Die Behauptung:
Ein weiteres Scheinargument der Verkörperlicher, ist ihre Behauptung, dass die Hadīthgelehrten Allāh einen Körper und einen Ort zugeschrieben hätten. Pierre Vogel versucht beispielsweise den Eindruck zu vermitteln, dass die beiden Hadīthgelehrten at-Tirmidhī und Abū Dāwūd, Allāh einen Ort über den Thron zugeschrieben hätte.
Antwort:
1. Was die Hadīthgelehrten bezüglich der Eigenschaften von Allāh sagen.
– Die Eigenschaften Gottes werden weder durch die Aussage eines Gefährten festgelegt, noch durch die eines Tābiʿī oder eines Hādīthgelehrten. Und dieses ist, was die Hadīthgelehrten selbst gesagt haben.
Denn der Hādithgelehrte al-Khatīb al-Baghdādī sagte in „al-Faqīh wa l-Mutafaqqih“, Zitat:
لا تثبت الصفة لله بقول صحابي أو تابعي
„Die Eigenschaften Gottes werden weder durch die Aussage eines Gefährten festgelegt, noch durch die eines Tābiʿī.“
Und er sagte ebenfalls, Zitat:
وإذا روى الثقة المأمون خبرًا متّصل الإسناد رُدّ بأمور: أحدها: أن يخالف موجبات العقول فيعلم بطلانه لأن الشرع إنما يَرِدُ بمجوَّزات العقول وأمّا بخلاف العقول فلا، والثاني: أن يخالف نص الكتاب أو السنة المتواترة فيعلم أنه لا أصل له أو منسوخ، والثالث: أن يخالف الإجماع فيستدل على أنه منسوخ أو لا أصل له
„Und wenn der glaubwürdige Vertrauenswürdige einen Bericht mit einer ununterbrochenen Überlieferungskette überliefert, so wird dieses in folgenden Fällen zurückgewiesen:
Erstens: Wenn der Bericht im Widerspruch zu dem steht, was gemäß des Verstandes notwendig ist. Dadurch wird seine Falschheit erkannt, denn in der Religion gibt es nichts, was dem Verstand widerspricht.
Zweitens: Wenn der Bericht im Widerspruch zum Qur’ān steht oder dem Hadīth worüber zweifellose Gewissheit herrscht. Dadurch wird erkannt, dass dieser Bericht keinerlei Grundlage hat oder Mansūkh ist.
Drittens: Wenn er der Übereinkunft (Idjmāʿ) der Muslime widerspricht, so kann davon der Beweis abgeleitet werden, dass dieser Bericht entweder Mansūkh ist oder keinerlei Grundlage hat.“
2. Abū Dāwūd und die Demütigung Pierre Vogels.
– Für Pierre Vogel sagt, dass sein Beweis für die Behauptung über Abū Dāwūd sei, dass Abū Dāwūd einem Kapitel in seinem Buch den Titel „Die Antwort auf die Djahmiyyah“ gegeben habe.
Ohne weiter auf seine fadenscheinige Theorien einzugehen, wie er damit nun versucht herzuleiten ihn als Verähnlicher darzustellen, haben wir uns aufgemacht in den original Manuskripten von Sunan Abū Dāwūd nach solch einem Kapitel zu suchen und stellten fest, dass dieses Kapitell überhaupt nicht existierte! Und damit hat sich dieser Gotteslästerer bis auf die Knochen blamiert!
Im weiteren Verlauf fanden wir von einem Kommentator sogar folgenden Anmerkung dazu, in der es heißt: Dieses Kapitel existiert in keinem authentischen Manuskript der Sunan Abū Dāwūd, außer in einem.
Wir fragen nun: Wo ist der zweifelsfreie Beleg dafür, dass Abū Dāwūd ein solches Kapitel in seinem Buch erwähnte?!
Er wird es nicht beweisen können. Und so wird es jedem Ergehen, der versucht seine Irrlehre mit Scheinbeweisen zu verbreiten, er werden früher oder später erniedrigt werden!
3. At-Tirmidhī und eine weitere Erniedrigung Pierre Vogels.
– Auch beim diesem Scheinargument blamiert er sich, denn er versucht einen Aussage als Beweis für sich zu nehmen, wofür at-Tirmidhī von Pierre Vogels Führer, Ibnu Taymiyah, als unwissender Djahmī-Sektenanhänger beschimpft wurde.
Ibnu Taymiyah sagte über at-Tirmidhī in seiner sogenannten „Risālah al-ʿArschiyyah“, so wie es in seinen sogenannten „Madjmūʿ al-Fatāwā“ (6/574) steht, Zitat:
تأويله بالعلم تأويل ظاهر الفساد، من جنس تأويلات الجهمية
Seiner detaillierte Erläuterung (d. h. der Ta’wīl von at-Tirmidhī) mit „Wissen“, ist eine offenkundige Verdorbenheit. Es gehört zu der Art von Erläuterungen der Djahmiyyah-Sekte.
Und Ibn Taymiyah sagte ebenfalls in seinen sogenannten „Madjmūʿ al-Fatāwā“ (25/198) diesbezüglich, Zitat:
ومن تأوله على قوله هبط على علم الله ، كما فعل الترمذي لم يدر كيف الأمر
Und wer dieses mit „Wissen“ erläuterte, so wie es at-Tirmidhī getan hat, der hat keine Ahnung.
In den Augen der Verähnlicher gibt at-Tirmidhī Verdorbenes Aussagen der Djahmiyyah-Sekte von sich und hat keine Ahnung wovon er spricht. Und gleichzeitig wollen sie den selben Satz, weswegen er von ihnen beschimpft wurde, als Beweis für sich nehmen? Was ist das für eine Absurdität?!
4. Glaube der Hadīthgelehrten
– Die Verkörperlicher wollten uns mit den zuvor genannten Scheinargumenten suggerieren, dass die Hadīthgelehrten Allāh einen Körper und Ort zugeschrieben hätten. Und dies ist eine Lüge! Wir werden mit den nachfolgenden Zitaten beweisen, dass die Hadīthgelehrten an die Erhabenheit Gottes glaubten und gegen die Irreleitungen der Verähnlicher waren!
Die Hadīthgelehrten glauben, dass Allāh keine Ähnlichkeit mit den Geschöpfen hat und erhaben ist über die Beschaffenheit (al-Kayf).
