Die glaubenslehre der Ahlu Sunnah

Die Asha'irah und Maturidiyyah


Nr.2 Die Widerlegung der Leugner des Tabarruk und des Tawassul – Thema: Das Besuchen des Propheten Grabes, der Gräber der Awliyā’ und der Tabarruk mit ihnen.

Thema: Das Besuchen des Propheten Grabes, der Gräber der Awliyā’ und der Tabarruk mit ihnen.

Die Leugner des Tabarruk und des Tawassul erklären die Muslime auf der gesamten Welt zu Ungläubigen, weil sie den Tabarruk mit dem Grab des Propheten und der Awliyā’ praktizieren.

Dies ist einer der Hauptgründe weshalb diese Extremisten solch einen fanatischen Hass gegenüber den friedliebenden Muslimen auf der ganzen Welt haben und warum sie das Morden der Muslime für erlaubt erklären. Die Blutrüstigkeit dieser geistesgestörten Mörder hat sowohl in der Vergangenheit als auch in der Gegenwart, zu Massenmorden, Verwüstung, Chaos und Zerstörung in den muslimischen Ländern geführt. Um diesen Psychopathen den Nährboden für ihre Ideologie zu entziehen und ihre unwissenden Anhänger vor diesem Irrweg zu warnen, haben wir diese endgültige und umfassende Antwort verfasst.

Hier nun einige Beispiele für die extremistische Ideologie dieser Sekte. Anschließend werden wir diese dreisten Lügen mit solch einer überwältigenden Beweislast widerlegen, dass jedem klar wird: Diese Leute haben kein Ahnung vom Islam. Sie erfinden Dinge, um die Muslime zu Ungläubigen zu erklären und ihr Blutvergießen für sich zu erlauben. Diese Krankheit ist eines der Hauptprobleme unserer Gegenwart. Nachfolgende Beispiele seien exemplarisch angeführt.

– Einer ihrer Anführer, ein sogenannter ʿAbdu r-Rahmān Āl asch-Schaykh, sagte in seinem sogenannten Buch „Fath al-Madjīd“ (S.191-192), dem Ibn Bāz zustimmte, ein anderer von ihren Führern, Zitat:

أهل مصر كفار لأنهم يعبدون أحمد البدوي وأهل العراق ومن حولهم كأهل عمان كفار لأنهم يعبدون الجيلاني وأهل الشام كفار لأنهم يعبدون ابن عربي وكذلك أهل نجد والحجاز قبل ظهور دعوة الوهابية

„Die Bevölkerung Ägyptens ist ungläubig, weil sie Ahmad al-Badawī anbeten. Die Bevölkerung des Iraq und die der umliegenden Länder, wie die Bevölkerung Ammans (Jordanien), sind ungläubig, weil sie al-Djīlānī anbeten. Die Bevölkerung der Levante (Syrien, Libanon, Palästina, Jordanien) ist ungläubig, weil sie Ibn ʿArabī anbeten. Ebenfalls die Bevölkerung des Nadjd und des Hidjāz, vor dem Erscheinen des wahhabitischen Aufrufs.“

Diese Sekte ist die Wurzel des Übels.

Diese Sekte behauptet schamlos, dass alle Muslime Ungläubige seien. Diese Abartigkeit begründen sie damit, dass sie den Muslimen unterstellen die Gräber anzubeten.
Wir werden in der folgenden Widerlegung zeigen, dass ihre gesamte Begründung auf einer gewaltigen Lüge basiert.

Wir werden nachweisen:

1. Das Besuchen der Gräber wurde vom Propheten empfohlen und kann demnach kein Unglaube sein.

2. Die Stellen welche in Kontakt mit dem Propheten kamen, wurde von den Gefährten zum Tabarruk aufgesucht und berührt. Es ist kein Unglaube wie einige versuchen den Laien zu suggerieren.

3. Das Berühren der Gräber der Propheten und Awliyā’ mit der Absicht des Tabarruk ist kein Unglaube, es wurde von den Gefährten praktiziert und von den Salaf ausdrücklich gutgehießen.

4. Die Bittgebete zu Allāh, während man sich in der Nähe von Gräbern der Awliyā’ befindet, ist kein Unglaube, sondern eine Praxis der ersten (Salaf) und späteren (Khalaf) Generationen.

Es wird sich zeigen, dass diese Sekte keinesfalls den ersten Generationen der Muslime (den Salaf) folgt, sondern sie in Wirklichkeit zu Ungläubigen erklärt, da die Salaf all dieses praktiziert haben, was diese Leute als Unglauben betrachten.

1. Das Besuchen der Gräber wurde von dem Propheten empfohlen.

Der Imām Muslim überliefert in seinem „Sahīh“ von dem Gesandten Gottes, Salla l-Lāhu ʿAlayhi wa Sallam, dass er sagte:

زوروا القبور

Die Bedeutung lautet: „Besucht die Gräber.“

Wenn es Unglaube wäre die Gräber zu besuchen, hätte es der Prophet verboten und davor gewarnt. Wie wir jedoch sehen, hat es der Prophet empfohlen.

Der Imām Muslim überliefert ebenfalls in seinem „Sahīh“, im Kapitel „Was beim besuchen der Gräbstätte gesagt wird und die Bittgebete für ihre Bewohner“, von ʿĀ’ischah, Radiya l-Lāhu ʿanhā, dass sie zum Gesandten Gottes sagte:

„Was soll ich zu ihnen sagen, o Gesandter Gottes?“ Sie meint, wenn sie die Gräber besucht. Er antwortete, dass sie sagen soll:

قولي: السّلام على أهل الدّيار من المؤمنين والمسلمين، ويرحم الله المستقدمين منّا والمستأخرين، وإنّا إن شاء الله، بكم للاحقون

Der Prophet hat seiner Ehefrau ʿĀ’ischah, Radiya l-Lāhu ʿanhā, nicht das Besuchen der Gräber nicht verboten, er erlaubte es ihr. Er hat nicht gesagt „das ist Grabanbeterei“, wie es die Leugner des Grabbesuches tun.

Von ʿĀ’ischah, Radiya l-Lāhu ʿanhā, wurde ebenfalls im Sahīh Muslim überliefert:

كان رسول الله صلى الله عليه وسلم كلما كان ليلتها يخرج من آخر الليل إلى البقيع فيقول: „السّلام عليكم دار قومٍ مؤمنين، وأتاكم ما توعدون، غدا مؤجّلون، وإنّا إن شاء اللّه بكم لاحقون؛ اللّهمّ اغفر لأهل بقيع الغرقد

Jedesmal als es ihre Nacht war, ging der Gesandte Gottes, Salla l-Lāhu ʿAlayhi wa Sallam, am Ende der Nacht zur Baqīʿ Grabstätte und machte Bittgebete.

Hier sehen wir, dass der Prophet die Gräber besuchte. Wo sind nun diese Irregeleiteten, die die Muslime deshalb zu Ungläubigen erklären, weil sie die Gräber besuchen?!

Der Imām an-Nawawī sagte in „al-Idāh“ (S.161), Zitat:

يستحب أن يخرج كل يوم إلى البقيع خصوصا يوم الجمعة

„Es ist empfohlen jeden Tag zur Baqīʿ Grabstätte zu gehen, besonders am Freitag.“

Und er sagt auch:

وفيه: يستحب أن يزور قبور الشهداء بأحد وأفضله يوم الخميس وابتداؤه بحمزة عم رسول الله

„Es ist empfohlen die Gräber der Märtyrer bei Uhud zu besuchen, besonders am Donnerstag, beginnend mit Hamzah, dem Onkel des Gesandten Gottes.“

Der Imām an-Nawawī sagte ebenfalls in „al-Adhkār“ (1/193):

ويستحب للزائر الإكثار من قراءة القرآن والذكر، والدعاء لأهل تلك المقبرة وسائر الموتى والمسلمين أجمعين. ويستحبّ الإكثار من الزيارة، وأن يكثر الوقوف عند قبور أهل الخير والفضل

„Es ist für den Besucher der Gräber empfohlen viel vom Qur’ān zu rezitieren, viel Dhikr und Bittgebete für die dortigen Grabbewohner zu machen. Das vermehrte Besuchen der Gräber und der lange Aufenthalt bei den Gräbern der Guten und Vorzüglichen, ist ebenfalls empfohlen.“

– Der definitive Beweis für die Dummheit derjenigen, die das Besuchen der Gräber verbieten.

