالحات العوابد، والدعاء مستجاب عند قبرها، بل وعند قبور الأنبياء والصالحين،

„Es wurde gesagt: Sie war von den gottesfürchtigen Sālihāt. Und das Bittgebet wird bei ihrem Grab akzeptiert. Vielmehr auch bei den Gräbern der Propheten und der Sālihīn.“

Ruft adh-Dhahabī hier ihrer Meinung nach zum Anbeten der Sayyidah Nafīsah auf???

Wagen es die Leugner des Grabbesuches alle hier erwähnten zu Ungläubigen Grabanbetern zu verurteilen??? Und was machen sie mit ihrem Liebling adh-Dhahabī?

Das Grab von Maʿrūf al-Karkhī, ein erprobtes Heilmittel: Dieser Satz ist ein Schock für diese Leute und löst womöglich bei vielen von dieser Sekte eine reflexartiges Verhalten aus, es kann sein, dass der ein oder andere von ihnen „Kufr!“ und Schirk!“ schreit, sie werden es leugnen. Doch keiner von ihnen wird am Ende dieses Abschnittes diese Aussage noch leugnen können.

– Der Hāfidh Waliyyu d-Dīn al-ʿIrāqī sagte in seinen „Fatāwā“, Zitat:

سئلت عمن يزور الصالحين من الموتى.
فأجبت: زيارة الرجال للقبور مندوب إليها فقبور الصالحين ءاكد في الاستحباب وينبغي الدعاء في عندها لأن لتلك البقع فضلا وشرفا بوجود ذلك الصالح فيها، والدعاء في البقاع الشريفة أقرب إلى الإجابة وقد اشتهر عند اهل بغداد إجابة الدعاء عند قبر معروف الكرخي وانه الترياق المجرب، واشتهر ذلك في قبور كثير من الصالحين،

„Ich wurde bezüglich desjenigen gefragt, der die verstorbenen Sālihīn besucht. Ich antwortete: Das Besuchen der Gräber ist empfohlen. Somit ist die Empfehlung für die Gräber der Sālihīn bestätigter. Es sollten Bittgebete bei ihnen gemacht werden, da diese Orte einen besonderen Status haben durch die Anwesenheit dieser Rechtschaffenen. Die Bittgebete an diesen Orten werden wahrscheinlicher akzeptiert. Bei den Einwohnern von Baghdad ist die Erfüllung der Bittgebete bei dem Grab von Maʿrūf al-Karkhī und dass es ein erprobtes Heilmittel ist, berühmt. Und dieses ist auch bei vielen anderen Sālihīn berühmt und bekannt.“

– Der Hāfidh al-Khatīb al-Baghdādī überliefert in „Tārīkh Baghdād“ (1/122) von ʿUbaydullāh Ibn ʿAbdu r-Rahmān Ibn Muhammad az-Zuhrī, Zitat:

أخبرني أبو إسحاق إبراهيم بن عمر البرمكي قال نبأنا أبو الفضل عبيد الله بن عبد الرحمن بن محمد الزهري قال سمعت أبي يقول: قبر معروف الكرخي مجرب لقضاء الحوائج

„Ich hörte meinen Vater sagen: Das Grab von Maʿrūf al-Karkhī ist erprobt für die Erfüllung der Wünsche.“

– Der Hāfidh al-Khatīb al-Baghdādī überliefert in „Tārīkh Baghdād“ (1/1232) von Ibn al-Muhāmilī, Zitat:

حدثنا أبو عبد الله محمد بن علي بن عبد الله الصوري قال سمعت أبا الحسين محمد بن أحمد بن جُميع يقول سمعت أبا عبد الله بن المحاملي يقول: أعرف قبر معروف الكرخي منذ سبعين سنة ما قصده مهموم إلا فرج الله همه

„Ich kenne das Grab von Maʿrūf al-Karkhī seit 70 Jahren, kein Betrübter hat es besucht, außer dass Allāh ihm den Kummer nahm.“

– Der Hāfidh Ibn al-Mulaqqin sagte in „Tabaqāt al-Awliyā’“, Zitat:

ذهبت إلى قبر معروفٍ الكرخي وقفت ودعوت الله عدة مراتٍ، فالأمر الذي كان يصعب علي ينقضي لما أدعو الله هناك عند قبره

„Ich ging zum Grab von Maʿrūf al-Karkhī, ich stand dort und machte mehrere Male Bittgebete zu Allāh. Das Anliegen, welches schwer auf mir lastete, wurde mir erfüllt wenn ich dort bei seinem Grab Bittgebete zu Allāh machte.“

– Der Hāfidh Ibnu l-Djawzī al-Hanbalī sagte in den „Manāqib Maʿrūf al-Karkhī“ (S.200), Zitat:

أنبأنا أبو منصور عبد الرحمن بن محمد، قال أنبأنا أحمد بن علي بن ثابت، قال أنبأنا إسماعيل بن أحمد الحيار، قال أخبرنا محمد بن الحسين السلمي، قال سمعت أبا الحارث ابن مقسم، يقول: سمعت أبا علي الصفار، يقول: سمعت إبراهيم الحربي، يقول: „قبر معروف الترياق المجرب“

„Ich hörte Ibrāhīm al-Harbī sagen: Das Grab von Maʿrūf ist ein erprobtes Heilmittel.“

Diese Aussage über das Grab von Maʿrūf al-Karkhī ist bei den Gelehrten und vor allem bei den Hanbaliten, eine akzeptierte Aussage, dabei ist es unerheblich ob von einigen Leuten verzweifelt versucht wird eine der Überlieferungsketten als schwach abzutun. Denn wenn diese Aussage Unglaube wäre, dann wäre es Unglaube diese Aussage als etwas Akzeptiertes unter den Leuten zu verbreiten. Diese Leute würden somit jeden der diese Aussage verbreitete oder als nicht schlimm betrachtete, einschließlich ihrer eigenen Führer, wie wir gleich sehen werden, zu Ungläubigen erklären.