– Der große Hadīthgelehrte, Author des Hadīthbuches „al-Muwatta’“ und Stern, wenn es um den Hadīth geht, Imām Mālik (geb. 93 n.H.)
Der Hāfidh al-Bayhaqī überliefert in „al-Asmā’ wa s-Sifāt“ mit der authentischen Überlieferungskette über Ibn Wahb und der Hāfidh Ibn Hadjar in „al-Fath“ stufte diese ebenfalls als solche ein, dass der Imām Mālik sagte:
لا يقال كيف والكيف عنه مرفوع
„Es darf nicht gesagt werden „Kayf“ (Wie) und Er ist über das „Kayf“ (die Beschaffenheit) erhaben“.
Und die Negierung des „Kayf“ (der Beschaffenheit), bedeutet Negierung von Transport, Verlagerung, füllen eines Ortes, Abhängigkeit von Plätzen, Verkörperlichung und Verähnlichung. So wie es der große Hadīthgelehrte al-Bayhaqī und der Qādy ʿAbdu l-Wahhab sagten.
Der Hadīthgelehrte al-Hāfidh al-Bayhaqī überlieferte in seinem Werk „al-Iʿtiqād“ über al-Walīd Ibn Muslim, Zitat:
سئل الأوزاعي ومالك وسفيان الثوري والليث بن سعد عن هذه الأحاديث فقالوا: أمروها كما جاءت بلا كيفية.اهـ ثم قال البيهقي: وتكييفه يقتضي تشبيها له بخلقه في أوصاف الحدث
„Al-Awzāʿī, Mālīk, Sufyān und al-Layth Ibn Saʿd wurden bezüglich dieser Ahadīth gefragt und sie antworteten: Überliefert sie, wie sie euch überliefert wurden, jedoch ohne eine Beschaffenheit (Kayfiyyah) zuzuschreiben.“ Der Hāfidh al-Bayhaqī sagte daraufhin: „Ihm eine Beschaffenheit zuzuschreiben bedeutet, dass Er mit den erschaffenen Eigenschaften Seiner Schöpfung verähnlicht wird.“
Der Qādy ʿAbdu l-Wahhāb Ibn ʿAlī Ibn Nasr al-Baghdādī al-Malikī (geb. 362 n.H.) sagte diesbezüglich in seiner Erläuterung der „ʿAqīdah Mālikin as-Saghīr“ S.28, Zitat:
قال القاضي عبد الوهاب بن علي بن نصر البغدادي المالكي (في شرحه على عقيدة مالك الصغير ص: 28): „ولا يجوز أن يثبت له كيفية لأن الشرع لم يرد بذلك، ولا أخبر النبي عليه السلام فيه بشىء، ولا سألته الصحابة عنه، ولأن ذلك يرجع إلى التنقل والتحول وإشغال الحيّز والافتقار إلى الأماكن وذلك يؤول إلى التجسيم وإلى قِدم الأجسام وهذا كفر عند كافة أهل الإسلام
„Es ist nicht erlaubt Ihm (Allāh) eine Beschaffenheit (Kayfiyyah) zuzuschreiben, denn in der Religion wurde so etwas nie erwähnt. Und auch der Prophet, ʿAlayhi s-Salām, hat nicht das Geringste davon gesagt. Und seine Gefährten haben Ihn nicht danach gefragt. Und weil dieses (die Zuschreibung einer Beschaffenheit) den Transport (Intiqāl), Verlagerung, füllen eines Ortes (Ischghāl al-Hayyiz) und Abhängigkeit von Plätzen (Makān) nach sich zieht. Und dieses führt zur Verkörperlichung (Tadjsīm) und der Behauptung, dass die Körper anfangslos wären. Und dies ist bei allen Muslimen, in all ihrer Gesamtheit, Unglaube“.
– Der Hadīthgelehrte Ishāq Ibn Rāhawayh (geb. 161 n.H.) sagte, Zitat: „Wer Allāh Eigenschaften zuschreibt und Seine Eigenschaften mit den Eigenschaften irgendeines Geschöpfes verähnlicht, der ist ein Ungläubiger“. (al-Lalkā’ī in „Scharh Usūl al-Iʿtiqād“)
– Der Hadīthgelehrte Nuʿaym Ibn Hammād (verst. ca. 228 n.H.) sagte: „Wer Allāh Ähnlichkeit mit etwas von Seiner Schöpfung zuschreibt, der ist ungläubig. Und nichts womit Allāh im Qur’ān und dem Hadīth beschrieben wird, beinhaltet Verähnlichung.“ (al-Lalkā’ī in „Scharh Usūl al-Iʿtiqād“)
– Was Abū Dāwūd und at-Tirmidhī betrifft, so sind sie ebenfalls auf diesem Glauben.
Der Hāfidh al-Bayhaqī überliefert die Aussage Abū Dāwūds (geb.202 n.H.):
كان سفيان الثوري وشعبة وحماد بن زيد وحماد بن سلمة وشريك وأبو عوانة لا يحدون ولا يشبهون ولا يمثلون، يروون الحديث لا يقولون كيف
„Sufyān ath-Thawrī, Schuʿbah, Hammād Ibn Zayd, Hammād Ibn Salamah, Scharīk und Abū ʿAwanah verähnlichten nicht, vergleichten nicht und schrieben keine Grenzen zu. Sie überlieferten den Hadīth und schrieben keine Beschaffenheit zu.“ Dann sagte Abū Dāwūd: „Und dies ist auch unsere Aussage.“
– Und At-Tirmidhī (geb. 209 n.H.) sagte:
هَكَذَا رُوِيَ عَنْ مَالِكٍ، وَسُفْيَانَ بْنِ عُيَيْنَةَ، وَعَبْدِ اللهِ بْنِ الْمُبَارَكِ أَنَّهُمْ قَالُوا فِي هَذِهِ الأَحَادِيثِ: أَمِرُّوهَا بِلاَ كَيْفٍ، وَهَكَذَا قَوْلُ أَهْلِ العِلْمِ مِنْ أَهْلِ السُّنَّةِ وَالجَمَاعَةِ،
„So wurde es auch von Mālik, Sufyān Ibn ʿUyaynah und ʿAbdullāh Ibn al-Mubārak überliefert. Sie sagten bezüglich dieser Ahadīth: Überliefert sie ohne eine Beschaffenheit zuzuschreiben. Und dies ist die Aussage der Leute des Wissens, von den Ahlu s-Sunnah wa l-Djamāʿah.“
– Und der Hadīthgelehrte an-Nawawī sagte in seiner Erläuterung des Sahīh Muslim (Teil 5, Band 3, Dār Kutub al-ʿArabī S.24-25), Zitat: „Sie (die Muslime) sind sich allesamt einig darüber, dass es verboten ist Allāh eine Beschaffenheit (Kayf) oder eine Gestalt zuzuschreiben“. Dann sagte er: „Gibt es etwa einen Unterschied zwischen der Zuschreibung einer Beschaffenheit und der Zuschreibung einer Richtungen?!“.