Der Prophet empfiehlt die Gräber zu besuchen und sein Grab hat den höchsten Vorrang, vor allen anderen, besucht zu werden. Jedoch kommen einige Leugner des Grabbesuches mit den absurdesten Begründungen um das Besuchen der Gräber zu verbieten, obwohl die Empfehlung des Propheten klar und deutlich ist.

Eine dieser absurden Konstruktionen ist ihre frei erfundene Regel, dass es verboten wäre eine Reise mit der Absicht zu unternehmen, um sein Grab zu besuchen. Wenn du sie fragen würdest von wo sie diesen absurde Behauptung haben, würden sie behaupten dieses aus dem Hadīth entnommen zu haben:

ﻻ ﺗﺸﺪ ﺍﻟﺮﺣﺎﻝ ﺇﻻ ﺇﻟﻰ ﺛﻼﺛﺔ ﻣﺴﺎﺟﺪ

„Die Reise wird nicht unternommen, außer zu drei Moscheen.“

In diesem Moment würdest du realisieren, dass diese Leute entweder eine Stufe von Dummheit erreicht haben, die nur wenige Menschen erreicht haben, oder ohne Schamgefühl die Bedeutung des Hadīth verfälschen wollen.

1. Dieser Hadīth beinhaltet kein allgemeines Verbot Reisen zu unternehmen, außer zu diesen drei Moscheen. Ansonsten würde es bedeuten, dass niemand seine Ortschaft verlassen dürfe, außer um zu diesen drei Moscheen zu reisen. Wagen es diese Leute etwa die Reise um Handel zu betreiben, die Angehörigen zu besuchen oder um sich Wissen anzueignen, zu verbieten? Nein! Und damit ist ihre absurde Erklärung widerlegt.

2. Der Wortlaut in diesem Hadīth beinhaltet kein Verbot eine Reise zu einem bestimmten Ort zu unternehmen, wie beispielsweise zu den Gräbern, denn davon ist nicht das geringste in diesem Hadīth erwähnt.

Dieser Hadīth beinhaltet überhaupt nicht den Wortlaut „GRÄBER“, wie kommen diese Leute dann von allen Orten auf der Welt, ausgerechnet auf die Gräber? Das sind somit nichts weiter als Spielereien mit den religiösen Texten nach eigenem Gutdünken, mehr nicht.

3. Offensichtlich geht es hier um die Reisen zu Moscheen. Da die Reisen zu den Moscheen jedoch nicht verboten sind, muss es darum gehen, welche Moscheen Vorrang haben, falls eine Reise unternommen wird, um dort zu beten. Außerdem ist es aus dem authentischen Hadīth bekannt, dass die Belohnung für das Gebet in diesen drei Moscheen vervielfacht wird, in der Harām-Moschee 100.000-fach, in der Propheten-Moschee 1.000-fach und in der Aqsā-Moschee 500-fach. Somit geht es um den Vorrang dieser drei Moscheen, falls jemand zu einer Moschee verreisen will, um dort zu beten. Es ist somit eine Empfehlung zu diesen drei Moscheen zu verreisen, falls eine Reise zu einer Moschee geplant wird, um dort zu beten.

4. Und dies ist auch genau die Erklärung, welche in dem Hadīth erwähnt ist, den der Imām Ahmad in seinem „Musnad“ über die Route von Ibn Hauschab überlieferte, über den er sagte „Wie gut doch seine Überlieferung ist“:

لا ينبغي للمَطيّ أن تشد رحاله إلى مسجد يبتغى فيه الصلاة غير المسجد الحرام والمسجد الأقصى ومسجدي هذا

Die Bedeutung lautet: „Eine Reise zu einer Moschee sollte nicht unternommen werden, mit dem Wunsch um darin das Gebet zu vollziehen, außer zu der Harām-Moschee, zu der Aqsā-Moschee und dieser meiner Moschee.“

Der Hāfidh Waliyyu d-Dīn Abū Zurʿah al-ʿIrāqī sagte in „Tarh at-Tathrīb“ (6/43-44), nachdem er diesen Hadīth erwähnte, Zitat:

فتبين أن المراد شد الرحيل إلى مسجد تبتغى فيه الصلاة لا كل سفر

„Damit zeigt sich, dass eine Reise zu einer Moschee gemeint ist, mit dem Wunsch das Gebet dort zu verrichten, nicht alle Reisen.“

Die Erklärung des Hadith durch einen anderen Hadīth, ist uns lieber als die Meinung der von Gelüsten getriebenen Sektenanhänger. Denn der Hāfidh al-ʿIrāqī sagte in seiner „Alfiyyah“ in der Hadith-Terminologie:

وَخَيْرُ مَا فَسَّرتَهُ بالوارِدِ

„Den Hadīth erklärst du bestens mit dem Hadīth.“

Al-Fayrūzābādī sagt abschließend in seinem Buch „as-Silatu wa l-Buschar fi s-Salāti ʿalā Khayri l-Baschar“ (S.127-128), Zitat:

ﻭﺃﻣﺎ ﺣﺪﻳﺚ “ ﻻ ﺗﺸﺪ ﺍﻟﺮﺣﺎﻝ ﺇﻻ ﺇﻟﻰ ﺛﻼﺛﺔ ﻣﺴﺎﺟﺪ “ ﻓﻼ ﺩﻻﻟﺔ ﻓﻴﻪ ﻋﻠﻰ ﺍﻟﻨﻬﻲ ﻋﻦ ﺍﻟﺰﻳﺎﺭﺓ ﺑﻞ ﻫﻮ ﺣﺠﺔ ﻓﻲ ﺫﻟﻚ , ﻭﻣﻦ ﺟﻌﻠﻪ ﺩﻟﻴﻼ ﻋﻠﻰ ﺣﺮﻣﺔ ﺍﻟﺰﻳﺎﺭﺓ ﻓﻘﺪ ﺃﻋﻈﻢ ﺍﻟﺠﺮﺍﺀﺓ ﻋﻠﻰ ﺍﻟﻠﻪ ﻭﺭﺳﻮﻟﻪ , ﻭﻓﻴﻪ ﺑﺮﻫﺎﻥ ﻗﺎﻃﻊ ﻋﻠﻰ ﻏﺒﺎﻭﺓ ﻗﺎﺋﻠﻪ , ﻭﻗﺼﻮﺭﻩ ﻋﻦ ﻧﻴﻞ ﺩﺭﺟﺔ ﻛﻴﻔﻴﺔ ﺍﻻﺳﺘﻨﺒﺎﻁ ﻭﺍﻻﺳﺘﺪﻻﻝ

„Was den Hadīth betrifft: ‚Die Reise wird nicht unternommen, außer zu drei Moscheen‘. So beinhaltet dieses kein Verbot für den Besuch der Gräber, vielmehr ist es ein Beweis dafür, die Gräber zu besuchen. Wer versucht diesen Hadīth als Beweis für ein Verbot des Grabbesuches darzustellen, der hat es gewagt eine gewaltige Lüge über den Propheten zu erzählen. Darin liegt ein definitiver Beweis für die Dummheit desjenigen, der so etwas von sich gibt und der Minderbemitteltheit seines Verstandes.“

Zu diesen Minderbemittelten gehört der irregeleitete Ibnu Taymiyah al-Harrānī, von ihm haben sich die Leugner des Grabbesuches, diese absurde Behauptung aufgeschnappt. Der Schaykh Ibn Hadjar al-Haytamī sagte diesbezüglich in seinem Buch „al-Djauhar“, Zitat:

قلت: من هو ابن تيمية حتى يُنظر إليه أو يُعوَّل في شىء من أمور الدين عليه؟ وهل هو إلا كما قال جماعة من الأئمة الذين تعقبوا كلماته الفاسدة وحججه الكاسدة حتى أظهروا عوار سقطاته وقبائح أوهامه وغلطاته كالعز بن جماعة: عبد أضله الله تعالى وأغواه وألبسه رداء الخزي وأرداه، وبوَّأه من قوة الافتراء والكذب ما أعقبه الهوان وأوجب له الحرمان

„Wer ist dieser Ibnu Taymiyah, dass ihm überhaupt Aufmerksamkeit geschenkt oder irgendetwas religiöses wegen ihm beanstandet wird. Er ist nichts weiter als das, was eine Gruppe von Imamen über ihn sagten, die seine verdorbenen Aussagen auseinander nahmen bis sie die Blöße seiner Vergehen und Hässlichkeit seiner Einbildungen entblößten, wie al-ʿIzz Ibn Djamāʿah, er sagte: Allāh hat ihn irregeleitet, irregeführt und erniedrigt.“