– Hier der Liebling dieser Leute, adh-Dhahabī, er betrachtet diese Aussage nicht als Unglaube und versucht sie deshalb auch nicht als schwach abzutun, um verzweifelt vor den Konsequenzen zu flüchten, wie es diese Leute tun. Er erläutert sogar diese Aussage, er sagt in „Siyar Aʿlām an-Nubalā’“ (9/344), Zitat:

وعن إبراهيم الحربي قال : قبر معروف الترياق المجرب يريد إجابة دعاء المضطر عنده; لأن البقاع المباركة يستجاب عندها الدعاء

„Und von Ibrāhīm al-Harbī, er sagte: Das Grab von Maʿrūf ist ein erprobtes Heilmittel. Er meint damit die Akzeptanz des Bittgebetes des Bekümmerten bei ihm. Denn die Bittgebete werden bei den gesegneten Orten (Mubārakah) akzeptiert.“

Wagen es diese Leute ihren Liebling adh-Dhahabī nun als ungläubigen Grabanbeter zu bezeichnen?

– Sogar die Verkörperlicher vor Ibnu Taymiyah erwähnten in ihren Büchern diese Aussage über das Grab von Maʿrūf al-Karkhī und haben nichts Schlimmes darin gesehen, wie Abū Yaʿlā in den sogenannten „Tabaqāt al-Hanabliah“, er sagte Zitat:

وقال إِبْرَاهِيم الحربي : قبر معروف الترياق المجرب

„Und Ibrāhīm al-Harbī sagte: Das Grab von Maʿrūf ist ein erprobtes Heilmittel.“

Erklären sie nun ihre Führer zu Ungläubigen oder wollen sie sich etwas erlauben, wofür sie andere zu Ungläubigen erklären? Was ist das für eine Perversion?

Dies Verkörperlicher erwähnen auch das Nachfolgende, ohne das Geringste daran auszusetzen. Abu Yaʿlā sagte ebenfalls in den „Tabaqāt“ (2/240) in der Biographie des Scharīf Abū Djaʿfar, Zitat:

وحفر له بجنب قبر إمامنا أحمد فدفن فيه وأخذ الناس من تراب قبره الكثير تبركا به ولزم الناس قبره ليلا ونهارا مدة طويلة ويقرأون ختمات ويكثرون الدعاء ولقد بلغني أنه ختم على قبره في مدة شهور ألوف ختمات

„Er wurde neben dem Grab des Imām Ahmad beigesetzt. Die Leute haben viel Erde von seinem Grab genommen um damit Segenserlangung (Tabarruk) zu praktizieren. Die Leute blieben lange Zeit bei seinem Grab, Tag und Nacht, sie rezitierten den Qur’ān und machten viele Bittgebete. Es erreichte mich, dass im Zeitraum eines Monates bei seinem Grab, tausende komplette Rezitationen des Qur’ān stattgefunden haben.“

– Sogar der Gründer ihrer Sekte Muhammad Ibn Abdu l-Wahhab hat nichts daran auszusetzen gehabt!

Muhammad Ibn Abdu l-Wahhab sagte in „Madjmūʿ Mu’allafāt Muhammad Ibn Abdu l-Wahhab“ (2/41 im letzten Teil des Bandes) 1.Auflage Verlag al-Qāsim, bezüglich der Frage:

قولهم في الشرح : قال إبراهيم الحربي : الدعاء عند قبر معروف الترياق المجرَّب ، فما معنى هذا الكلام ؟
الجواب :… أو يقصد قبر معروف أو غيره يدعو عنده ، لكن لا يدعو إلا الله مخلصاً له الدين ، فأين هذا مما نحن فيه

Frage: Was bedeutet ihre Aussage in „asch-Scharh“; „Ibrāhīm al-Harbī sagte: Die Bittgebete beim Grab von Maʿrūf sind ein erprobtes Heilmittel“?
Antwort (von Muhammad Ibn Abdu l-Wahhab): „Wer das Grab von Maʿrūf oder jemand anderen besucht und bei ihm Bittgebete nur zu Allāh macht, worin liegt hier das Problem mit unserer Position?“

Das bedeutet, dass sogar der Gründer ihrer Sekte nicht Schlimmes darin sah! Wo sind nun diese Extremisten abgeblieben, welche die Muslime zu ungläubigen Grabanbetern erklärten, nur weil sie Bittgebete bei den Gräbern machen?! Erklären sie nun den Gründer ihrer Sekte zu einem Grabanbeter, weil er kein Problem damit hat?

Was machen diese Leute nun? Selbstmord? Wir wünschen ihnen nichts Schlechtes, jedoch sollten sie die Wahrheit nicht länger leugnen und von diesem Irrweg Abstand nehmen.

– Zusammenfassung:

Wir haben gezeigt, dass die Muslime, frühere Generationen (Salaf) und spätere Generationen (Khalaf), die Gräber der Rechtschaffenen aufsuchten um dort Bittgebete zu machen. Diese Tatsache wurde sogar von den Führern und Gründern ihrer Sekte bestätigt. Das Grab von Maʿrūf ist ein erprobtes Heilmittel, ob es ihnen passt oder nicht.

2. Der Tawassul mittels des Propheten, wurde von den Gefährten praktiziert und von den früheren Generationen (Salaf) gutgeheißen:

Bei einem Bittgebet worin der Tawassul praktiziert wird, handelt es sich um ein Bittgebet, bei dem man Allāh um die Erfüllung eines Wunsches mittels des Status des Propheten bittet, beispielsweise. Das Bittgebet wird somit zu Allāh gemacht, zu niemand anderem.

Wie können die Tawassul-Leugner es dann wagen den Tawassul als Unglaube zu bezeichnen und die Muslime zu ungläubigen Grabanbetern zu erklären?!

Die Antwort ist leicht: Sie sind eine Sekte, mehr nicht. Sie wollen, dass sich jeder den absurden Wahnideen, welche auf den Erfindungen und Einbildungen eines Wahnsinnigen basieren, unterwirft. Jeder der ihren Wahnvorstellungen widerspricht, den erklären zum Ungläubigen. Dabei entgeht dieser wahnbesessenen und blutrünstigen Sekte, dass der Prophet seinen Gefährten den Tawassul lehrte, die Gefährten den Tawassul praktizierten, die frühen Generationen (Salaf) den Tawassul praktizierten und auch die Gelehrten der späteren Generationen. Diese Sekte erklärt jedoch allesamt zu Ungläubigen und ermordet aufgrund ihrer Wahnvorstellungen die Muslime heutzutage in Massen, auf der ganzen Welt.

Der definitive Beweis, dass die Gefährten Tawassul mit dem Propheten praktizierten.