– All dieses fasst der Schaykh Taqiyyu d-Dīn al-Husnī, möge Allāh ihm gnädig sein, in „Dafʿ Schubah man Schabbaha wa Tamarrad“ (S.18) zusammen, Zitat:„Die Beschaffenheit (al-Kayf) gehört zu den Eigenschaften der Geschöpfe, und Allāh ist erhaben über alle Eigenschaften der Geschöpfe. Dem Erhabenen dieses zuzuschreiben, ist somit bewiesenermaßen Unglaube, bei der Gesamtheit der Ahlu s-Sunnah wa l-Djamāʿah.“
Die Hadīthgelehrten glaubten an die Erhabenheit Gottes über Grenzen, Körper und Körperteile. Und sie praktizierten die detaillierte Erläuterung der mehrdeutigen Ayāt (Ta’wīl).
– Der Hadīthgelehrte und Author des Hadīthbuches „al-Musnad“, Ahmad Ibn Hanbal (geb. 164 n.H.)
Der Hāfidh al-Bayhaqī überlieferte in den „Manāqib Ahmads“ mit seiner authentischen Überlieferungskette, dass der Imām Ahmad sagte:
قال الحافظ البيهقيّ في „مناقب أحمد“: „أنبأنا الحاكم قال حدثنا أبو عمرو بن السماك قال حدثنا حنبل بن إسحاق قال سمعت عمي أبا عبد الله – يعني أحمد – يقول: „احتجوا علي يومئذ – يعني يوم نوظر في دار أمير المؤمنين – فقالوا: تجيء سورة البقرة يوم القيامة وتجيء سورة تبارك، فقلت لهم: إنما هو الثواب، قال الله تعالى: {وَجَاء رَبُّكَ} [سورة الفجر] إنما يأتي قدرته، وإنما القرءان أمثال ومواعظ
„An jenem Tag versuchten sie mich zu widerlegen – d. h. am Tag als die Debatten im Regierungssitz des Khalifah stattfanden – sie sagten: ‚Die Sūrah al-Baqarah kommt am Tag des Jüngsten Gerichts, die Sūrah Tabārak kommt’. Ich antwortete ihnen: ‚Es bedeutet: die Belohnung. Allāh, der Erhabene, sagt: {وَجَاء رَبُّكَ} . Es bedeutet: Ein Zeichen von den Zeichen Seiner Allmacht kommt. Im Qur’ān gibt es Metaphern und Ermahnungen‘.
Dann sagte der Hāfidh al-Bayhaqī:
وهذا إسناد لا غبار عليه
„Diese Überlieferungskette ist makellos.“
Der Hāfidh al-Bayhaqī sagte dann weiter:
وفيه دليل على أنه كان لا يعتقد في المجيء الذي ورد به الكتاب والنزول الذي وردت به السنة انتقالا من مكان إلى مكان كمجيء ذوات الأجسام ونزولها وإنما هو عبارة عن ظهور ءايات قدرته
„Hierin liegt ein Beweis dafür, dass er nicht daran glaubte, dass al-Madjī’ (das Kommen), welches im Qur’ān erwähnt wurde, und an-Nuzūl (das Herabkommen), welches im Hadīth erwähnt wurde, Transport von einem zum anderen Ort bedeuten würde, so wie es der Fall beim Kommen und Herabkommen der Körper ist. Sondern, dies ist ein Ausdruck für das Erscheinen der Zeichen, welche auf die Allmacht Gottes hinweisen.“
Und im „Scharh Usūl al-Iʿtiqād“ von al-Lālikā’ī wurde über Hanbal Ibn Ishāq überliefert, dass er den Imām Ahmad bezüglich des Nūzūl fragte und der Imām Ahmad darauf antwortete:
ينزل بعلمه وقدرت
„Es ist der Nuzūl (Herabkommen) des Zeichens Seiner Allmacht“.
Und er sagt auch:
بلا كيف ولا حد
„Ohne Beschaffenheit und ohne Grenzen.“
– Der Hadīthgelehrte und Author von „Sahīh al-Bukhārī“, al-Bukhārī (geb. 194 n.H.), praktizierte ebenfalls die detaillierte Erläuterung (Ta’wīl) und sagte in seinem „Sahīh“ bezüglich der Āyah كلُ شىءٍ هالك إلا وجهه}: إلا ملكه}: „Außer die Herrschaft Gottes.“
– Der Hadīthgelehrte Abū Djaʿfar at-Tahāwī (geb. 227 n.H.) sagte, Zitat:
تعالى (أيِ اللهُ) عنِ الحدود والغايات والأركان والأعضاءِ والأدوا ت، لا تحوِيه الجهات السِّت كسائرِ المبتدعات
„Allāh ist erhaben über Grenzen, Enden, Seiten, Körperteile und Organe. Die sechs Richtungen beinhalten Ihn nicht, jedoch umgeben sie die Geschöpfe.“
Und der Hadithgelehrte Abu Djaʿfar At-Tahāwī sagte ebenfalls:
و من وصف الله بمعنى من معاني البشر فقد كف
„Wer Allāh mit einer Bedeutung von den Eigenschaften der Geschöpfe beschreibt, der ist ungläubig.“
Die Hadīthgelehrten glauben, dass Allāh ohne Ort und ohne Zeit existiert:
– Der Hadīthgelehrte Ibn Djarīr at-Tabarī (geb. 224 n.H.), sagte in seinem „Tārīkh al-Umam wa l-Mulūk“ (1/3), Zitat:
لا تحيط به الأوهام، ولا تحويه الأقطار
„Allāh ist nicht vorstellbar in den Gedanken und wird nicht von den Orten beinhaltet“.