Der Hāfidh Ibn Hadjar al-ʿAsqalānī sagt in „Fath al-Barī“ (3/66) bezüglich der Behauptung von Ibn Taymiyah, dass es angeblich verboten wäre mit der Absicht zu verreisen das Grab des Propheten zu besuchen:

وهي من أبشع المسائل المنقولة عن ابن تيمية

„Dieses gehört zu den widerlichsten Aussagen, die von Ibnu Taymiyah berichtet wurden.“

Der Hāfidh Abū Zurʿah al-ʿIrāqī sagte in „Tarh at-Tathrīb“:

وللشيخ تقي الدين بن تيمية هنا كلام بشع عجيب يتضمن منع شد الرحل للزيارة وأنه ليس من القرب بل بضد ذلك، ورد عليه الشيخ تقي الدين السبكي في شفاء السَّقام فشفى صدور المؤمنين. وكان والدي رحمه الله يحكي أنه كان معادلا للشيخ زين الدين عبد الرحيم بن رجب الحنبلي في التوجه إلى بلد الخليل عليه السلام فلما دنا من البلد قال – أي ابن رجب -: نويت الصلاة في مسجد الخليل يحترز عن شد الرحل لزيارته على طريقة شيخ الحنابلة ابن تيمية، قال – أي الحافظ العراقي -: فقلت: نويت زيارة قبر الخليل عليه السلام، ثم قلت له: أما أنت فقد خالفت النبي صلى الله عليه وسلم لأنه قال: „لا تشد الرحال إلا إلى ثلاثة مساجد“ وقد شددت الرحل إلى مسجد رابع، وأما أنا فاتبعت النبي صلى الله عليه وسلم لأنه قال: „زوروا القبور“، أفقال إلا قبور الأنبياء؟ قال: فبهت،

„Es gibt hier eine grauenvoll abscheuliche Behauptung von dem alten Taqiyyu d-Dīn Ibnu Taymiyah, welche das Verbot einer Reise zum Grab des Propheten beinhaltet. Und diese Behauptung beinhaltet auch die Aussage, dass es keine gute Tat wäre, sondern das Gegenteil davon. Der Schaykh Taqiyyu d-Dīn as-Subkī hat ihn dann in seinem Buch „Schifā’ as-Saqām“ mit einer Antwort widerlegt, die eine Genugtuung für die Herzen der Gläubigen war. Mein Vater, möge Allāh ihm gnädig sein, erzählte, dass er einst auf einer Reise, zusammen mit Zaynu d-Dīn ʿAbdu r-Rahīm Ibn Radjab al-Hanbalī in Richtung der Stadt al-Khalīl (Prophet Ibrahim ʿAlayhi s-Salām), unterwegs war. Als er sich der Stadt näherte, sagte er (d. h. Ibn Radjab): Ich beabsichtige das Gebet in der Moschee von al-Khalīl. Er sagte dieses um sich von einer Reise mit der Absicht des Grabbesuches abzugrenzen, gemäß der Methode von Ibnu Taymiyah. Er sagte dann (d. h. sein Vater): Ich beabsichtige das Grab von al-Khalīl (dem Propheten Ibrāhīm) zu besuchen. Dann sagte ich ihm: Was dich betrifft, so hast du dich nicht an die Anweisung des Propheten gehalten, denn er sagte: Die Reise wird nicht unternommen, außer zu drei Moscheen. Du hast aber eine Reise zu einer vierten Moschee unternommen. Was mich betrifft, so habe ich mich an seine Anweisung gehalten, denn er sagte: Besucht die Gräber. Hat er denn etwa gesagt ‚Außer die Gräber der Propheten?‘ Daraufhin war er sprachlos.“

– Der Besuch des Propheten-Grabes ist eine unbestreitbare Praxis in der Geschichte des Islam, zu allen Zeiten, bei den früheren und späteren Gelehrten (Salaf und Khalaf).

Abu Bakr al-Ādjurrī (geb. 280 n.H.) sagt in „asch-Scharīʿah“, Zitat:

ما أحد من أهل العلم قديما ولا حديثا ممن رسم لنفسه كتابا نسبه إليه من فقهاء المسلمين ، فرسم كتاب المناسك ، إلا وهو يأمر كل من قدم المدينة ممن يريد حجا أو عمرة أو لا يريد حجا ولا عمرة ، وأراد زيارة قبر النبي صلى الله عليه وسلم والمقام بالمدينة لفضلها إلا وكل العلماء قد أمروه ورسموه في كتبهم وعلموه كيف يسلم على النبي صلى الله عليه وسلم وكيف يسلم على أبي بكر وعمر رضي الله عنهما علماء الحجاز قديما وحديثا ، وعلماء أهل العراق قديما وحديثا ، وعلماء أهل الشام قديما وحديثا ، وعلماء أهل مصر قديما وحديثا ، وعلماء خراسان قديما وحديثا ، وعلماء أهل اليمن قديما وحديثا ، فلله الحمد على ذلك

„Es gibt niemand von den Gelehrten der Muslime, weder in den früheren Zeiten noch vor Kurzem, der ein Buch über die Pilgerfahrt verfasste, außer dass er jeden der nach Madīnah verreiste, ob die Pilgerfahrt oder ʿUmrah beabsichtigt wurde oder nicht, und die Absicht hatte das Grab des Propheten und seine Kammer in al-Madīnah aufgrund des Segens zu besuchen, ihn dazu aufforderten, in ihren Büchern eine Anweisung dafür gaben und beibrachten wie er den Propheten, Salla l-Lāhu ʿAlayhi wa Sallam, begrüßt und wie er Abu Bakr und ʿUmar begrüßt. Die Gelehrten des Hidjāz (Region von Makkāh und Madīnah) in der früher Zeit und kürzlich, die Gelehrten des Iraq in der früheren Zeit und kürzlich, die Gelehrten der Levante (Region von Syrien, Jordanien, Palästina und Libanon) in der früheren Zeit und kürzlich, die Gelehrten Ägyptens in der früher Zeit und kürzlich, die Gelehrten Khurasāns (Region in Persien) in der früheren Zeit und kürzlich, die Gelehrten des Jemens in der früheren Zeit und kürzlich. Allāh gebührt der Dank.“

Dieses sagt al-Ādjurrī, der im Jahr 280 nach der Auswanderung geboren wurde. Er stellt diese Sekte mit dieser Aussage bloß und widerlegt ihre Lügenmärchen.

Der Hāfidh Ibn Hadjar sagte in „Fath al-Bārī“:

الإيمان انتشر بالمدينة وكل مؤمن له من نفسهِ سائقٌ إلى المدينة لمحبتهِ في النبي صلى الله عليه وسلم. فيشمل ذلك جميع الازمنة لانه في زمن الرسول صلى الله عليه وسلم للتعلم منه وفي زمن الصحابة والتابعين وتابعيهم لإقتداء بهديهم ومن بعد ذلك لزيارة قبره صلى الله عليه و سلم والصلاة في مسجدهِ والتبركِ بمشاهدةِ آثارهِ وآثار الصحابة

„Der Glaube breitete sich von al-Madīnah aus und jeder Gläubige hat etwas in sich, dass ihn nach al-Madīnah zieht, aufgrund seiner Liebe zum Propheten, Salla l-Lāhu ʿAlayhi wa Sallam. Dieses umfasst alle Epochen, in der Zeit des Gesandten Gottes, Salla l-Lāhu ʿAlayhi wa Sallam, um von ihm zu lernen. In der Zeit der Gefährten, der Tābiʿīn und ihrer Nachfolger um ihrem Weg zu folgen. Und nach dieser Zeit um das Grab des Propheten, Salla l-Lāhu ʿAlayhi wa Sallam, zu besuchen und in seiner Moschee zu beten und Tabarruk mit seinen Spuren und den Spuren seiner Gefährten zu praktizieren.“

Taqiyyu d-Dīn al-Husnī sagte in „Dafʿ Schubah man Schabbaha wa Tamarrad“, Zitat:

والنقول في ذلك كثيرة جداً وفيها الإجماع على طلب الزيارة بعدت المسافة أو قصرت وعمل الناس على ذلك في جميع الأعصار من جميع الأقطار

„Die Überlieferungen diesbezüglich sind sehr zahlreich, es herrscht Übereinkunft darüber, dass es empfohlen ist das Grab des Propheten zu besuchen, ob es eine lange oder kurze Reise ist. Die Leute haben dieses über alle Epochen und alle Länder hinweg praktiziert.“

Der Qādī ʿIyād al-Mālikī sagte in „asch-Schifā“ (2/83), Zitat:

وزيارة قبره صلى الله عليه وسلم سُنّة من سُنن المسلمين مُجمعٌ عليها مُرغّبٌ فيها

„Das Besuchen seines Grabes, Salla l-Lāhu ʿAlayhi wa Sallam, ist eine Sunnah von den Sunan der Muslime, darüber herrscht Übereinkunft, es ist empfohlen dieses zu praktizieren.“

Der Imām an-Nawawī asch-Schāfiʿī sagte in „al-Adhkār“, Zitat:

إعلم أنه ينبغي لكل مَن حجّ أن يتوجّه إلى زيارة رسول الله صلى الله عليه وسلم، سواء كان ذلك طريقه أو لم يكن، فإن زيارته صلى الله عليه وسلم من أهم القربات والمساعي وأفضل الطلبات

„Wisse, dass jeder der die Pilgerfahrt verrichtet hat, sich zum Gesandten Gottes, Salla l-Lāhu ʿAlayhi wa Sallam, aufmachen sollte um ihn zu besuchen. Ob es auf seinem Weg liegt oder nicht, denn ihn zu besuchen, Salla l-Lāhu ʿAlayhi wa Sallam, gehört zu den wichtigsten der guten Taten und Bestrebungen, es gehört zu den besten Vorhaben.“

Ibn Qudāmah al-Maqdisī sagte in seinem Buch „al-Mughnī“ (3/599), Zitat:

ويُستحب زيارة قبر النبي صلى الله عليه وسلم

„Es ist empfohlen das Grab des Propheten, Salla l-Lāhu ʿAlayhi wa Sallam, zu besuchen.“

Abschließend sei hierzu die treffliche Zusammenfassung von Taqiyyu d-Dīn al-Husnī erwähnt, er sagte in „Dafʿ Schubah man Schabbaha wa Tamarrad“, Zitat:

ومن الأمور المنتقدة عليه قوله: زيارة قبر النبي وقبور الأنبياء معصية بالإجماع مقطوع بها، وهذا ثابت عنه أنه قاله، وثبت ذلك على يد القاضي جلال الدين القزويني، فانظر هذه العبارة ما أعظم الفجور فيها من كون ذلك معصية، ومن ادعى الإجماع وأن ذلك مقطوع به؟!، فهذا الزائغ يطالب بما ادعاه من إجماع الصحابة رضي الله عنهم وكذا التابعون ومن بعدهم من أئمة المسلمين إلى حين ادعائه ذلك. وما أَعتَقِدُ أن أحدًا يتجاسر على مثل ذلك مع أن الكتب المشهورة بل والمهجورة وعمل الناس في سائر الأعصار على الحثّ على زيارته من جميع الأقطار، فزيارته من أفضل المساعي وأنجح القُرب إلى رب العالمين، وهي سنة من سنن المرسلين ومجمع عليها عند الموحدين، ولا يطعن فيها إلا من في قلبه مرض المنافقين، ومن هو من أفراخ اليهود وأعداء الدين، من المشركين الذين أسرفوا في ذم سيد الأولين والآخرين، ولم تزل هذه الأمة المحمدية على شد الرحال إليه على ممر الأزمان، من جميع الأقطار والبلدان، سار في ذلك الزُّرافات والوُحدان، والعلماء والمشايخ والكهول والشبان، حتى ظهر في ءاخر الزمان مبتدع من زنادقة حران لَبَّس على أشباه الرجال

„Zu den Angelegenheiten aufgrund der er (Ibnu Taymiyah) geächtet wurde, gehört seine Aussage: ‚Das Besuchen des Propheten-Grabes und der Gräber der Propheten ist eine definitive Sünde, worüber Übereinkunft herrscht.‘ Es ist eine bestätigte Tatsache, dass er dieses gesagt hat. Dieses wurde von dem Richter al-Qādiy Djalālu d-Dīn al-Qāzwīnī bestätigt. Schau dir nun diese Äußerung an, was für eine abartige Perversion darin enthalten ist, nämlich die Behauptung, dass es eine Sünde wäre und eine definitive Übereinkunft darüber herrschen würde. Dieser Abgewichene trachtet noch nach Belegen für seine Behauptung. Ich hätte nicht gedacht, dass irgendjemand so etwas wagen würde, da die berühmten und auch weniger berühmten Bücher, sowie die Praxis der Muslime in den übrigen Epochen und in den unterschiedlichsten Orten zum Besuchen anregen. So gehört das Besuchen seines Grabes zu den besten Vorhaben und erfolgreichsten guten Taten. Es ist eine Sunnah von den Sunan der Gesandten, darüber herrscht Übereinkunft bei den Muslimen. Dieses fechtet niemand an, außer jemand in dessen Herzen die Krankheit der Heuchler, Munāfiqīn, ist. Jemand der zu den Abkömmlingen der Yahūd und Feinden der Religion gehört, von den Götzenanbetern die sich darum bemühten den besten aller Menschen zu verschmähen. Die Gemeinschaft Muhammads ist über den Lauf der Zeit hinweg, nicht davon abgekommen Reisen zu ihm zu unternehmen, aus den unterschiedlichsten Orten und Ländern. Sie haben die Reise in Gruppen und einzeln unternommen, die Gelehrten und Maschayikh, die Alten und Jungen. Bis am Ende der Zeit ein irregeleiteter, Mubtadiʿ, von den Ketzern Harrāns auftauchte (Ibnu Taymiyah), er führte die Verwirrten der Leute in die Irre.“

Scheinargument: Einige Leugner des Tabarruk behaupten, dass der Imām Mālik es gehasst hätte das Grab des Propheten zu besuchen.

Antwort:

Dies ist eine dreiste Lüge über diesen edlen Imām. Wie könnte er so etwas sagen, obwohl der Prophet im Hadīth sagte, dass es empfohlen ist die Gräber zu besuchen. Diese absurde Behauptung ist somit nichts als eine absurde Lüge, denn der Imām Mālik ist wissender über den Hadīth des Propheten als so etwas zu sagen.

Zumal derjenige, der diese angeblich Aussage überliefert haben soll, der Qādī ʿIyād al-Mālikī sagte in „asch-Schifā“ (2/83), Zitat:

وزيارة قبره صلى الله عليه وسلم سُنّة من سُنن المسلمين مُجمعٌ عليها مُرغّبٌ فيها

„Das Besuchen seines Grabes, Salla l-Lāhu ʿAlayhi wa Sallam, ist eine Sunnah von den Sunan der Muslime, darüber herrscht Übereinkunft, es ist empfohlen dieses zu praktizieren.“ Wie soll der Qādiy ʿIyād nun eine gegenteilige Aussage von dem Imām Mālik überliefert haben? Das ist widersprüchlich und zeigt, dass die Leugner des Grabbesuches absichtlich die Wörter der Gelehrten verdrehen.

Der Imām Mālik hatte es als angebrachter angesehen zu sagen „Ich besuchte den Propheten“ anstatt „Ich besuchte das Grab“. Deshalb sagte der Qādiy ʿIyād al-Mālikī in „asch-Schifā“ (2/84):

لو قال: زرنا النبي صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ لم يكرهه

Wenn er gesagt hätte: „Wir besuchten den Propheten, Salla l-Lāhu ʿAlayhi wa Sallam“ wäre er nicht abgeneigt gewesen.

Und der Hāfidh Ibn Hadjar al-Asqalānī sagte in „al-Fath“ diesbezüglich, Zitat:

ما نقل عن مالك أنه كره ان يقول زرت قبر النبي وقد اجاب المحققون من اصحابه بأنه كره اللفظ ادبا لا أصل الزيارة فإنها من افضل الأعمال واجل القربات الموصلة الى ذي الجلال وأن مشروعيتها محل اجماع بلا نزاع

„Was bezüglich des Imām Mālik erzählt wurde, dass er es gehasst hätte zu sagen „Ich besuchte das Grab des Propheten“, so haben die Muhaqqiqūn von seinen Gefährten darauf geantwortet, dass er gegenüber des Wortlautes, aus Respekt heraus, abgeneigt war, damit ist nicht der Besuch des Grabes gemeint. Denn dieses gehört zu den besten und vorzüglichsten der guten Taten. Über die Empfehlung (das Grab des Propheten zu besuchen) herrscht Übereinkunft, darüber gibt es keine Meinungsverschiedenheit.“

2. Die Stellen welche in Kontakt mit dem Propheten kamen, wurde von den Gefährten berührt um Tabarruk zu praktizieren
Der Tabarruk des edlen Gefährten ʿAbdullāh Ibn ʿUmar.