– ʿUmar Ibn al-Khattāb sagte, so wie es der Imām al-Bukhārī in seinem Sahīh überlieferte, Zitat:

اللهم إنا كنا نتوسل إليك بنبينا فتسقينا وإنا نتوسل إليك بعم نبينا فاسقنا

„O Allāh, wir praktizierten den Tawassul mit deinem Propheten und Du gabst uns Regen. Und wir praktizieren den Tawassul mit dem Onkel deines Propheten, so gebe uns Regen.“

Erklären die Tawassul-Leugner nun ʿUmar Ibn al-Khattāb und die anderen edlen Gefährten des Propheten, Radiya l-Lāhu ʿanhum, zu Ungläubigen?! Falls sie dieses tun würden, hätten sie das Urteil über sich selbst besiegelt. Würden sie ihn nicht zum Ungläubigen erklären, während sie gleichzeitig die heutigen Muslime für den selben Grund zu Ungläubigen erklären, hätten sie bewiesen, dass sie nichts weiter als Anhänger einer wahnsinnigen Sekte sind, die nur ihren Wahnvorstellungen folgen und willkürlich, entsprechend ihrer Triebe, Scheinbegründungen ausdenken um ihre Mordlust zu stillen.

Der lächerliche Fluchtversuch der Tawassul Leugner:

Einige Tawassul Leugner behaupten bizarrerweise, nachdem der Tawassul mit dem Propheten WÖRTLICH aus dem Munde des ʿUmar Ibn al-Khattāb bestätigt wurde, dass der Hadīth ein Verbot für den Tawassul nach dem Tod des Propheten beinhalten würde. Sie behaupten, dass wenn es erlaubt wäre den Tawassul nach dem Tod des Propheten, mit dem Propheten zu praktizieren, ʿUmar den Tawassul mit dem Propheten hätte machen müssen und nicht mit al-ʿAbbās, da ihrer Meinung nach der Tawassul nur mit dem Besseren gemacht werden dürfe.

Antwort: Die Dummheit dieser Leute ist bemerkenswert. Sie merken nicht, wie sie sich mit diesen lächerlichen Erfindungen in Widersprüche verwickeln, denn wenn der Tawassul nur mit dem Besseren erlaubt wäre, hätte ʿUmar ihrer Meinung nach eine Sünde begangen, da zu dieser Zeit ʿUthmān und ʿAlī lebten und sie besser als al-ʿAbbās sind. Damit ist ihr lächerlicher Fluchtversuch zu einer peinlichen Blamage für sie geworden. Weiterhin haben sie es nicht geschafft von der Tatsache abzulenken, dass der Tawassul mit dem Propheten WÖRTLICH aus dem Munde des edlen Gefährten ʿUmar Ibn al-Khattāb bestätigt wurde, Radiya l-Lāhu ʿanhu.

Der Prophet brachte seinen Gefährten den Tawassul bei und sie praktizierten dieses in seiner Abwesenheit:

Ein weiterer Beweis dafür, dass der Tawassul mit dem Propheten erlaubt ist, ist der Hadīth des Blinden, den der Hāfidh at-Tabarānī über ʿUthmān Ibn Hunayf in „al-Muʿdjam“ überlieferte. ʿUthmān Ibn Hunayf berichtete, dass er den Propheten Muhammad sah als ein blinder Mann auf ihn zukam. Der blinde Mann beklagte sich über den Verlust seines Augenlichts. Daraufhin sagte der Prophet, Salla l-Lāhu ʿAlahyi wa Sallam:

„إنْ شِئْتَ َصَبَرْتَ وَإِنْ شِئْتَ دَعَوْتُ لَكَ“

Die Bedeutung lautet: Wenn du willst, ertrage es mit Geduld und wenn du willst, mache ich Bittgebet für dich.

Der blinde Mann erwiderte: O Gesandter Gottes, der Verlust meines Augenlichts erschwert mir das Leben und ich habe keinen Begleiter.

Der Prophet sagte zu ihm:

„ائتِ المِيْضَأةَ فتَوَضَّأْ وَصَلِّ رَكْعَتَيْنِ ثُمَّ قُلْ: „اللهُمَّ إنِّي أسأَلُكَ وَأَتَوَجَّهُ إليكَ بِنَبِيّنَا مُحمَّدٍ نَبِيِّ الرَّحْمَةِ، يَا مُحَمَّدُ إِنِّي أَتَوَجَّهُ بِكَ إلَى َرَبِّي في حاجتِي لتُقْضَى لي“

Die Bedeutung lautet: Begebe dich zu den Waschräumen, verrichte die Teilwaschung und bete dann zwei Gebetseinheiten und sage: O Allāh, ich bitte dich und ersuche Hilfe bei Dir mittels unseres Propheten Muhammad, des Propheten der Gnade. O Muhammad, mittels dir bitte ich Allāh darum, mir mein Augenlicht wieder zu geben.ʿUthmān Ibn Hunayf sprach weiter: “Der Mann tat wie ihm gesagt wurde und bei Allāh, wir waren noch alle Beisammen und es verging nicht allzu viel Zeit, da kam der Mann wieder zu uns herein und hatte sein Augenlicht wieder, als hätte er es nie verloren.“

Dieser Hadīth wurde auch von dem Imām Ahmad in „al-Musnad“, at-Tirmidhī, Ibn Mādjah, an-Nasā’ī, al-Hākim, al-Bayhaqī, dem Hāfidh al-Haythamī in „Madjmaʿ az-Zawā’id“ und vielen anderen überliefert. Der Imām at-Tabarānī sagte: Der Hadīth ist authentisch Sahīh. Der Imām al-Hākim sagte: Der Hadīth ist gemäß der Voraussetzungen von al-Bukhārī authentisch Sahīh.

Sogar der Führer der irregeleiteten Tawassul-Leugner Sekte, Ibnu Taymiyah al-Harrānī, gab zu, dass der Hadīth authentisch Sahīh ist, er sagte in seinem sogenannten Buch „Madjmūʿ al-Fatāwā“:

ذلك إسناد صحيح

„Diese Überlieferung ist authentisch Sahīh.“

Dieser Hadīth ist somit ein unwiderlegbarer Beweis dafür, dass der Prophet seinen Gefährten lehrte den Tawassul zu praktizieren und sie praktizierten es, zu Lebzeiten des Propheten und in seiner Abwesenheit. Wer behauptet, dass dieses Unglaube und Beigesellung wäre, der behauptet, dass der Prophet den Unglauben und Beigesellung verbreitet hätte. Und so etwas würde nur ein Ungläubiger sagen.

