Die glaubenslehre der Ahlu Sunnah

Die Asha'irah und Maturidiyyah


Al-Fiqh al-Akbar und Al-Fiqh al-Absat sind authentisch berichtete Werke von Imam Abu Hanifa (gest. 150 n.H.) und die Widerlegung der Lügen von al-Khumayyis

بسم الله الرحمن الرحيم

Wir werden die Scheinargumente von al-Khumayyis hinsichtlich der Bücher al-Fiqh al-Akbar und al-Fiqh al-Absat mit Allah’s Erlaubnis widerlegen. Dieser Khumayyis hat ein lächerliches Buch über die Glaubenslehre von Abu Hanifa geschrieben. In diesem Buch versucht er jedes Werk von Abu Hanifa als schwach einzustufen.

Das erste Buch (al-Fiqh al-Akbar):

Die Kette lautet wie folgt: Nasir (Nusayr) ibn Yahya al-Balkhi -> Muhammad ibn Muqatil al-Razi -> Isam ibn Yusuf ibn Maymun al-Balkhi -> Hammad ibn Abu Hanifa -> von seinem Vater (Abu Hanifa)

Die obigen überlieferer sind alle vertrauenswürdig. Nur Al-Bukhari allein hat Ibn Muqatil als schwach erklärt, wie von al-Khalili in al-Irshad erwähnt wurde, aber ohne begründung, Ibn Hajar verwirft diese schwächung und hält dies als ein Meinungsunterschied zwischen den Rechtsschulen (Der Konflikt zwischen den Ahlu-Ray und den Ahlu Hadith).

Nasr (Nusayr) bin Yahya

Nusayr bin Yahya war ein Faqih, Alim, Muhaqiq und ein Zahid (Asket) er hat den Fiqh von Abu Sulayman al-Juzjani [und er war der Schüler von Imam Muhammad ibn Hasan ash-Shaybani] erlernt. (Siehe dazu: Ibn Dawud al-Balkhi, Fadailu Balkh, 257; Qurashi, al-Jawahir, II, 202; Laknawi, al-Fawaid, 221; Mudarrisi,  Muhammad b. Mahrus  Abdullatif, Maschayikhu Balkh mina’l-Hanafiyyah, Baghdad 1977, I, 159.)

Er ist einer der bekannten Gelehrten der Ahlu-Ray und der Lehrer von Imam Abu Mansur al-Maturidi. 

Muhammad ibn Muqatil

Muhammad ibn Muaqtil ist einer der anerkannten Gelehrten der Ahlu-Ray. Er ist ein Allamah und Faqih. Der Qadi in den Ray Gebieten. Einer der engen Gefährten von Imam Muhammad ibn Hassan ash-Shaybani. Um auf die Aussage von Bukhari zurückzukommen, so hat er diese Aussage getätigt weil Muhammad ibn Muqatil einer der Ahlu-Ray war, deswegen sagte auch Ibn Hajar al-Asqalani über die Kritik von Bukhari folgendes: ‘‘Ich glaube weil er (Muhammad ibn Muqatil) den Ray (verbunden) war, hat er (Bukhari) dies gesagt.‘‘ (Lisan al-Mizan, 7/518)

Imam Abu Yusr al-Pazdawi sagte in Ma‘rifah al-Hujja: “Was die Beschuldigung einiger Hadithgelehrten angeht, dass ‘der Hadith von so und so nicht akzeptiert wird, so und so schwach (im Hadith) ist, ihn so und so als schwach angesehen hat, er beschuldigt wurde, ihn so und so Beschuldigt hat‘ so werden die Hadithe der Beschuldigten akzeptiert, solange sie (die Hadithgelehrten) diese nicht mit Beweisen untermaueren. Denn ihre Beschuldigung gegenseitig gehört zu dem Brauch der Hadithgelehrten. Ebenso ist ihre Beschuldigung gegen die Faqihs (d.h. den Hanafis) von ihrem Brauch. Nach ihnen sind die Faqihs (d.h. die Hanafis) Leute, welche die Hadithe verlassen haben.“

Und auch wenn Imam ad-Dhahabi ihn (d.h. Muhammed bin Muqatil ar-Razi) angeblich als schwach angesehen hätte, so sagte er in Mizan al-I‘tidal über ihn: “Auch wenn sie über ihn geredet haben so wurde er (im Hadith) nicht verlassen.“

Daher wird der Kritik von Bukhari und anderen Gelehrten bezüglich der Ahlu-Ray keine Beachtung geschenkt.