– Der Hāfidh Ibn Hibbān überliefert in seinem Sahīh (al-Ihsān bi Tartīb Sahīh Ibn Hibbān 9/104) von Nāfiʿ, er sagte, Zitat:

كان ابن عمر يتتبع أثر رسول الله صلى الله عليه وسلم وكل منزلٍ نزله رسول الله صلى الله عليه وسلم ينزل فيه فنزل رسول الله تحت شجرة فكان ابن عمر يجئ بالماء فيصبه في أصل الشجرة كي لا تيبس

„Ibn ʿUmar ging den Spuren des Propheten, Salla l-Lāhu ʿAlayhi wa Sallam, nach. Er ging zu jedem Ort, an dem sich der Prophet aufgehalten hatte. Ein Baum unter dem sich der Prophet niedergelassen hatte, pflegte Ibn ʿUmar zu gießen damit er nicht vertrocknet.“

– Und der Imām al-Bukhārī erwähnte in seinem Sahīh „Kapitel Die Moscheen, welche auf dem Weg von Madīnah sind“ auf sehr detaillierte Weise, wie ʿAbdullāh Ibn ʿUmar die Plätze zum Gebet aufsuchte, an denen der Prophet gebetet hatte.

Der Hāfidh Ibn Hadjar sagte in „al-Fath“ (1/569):

ومحصل ذَلِك أَن بن عُمَرَ كَانَ يَتَبَرَّكُ بِتِلْكَ الْأَمَاكِنِ وَتَشَدُّدُهُ فِي الِاتِّبَاعِ مَشْهُورٌ

„Zusammenfassend ist zu sagen, Ibn ʿUmar praktizierte den Tabarruk mit diesen Orten und er ist berühmt für seine konsequente Befolgung des Propheten.“

Und er sagte:

عُرِفَ مِنْ صَنِيع بن عُمَرَ اسْتِحْبَابُ تَتَبُّعِ آثَارِ النَّبِيِّ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ وَالتَّبَرُّكِ بِهَا

„Aus Ibn ʿUmars Taten erkennt man, dass es empfohlen ist den Spuren des Propheten, Salla l-Lāhu ʿAlayhi wa Sallam, zu folgen und Tabarruk damit zu praktizieren.“

– Und az-Zurqānī sagte diesbezüglich in seiner Erläuterung der Muwatta’ des Imām Mālik (2/530), Zitat:

وفيه التبرك بمواضع النبيين

„Daraus ist das Praktizieren des Tabarruk mit den Stellen der Propheten zu entnehmen.“

– Und der Hāfidh az-Zabidī sagte in „al-Ithāf“ (4/429), Zitat:

وإنما كان ابن عمر يصلي في هذه المواضع للتبرك

„Ibn ʿUmar betete an diesen Stellen um Tabarruk zu praktizieren.“

– Der Imām Mālik, an-Nasā’ī, Ibn Hibbān und al-Bayhaqī überliefern von Muhammad Ibn ʿImrān al-Ansārī, von seinem Vater, dass er sagte:

عَدَلَ إِلَيَّ عَبْدُ اللَّهِ بْنُ عُمَرَ رَضِىَ اللَّهُ تَعَالَى عَنْهُ وَأَنَا نَازِلٌ تَحْتَ سَرْحَةٍ بِطَرِيقِ مَكَّةَ فَقَالَ: مَا أَنْزَلَكَ تَحْتَ هَذِهِ السَّرْحَةِ، قَالَ فَقُلْتُ: أَرَدْتُ ظِلَّهَا فَقَالَ: هَلْ غَيْرَ ذَلِكَ؟ فَقُلْتُ: أَرَدْتُ ظِلَّهَا فَقَالَ: هَلْ غَيْرَ ذَلِكَ؟ فَقُلْتُ: لاَ مَا أَنْزَلَنِى غَيْرُ ذَلِكَ، فَقَالَ عَبْدُ اللَّهِ بْنُ عُمَرَ رَضِىَ اللَّهِ عَنْهُ قَالَ رَسُولُ اللَّهِ -صلى الله عليه وسلم- :« إِذَا كُنْتَ بَيْنَ الأَخْشَبَيْنِ مِنْ مِنًى وَنَفَخَ (أشار) بِيَدِهِ نَحْوَ الْمشْرِقِ فَإِنَّ هُنَاكَ وَادِيًا يُقَالُ لَهُ السّرَرُ بِهِ شَجَرَةٌ سُرَّ تَحْتَهَا سَبْعُونَ نَبِيًّا

ʿAbdullāh Ibn ʿUmar, Radiya l-Lāhu ʿAnhu, begab sich zu mir während ich mich unter einem Baum, auf dem Weg von Makkah, befand. Er sagte dann: Was hat dich dazu gebracht, dich unter diesem Baum niederzulassen? Ich sagte: Ich habe den Schatten beabsichtigt. Er sagte: Gibt es da noch einen anderen Grund? Ich sagte: Ich habe den Schatten beabsichtigt. Er sagte: Gibt es da noch einen anderen Grund? Ich sagte: Nein, nichts anderes hat mich dazu gebracht, mich hier niederzulassen. Daraufhin sagte ʿAbdullāh Ibn ʿUmar, Radiya l-Lāhu ʿAnhu: Der Gesandte Gottes, Salla l-Lāhu ʿAlayhi wa Sallam, sagte (die Bedeutung lautet): Wenn du zwischen den Akhschabayn bei Minā bist (er zeigte dann mit seiner Hand nach Osten), dort gibt es ein Tal in dem ein Baum ist, darunter wurde die Nabelschnur von 70 Propheten durchtrennt.

Ibn ʿAbdu l-Barr, den die Tabarruk Leugner lieben, er sagte in „at-Tamhīd“ (13/64) diesbezüglich, Zitat:

وفي هذا الحديث دليل على التبرك بمواضع الأنبياء والصالحين ومقاماتهم ومساكنهم وإلى هذا قصد عبد الله بن عمر بحديثه هذا

„In diesem Hadīth liegt ein Beweis für den Tabarruk mit den Stellen der Propheten und Sālihīn, ihren Maqāmāt und ihren Wohnstätten. Dieses beabsichtigte ʿAbdullāh Ibn ʿUmar mit seinem Hadīth.“

Und er sagte ebenfalls in „at-Tamhīd“ (6/228), Zitat:

وفيه التبرك بالمواضع التي صلى فيها رسول الله، ووطأها، وقام عليها، وفي هذا دليل على صحة ما كان القوم عليه من صريح الإيمان

„Darin liegt ein Beweis für den Tabarruk mit den Stellen, an denen der Prophet gebetet hatte, auf die er trat und auf denen er stand.“

Ibn Abi Schaybah überliefert in seinem „Musannaf“ (4/121) von Abī Maudūdah, er sagte, Zitat:

حدثني يزيد بن عبد الملك بن قسيط قال: „رأيت نفرًا من أصحاب النبي صلى الله عليه وسلم إذا خلا لهم المسجد قاموا إلى رمانة المنبر القرعاء فمسحوها ودعوا، قال: ورأيت يزيد يفعل ذلك

Yazīd Ibn ʿAbdu l-Malik Ibn Qusayt sagte: Ich sah eine Gruppe von den Gefährten des Propheten, Salla l-Lāhu ʿAlayhi wa Sallam, sie gingen zum Sitzplatz des Propheten auf der Kanzel und rieben sich damit ein, wenn sich die Moschee geleert hatte. Er sagte: Und ich habe Yazīd gesehen, wie er es getan hat.

Und in „asch-Scharh al-Kabīr“ (3/599) und „Kaschāf al-Qināʿ“ (2/517) von den Hanābilah, kam bezüglich Ibn ʿUmar, Zitat:

عن ابْنِ عُمَرَ، أنه كان يَضَعُ يَدَهُ عَلَى مَقْعَدِ النَّبِيِّ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ مِنْ الْمِنْبَرِ ثُمَّ يَضَعُهَا عَلَى وَجْهِهِ

„Ibn ʿUmar legte seine Hand auf den Sitzplatz des Propheten, Salla l-Lāhu ʿAlayhi wa Sallam, bei der Kanzel (dem Minbar) und legte sie anschließend auf sein Gesicht.“

Was aber den Anführer der Tabarruk Leugner betrifft, so hat er unmissverständlich dargelegt, dass ihm die Taten der edlen Gefährten missfallen haben. Er ging sogar so weit, dass er diese Taten als Saat für den Unglauben bezeichnete und damit hat er diese edlen Gefährten zu Ungläubigen erklärt, denn die Grundregel besagt, dass es Unglaube ist Beihilfe zum Unglauben zu leisten.