Ein weiterer lächerlicher Fluchtversuch der Tawassul Leugner:Da dieser Hadīth das gesamte Lügengebäude der Tawassul-Leugner zum Kollaps bringt, haben diese Leute aus ihrer Geistesgestörtheit heraus damit angefangen, offensichtlich und in aller Öffentlichkeit, ohne jegliches Schamgefühl, vor den Augen der Leute, über den Wortlaut des Hadīth zu lügen und die Wörter des Textes zu verdrehen.

Sie behaupten, dass der Blinde nicht weggegangen sei und das Bittgebet nicht in Abwesenheit des Propheten gemacht worden wäre.

Antwort: Um die Wahnivorstellungen dieser unter Realitätsverlust leidenden Irren zu widerlegen, braucht es nur die Wiederholung der Textpassagen des Hadīth: “Der Mann tat wie ihm gesagt wurde (d. h. er befolgte diese Anweisung “Begebe dich zu den Waschräumen, verrichte die Teilwaschung und bete dann zwei Gebetseinheiten und sage: O Allāh, ich bitte dich und ersuche Hilfe bei Dir mittels unseres Propheten Muhammad, des Propheten der Gnade. O Muhammad, mittels dir bitte ich Allāh darum, mir mein Augenlicht wieder zu geben) und bei Allāh, wir waren noch alle Beisammen und es verging nicht allzu viel Zeit, da kam der Mann wieder zu uns herein und hatte sein Augenlicht wieder, als hätte er es nie verloren.“

Wer kann nach diesen klaren Textstellen diese Tatsache noch leugnen, außer ein Wahnsinniger, der seinen Verstand verloren hat?!

3. Der Tawassul mit dem Propheten wurde auch in den früheren Generationen, nach dem Tod des Propheten, d. h. in der Salaf Epoche, von den rechtschaffenen Salaf gutgeheißen und praktiziert:

Der Tawassul wird von dem Imām Ahmad gutgeheißen.

Die Hanbaliten, wie al-Buhūtī, al-Mirdāwī und andere überlieferten, dass der Imām Ahmad in seinen Manāsik, welche er für al-Marwazī schrieb, sagte:

يتوسل بالنبي صلى الله عليه وسلم في دعائه

„Mit dem Propheten, Salla l-Lāhu ʿalayhi wa Sallam, sollte Tawassul im Bittgebet praktiziert werden.“ (al-Insāf 2/456)

Ein Führer dieser Sekte, Namens al-Albani, gab dieses zu und bestätigte, dass der Imām Ahmad dieses sagte. Er sagte in seinem sogenannten Buch „at-Tawassul“ (S.47), Zitat:

فأجاز الإمام أحمد التوسل بالرسول صلى الله عليه وسلم

„Der Imām Ahmad erlaubte das Praktizieren des Tawassul mit dem Propheten.“

Sogar der oberste Führer dieser Tawassul-Leugner, Ibnu Taymiyah, gab dieses zu und sagt in seinem sogenannten Buch „al-Fatāwā al-Kubrā“ 1/351, Zitat:

قال أحمد في منسكه الذي كتبه للمروزي صاحبه: إنه يتوسل بالنبي صلى الله عليه وسلم في دعائه

„Ahmad sagte in seinen Manāsik, welche er für seinen Gefährten al-Marwazī schrieb: Mit dem Propheten, Salla l-Lāhu ʿalayhi wa Sallam, sollte Tawassul im Bittgebet praktiziert werden.“

Und Ibnu Taymiyah sagte in seinem sogenannten Buch „ar-Radd ʿala l-Akhnā’ī“ (S.168), dass der Imām Ahmad in den Manāsik für al-Marwazī sagte, Zitat:

وسل الله حاجتك متوسلاً إليه بنبيه صلى الله عليه وسلم تُقْضَ من الله عز وجل

„Bitte Allāh um die Erfüllung deines Anliegens, während du Tawassul mit seinem Propheten praktizierst, Salla l-Lāhu ʿalayhi wa Sallam, auf dass dir dein Wunsch von Allāh erfüllt wird.“

ʿAbdullāh, der Sohn des Imām Ahmad Ibn Hanbal, sagte in „al-ʿIlal wa Maʿrifat ar-Ridjāl“, dass er seinen Vater Ahmad Ibn Hanbal sagen hörte:

قال ابن عيينة : رجلان صالحان يستسقى بهما ابن عجلان ويزيد بن يزيد بن جابر

„Ibn ʿUyaynah sagte: Zwei rechtschaffene Männer, mit ihnen kann Istisqā praktiziert werden (d.h. Tawassul praktiziert werden um Regen zu bekommen); Ibn ʿAdjlān und Yazīd Ibn Yazīd Ibn Djābir.“

Erklären diese Tawassul-Leugner nun die Salaf und den Imām Ahmad zu Ungläubigen, obwohl sie behaupten ihnen zu folgen? Was ist das für eine Perversion? Es ist nichts weiter als ein weiterer Beleg dafür, dass es sich bei diesen Leuten um Wahnsinnige handelt.

4. Der Tawassul wurde auch in den späteren Generationen (Khalaf) von den Gelehrten der 4 Rechtschulen gutgeheißen und praktiziert:

– Die Rechtsschule des Imām asch-Schāfiʿī und die Praxis des Tawassul:

Der Imām an-Nawawī (geb. 631 n.H.) sagte in „al-Madjmūʿ Scharh al-Muhadhdhab“ (8/274) und der Schaykh Zakariyya al-Ansārī asch-Schāfiʿī (geb. 823 n.H.) in „Asnā al-Matālib Scharh Rawd at-Tālib“, beschreibend was bei dem Besuch des Propheten-Grabes getan werden sollte, Zitat:

ثم يرجع إلى موقفه الأوّل قبالة وجه رسول اللّه صلى اللّه عليه وسلّم ويتوسل به في حق نفسه ويستشفع به إلى ربه

„Dann kehrt er zu seinem Ausgangspunkt zurück, gegenüber des Propheten, Salla l-Lāhu ʿalayhi wa Sallam, und praktiziert Tawassul mit ihm zu Allāh.“

– Die Rechtsschule des Imām Ahmad und die Praxis des Tawassul:

Wir haben bereits gezeigt, dass der Gründer der hanbalitischen Reschtschule das Praktizieren des Tawassul gut hieß, hier nun einige Aussagen diesbezüglich.
Al-Mirdāwī al-Hanbalī sagte in „al-Insāf“ (2/456), Zitat:

يجوز التوسل بالرجل الصالح، على الصحيح من المذهب، وقيل يُستحب، قال الإمام أحمد للمروذي: يَتَوسل بالنبي صلى اللّه عليه وسلم في دعائه

„Das Praktizieren des Tawassul, ist richtigerweise in der Reschtschule (des Imām Ahmad), mit einem rechtschaffenen Sālih erlaubt. Und es wurde gesagt, dass es empfohlen ist. Der Imām Ahmad sagt zu al-Marwazī: Mit dem Propheten, Salla l-Lāhu ʿalayhi wa Sallam, sollte Tawassul im Bittgebet praktiziert werden.“

Al-Buhutī al-Hanbalī sagte in „Kaschāf al-Qināʿ“, Zitat:

لا بأس بالتوسل للاستسقاء بالشيوخ والعلماء والمتقين

„Es liegt nichts Schlimmes im Tawassul mit den Schuyūkh, den Gelehrten und Rechtschaffenen.“

Und sogar der Schüler von Ibnu Taymiyah, Ibn Muflih, sagte in „al-Furūʿ“, Zitat:

ويجوز التوسل بصالح ، وقيل : يستحب ، قال أحمد في منسكه الذي كتبه للمروذي : إنه يتوسل بالنبي صلى الله عليه وسلم في دعائه

„Das Praktizieren des Tawassul mit dem rechtschaffenen Sālih ist erlaubt. Und es wurde gesagt, dass es empfohlen ist. Der Imām Ahmad sagt in seinen Manāsik, welche er für al-Marwazī schrieb: Mit dem Propheten, Salla l-Lāhu ʿalayhi wa Sallam, sollte Tawassul im Bittgebet praktiziert werden.“

Und Ibnu Qudāmah sagte in „al-Mughnī“ (3/600), beschreibend was bei dem Besuch des Propheten-Grabes gesagt werden sollte, Zitat:

قد أتيتك مستغفرا من ذنوبي مستشفعاً بك إلى ربي فأسألك يا ربّ أن توجب لي المغفرة كما أوجبتها لمن أتاه في حياته

„Ich bin zu dir gekommen (zum Gesandten beim Grab) um Vergebung bittend von meinen Sünden und deine Fürbitte zu Allāh erbittend. Ich bitte dich o Allāh, mir zu vergeben, so wie denjenigen vergeben wurde, die während seiner Lebzeit zu ihm kamen.“

Der Imām Abu l-Wafā Ibn ʿAqīl al-Hanbalī (geb. 431 n.H.) sagte in „at-Tadhkirah“, beschreibend was beim Besuch des Propheten-Grabes gesagt werden sollte, Zitat:

اللهم إني أتوجه إليك بنبيك صلى الله عليه وسلم نبيّ الرحمه يا رسول الله إني أتوجه بك إلى ربي ليغفر لي ذنوبي

„O Allāh, ich bitte dich mittels deines Propheten Muhammad, des Propheten der Gnade. O Gesandter Gottes, mittels dir bitte ich Allāh, mir meine Sünden zu vergeben.“

Der Hāfidh Abu l-Faradj Ibnu l-Djawzī al-Hanbalī (geb. 510 n.H.) sagte in „at-Tabsirah“ (1/118), Zitat:

اللهم إنا نتوسل إليك بالخليل في منزلته والحبيب في رتبته وكل مخلص في طاعته أن تغفر لكل منا زلته يا كريم برحمتك يا أرحم الراحمين

„O Allāh, wir bitten dich mittels des Status des Liebsten (mittels des Gesandten) uns unsere Sünden zu vergeben, o Karīm, mit Deiner Gnade, o Gnädiger.“

– Die Rechtsschule des Imām Abu Hanīfah und die Praxis des Tawassul:

Al-Kamāl Ibnu l-Humām al-Hanafī (geb. 790 n.H.) sagte in „Fath al-Qadīr“ (2/332), beschreibend was bei dem Besuch des Propheten-Grabes getan werden sollte, Zitat:

ويسأل الله حاجته متوسلا إلى الله بحضرة نبيه. ثم قال: ويسأل النبي صلى الله عليه وسلم الشفاعة فيقول يا رسول الله أسألك الشفاعة يا رسول الله أتوسل بك إلى الله

„Er (der Besucher) sollte Allāh um die Erfüllung seines Anliegens bitten, den Tawassul in Anwesenheit seines Propheten praktizierend.“ Dann sagte er: „Er (der Besucher) bittet dann den Propheten um seine Schafāʿah und sagt: O Gesandter Gottes, ich bitte dich um deine Schafāʿah. O Gesandter Gottes, mittels dir bitte ich Allāh.“

– Die Rechtsschule des Imām Mālik und die Praxis des Tawassul:

Ibn al-Hādj al-Mālikī (verst. 737 n.H.), bekannt für seine Ächtung der schlechten Neuerungen, sagte in „al-Madkhal“ (1/259-260), Zitat:

فالتوسل به عليه الصلاة والسلام هو محل حطّ أحمال الأوزار وأثقال الذنوب والخطايا، فليستبشر من زاره، اللهم لا تحرمنا شفاعته بحرمته عندك، آمين يا رب العالمين، ومن اعتقد خلاف هذا فهو المحروم

„Das Praktizieren des Tawassul mit ihm, ʿAlayhi s-Salātu wa s-Salām, ist die Stelle, an der man sich der aufgelasteten Sünden entledigt. Frohe Botschaft demjenigen, der ihn besuchte. O Allāh, verwehre uns seine Fürbitte nicht, wir bitten Dich mittels seines Status bei Dir. Amin, o Schöpfer des Universums. Und wer Gegenteiliges glaubt, ist ein Mahrūm.“

Sind die Gelehrten der 4 Rechtschulen nun gemäß der Meinung dieser Sekte, alle ungläubige Anbeter des Propheten?

– Der Tawassul wurde seit jeher von den Gelehrten praktiziert, über alle Epochen, Zeitalter, Regionen und Länder hinweg. Die Einleitungen und Schlußwörter ihrer Bücher stehen als unwiderlegbarer Beweis hierfür.