Isam ibn Yusuf

Ibn Sa’d erklärte Isam als schwach aber dass gilt auch als unbestätigt da Ibn Sad’s Strenge gegen die Ahlu-Ray bekannt ist.

Ibn Hibban, obwohl er ein rabiater Feind der Hanafi’s war erwähnte ihn in seinem ”at-Thiqat” (die Vertrauenswürdigen).” (Ibn Hajar al-Asqalani in Lisanul Mizan, 7/518.)

Al-Khalili stufte ihn als vertrauenswürdig ein. (Usuluddin indal Abi Hanifa, 118.)

Abdul Qadir al-Qurashi sagt über ihn: ‘‘Er besaß Ahadith und er war gut darin (also im Hadith).‘‘ (Al-Jawahirul Muddiyya, 2/527).

Abdul Qadir al-Qurashi sagte ebenso: ‘‘Er und sein Bruder Ibrahim ibn Yusuf waren in ihrer Zeit die Gelehrten in Balkh (eine Provinz in dem heutigen Afghanistan).‘‘ (Al-Jawahirul Muddiyya, 2/527)

Hammad und al-Uqayli erklärten ihn als schwach, aber ihr fall ist der gleiche wie bei Ibn Sa’d bezüglich der Ahlu-Ray.

Hammad ibn Abu Hanifa

Badr ad-Din al-Ayni al-Hanafi sagt über die falschen Anschuldigungen gegen Hammad ibn Abu Hanifa folgendes:

‘‘Hammad’s Vater (Abu Hanifa) war nie vor der Zunge von Ibn Adiyy sicher (d.h. er kritisierte ihn). Obwohl, er (Abu Hanifa) in dieser Welt der Imam der Imame ist. Über sein Wissen und Fiqh gibt es Übereinstimmung. So konnte er (Abu Hanifa) nicht vor der Zunge Ibn Adiyy’s sicher sein. Wie sollte dann sein Sohn vor Ibn Adiyy’s Zunge sicher sein? Dieser Meinung von Ibn Adiyy wird kein bisschen Wert gegeben. Denn von ihren (Ibn Adiyy und anderen) Worten sieht man, dass sie Feinde von Abu Hanifa und seinen Gefährten waren!‘‘. (Ma‘anil Ahyar, 1/243)

Ibn Khalilkan sagt über ihn (Hammad ibn Abu Hanifa) folgendes: ”Er war auf der Madhab seines Vaters (Abu Hanifa). Er war eine rechtschaffene Person.” (Wafayat al-Ayan, 2/205.)

Hafidh Saymari sagt über ihn: ‘‘Er kannte den Fiqh und schrieb Hadithe nieder. Darüber hinaus war er bekannt für seine Gottesfurcht und Askese.‘‘ (Akhbaru Abu Hanifa wa Ashabih, 158.)

Abdul Qadir al-Qurashi sagt über ihn: ‘‘Hammad ibn Nu’man. Der Sohn von dem Imam (Abu Hanifa). Er hat Fiqh von seinem Vater gelernt und gab Rechtsgutachten in seiner Zeit. Sein Sohn Ismail hat den Fiqh von ihm (Hammad ibn Abu Hanifa) genommen. Er ist in der selben Tabakat wie Abu Yusuf, Muhammad, Zufar und Hasan bin Ziyad.‘‘ (Al-Jawahirul Mudiyya, 2/153.)