Ibnu Taymiyah al-Harrānī sagt tatsächlich über die Taten von Ibn ʿUmar in seinem sogenannten Buch „Iqtidā’ as-Sirāt“ (S.389-395), Zitat:

وذلك ذريعة إلى الشرك

„Dies ist die Saat zur Beigesellung (Schirk).“

Was uns jedoch betrifft, so folgen wir dem Urteil des Propheten, denn er sagte über ʿAbdullāh Ibn ʿUmar:

عبد الله بن عمر رجلٌ صالح

Die Bedeutung lautet: „ʿAbdullāh Ibn ʿUmar ist ein rechtschaffener Mann Sālih (d. h. Walī).“

Ibnu Taymiyah ist selbst derjenige, der den Unglauben gesät hat, nicht die edlen Gefährten, sie haben uns den wahren Glauben beigebracht.

3. Das Berühren der Gräber zum Tabarruk, wurde von den Gefährten praktiziert und von den Salaf erlaubt.

Der edle Gefährte Abū Ayyub al-Ansārī praktiziert den Tabarruk mit dem Grab des Propheten.

Der berühmte Gefährte Abū Ayyub al-Ansārī ging eines Tages zum Grab des Propheten, Salla l-Lāhu ʿAlayhi wa Sallam, und legte sein Gesicht auf das Grab des Propheten. Dieses überlieferte der Imām Ahmad von Dāwūd Ibn Abī Sālih, er sagte, Zitat:

: أقبل مروان يومًا فوجد رجلاً واضعًا وجهه على القبر فقال: أتدري ما تصنع؟ فأقبل عليه فإذا هو أبو أيوب فقال: نعم جئت رسول الله صلى الله عليه وسلم ولم ءات الحجر، سمعت رسول الله صلى الله عليه وسلم يقول: „لا تبكوا على الدين إذا وليه أهله ولكن ابكوا عليه إذا وليه غير أهله

Marwān kam eines Tages und fand einen Mann vor, der sein Gesicht auf das Grab (des Propheten) gelegt hatte. Er sagte dann: Weißt du, was du da machst? Er dreht sich daraufhin um und es stellte sich heraus, dass es Abū Ayyub gewesen ist. Er sagte dann: Ja, ich bin zum Gesandten Gottes gekommen, Salla l-Lāhu ʿAlayhi wa Sallam, nicht zum Stein. (Dann erwähnte er ihm einen Hadīth, womit er Marwān unmissverständlich sagte: Du bist als Herrscher ungeeignet.)

Erklären die Leugner des Tabarruk mit dem Grab des Propheten nun diesen edlen Gefährten zum Ungläubigen?

Wenn sie das tun, würden sie sich selbst widersprechen, denn sie behaupten den Gefährten zu folgen. Wenn sie die Gefährten jedoch gleichzeitig zu Ungläubigen erklären würden, hätten sie sich selbst ad absurdum geführt.

Zu all dem kommt hinzu, dass der Überlieferer der Geschichte, der Imām Ahmad Ibn Hanbal, das Praktizieren des Tabarruk durch berühren und küssen des Grabes wortwörtlich und explizit erlaubte, wie wir in den kommenden Zitaten sehen werden.

Der Imām Ahmad gehört zu den Imāmen der frühen Generationen der Muslime (Salaf) und diese Leute behaupten den Salaf und besonders dem Imām Ahmad zu folgen, obwohl sie diese Tat als Unglaube betrachten, dies ist eine weitere Absurdität dieser Sekte. Wagen sie es den Imām Ahmad als Grabanbeter zu bezeichnen?

Dieser Hadīth wurde unter anderem von dem Imām Ahmad in „al-Musnad“ (5/422), at-Tabarānī in „al-Kabīr“ (4/189) und „al-Awsat“ überliefert. Einige Leugner des Tabarruk fühlen sich durch diese Überlieferung jedoch so sehr gestört, dass sie behaupten die Überlieferungskette sei nicht authentisch. Hierzu sei erst einmal grundsätzliches gesagt:
Die Einstufung einer Überlieferung ist dem Hāfidh vorbehalten, einem Experten der diese Kunst gemeistert hat.

Darauf wies unter anderem der Hāfidh as-Suyutī in „Tadrīb ar-Rāwī“ hin und er sagte in „Alfiyah al-Hadīth“:

وخذه حيث حافظ عليه نص

„Nimm die Einstufung über den Hadīth, die der Hāfidh vorgenommen hat.“

Nachdem die Hadīthgelehrten (Huffādh) bei einer bestimmten Überlieferung eine Einstufung vorgenommen haben, ist den Einwänden der Leute der Gelüste keine Beachtung mehr zu schenken. Denn sie sind keine Experten auf diesem Gebiet, sondern nichts weiter als Laien die von ihren Gelüsten getrieben sind und damit ist es ihnen nicht gestattet Einstufungen vorzunehmen.

Somit sind ihre Meinungen über die Überlieferungen und der Überlieferungsketten irrelevant, ihre Laienurteile sind bedeutungslos.

Ansonsten könnte jeder Dahergelaufene entsprechend seiner Ideologie, jeden Hadīth der ihm nicht gefällt leugnen und den Hadīth bestätigen, der ihm gefällt. Und genau das wird heutzutage von diesen Leuten praktiziert, es ist somit keine objektive wissenschaftliche Einstufung. Du siehst wie sie mit fadenscheinigen Begründungen, offensichtlichen Lügen, Betrügereien und Irreführungen versuchen jeden Hadith zu leugnen, die ihrer Ideologie widersprecht und versuchen jeden Hadīth zu bestätigen, der für sie scheinbar in Übereinstimmung mit ihrer Ideologie steht.

Somit fehlt bei ihnen, zusätzlich zu der fehlenden Qualifikation Hāfidh zu sein, eine objektive Grundlage für eine wissenschaftliche Beurteilung, die frei von ideologischer Beeinflussung ist.

Diese Leute bedienen sich jedem erdenklichen Täuschungsmanöver, um sich der Überlieferungen zu entledigen, die ihnen nicht passen. So siehst du wie sie Beispielsweise einen Überlieferer als unbekannt bezeichnen um ihn als Unbekannten darzustellen, obwohl er bekannt, vertrauenswürdig und präzise ist. Oder sie verwechseln absichtlich einen akzeptablen Überlieferer mit einem anderen inakzeptablen Überlieferer, mit ähnlichem Namen. Oder sie versuchen einen Überlieferer als schwach darzustellen, obwohl er vertrauenswürdig ist. Oder sie beanstanden eine Überlieferung mit der Begründung, dass die Überlieferungskette Schwäche beinhalten würde, obwohl es andere Überlieferungsketten für diese Überlieferung gibt, die diese stützen und damit stärken.

Der Hāfidh Ibn Hadjar sagte beispielsweise in „an-Nukat“ 1/404:

صحة الحديث وحسنه ليس تابعاً لحال الراوي فقط بل لأمور تنضم إلى ذلك من المتابعات والشواهد

„Die Authentizität des Hadīth und seine Stärke, hängt nicht ausschließlich von dem Zustand der Überlieferer ab, vielmehr gibt es andere, damit vergesellschaftete Dinge. Wie Referenzen und Bekundungen durch andere Überlieferungen (welche dann diese Überlieferungen stärken).“

Damit konfrontiert, sind einige dieser Leute dazu übergegangen zu sagen „Al-Albani sagt der Hadīth ist schwach“ um dem Laien zu suggerieren, dass sie einen Hāfidh hätten, der ihr gewünschtes Urteil wiedergibt.

Diesen Leuten scheint entgangen zu sein, dass dieser Albani selbst zugegeben hat, nicht die Stufe des Hāfidh erreicht zu haben und damit hat er keinerlei Berechtigung Einstufungen vorzunehmen.

Sein Zustand ist wie Ibnu s-Salāh in seiner „Muqaddimah“ beschrieb, Zitat:

وأما التصحيف : فسبيل السلامة منه الأخذ من أفواه أهل العلم ، والضبط ، فإن من حرم ذلك ، وكان أخذه وتعلمه من بطون الكتب ، كان من شأنه التحريف ، ولم يفلت من التبديل ، والتصحيف

„Was die Verfälschung betrifft: So ist der Weg um sich davor zu schützen, von den Mündern der Gelehrten zu nehmen und die Präzision. Wem dieses jedoch verwehrt blieb und es aus dem Inneren der Bücher nahm und lernte, so gehört zu seiner Eigenschaft die Verfälschung. Und er wird nicht von der Manipulation los kommen und der Pervertierung.“

Und so ist es keine Überraschung für uns, wenn wir sehen, dass er einige Überlieferer als unakzeptabel bezeichnet, um sich eines Hadīth zu entledigen der ihm nicht gefällt und an einer anderen Stelle bezeichnet er die selbe Person als akzeptabel, um zu bestätigen was ihm gefällt.