Der Hāfidh as-Sakhāwī, Schüler des Hāfidh Ibn Hadjar, sagte im Schlusswort zu der Erläuterung der „Alfiyah“ des Hāfidh al-ʿIrāqī, in der Hadīthwissenschaft, Zitat:

سيدنا محمد سيد الأنام كلهم ووسيلتنا وسندنا وذخرنا في الشدائد والنوازل صلى اللّه عليه وسلم

„Unser Meister Muhammad, der beste aller Geschöpfe, unsere Wasīlah (d. h. mit ihm praktizieren wir Tawassul), unser Rückhalt, unser Bewahrer in der Bedrängnis und Not, Salla l-Lāhu ʿAlayhi wa Sallam.“

Schamsu d-Dīn ar-Ramlī, der als kleiner Schāfiʿī bezeichnet wird, sagte in der Einleitung seines Werkes „Ghāyatu l-Bayān fi Scharh Zubad Ibn Raslān“, Zitat:

والله أسأل وبنبيه أتوسل أن يجعله (أي عمله في هذا الكتاب) خالصاً لوجهه الكريم

„Allāh bitte ich, Tawassul praktizierend mit seinem Propheten, dass Er es (d. h. seine Arbeit an diesem Buch) mit aufrichtiger Absicht sein lässt.“

Der Schaykh Ibn Hadjar al-Haytamī sagte im Schlusswort seines Werkes „Tuhfat az-Zuwwār Ilā Qabr al-Mukhtār“, Zitat:

ختم الله لنا ولمن رأى في هذا الكتاب بالسعادة والخير ورفعنا وإياهم في الجنة إلى المقام الأسنى بجاه سيد الأولين والآخرين

„Möge Allāh uns und denjenigen, die in dieses Buch geschaut haben, ein gutes Ende bescheren und ins Paradies erheben, mittels des Status des besten aller Geschöpfe.“

Der Schaykh Ibn ʿĀbidīn al-Hanafī sagte in der Einleitung seiner „Hāschiyah“, Zitat:

وإني أسأله تعالى متوسلاً إليه بنبيه المكرم صلى الله عليه وسلم

„Ich bitte Allāh, den Erhabenen, Tawassul praktizierend mit Seinem edlen Propheten, Salla l-Lāhu ʿAlayhi wa Sallam.“

Der Hāfidh Murtadā az-Zabīdī sagte im Schlusswort seines Werkes, dem größten Wörterbuch der arabischen Sprache, „Tādj al-ʿArūs“, Zitat:

ولا يكلنا إلى أنفسنا فيما نعمله وننويه بمحمد وءاله الكرام البررة

„Mittels Muhammad und seiner rechtschaffenen Āl.“

Der Gelehrte al-Fayyumī sagte im Schlusswort seines weltberühmten Werkes „al-Misbāh al-Munīr“, Zitat:

ونسأل الله حسن العاقبة في الدنيا والآخرة وأن ينفع به طالبه والناظر فيه وأن يعاملنا بما هو أهله بمحمد
وءاله الأطهار وأصحابه الأبرار

„Wir bitten Allāh uns ein gutes Ende zu bescheren und demjenigen Nutzen entstehen zu lassen, der von diesem Buch lernt und reinschaut, mittels Muhammad, seiner reinen Āl und rechtschaffenen Gefährten.“

Az-Zurqānī al-Mālikī sagte im Schlusswort seiner Erläuterung der „Muwatta’“ des Imām Mālik, Zitat:

وأسألك من فضلك متوسلاً إليك بأشرف رسلك أن تجعله (أي شرحه للموطأ) خالصاً لوجهك

„Ich bitte Dich, Tawassul praktizierend mit dem besten Deiner Gesandten, es (d. h. die Erläuterung dieses Buches) mit aufrichtiger Absicht sein zu lassen.“

Der Schaykh Mayyārah al-Mālikī sagte in seinem Werk „ad-Durr ath-Thamīn“ (2/302), Zitat:

نتوسل إليك بجاه أحب الخلق

„Wir praktizieren Tawassul zu Dir, mittels des Status des Geliebtesten aller Geschöpfe.“

Zusammenfassung:

– Zusammenfassend sagte der Imām Taqiyyu d-Dīn as-Subkī (geb. 683 n.H.), möge Allāh ihm gnädig sein, in „Schifa as-Saqām“, Zitat:

إنّ التوسل بالنبي صلى الله عليه وآله وسلم جائز في كل حال: قبل خلقه وبعد خلقه في مدة حياته في الدنيا وبعد موته في مدة البرزخ وبعد المبعث

„Der Tawassul mit dem Propheten, Salla l-Lāhu ʿAlayhi wa Sallam, ist in allen Zeiten erlaubten: Vor seiner Schöpfung, nach seiner Schöpfung, während seiner Lebenszeit auf der Welt, nach seinem Tod, während seines Aufenthaltes im Grabe und nach der Auferstehung.“

Der Imām Taqiyyu d-Dīn as-Subkī, möge Allāh ihm gnädig sein, sagte ebenfalls in „Schifa as-Saqām“, Zitat:

اعلم أنه يجوز ويحسن التوسل والاستعانة والتشفّع بالنبي صلى الله عليه وسلم إلى ربّه سبحانه وتعالى، وجواز ذلك وحسنُهُ من الأمور المعلومة لكل ذي دين المعروفة من فعل الأنبياء والمرسلين وسير السلف الصالحين والعلماء والعوام من المسلمين ولم ينكر أحد ذلك من أهل الأديان ولا سمع به في زمن من الأزمان حتى جاء ابن تيمية فتكلم في ذلك بكلام يلبس فيه على الضعفاء الأغمار، وابتدع ما لم يسبق إليه في سائر الأعصار

„Wisse, dass das Praktizieren des Tawassul, das Ersuchen um Hilfe und das Ersuchen um Fürbitte mittels des Propheten, Salla l-Lāhu ʿAlayhi wa Sallam, erlaubt und gut ist. Dass dieses erlaubt und gut ist, gehört zu den Dingen, die jedem Religiösen bekannt sind. Es gehört zu den Taten der Propheten, der Gesandten, der Geschichte der rechtschaffenen Muslime der früheren Generationen (Salaf as-Sālih), der Gelehrten und Laien der Muslime. Niemand hat dieses jemals geleugnet, noch wurde von so etwas jemals in einer Epoche gehört, bis Ibnu Taymiyah kam. Er begann darüber mit Worten zu sprechen, mit denen er die geistig Minderbemittelten irreführte. Er erfand etwas, womit noch nie jemand in den Jahrhunderten vor ihm kam.“

5. Die billigen Scheinargumente der Tawassul-Leugner:

Einige Leugner des Tawassul dachten sie hätten eine Antwort auf die Feststellung der Tatsache, dass niemand vor Ibnu Taymiyah den Tawassul ablehnte. Sie behaupteten, dass Abu Hanifah den Tawassul abgelehnt hätte. Sie behaupten, er wäre der Aussage gegenüber abgeneigt: „Ich bitte dich bei dem ‚Haqq‘ von so und so.“