Die Mu’tazilah waren es die behauptet haben, dass al-Fiqh al-Akbar nicht Abu Hanifa gehöre 

Ibn Bazzazi schreibt in seinem Manakib, während er über (die Werke) al-Fiqhu’l Akbar und al’Alim wa’l Muta’allim spricht: ”Solltest du behaupten, dass kein Buch existiert, das Abu Hanifa verfasst hat, so erwidere ich, dass dies die Aussage der Mu’tazila ist. Sie behaupten, dass Abu Hanifa kein Buch über Ilmu’l Kalam verfasst habe. Und damit wollen sie darauf hinaus, dass al-Fiqhu’l Akbar und al-Alim wa’l Muta’allim nicht ihm gehören. Denn in diesen (beiden Werken) hat er die meisten Prinzipien der Ahlu’s Sunnah wal Jammah erklärt. Doch die Mu’tazila sind eifrig drauf bedacht, ihn so zu präsentieren, als sei er einer von ihnen. Sie sagen, dass dieses Buch Abu Hanifa al-Bukhari gehöre. Dies ist eine offenkundige Verwechslung. Ich habe alle beiden Bücher in der von Allama Kurdi Imadi verfassten handschriftlichen Version gesehen. In beiden stand geschrieben, dass sie Abu Hanifa gehören. Darüber gibt es Übereinstimmung von einer großen Anzahl von Gelehrten.” [Ibn Bazzazi, Manakibu Imamu’l A’dham, Band II, S. 108]

Weitere Scheinargumente: Die Benutzung einiger Wörter in dem Buch al-Fiqh al-Akbar wie ‘‘Jawhar‘‘ und ‘‘Arad‘‘ sind Beweise dafür dass es nicht Abu Hanifa gehören kann, da in dieser Zeit solche Begriffe nicht benutzt worden sind

Das ist nicht wahr, denn in der Zeit von Wasil ibn Ata (der Mu’tazili) der im Jahre 80 n.H. geboren ist und im Jahre 131 n.H. verstarb, wurden Begriffe wie ‘‘Jawhar‘‘ und ‘‘Arad‘‘ benutzt (Siehe dazu: Irfan Abdulhamid, İslam’da İtikadi Mezhebler ve Akaid Esasları, 153)

Dirar bin Amr der Zeitgleich mit Abu Hanifa lebte benutzte ebenso Begriffe wie z.B. ‘‘Arad‘‘. (Siehe dazu: Imam al-Ashari, Makalatu’l Islamiyyin, 281; 330 u. 305)

Der im Jahre 131 n.H. geborene Abu’l Huzayl al-Allaf, der 19 Jahre alt war als Imam Abu Hanifa verstarb benutzte ebenso solche Begriffe. Imam Ibnu’l Murtada erwähnte, dass al-Allaf Begriffe wie z.B. ‘‘Arad‘‘ benutzte. (Siehe dazu: Abu’l Muzaffar al-Isfarayni, at-Tabsir fi’d Din, 42)

Dies zeigt uns, dass Begriffe wie A’rad und Jawhar zur Zeiten von Imam Abu Hanifa existent waren.

Die Gelehrten die zu al-Fiqh al-Akbar von Imam Abu Hanifa ein Kommentar geschrieben haben sind unteranderem folgende:

– Imam Muhammad ibn Muhammad ibn Abdus Sattar al-Kardari (gest. 642 n.H.) und hat dazu ein Sharh geschrieben. (Eine Kopie wird in der Markaz al-Malik Faysal no. 8684, Riyad, Saudi Arabien aufbewahrt)

– Imam Akmalud-Din al-Babarti (gest. 786 n.H.) und hat dazu ein Sharh geschrieben (Siehe Kashf al-Zunun von Hajji Khalifa, 1/69)

– Imam Aladu-Din al-Bukhari (gest. 841 n.H.) und hat dazu ein Sharh geschrieben (Eine Kopie wird in der Khuda Baksh Manuskript Bücherei 10/486 in Indien aufbewahrt)

– Imam Ahmed ibn Sayfud-Din al-Nasafi (gest. 845 n.H.) und hat dazu ein Sharh geschrieben (Eine Kopie des Manuskriptes wird in der al-Maktaba al-Jami’a no. 459, in Beirut, Libanon aufbewahrt)

– Imam Ilyas ibn Ibrahim al-Sinubi al-Rumi (gest. 891 n.H.) und hat dazu ein Sharh geschrieben (Siehe Kashf al-Zunun 1/854 von Hajji Khalifa. Eine Kopie des Manuskriptes wird in der al-Maktaba al-Mahmudiyya no. 1916, in Madina al-Munawwara aufbewahrt)