Deshalb kann und darf sich nicht auf ihn und seinesgleichen verlassen werden, sondern man kehrt zu dem objektiven, fundierten, wissenschaftlichen und unabhängigen Urteil eines Hāfidh zurück.

Fazit: Die Einstufung der Überlieferungsketten wird von einem Hāfidh vorgenommen, den Spielereien der Leute der Gelüste ist keine Beachtung zu schenken.

– Bei dieser Überlieferung über Abu Ayyub al-Ansārī versuchen die Leugner des Tabarruk beispielsweise den Überlieferer Kathīr Ibn Zayd als unakzeptabel darzustellen, obwohl der Imām Ahmad zusammenfassend über ihn sagte: Mit ihm ist nichts Schlimmes.“ Und hinzu kommt, dass ihr eigner Führer al-Albani sie blamiert, da er sagt, dass die Überlieferungen dieses Überlieferers nicht unter die Stufe des „Hasan“ (stark) kommen (dieses sagt er in seinem als „as-Sunnah“ bezeichnetem Buch S.346).

Des Weiteren versuchen sie dem Überlieferer Dāwūd Ibn Abī Sālih, die Biographie eines anderen zuzuschreiben. Obwohl der Hāfidh Ibn Hadjar ihn in „at-Taqrīb“ als akzeptabel „Maqbūl“ einstuft.

Hinzu kommt, dass es eine Bekundung durch eine andere Route für diese Überlieferung gibt, nämlich von Ibn Abī Khaythamah, wo anstatt Dāwūd Ibn Abī Sālih der Überlieferer al-Muttalib Ibn Hantab überliefert, der Neffe von Marwān Ibn al-Hakam. Ibn Hadjar sagt über ihn vertrauenswürdig „Sadūq“ und authentifiziert die Route von al-Muttalib über Kathīr Ibn Zayd in „Talkhīs al-Habīr“ (5/229). Zu all dem kommt hinzu, dass ihr Führer, al-Albani, sie ein weiteres mal bloßstellt, indem er Ibn Hadjar darin zustimmt und ebenfalls diese Route als authentisch „Hasan“ betrachtet, in seinem sogenannten Buch „as-Silsilah as-Sahīhah“ (3060).

Damit zeigt sich, dass diese Leugner Ignoranten sind, die nicht die geringste Ahnung von der Hadīthwissenschaft haben. Ein weiteres Beispiel für ihre gewaltige Ignoranz, ist ihre Frage wer Marwān Ibn al-Hakam sei. Wenn sie nicht einmal wissen wer Marwān ist, wie können diese Stümper es dann wagen Beurteilungen über Ahadīth abzugeben?! Wie es diese Laien es drehen und wenden, diese Überlieferung über Ayyub al-Ansārī ist authentisch und wurde von dem Hāfidh al-Hākim (4/515) als Sahīh eingestuft und der Schüler von Ibnu Taymiyah, adh-Dhahabī, hat diese Authentifizierung als „Sahīh“ bestätigt.

Der Qādiy ʿIyād al-Mālikī sagte in „asch-Schifā“ (2/622), Zitat:

وأول أرض مس جلد المصطفى تراثها، أن تعظم عرصاتها، وتنسم نفحاتها، وتقبل ربوعها وجدرانها

„Zu den Gepflogenheiten gehört es, bei der ersten Erde, welche die Haut des Mustafā berührte, dass du ihre Felder schätzt, ihre duftende Brise inhalierst als auch ihre Flächen und Wände küsst.“

Dies ist der berühmte Qādiy ʿIyād, der zu den späteren Gelehrten gehört, erklären sie auch ihn zum Ungläubigen?

Im Buch „al-ʿIlal wa Maʿrifat ar-Ridjāl“ (2/492) des Imām Ahmad Ibn Hanbal kam, dass sein Sohn ʿAbdullāh sagte, Zitat:

سألته عن الرجل يمسّ منبر النبي صلى الله عليه وسلم ويتبرك بمسّه ويقبّله ويفعل بالقبر مثل ذلك أو نحو هذا يريد بذلك التقرب إلى الله عز وجل فقال: لا بأس بذلك

Ich fragte meinen Vater bezüglich des Mannes, der den Sitzplatz des Propheten, Salla l-Lāhu ʿAlayhi wa Sallam, auf der Kanzel streicht und Tabarruk mit seinem Streichen praktiziert, und ihn küsst und das gleiche mit dem Grab macht oder ähnliches. Er beabsichtigt damit die Anbetung Gottes, des Erhabenen. Er sagte (d. h. der Imām Ahmad Ibn Hanbal): „Daran ist nichts Schlimmes.“

In den Augen dieser Tabarruk Leugner ist solch eine Tat Unglaube. Der Imām Ahmad sagt aber, dass nichts Schlimmes daran ist. Und wer sagt, dass nichts Schlimmes am Unglauben wäre, der begeht Unglaube. D. h. diese Leute erklären in Wirklichkeit den Imām Ahmad zum Ungläubigen. Sie behaupten aber, dass sie ihm folgen würden. Was ist das für eine Absurdität?

In der Erläuterung des Sahīh al-Bukhārī „ʿUmdat al-Qārī“ überliefert Badru d-Dīn al-ʿAynī von dem Hāfidh Zaynu d-Dīn al-ʿIrāqī, Zitat:

وقال( يعني شيخه زين الدين ) وأخبرني الحافظ أبو سعيد ابن العلائي قال: رأيت في كلام أحمد بن حنبل من جزء قديم عليه خط ابن ناصر وغيره من الحفاظ أن الإمام أحمد سئل عن تقبيل قبر النبي صلى الله عليه وسلم وتقبيل منبره فقال لابأس بذلك قال فأريناه للشيخ تقي الدين ابن تيمية فصار يتعجب من ذلك ويقول عجبت أحمد عندي جليل يقوله وهذا استفهام إنكاري أي أيقوله وقال زين الدين وأي عجب في ذلك

Es berichtete uns der Hāfidh Abu Saʿīd Ibn al-ʿAlā’ī, er sagte: Ich habe etwas von den Aussagen des Imām Ahmad gesehen, in einem alten Teil mit der Handschrift von Ibn Nāsir und anderer Huffādh, dass der Imām Ahmad gefragt wurde bezüglich des Küssens des Propheten-Grabes und seines Sitzplatzes. Er sagte, dass nichts Schlimmes daran ist. Er sagte: Wir zeigten dieses Ibnu Taymiyah, er war sehr erstaunt darüber und sagte: Erstaunlich, Ahmad hat eine hohe Stellung bei mir und er sagt so etwas? Der Hāfidh Zaynu d-Dīn al-ʿIrāqī sagte: Und was sollte daran erstaunlich sein!

Al-Mirdāwī al-Hanbalī sagte in „al-Insāf“ (2/562), Zitat:

يجوز لمس القبر من غير كراهة

„Es ist ohne jegliche Missbilligung erlaubt das Grab zu berühren.“

Damit zeigt sich, dass die Tabarruk Leugner klar und deutlich von der Rechtsschule des Imām Ahmad abweichen

Al-Buhutī al-Hanbalī sagte in „Kaschāf al-Qināʿ“ bezüglich des Imām Ibrāhīm al-Harbī, er gehört zu den Imamen der Salaf und ist ein Gefährte des Imām Ahmad:

بل قال إبراهيم الحربي يستحب تقبيل حجرة النبي صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ

„Ibrāhīm al-Harbī sagte: Es ist empfohlen die Grabkammer des Propheten, Salla l-Lāhu ʿAlayhi wa Sallam, zu küssen.“

Al-Buhutī erwähnte dieses als Antwort auf Ibnu Taymiyah, der Gegenteiliges behauptete.