Antwort: Die hanafitischen Gelehrten sagten, dass der Imām Abu Hanifah den Tawassul weder hasste noch verbat. Wie könnte er auch so etwas gesagt haben, obwohl der Prophet den Tawassul lehrte und die Gefährten explizit sagten „Wir praktizierten Tawassul mit dem Propheten“. Ibn ʿĀbidīn al-Hanafī sagte in „Radd al-Muhtār 5/274“ bezüglich dieser Unterstellung, dass es um den Ausdruck „Haqq“ geht (dieses könnte beispielsweise mit Recht übersetzt werden), da dieses bei einigen den Anschein erwecken könnte, dass Allah verpflichtet wäre etwas zu tun und so etwas zu sagen oder zu glauben ist Unglaube. Allāh ist nicht verpflichtet etwas zu tun.

Jedoch ist mit dem Ausdruck „Haqq“ nicht gemeint, dass Allāh zu etwas verpflichtet wäre. Der Ausdruck „Haqq“ im Bittgebet, wurde in einigen Ahādīth überliefert, welche von Hadīthgelehrten wie Ibn Hadjar al-ʿAsqalānī und anderen authentifiziert wurden, den Ausdruck zu benutzen ist somit unproblematisch. Somit haben sich die Tawassul-Leugner ein weiteres mal mit ihren Scheinargumenten blamiert und bewiesen, dass sie bankrott sind, nicht imstande einen einzigen Beweis für ihre Wahnvorstellungen hervorzubringen.

– Weiteres Scheinargument der Tawassul-Leugner:

Einige der Tawassul-Leugner sagen: „Warum nimmst du dir einen Mittler zu Allāh? Bitte Ihn doch ohne Mittler.“

Antwort: Diese Frage ist unbedeutend, da in der Religion beides eine gute Tat ist, ob mit oder ohne Tawassul. In beiden Fällen wird das Bittgebet zu Allāh gemacht. Außerdem hat der Prophet gelehrt, den Tawassul zu praktizieren und ʿUmar Ibn al-Khattāb sagte „Wir praktizierten Tawassul mit dem Propheten und wir praktizieren Tawassul mit dem Onkel des Propheten.“ Der Prophet brachte es somit bei, damit wir es praktizieren, so wie es auch die Gefährten getan haben.

6. Selbst die Verkörperlicher in den Jahrhunderten vor Ibnu Taymiyah haben den Tawassul nicht geleugnet und erwähnten dieses in ihren Büchern, ohne das Geringste daran auszusetzen, so wie Abū Yalā in dem sogenannten Buch „Tabaqat al-Hanābilah“, er sagte überliefernd von ʿAbdullāh Ibn al-ʿAbbās at-Tayālisī, Zitat:

قَالَ لي بْن أخي معروف : قَالَ لي عمي معروف : إذا كان لك إلى اللَّه حاجة ، فتوسل إليه بي

„Der Sohn des Bruders von Maʿrūf sagte: Mein Onkel Maʿrūf sagte: Falls du ein Anliegen hast und dir etwas von Allāh wünschst, praktiziere Tawassul mit mir zu Ihm.“

Die damaligen Verkörperlicher haben keinerlei Problem damit gehabt, solche Aussagen in ihren Büchern zu erwähnen und dieses zeigt die extreme Abweichung von Ibnu Taymiyah, sogar innerhalb seiner eigenen Sekte.

Und sogar der Gründer der wahhabitischen Sekte, welche den Tawassul ablehnt, Muhammad Ibn Abdu l-Wahhab, gab zu, dass der Tawassul nicht geächtet werden sollte, da die Gelehrten es erlaubten. Dieses Eingeständnis von ihm, kam nachdem er mit den Aussagen der Gelehrten der hanbaltischen Rechtsschule konfrontiert wurde, der er sich zuschreibt. Diesem Eingeständnis fügt er jedoch erlogene Behauptungen hinzu, nämlich dass die meisten Gelehrten es abgelehnt hätten und er im Recht wäre in seiner Ablehnung. Dieses sagte er jedoch nur um seine Abweichung in diesem Thema, vor den Augen seiner Anhänger, nicht völlig bloßzustellen. Wir zeigten nämlich bereits, dass der Tawassul von dem Propheten gelehrt, von den Gefährten, den Salaf und den Gelehrten über alle Epochen und Länder hinweg, gutgeheißen und praktiziert wurde, bis der irregeleitete Ibnu Taymiyah auftauchte.

Muhammad Ibn Abdu l-Wahhab sagte in „Madjmūʿ Mu’allafāt Muhammad Ibn Abdu l-Wahhab“ (2/41 im letzten Teil des Bandes) 1.Auflage Verlag al-Qāsim, bezüglich der Frage (zusammengefasst):

العاشرة – قولهم في الاستسقاء : لا بأس بالتوسل بالشيوخ والعلماء المتّقين ، وقوله : يجوز أن يُسْتَشْفَع إلى الله برجل صالح ، وقيل :
يستحب ، قال أحمد : إنه يتوسل بالنبي صلى الله عليه وسلم في دعائه، فما معنى هذا الكلام ؟ وما العمل عليه منهما أم على قوله فما المعنى ؟ وقولهم في الشرح : قال إبراهيم الحربي : الدعاء عند قبر معروف الترياق المجرَّب ، فما معنى هذا الكلام ؟

Die zehnte Frage: Ihre Aussage bezüglich des Istisqā’ (Allāh um Regen zu bitten, wobei Tawassul praktiziert wird): „Es liegt nichts Schlimmes im Tawassul mit den Schuyūkh, den Gelehrten und Rechtschaffenen.“ Und seine Aussage: „Der Istischfāʿ (Allāh um die Erfüllung der Bittgebete zu bitten, mittels bestimmter Personen) mittels eines rechtschaffenen Sālih, ist erlaubt.“ Und es wurde gesagt, dass es empfohlen ist. Ahmad (Ibn Hanbal) sagte: „Mit dem Propheten, Salla l-Lāhu ʿalayhi wa Sallam, sollte Tawassul im Bittgebet praktiziert werden.“ Was bedeuten diese Wörter? Und wie soll man damit umgehen? Und was ist mit ihrer Aussage in „asch-Scharh“ gemeint: „Ibrāhīm al-Harbī sagte: Das Bittgebet bei dem Grab von Maʿrūf Karkhī ist ein erprobtes Heilmittel.“ Was bedeutet diese Aussage?