-Der Hadīthgelehrte und Author des Hadîthbuches „Sahīh Ibn Hibbān“, der Hāfidh Ibn Hibbān (geb. 270 n.H.) sagte in „ath-Thiqāt“ (1/1), Zitat:
الحمد لله الذي ليس له حد محدود فيحتوى، ولا له أجل معدود فيفنى، ولا يحيط به جوامع المكان، ولا يشتمل عليه تواتر الزمان
Dank gebührt Allāh, Derjenige, der keine Grenzen (Hadd) hat, nicht begrenzt (Mahdūd) ist und somit auch nicht beinhaltet (Yuhtawā) wird. Er unterliegt keiner zeitlichen Limitation, somit vergeht Er nicht. Von keinem der Orte (Makān) wird Er beinhaltet (Yuhīt) und über Ihn vergeht keine Zeit (Zamān).
Und er sagte ebenfalls in „Sahīh Ibn Hibbān“, Zitat:
كان ـ الله ـ ولا زمان ولا مكان
„Allāh existierte und es gab weder Zeit (Zamān) noch Ort (Makān). (Siehe „al-Ihsān bi Tartīb Sahīh Ibn Hibbān“ 8/4)
Und er sagte ebenfalls, Zitat:
كذلك ينزل ـ يعني الله ـ بلا ءالة ولا تحرك ولا انتقال من مكان إلى مكان
„Sein Nuzūl ist ohne Hilfsmittel (ālatin), ohne Bewegung (Taharruk) und ohne Transport (Intiqāl) von Ort (Makān) zu Ort (Makān). Siehe „al-Ihsān bi Tartīb Sahīh Ibn Hibbān“ (2/136).
Die Mehrheit der Hadīthgelehrten war auf der Glaubenslehre der Aschāʿirah, dieses weiß, wer die Level der Hadīthgelehrten kennt.
Nachfolgend seien deshalb nur einige wenige beispielhaft zur Veranschaulichung dieser Tatsache erwähnt:
– Der Hadīthgelehrte und Author von „Maʿālim as-Sunan“, Abū Sulaymān al-Khattābī (geb. 319 n.H.) erklärt was die Hadīthgelehrten unter dem Ausdruck „Allāh istawā ʿala l-ʿArsh“ verstanden haben, er sagte, Zitat:
وليس معنى قول المسلمين: إن الله استوى على العرش هو أنه مماس له أو متمكِّن فيه أو متحيّز في جهة من جهاته، لكنه بائن من جميع خلقه، وإنما هو خبر جاء به التوقيف فقلنا به ونفينا عنه التكييف، إذ {ليس كمثله شىء وهو السميع البصير}
„Die Aussage der Muslime „Allāh Istawā ʿala l-ʿArsh“ bedeutet nicht, dass Allāh in Kontakt mit dem Thron wäre (Mumās) oder darin lokalisiert wäre (Mutamakkin) oder sich in einer Richtung (Djihah) von den Richtungen aufhalten (Mutahayyiz) würde. Er ist unabhängig (Bā’in) von Seiner gesamten Schöpfung. So ist dieses ein Bericht, den wir überliefern, wobei wir jegliche Beschaffenheit (Takyīf) ablehnen, denn Allāh ähnelt nichts und niemandem“. (Al-Asmā’ wa s-Sifāt S.396-397)
– Der Hadīthgelehrte und Author des Hadīthbuches „al-Mustadrak ʿala s-Sahihayn“, al-Hākim (geb. 321 n.H.), überliefert von Abū Muhammad ِAhmad Ibn ʿAbdullāh al-Muzanī:
حديث النزول قد ثبت عن رسول الله صلى الله عليه وسلم من وجوه صحيحة وورد في التنزيل ما يصدقه وهو قوله تعالى: {وجآء ربّك والملَك صفًّا صفًّا} [سورة الفجر/22] والنزول والمجيء صفتان منفيتان عن الله تعالى من طريق الحركة والانتقال من حال إلى حال، بل هما صفتان من صفات الله تعالى بلا تشبيه، جل الله تعالى عما تقول المعطلة لصفاته والمشبهة بها علوًّا كبيرًا.
Der Nuzūl (das Herabkommen) und der Madjī’ (das Kommen) sind zwei Eigenschaften, die mit der Bedeutung von Bewegung und Transport von Ort zu Ort, abgelehnt sind in Bezug auf Allāh.“ (Sunan al-Kubrā 3/3)
– Der Hadīthgelehrte und Author des Hadīthbuches „Sunan al-Kubrā“, al-Bayhaqī (geb. 384 n.H.), sagte, Zitat:
والذي رُويَ في ءاخر هذا الحديث إشارةٌ إلى نفي المكان عن الله تعالى، وأنه „الظاهر“ فيصح إدراكه بالأدلة، „الباطن“ فلا يصح إدراكه بالكون في مكان
„Was gegen Ende dieses Hadīth überliefert wurde, ist ein Hinweis auf die Negation eines Ortes für Allāh (d. h. Allāh existiert ohne Ort).“
Dann sagte er:
وأنه الظاهر فيصح إدراكه بالأدلة، الباطن فلا يصح إدراكه بالكون في مكان. واستدل بعض أصحابنا في نفي المكان عنه بقول النبي صلى الله عليه وسلم: „أنت الظاهر فليس فوقك شىء، وأنت الباطن فليس دونك شىء“، وإذا لم يكن فوقه شىء ولا دونه شىء لم يكن في مكان
Allāh ist adh-Dhāhir, so ist Seine Existenz durch die Beweise offenkundig. Er ist al-Bātin, so wird die Erkenntnis über Seine Existenz, nicht durch eine Lokalisierung an einem Ort erlangt. Und einige unserer Gefährten (d. h. die Gelehrten) nahmen als Beweis für die Existenz Gottes ohne Ort, die Aussage des Propheten, Salla l-Lāhu ʿAlayhi wa Sallam, (wovon die Bedeutung lautet): „O Allāh, du bist adh-Dhāhir, so ist nichts über Dir. Und du bist al-Bātin, so ist nichts unter Dir.“ Dann sagte der Hāfidh al-Bayhaqī: Wenn nichts über Ihm existiert und nichts unter Ihm, existiert Er ohne Ort.“ (Al-Asmā’ wa s-Sifāt S.400)
– Der Hadīthgelehrte und Author des Werkes „Tārīkh Baghdad“, al-Khatīb al-Baghdādī (geb. 392 n.H.) sagte in „al-Faqīh wa l-Mutafaqqih“ (S.94):
الشرع إنما يَرِدُ بمجوَّزات العقول وأما بخلاف العقول فلا
„Die Religion beinhaltet verstandesgemäß Mögliches, sie beinhaltet nichts was dem Verstand widerspricht.“
– Der Hadīthgelehrte al-Qādy ʿIyād (geb. 476 n.H.) sagte in „asch-Schifā“ (1/205), Zitat:
اعلم أن ما وقع من إضافة الدُّنُوِّ والقُرْبِ هنا من الله أو إلى الله فليس بدنوِّ مكان ولا قُرب مدى، بل كما ذكرنا عن جعفر بن محمد الصادق: ليس بدُنوِّ حدٍّ، وإنما دنوّ النبي صلى الله عليه وسلم من ربّه وقربه منه إبانةُ عظيم منزلته وتشريفُ رُتبته
„Wisse, dass die ‚Näherung‘ und ‚Nähe‘ zu Allāh, weder örtliche Näherung noch räumliche Nähe ist. Es ist, wie wir bereits von Djaʿfar Ibn Muhmmad as-Sādiq erwähnten: Es ist keine physische Näherung. Sondern mit der Nähe des Prophet zu Allāh, ist der hohe Status des Propheten bei Allāh gemeint.“
– Der Hadīthgelehrte und Author von „Tārīkh Dimaschq“, der Hāfidh Ibn ʿAsākir (geb. 499 n.H.), sagte in der Darlegung der islamischen Glaubenslehre, überliefernd von Abu l-Maʿālī in „Tabyīn Kadhib al-Muftarī“ (S.150), Zitat:
قالت النجارية: إن البارىء سبحانه بكل مكان من غير حلول ولا جهة. وقالت الحشوية والمجسمة: إنه سبحانه حالّ في العرش وإن العرش مكان له وهو جالس عليه. فسلك طريقة بينهما فقال: كان ولا مكان فخلق العرش والكرسي ولم يحتج إلى مكان، وهو بعد خلق المكان كما كان قبل خلقه
„Die Nadjdjāriyyah-Sekte sagte, dass Allāh in allen Orten wäre, ohne Auflösung und ohne Richtung. Die Haschwiyyah-Sekte und die Verkörperlicher sagten, dass Allāh sich beim Thron aufgelöst hätte, der Thron ein Ort für Ihn wäre und Er darauf sitzen würde. Er (der Imâm der Ahlu s-Sunnah Abu l-Hasan al-Aschʿarī) ging den moderaten Weg und sagte: Allāh existierte und es gab keinen Ort. Er erschuf den Thron und Kursī, ist jedoch nicht in Abhängigkeit vom Ort. Er existiert nach dem Erschaffen des Ortes, ohne Ort, so wie auch vor dem Erschaffen des Ortes, ohne Ort.“
– Der Hadīthgelehrte Ibnu l-Djawzī (geb. ca. 509 n.H.) sagte in „al-Bāz al-Aschhab“, Zitat:
وقد ثبت أن الاجتماع والافتراق من لوازم التحيز، والحق سبحانه وتعالى لا يوصف بالتحيز… وكذا ينبغي أن يقال ليس بداخلٍ في العالم وليس بخارجٍ منه،
„Es ist eine Tatsache, dass das Verbundensein und das Getrenntsein zu den Konsequenzen der Lokalisation gehören. Und der erhabene Schöpfer wird nicht mit Lokalisation beschrieben. So sollte gesagt werden: Allāh ist weder Innerhalb des Universums noch Außerhalb davon.“
Und der Hāfidh Ibn l-Djawzī sagte ebenfalls in „Dafʿ Schubah at-Taschbīh“ (S.58), Zitat:
الواجب علينا أن نعتقد أن ذات الله تعالى لا يحويه مكان ولا يوصف بالتغيّر والانتقال
„Es obliegt uns daran zu glauben, dass Allāh von keinem Ort beinhaltet wird und nicht mit Veränderung oder Transport beschrieben werden darf.“
– Der Hadīthgelehrte Ibn Abī Djamrah (geb. 518 n.H.) sagte in „Bahdjat an-Nufūs“ (Teil1, S.35), Zitat:
ومنهم المجسمة لأنهم يقولون بالجسم والحلول ومعتقد هذا لايصح منه الايمان
„Die Verkörperlicher sind Ungläubige, denn sie schreiben Allāh einen Körper und Auflösung zu.“
Und er sagte in „Bahdjat an-Nufūs“ (3/176), Zitat:
فثبت بهذا نفي الاستقرار والجهة في حقه جلّ جلاله
„Damit ist belegt, dass Allāh erhaben ist über die Niederlassung und die Richtung.“
– Der Hadīthgelehrte Ibn Daqīq al-ʿĪd (geb. 625 n.H.) lobte die Schrift des Diyā’ ad-Dīn al-Qurtubī, in der er einige zeitgenössische Sektenanhänger widerlegte, welche den Imām al-Aschʿarī verspotteten. Unter anderem kam in dieser Schrift, Zitat:
هو الله لا أين ولا كيفَ عندَه ولا حَدَّ يحويه ولا حصرَ ذي حَدِّ
Er ist Allāh, er existiert ohne Ort und ohne Beschaffenheit. Weder ist Er beinhaltet von Grenzen noch beschränkt mit Grenzen.“ (Tabaqāt asch-Schāfiʿiyyah al-Kubrā 3/428)
– Der Hadīthgelehrte und Author von Riyādu s-Sālihīn, der Hāfidh an-Nawawī (geb. 631 n.H.) sagte in seiner Erläuterung zum Sahīh Muslim (3/19), Zitat:
إن الله تعالى ليس كمثله شىء، وإنه منزه عن التجسيم والانتقال والتحيز في جهة وعن سائر صفات المخلوق
„Allāh ähnelt nichts und niemandem. Er ist erhaben über Körper, Transport, Lokalisation in Richtungen und alle anderen Eigenschaften der Geschöpfe.“
– Der Hadīthgelehrte Ibn Djamāʿah (geb. 639 n.H.), sagte in „Īdāh ad-Dalīl“ (S.104-105), Zitat:
كان الله ولا زمان ولا مكان، وهو الآن على ما عليه كان
„Allāh existierte und es gab weder Ort noch Zeit. Und Er existiert auch jetzt, ohne Ort und ohne Zeit.“
Und er sagte ebenfalls in „Īdāh ad-Dalīl“, Zitat:
إذ ليس بجسم ولا عَرَض ولا جوهر، فصح وجوده عقلاً من غير جهة ولا حيز
„Allāh ist kein Körper, kein Eigenschaft eines Körpers und kein Teilchen. Somit ist es verstandesgemäß korrekt, dass Er ohne Richtung und ohne Lokalisation existiert.“
– Der Hadīthgelehrte al-ʿAlā’ī (geb. 694 n.H.) sagte bezüglich der „ʿAqīdah al-Murschidah“, Zitat:
وهذه „العقيدةُ المرشدةُ“ جرى قائلها على المنهاج القويم، والعَقْد المستقيم، وأصاب فيما نزَّه به العليَّ العظيم
„Wer dieser ʿAqīdah al-Murschidah zustimmt, der befindet auf dem rechten Weg und Glauben. Und er liegt richtig in seinem Glauben an die Erhabenheit Gottes.“ (Tabaqāt asch-Schāfiʿiyyah al-Kubrā in der Tardjamah des ʿAbdu r-Rahmān Ibn Muhammad Ibn al-Hasan Ibn Hibatillāh 8/185).