Der Schaykh Marʿī al-Hanbalī sagte in „Ghāyatu l-Muntahā“ (1/259-260), Zitat:

ولا بأس بلمس قبر بيد لا سيما من تُرجى بركته

„Es ist nichts Schlimmes daran ein Grab mit der Hand zu berühren, vor allem wenn es sich dabei um jemanden handelt, bei dem Aussicht auf Segenserlangung besteht.“

Sogar der Liebling der Tabarruk Leugner, der Philosoph Ibnu Taymiyah al-Harrānī, gibt zu, dass der Imām Ahmad es erlaubte. Ibnu Taymiyah sagt in seinem Buch „al-Iqtidā“ (S.367), Zitat:

فقد رخص أحمد وغيره في التمسّح بالمنبر والرّمانة التي هي موضع مقعد النبي صلى الله عليه وسلم ويده

„Ahmad und andere haben es gebilligt sich mit dem Sitzplatz auf der Kanzel des Propheten abzuwischen.“

Und der Schüler von Ibn Taymiyah, adh-Dhahabī sagte in „Siyar Aʿlām an-Nubalā’“, Zitat:

قَالَ عَبْدُ اللهِ بنُ أَحْمَدَ: رَأَيْتُ أَبِي يَأْخُذُ شَعرةً مِن شَعرِ النَّبِيِّ -صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ- فَيَضَعُهَا عَلَى فِيْهِ يُقبِّلُهَا ، وَأَحسِبُ أَنِّي رَأَيْتُهُ يَضَعُهَا عَلَى عَيْنِهِ، وَيَغْمِسُهَا فِي المَاءِ وَيَشرَبُه يَسْتَشفِي بِهِ ، ورَأَيْتُهُ أَخذَ قَصْعَةَ النَّبِيِّ -صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ- فَغَسلهَا فِي جُبِّ المَاءِ، ثُمَّ شَرِبَ فِيْهَا، وَرَأَيْتُهُ يَشْرَبُ مِنْ مَاءِ زَمْزَمَ يَسْتَشفِي بِهِ، وَيَمسحُ بِهِ يَدَيْهِ وَوَجهَه، قال الذهبي : أَيْنَ المُتَنَطِّعُ المُنْكِرُ عَلَى أَحْمَدَ، وَقَدْ ثَبَتَ أَنَّ عَبْدَ اللهِ سَأَلَ أَبَاهُ عَمَّنْ يَلمَسُ رُمَّانَةَ مِنْبَرِ النَّبِيِّ -صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ- وَيَمَسُّ الحُجْرَةَ النَّبَوِيَّةَ، فَقَالَ: لاَ أَرَى بِذَلِكَ بَأْساً. أَعَاذنَا اللهُ وَإِيَّاكُم
مِنْ رَأْيِ الخَوَارِجِ وَمِنَ البِدَعِ

„ʿAbdullāh Ibn Ahmad sagte: Ich sah meinen Vater, wie er ein Haar von den Haaren des Propheten, Salla l-Lāhu ʿAlayhi wa Sallam, nahm, auf seinen Mund legte und küsste. Und ich meine ihn gesehen zu haben, wie er es auf seine Augen legte und ins Wasser eintauchte um davon zur Heilung zu trinken. Und ich sah ihn, wie er die Trinkschale des Propheten, Salla l-Lāhu ʿAlayhi wa Sallam, nahm, sie im Brunnen wusch und daraus trank. Und ich sah ihn, wie er zur Heilung vom Zamzam Wasser trank und damit seine Hände und Gesicht wusch.“ Dann sagte adh-Dhahabī: „Wo ist dieser Extremist, der den Imām Ahmad dafür kritisiert! Es steht fest, dass ʿAbdullāh seinen Vater bezüglich der Person fragte, welche den Sitzplatz der Kanzel (Minbar) des Propheten, Salla l-Lāhu ʿAlayhi wa Sallam, und die Grabkammer des Propheten berührt. Er antwortete: ‚Ich sehe darin nichts Schlimmes‘. Möge Allāh uns vor der Meinung der Sekten (Khawāridj) schützen und vor den Irreleitungen.“

Zum Schluß ein Zitat von ad-Dhahabī, welches sie sprachlos machen wird, er sagte in „Muʿdjam asch-Schuyūkh“ (1/73), Zitat:

وقد سئل أحمد بن حنبل عن مسّ القبر النبوي وتقبيله فلم ير بذلك بأسًا، رواه عنه ولده عبد الله بن أحمد. فإن قيل: فهلا فعل ذلك الصحابة قيل: لأنهم عاينوه حيًّا وتملوا به وقبلوا يده وكادوا يقتتلون على وضوئهِ واقتسموا شعره المطهر يوم الحج الأكبر، وكان إذا تنخّم لا تكاد نخامته تقع إلا في يد رجل فيدلك بها وجهه، ونحن فلما لم يصح لنا مثل هذا النصيب الأوفر ترامينا على قبره بالالتزام والتبجيل والإستلام والتقبيل، ألا ترى كيف فعل ثابت البناني، كان يقبل يد أنس بن مالك ويضعها على وجهه ويقول: يدٌ مسّت يد رسول الله صلى الله عليه وسلم. وهذه الامور لا يحركها من المسلم إلا فرط حبه للنبي صلى الله عليه وسلم

„Der Imām Ahmad wurde bezüglich des Streichens und Küssens des Grabes des Propheten gefragt und er sah nichts Schlimmes daran. Dieses wurde von seinem Sohn ʿAbdullāh Ibn Ahmad überliefert. Wenn gesagt werden würde: Haben die Gefährten so etwas getan? Würde geantwortet werden: Sie haben ihn zu Lebzeiten persönlich erlebt und seine Hände geküsst. Sie hätten fast um das Wasser gekämpft, womit er die Teilwaschung vollzog und teilten am großen Tag der Pilgerfahrt seine edlen Haare unter sich auf. Wenn er Schleim ausspuckt, fiel es nicht herunter außer in die Hand eines Mannes, der sein Gesicht damit einrieb. Und als uns diese großartige Gabe nicht vergönnt war, haben wir uns auf sein Grab mit Hingabe, Verherrlichung, Zuwendung und Küssen geworfen. Hast du denn nicht gesehen was Thābit al-Bunānī getan hat? Er küsste die Hand von Anas Ibn Mālik, legte sie auf sein Gesicht und sagte: Eine Hand, welche die Hand des Gesandten Gottes, Salla l-Lāhu ʿAlayhi wa Sallam, berührte. Diese Dinge werden im Muslim durch seine leidenschaftliche Liebe zu Propheten, Salla l-Lāhu ʿAlayhi wa Sallam, ausgelöst.“

Laut adh-Dhahabī, ihrem Liebling, hat man sich sogar auf das Grab des Propheten mit Küssen und Verherrlichung zu werfen. Wo sind diese Extremisten nun??? Bezeichnen sie ihn als Grabanbeter???

Zusammenfassung:

1. Wir haben mit dem authentischen Hadīth gezeigt, dass es empfohlen ist die Gräber zu besuchen. Wir haben diejenigen bloßgestellt, welche die Reise zum Grab des Propheten mit den absurdesten Begründungen verbieten wollten. Wir haben gezeigt, dass das Besuchen des Propheten-Grabes seit jeher von den Muslimen aus den unterschiedlichsten Ländern und Epochen praktiziert wurde.

2. Wir haben gezeigt, dass die Gefährten den Tabarruk mit den Stellen praktizierten, welche in Berührung mit dem Propheten kamen.

3. Wir haben gezeigt, dass die Gefährten den Tabarruk mit dem Grab des Propheten praktizierten und die Salaf dieses guthießen. Außerdem haben wir diese Sekte bloßgestellt, da wir gezeigt haben, dass ihre Führer diese Tatsache zugegeben haben und einer ihrer größten Lieblinge von ihnen sogar sagte, dass man sich auf das Grab des Propheten verherrlichend mit Küssen werfen soll!

Nach all diesen Beweisen wird es immer noch Extremisten dieser Sekte geben, die nicht locker lassen wollen um den Muslimen Unglauben vorzuwerfen, indem sie die zuvor erwähnte Beweise zwar akzeptieren, da sie sie nicht leugnen können, dann aber mit neuen Lügen kommen um die Muslime zu Ungläubigen zu erklären. Sie gehen dazu über, das Praktizieren der Bittgebete bei den Gräbern, den Tawassul (Allāh mittels des Propheten um etwas zu bitten) und die Istighāthah (das Ersuchen um Hilfe) als Unglauben zu bezeichnen.

Diese Behauptungen werden wir ebenfalls mit einer überwältigenden Beweislast widerlegen, so dass ihnen am Ende kein Scheinargument mehr übrig bleibt für ihre blutrünstige und irregeleitete Ideologie.

Quelle: https://www.facebook.com/dieWaechter.desGlaubens/posts/1012433355473565



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