Die Antwort von Muhammad Ibn Abdu l-Wahhab, er sagte, Zitat:

العاشرة – قولهم في الاستسقاء : لا بأس بالتوسل بالصالحين : وقول أحمد : يتوسل بالنبي صلى الله عليه وسلم خاصة ، مع قولهم إنه لا يستغاث بمخلوق ، فالفرق ظاهر جداً ، وليس الكلام مما نحن فيه ، فكون بعضٍ يرخِّص بالتوسل بالصالحين وبعضهم يخصُّه بالنبي صلى الله عليه وسلم ، فلا ننكر على من فعله ، هذا ممن يدعو الله مخلصاً له الدين لا يدعو مع الله أحداً ، ولكن يقول في دعائه : أسألك بنبيك ، أو بالمرسلين ، أو بعبادك الصالحين ، أو يقصد قبر معروف أو غيره يدعو عنده ، لكن لا يدعو إلا الله مخلصاً له الدين ، فأين هذا مما نحن فيه

Die zehnte Frage: Ihre Aussage bezüglich des Istisqā’ (Allāh um Regen zu bitten, wobei Tawassul praktiziert wird): „Es liegt nichts Schlimmes im Tawassul mit den Sālihīn.“ Und Ahmad (Ibn Hanbal) sagte: „Speziell mit dem Propheten, Salla l-Lāhu ʿalayhi wa Sallam, sollte Tawassul im Bittgebet praktiziert werden.“ Obwohl sie sagen, dass keine Hilfe von den Geschöpfen in Anspruch genommen werden sollte (Diese Behauptung werden wir im nächsten Teil widerlegen und zeigen, dass es erlaubt ist, ein Geschöpf um Hilfe zu fragen). (Muhammad Ibn Abdu l-Wahhab sagte weiter:) Der Unterschied ist sehr deutlich. Diese Aussagen stellen kein Problem für uns dar. Die Tatsache, dass einige den Tawassul mit den Sālihīn erlauben
(er will hier seine Position als die der Mehrheit darstellen, obwohl das Gegenteil der Fall ist und niemand den Tawassul bestritt, außer er und sein Führer Ibnu Taymiyah)
und einige erlauben es nur mit dem Propheten
(hier spielt er das gleiche Spiel, er gibt die Tatsache der Erlaubnis des Tawassul zu, fügt jedoch den Zitaten Lügen hinzu. Wie jeder aus dem Zitat des Imām Ahmad entnehmen kann, sagt er an keiner einzigen Stelle, dass der Tawassul nur mit dem Propheten erlaubt wäre).
Deshalb verurteilen wir niemanden, der dieses praktiziert. Wer die Bittgebete zu Allah macht, zu niemand anderen außer Ihn und in diesen Bittgebeten sagt: Ich bitte Dich mittels Deines Propheten oder mittels der Gesandten oder mittels deiner rechtschaffenen Diener (Sālihīn) oder das Grab von Maʿrūf oder jemand anderen besucht und dort Bittgebete nur zu Allāh macht, worin liegt hier das Problem mit unserer Position?“

Erklären diese Leute nun den Gründer ihrer eigenen Sekte zum Ungläubigen weil er zugibt, dass der Tawassul kein Unglaube ist und nicht verurteilt werden sollte? Erklären sie ihn zum Grabanbeter weil er das Aufsuchen der Gräber der Awliyā’ um Bittgebete und Tawassul dort zu praktizieren, nicht als Unglaube betrachtet? Weshalb erklären sie dann die Muslime zu Ungläubigen???

Und ein weitere Liebling dieser Sekte, Namens asch-Schawkānī, bestätigt diese Tatsache ebenfalls und sagt in seinem Buch „Tuhfat adh-Dhākirīn“ (S.37), Zitat:

ويتوسل إلى الله بأنبيائه والصالحين

„Der Tawassul zu Allāh, mittels der Propheten und Sālihīn, darf praktiziert werden.“

Erklären sie auch ihn zum ungläubigen Götzenanbeter, wie sie es mit den Muslimen getan haben? Oder nehmen sie Abstand davon, weil er einer ihrer Lieblinge ist? Damit beweist diese Sekte der gesamten Welt, dass ihre Begründungen um die Muslime zu ermorden, auf widersprüchlichen Wahnvorstellungen basieren!

7. Zusammengefasst:

Wir haben bisher gezeigt, dass diese mörderische Sekte nichts als ihre Wahnvorstellungen als Begründung für das Ermorden der Muslime hervorbringen konnte. Sie haben die Muslime für Dinge zu Ungläubigen erklärt, die zur Religion gehören, nämlich:

– Das Besuchen der Gräber und des Propheten-Grabes, es ist erlaubt und empfohlen.

– Eine Reise zu unternehmen mit der Absicht um das Grab des Propheten zu besuchen, es ist keine Sünde, sondern empfohlen.

– Das Grab des Propheten mit der Absicht zu berühren um Segen zu erlangen, es ist nicht verboten, sondern erlaubt.

– Die Bittgebete zu Allāh zu machen, während man sich bei den Gräbern der Awliyā’ befindet, es ist kein Unglaube, sondern erlaubt, empfohlen und die Praxis der Salaf und Khalaf.

– Tawassul mit dem Propheten zu praktizieren, es ist kein Unglaube, sondern empfohlen.

Nach dieser Fülle an Beweisen und Belegen, werden sie nicht imstande sein etwas von dem Erwähnten leugnen zu können. Sie werden, so wie es ihr Art ist, versuchen von diesen Themen abzulenken, da sie nicht darauf antworten können.

Wie es ihre Gewohnheit ist, werden sie versuchen vor all diesem zu flüchten um ein neues und in diesem Fall letztes Scheinargument hervorzuholen, um ihren Wahnvorstellungen eine Scheinbegründung zu geben, damit sie die Muslime weiterhin zu Ungläubigen erklären und abschlachten.

Dieses letzte Scheinargument werden wir, In Schā’a l-Lāh, ebenfalls mit solch einer überwältigenden Fülle an Beweisen und Belegen widerlegen, dass ihnen am Ende nichts mehr bleibt, außer ihre Wahnvorstellungen, womit sie letztendlich ihren Verstand verlieren.

Quelle: https://www.facebook.com/dieWaechter.desGlaubens/posts/1014977965219104



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