Und in der ʿAqīdah al-Murschidah heißt es, so wie der Schaykh Tādju d-Dīn as-Subkī von dem Schaykh Fakhru d-Dīn Ibn ʿAsākir überlieferte, Zitat:
إن الله تعالى موجود قبل الخلق ليس له قَبْلٌ ولا بَعْدٌ، ولا فوقٌ ولا تحتٌ، ولا يمينٌ ولا شمالٌ، ولا أمامٌ ولا خَلْفٌ
„Allāh existierte vor der Schöpfung. Er ist weder oben noch unten, weder rechts noch links, weder vorne noch hinten.“
Tādju d-Dīn as-Subkī sagte, Zitat:
كان حافظا ثبتًا ثقة عارفًا بأسماء الرجال والعلل والمتون. أشعريًّا صحيح العقيدة سُنيًّا، لم يخلف بعده في الحديث مثله
„Er war ein erfahrener vertrauenswürdiger Hadīthgelehrter. Kundig in den Namen der Überlieferer, der Makel und Textinhalte. Er war Aschʿarī mit korrekter Glaubenslehre, ein Sunnī. Nach ihm kam keiner, der in der Hadīthwissenschaft war wie er.“ (Tabaqāt asch-Schāfiʿiyyah al-Kubrā 10/36)
– Der Hadīthgelehrte Ibn al-Mulaqqin (geb. 723 n.H.) sagte in „Scharh Sahīh al-Bukhārī“, Zitat
الدَّلائِل الوَاضِحَة قَد قَامَتْ علَى أَنَّ البَارِي تَعَالَى لَيْسَ بِجِسْمٍ ولا مُحْتَاجًا إلى مَكَانٍ يَحُلُّهُ وَيَسْتَقِرُّ فِيهِ، لأنَّهُ تَعالَى قَد كَانَ وَلا مَكَانَ وَهُوَ علَى مَا كَانَ ثُمَّ خَلَقَ الْمَكَانَ، فَمُحَالٌ كَوْنُه غَنِيًّا عَنِ الْمَكَانِ قَبْلَ خَلْقِهِ إِيَّاهُ ثُمَّ يَحْتَاجُ إِلَيهِ بَعْدَ خَلْقِهِ لَهُ هذَا مُسْتَحِيلٌ
„Die Beweis stehen in all ihrer Deutlichkeit dafür, dass der erhabene Schöpfer kein Körper ist und von keinem Ort abhängig ist, um darin aufgelöst zu werden oder sich darin niederzulassen. Denn der Erhabene existierte vor dem Ort, ohne Ort. Und Er existiert auch nach dem Erschaffen des Ortes, ohne Ort. Da Er unabhängig vom Ort ist, ist es unmöglich, dass Er nach dem Erschaffen des Ortes davon abhängig geworden wäre, dies ist unmöglich.“
– Der Hadīthgelehrte at-Tībī (verst. 743 n.H.) sagte während der Erläuterung des Hadīth der Magd in „Scharh at-Tībī ʿalā Mischkāt al-Masābīh“ (6/340), Zitat:
لم يُرِد ـ أي الرسول ـ السؤال عن مكانه ـ أي الله ـ فإنه منزه عنه
„Der Prophet hat nicht die Frage nach dem Ort gemeint, denn Allāh ist erhaben darüber.“
– Der Hadīthgelehrte al-ʿAynī (geb. 762 n.H.) sagte in „ʿUmdat al-Qārī“ (12/25/117), Zitat:
تقرر أن الله ليس بجسم، فلا يحتاج إلى مكان يستقر فيه، فقد كان ولا مكان
„Es steht fest, dass Allāh kein Körper ist und somit keinen Ort braucht um sich darin niederzulassen, denn Er existierte und es gab keinen Ort.“
– Hadīthgelehrte Waliyyu d-Dīn Abū Zurʿah al-ʿIrāqī (geb. 762 n.H.) sagte in „Tarh at-Tathrīb“ (8/84)
والله تعالى منزه عن الاستقرار والتحيّز والجهة
„Allāh ist erhaben über die Niederlassung, Lokalisation und Richtung.“
– Der Hadīthgelehrte und Author von „Bulūgh al-Marām“, Ibn Hadjar al-ʿAsqalānī (geb. 773 n.H.), sagte in „Fath al-Bārī“ (6/136), Zitat:
ولا يلزم من كون جهتي العلو والسفل محالاً على الله أن لا يوصف بالعلو، لأن وصفه بالعلو من جهة المعنى، والمستحيل كون ذلك من جهة الحس،
„Die Unmöglichkeit der beiden Richtungen oben und unten, in Bezug auf Allāh, bedeutet nicht, dass Er nicht mit Hoheit beschrieben werden darf. Denn die Beschreibung mit Hoheit, ist im Übertragenen Sinne. Das Unmögliche ist, dass eine physische Bedeutung gemeint wäre.“
Und der Hāfidh Ibn Hadjar sagte in „Fathu l-Bārī“ (3/30) bezüglich des Hadīth an-Nuzūl, Zitat:
استدل به من أثبت الجهة وقال هي جهة العلو، وأنكر ذلك الجمهور* لأن القول بذلك يفضي إلى التحيز، تعالى الله عن ذلك
„Diejenigen, die Allāh eine Richtung zuschreiben, haben diesen Hadīth (an-Nuzūl) als Vorwand genommen und sagten: ‚Es ist die obere Richtung‘. Und die Allgemeinheit hat dieses abgewiesen, denn dieses führt zur Lokalisierung. Erhaben ist Allāh über so etwas.“
Und er sagte ebenfalls bezüglich des Hadīth an-Nuzūl, Zitat:
منهم من أخذه على ظاهره وهم المشبهة تعالى الله عن قولهم
„Einige haben ihn gemäß des Augenscheins genommen, sie sind die Verähnlicher. Erhaben ist Allāh über ihre Aussagen.“
