Imam al-Kawthari erwähnte folgende Sachen über die Gottesverkörperlicher:
‘‘Ich (Zahid al-Kawtharī) zeigte vorher schon, dass ihr Führer Abū Muḥammad al-Ḥassān ibn ʿAlī ibn Khalf al-Barbahārī al-Ḥanbalī (gest. 329/941) eine große Unruhe in Bagdad erregte – im gleichen Jahr, als die Qarāmaṭah den Schwarzen Stein aus der Heiligen Kāba entwendeten – indem sie (die Ḥanbalīs) das Schwert /Gewalt benutzen und damit die Leute zum Bekenntnis zwangen, dass die Bedeutung von المقام المحمود / al-maqām al-maḥmūd, das Sitzen des Propheten neben Allah auf dem Thron ist – und Allah ist weit erhaben davon!
Später, im Jahr 323 n.H., wurde die Angelegenheit mit den Barbahārīyyah [das sind die Anhänger von al-Barbahārī, die Mehrheit der Ḥanbalīs] so ernst, dass der Kalif ar-Raḍī ein Erlass über sie sprach, wie es in Ibn al-Athīrs (al-Kāmil fil-Tārikh zitiert wird, indem er zu den Ḥanabila von Baghdad schrieb):
„Mitunter vermutet ihr, dass eure abscheulichen deformierten Gesichter dem Herrn der Schöpfung ähnlen und euer schlechtes Aussehen seinem gleicht! Ihr schreibt (Gott) Handflächen, Finger, zwei Füße, zwei vergoldete Sandalen, lockige Haare und das Herabkommen auf die Erde zu! Wie Erhaben doch Allah über das ist, was die Boshaften und Ketzer Ihm zuschreiben! Allah verfluche den Teufel dafür, dass solche Gotteslästerung in euren Augen als gut angesehen wird! Wie übel er euch verführt hat! Der Befehlshaber der Gläubigen (al-Raḍī) schwört… und zwar einen solchen Schwur, der ihn an sein Wort bindet, nämlich, dass wenn ihr nicht euren beschämenden Standpunkt und eure verzerrten Ansichten aufgibt, er euch einen gewaltigen Schlag geben wird, euch verbannen und zerstreuen wird und er das Schwert über eure Nacken und das Feuer über eure Häuser und Nachbarschaften bringen wird!“
Dann, in der Mitte des fünften Jahrhunderts der Hijra wurde das Thema der Ḥaschwiyyah in Bagdad wieder sehr ernst und zwar in einem solchen Maße, dass solche wie der Abū Isḥāq al-Schirādhī (gest. 472 / 1079) und Abū Bakr al-Schāschī (gest. 507/1114; Bagdad) und andere Imame der Schāfiʿī Madhhab gezwungen waren einen offiziellen Brief, den sie alle unterschrieben, an Niẓām al-Mulk (gest.485 /1092) (dem Ministerpräsidenten) zu schreiben, worin sie unter anderem auch schrieben:
„Eine Gruppe der Ḥaschawiyyah und eine vom Pöbel, der behauptet Ḥanbalī zu sein, publizierte schockierende Glaubensansichten und abscheuliche Dinge in Bagdad, die nicht einmal ein Heide erlauben würde, geschweige denn ein Gläubiger des Tawḥīd, und welche [sogar] nicht einmal jemand, der nicht an die Fundamente der Scharīʿah glaubt, oder nicht an Gott glaubt, erlauben würde! Sie haben ebenfalls all jene mit Unglauben und Subversion beschuldigt, die den Schöpfer تعالى وجلّ frei von Makel und Defekten erklären und die ablehnen, dass Er irgendwelche erschaffenen Attribute hat, oder dass Er irgendwelche Attribute mit seinen Geschöpfen teilt und die ihn so heilig halten, (dass sie nicht akzeptieren) dass Er dem Stillstand unterliegt und die Ihn größer halten, als dass er einer Veränderung von Zustand zu Zustand unterliegt oder dass er der Anwesenheit innerhalb erschaffener Dinge unterliegt [eingeschlossen dem Ort], oder dass Akzidenzen, die erschaffen sind, in ihm entstehen… Und sie (die Ḥaschawiyyah und der Pöbel, der sich Ḥanbalī nennt) bestehen darauf, dass das, was sie anbeten, Füße, Backenzähne, Zäpfchen und Fingerspitzen besitzt und dass Er persönlich herabkommt und auf einem Hintern herumgeht und dass Er das Aussehen eines bartlosen Jugendlichen mit kurzen lockigen Haaren hat, der eine glänzende Krone und Sandalen aus Gold trägt….und dass Er spricht mit dem Geräusch des Donners und gleich dem Wiehern der Pferde….“
Der Text dieser Bittschrift sowie die Namen dieser großen Imame, die diese Bittschrift unterschrieben haben, ist aufgezeichnet in dem Buch des Ibn ʿAsākir (gest. 571 / 1176; Damaskus), Tibyin Kidhb al-Muftarī ‘alā al-Imām Abū al-Ḥasān al-Aschʿarī von dem ein Druck und eine Kopie abgezogen wurden vom originalem Manuskript, dass sich im Dār al-Kutub al-Miṣriyyah aufbewahrt ist (der Ägyptischen National Bibliothek). Der hohe Status derer, die diese Bittschrift unterschrieben haben, wird dort (im Buch Ibn ʿAsākir‘s) erläutert; wahrlich, ihre Größe ist allen bekannt, die vertraut sind mit dem Status der ʿUlamāʾ und jene, die diese großen ʿUlamāʾ verurteilt haben, waren nicht kleine Leute in ihrer Madhhab (in der Ḥanbalī Madhhab);
Wahrlich, wenn du ihren Rang wissen würdest (aus der Sicht der Ḥanbalīs) und wissen würdest, was diese über sie gesagt haben in ihren Biografischen Lexika [d.h., wenn du Wissen würdest wie hoch sie gepriesen wurden von ihren Anhängern], dann wärst du vollauf empört.
(Fitan al-Mujassimah, Risalah al-Imam Zahid al-Kawthari)