Und er sagte ebenfalls:
ما عرف الله من شبه الله
„Wer Allāh verähnlicht, der kennt Allāh nicht.“
Und er sagte al-Baydāwī zitierend:
قال البيضاوي : ولما ثبت بالقواطع أنه سبحانه منزه عن الجسمية والتحيز امتنع عليه النزول على معنى الإنتقال من موضع الى موضع أخفض منه فالمراد نور رحمته /24
„Al-Baydāwī sagte: Mit den endgültigen Beweisen steht fest, dass Allāh erhaben über Körper und Lokalisation ist, demnach ist Er auch über Transport von einem Ort, zu einem davon tiefer gelegenen erhaben. Gemeint ist, seine Gnade.“
Und er sagte in „Fathu l-Bārī“ (7/124), Zitat:
فمعتَقَد سلف الأئمة وعلماء السنة من الخلف أن الله منزه عن الحركة والتحول والحلول، ليس كمثله شىء
„So ist die Glaubensehre der Imāme der Salaf und Gelehrten der Sunnah, von den Khalaf, dass Allāh erhaben ist über Bewegung, Verlagerung und Auflösung. Er ähnelt nichts und niemandem.“
Und er sagte in „Fathu l-Bārī“ (11/505), Zitat:
فإن العندية عندية اختصاص وتشريف لا عندية مكان
„Mit der ʿIndiyyah (dem Beisein) ist die Besonderheit und der Status gemeint, nicht der Ort.“
Und er sagte in „Fathu l-Bārī“ bezüglich des Hadīth {إن أحدكم إذا قام في صلاته فإنه يناجي ربَّه أو إن ربَّه بينه وبين القبلة}, Zitat:
وقد نزع به بعض المعتزلة القائلين بأن الله في كل مكان وهو جهل واضح، وفيه الرد على من زعم أنه على العرش بذاته
„Einige Muʿtazilah, welche behaupten, dass Allāh in jedem Ort wäre, haben diesen Hadīth als Vorwand genommen und dies ist eine offenkundige Unwissenheit. Dieser Hadīth beinhaltet eine Widerlegung derjenigen, die behaupten, dass Allāh selbst auf dem Thron wäre.“
– Der Hadīthgelehrte as-Sakhāwī (geb. 831 n.H.) sagte in „al-Maqasid al-Hasanah“ (Nr.886, S.342), Zitat:
قال شيخنا ـ يعني الحافظ ابن حجر ـ: والله سبحانه وتعالى منزه عن الحلول في الأماكن، فإنه سبحانه وتعالى كان قبل أن تحدث الأماكن
„Unser Schaykh (d. h. der Hāfidh Ibn Hadjar al-ʿAsqalānī) sagte: Allāh ist erhaben über Auflösung in den Orten, denn Allāh existierte vor Erschaffung der Orte.“
– Der Hadīthgelehrte und Verfasser von „Tadrīb ar-Rāwī“ sowie „Alfiyah al-Hadīth“, der Hāfidh as-Suyutī (geb. 849 n.H.), sagte in „Al-‚Iklīl fī s-Stinbāti t-Tanzīl“, Zitat: „Die Āyah {ليس كمثله شيء} beinhaltet eine Widerlegung der Behauptung derjenigen, die Allāh mit den Geschöpfen vergleichen. Denn sie beweist, dass Allāh, der Erhabene, keine Masse, kein Körper, keine Farbe und keine Eigenschaft der Geschöpfe ist. Und sie beweist, dass Allāh ohne Ort und ohne Zeit existiert.“
– Der Hadīthgelehrte al-Qastallānī (geb. 851 n.H.) sagte in „Irschād as-Sārī“ (15/451), Zitat:
ذات الله منزَّه عن المكان والجهة
„Allāh ist erhaben über den Ort und die Richtung.“
– Der Hadīthgelehrte Ibn ʿIllān as-Siddīqī (geb. 996 n.H.) sagte in „al-Futuhāt“, Zitat:
وأنّه تعالى منزّه عن الجهة والمكان والجسم وسائر أوصاف الحدوث، وهذا معتقد أهل الحقّ ومنهم الإمام أحمد، وما نسبه إليه بعضهم من القول بالجهة أو نحوها كذب صراح عليه وعلى أصحابه المتقدمين كما أفاده ابن الجوزي من أكابر الحنابلة
„Allāh ist erhaben über Richtung, Ort, Körper und alle erschaffenen Eigenschaften. Und dies ist der Glaube derjenigen, die sich auf der Wahrheit befinden.“
– Der Hadīthgelehrte Murtadā az-Zabidī (geb. 1145 n.H.) sagte in „Ithāf as-Sādah al-Muttaqīn“, Zitat:
إنه سبحانه لا مكان له ولا جهة
„Allāh, der Erhabene, existiert ohne Ort und ohne Richtung.“
Und er sagte ebenfalls, Zitat:
إنه تعالى مقدَّس منزَّه عن التغير من حال إلى حال والانتقال من مكان إلى مكان، وكذا الاتصال والانفصال فإن كلاًّ من ذلك من صفات المخلوقين
„Allāh ist erhaben über die Veränderung und den Transport von Ort zu Ort. Und Er ist erhaben über das Verbundensein und Getrenntsein, denn all dieses gehört zu den Eigenschaften der Geschöpfe.“
– Wie wir bereits sagten, ist dies nur eine kleine beispielhafte Auswahl an Zitaten, für eine unbestreitbare Tatsache.
Fazit:
Wir haben gezeigt, dass es schon immer die Glaubenslehre der Hadīthgelehrten war, dass Allāh ohne Ort, ohne Richtung, ohne Körper und ohne Beschaffenheit existiert. Und wer ihnen Gegenteiliges zuschreibt, der hat über sie gelogen.
Zu all dem kommt hinzu, dass wir noch nicht einmal auf die Themen „gute Neuerung“ „Maulid“ oder „Segenserlangung mit dem Grab des Propheten“ eingegangen sind und was die Hadīthgelehrten dazu sagten. Beispielsweise was der Imām asch-Schāfiʿī, der Imām at-Tabarī, der Hāfidh al-Bayhaqī oder der Hāfidh an-Nawawī bezüglich der guten Neuerung sagten. Und wir sind nicht darauf eingegangen, was der Hāfidh as-Suyutī über den Maulid sagte. Oder was der Imām Ahmad über die Segenserlangung mit dem Grab des Propheten sagte. Oder was der Hāfidh Ibn Hadjar und an-Nawawī und viele andere zum Thema Gräber, Awliyā’ und Segenserlangung sagten. Und dies ist der Grund, warum die Verähnlicher damit begangen, die Bücher der Hadīthgelehrten zu fälschen, wie „al-Adhkār“ von dem Hāfidh an-Nawawī. Die Glaubenslehre der Hadīthgelehrten hat somit nichts mit dem Unglauben der Verähnlicher zu tun.
Nützlicher Hinweis:
– Es kann sein, dass einige Verähnlicher dir erlogenen Aussagen über die Hadīthgelehrten der Salaf vorlegen, in denen Verkörperlichung und Lokalisation erwähnt wird. Diesen Lügen ist keinerlei Beachtung zu schenken, denn wir haben sie bereits in der Widerlegung Nr. 10 „Der große Betrug über die Glaubenslehre der Salaf“ widerlegt.
– Es kann sein, dass einige Verähnlicher dir sagen, dass adh-Dhahabī und Ibn Kathīr Wissen im Hadīth hätten und dieses ein Beweis für sie darstellen würde.
Die Antwort lautet: Es kommt auf das richtige Verständnis an, nicht die Menge an Informationen, die man sich aufgrund des Erinnerungsvermögens merken kann. Ansonsten könnte es sein, dass jemand behauptet, dass der Iblīs (der Satan) auf dem richtigen Weg wäre, weil er so viel wissen würde. Wenn jemand von der Wahrheit abweicht, so wird das Falsche nicht richtig und das Richtige nicht falsch.
– Was adh-Dhahabī betrifft, so ist er ein Schüler von Ibnu Taymiyah dem Harrāni, ein Führer der Verkörperlicher. Deshalb siehst du, wie er ein Buch mit dem Titel „Kitāb al-ʿArsh“ verfasste (von dem er sich später distanziert hat), welches gefüllt ist mit Verähnlichung und Verkörperlichung (Diese haben wir bereits in der Widerlegung Nr.10 widerlegt).
Weiterhin sei darauf hingewiesen, dass er nicht in allem mit den Verähnlichern dieser Zeit übereinstimmt, denn er betrachtet beispielsweise die Segenserlangung mittels der Berührung des Grabes des Propheten, als etwas Erlaubtes. Die Verähnlicher betrachten dieses jedoch als Unglaubn und damit ist er in Wirklichkeit ein Ungläubiger für sie.
Außerdem wendete er sich später gegen Ibnu Taymiyah dem Harrānī und schrieb unter anderem folgendes in dem Buch „Bayānu Zaghal al-ʿIlm wa t-Talab“, er sagte, Zitat: „Bei Allāh! Wir haben uns der Lächerlichkeit preisgegeben! Bis wann gräbst du die abstrusen Blasphemien der Philosophen noch aus, damit wir mit unserem Verstand darauf antworten? Du hast die Gifte der Philosophie und ihrer Schriften zum wiederholten Male heruntergeschluckt. Und von der vermehrten Einnahme der Gifte zehrt der Körper, worin es sich dann verfestigt!“ Was die Authentizität des Buches betrifft, so besteht kein Zweifel daran, denn der Hadīthgelehrte as-Sakhāwī bestätigt, dass adh-Dhahabī es schrieb und zitierte daraus in seinem Werk „al-‚Iʿlān bi t-Tawbīkh“ (S.77).
– Was Ibn Kathīr betrifft, so trifft Ähnliches auf ihn zu, wie auf adh-Dhahabī. Es kommt nicht auf die Menge der Informationen an, die man sich aufgrund des Erinnerungsvermögens merken kann, sondern auf das richtige Verständnis. Er war auch ein Schüler des Harrānī Ibnu Taymiyah und deshalb siehst du wie er in seinem Buch, Allāh mit der Schöpfung verähnlicht indem er Ihn als „glimmerndes Licht“ bezeichnet, wa l-ʿIādhubillāh. Und dies ist eine Verähnlichung mit der Schöpfung.
Und auch er stimmt nicht mit den heutigen Verähnlichern überein, denn er klassifizierte Ahadīth als authentisch Sahīh ein, in denen das Hilfeersuchen beim Propheten erwähnt ist. Die Verähnlicher betrachten dieses jedoch als Unglauben und damit ist er in Wirklichkeit ein Ungläubiger für sie. Dabei ist es irrelevant ob die Verähnlicher behaupten, dass diese Ahadīth schwach wären, denn Ibn Kathīr hat mit der Authentifizierung dieser Ereignisse bestätigt, dass sie stattgefunden haben und glaubte somit daran, dass dieses Hilfeersuchen tatsächlich von den Gefährten praktiziert wurde.
– Was den Albani betrifft, einer Verähnlicher dieser Zeit, und seine fanatischen Anhänger, welche ihn fälschlicherweise als Hadīthgelehrten betrachten, so reicht es um seine Unwissenheit auf dem Gebiet der Hadīthwissenschaft zu belegen, auf das Buch „Taʿāqub al-Hathīth“ und „Nusrat Taʿāqub al-Hathīth“ des Hāfidh al-Hararī hinzuweisen. Diese Bücher sind eine vorzügliche Widerlegung und Bloßstellung der Unwissenheit dieses Albani, so wie der Hadīthgelehrte al-Ghumārī dazu anmerkte.
Quelle: https://www.facebook.com/dieWaechter.desGlaubens/posts/953645758018992