– Imam Ishaq al-Tabib al-Rumi (gest. 949 n.H.) und hat dazu ein Sharh geschrieben (Siehe Shadharat al-Dhahab 8/281 von Ibn al Imad al-Hanbali)

– Imam Baha-ud Din Zandah (gest. 956 n.H.) und hat dazu ein Sharh geschrieben

– Abu’l-Muntaha al-Magnisawi (gest. 989 n.H.) und hat dazu ein Sharh geschrieben (Siehe Kashf al-Zunun von Hajji Khalifa, 2/1287)

– Mullah Ali al-Qari (gest. 1014 n.H.) und hat dazu ein Sharh geschrieben

– Imam Abdul Awwal ibn Abdul Qayyum al-Mawsawi (gest. 1064 n.H.) und hat dazu ein Sharh geschrieben (Eine Kopie des Manuskriptes wird in der Markaz al-Malik Faysal no. 9260, Riyadh, Saudi Arabien aufbewahrt)

– Imam Nurud-Din al-Sharwani al-Barusawi (gest. 1065 n.H.) und hat dazu ein Sharh geschrieben (Siehe Hadiyatul Arifin 2/499 von Isma’il al Babani al Baghdadi)

– Imam Isma’il ibn Ishaq al-Khutayri (gest. 1061 n.H.) und hat dazu ein Sharh geschrieben (Siehe das Salim Ağa Manuskript 6/587 dieses Werkes in Istanbul, Türkei)

– Imam Abu Ali Murad ibn Uthman al-Mawsili (gest. 1092 n.H.) und hat dazu ein Sharh geschrieben (Siehe Mu’jam al-Mu’allifin von Umar Rida Kahhala 12/213 und Hadiyatul Arifin 2/242 von Isma’il al Babani al Baghdadi)

– Imam Kawz al-Husari Mustafa ibn Muhammad al-Rumi (gest. 1215 n.H.) und hat dazu ein Sharh geschrieben (Siehe Hadiyatul Arifin 2/454 von Isma’il al Babani al Baghdadi)

– Shaykh Sulayman bin Rasad al-Zayyati al-Misri (gest. 1347 n.H.) und hat dazu ein Sharh geschrieben (Siehe al-A’lam von Khayrud-Din Zirikli 3/125)

– Imam Aza ibn Ali al-Hadidi (gest. 1369 n.H.) und hat dazu ein Sharh geschrieben

All diese Gelehrten haben dazu ein Kommentar geschrieben. Dies beweist ebenso, dass sie das Buch “al-Fiqh al-Akbar“ als authentisch ansahen. 

Einige weitere Gelehrte die al-Fiqh al-Akbar Imam Abu Hanifa zugeschrieben haben sind:

– Imam Abu Mansur al-Maturidi (gest. 333 n.H.)

– Ibn Nadim (gest. 377 n.H.)

– Imam al-Pazdawi (gest. 482 n.H.)

– Imam Sadr al-Shari’ah al-Hanafi (gest. 747 n.H.) 

– Imam al-Kamal Ibn al-Humam (gest. 861 n.H.)

– Imam Birgiwi (gest. 981 n.H.)

– Shaykh Bahrul-Ulum Abdul Ali ibn Nizamuddin (gest. 1235 n.H.)

– Imam Ibn Abidin al-Shami (gest. 1252 n.H.)

– Imam al-Kawthari (gest. 1371 n.H.)

– Ibn Bazzazi 

– Imam Muhiyuddin Bahauddin

– Allamah Abdulqadir al-Qurashi

– Allamah Kurdi Imadi

– Allamah Mari al-Hanbali und viele andere 

So sehen wir, dass die Anschuldigungen von al-Khumayyis hinsichtlich der Kette (al-Fiqh al-Akbar) keine Basis haben. Die Tatsache, dass große Imame dieses Buch Imam Abu Hanifa zugeschrieben und kommentiert haben, sind sehr starke Beweise für die Authenzitität des Buches.

Es ist genauso wie Imam al-Maghnisawi sagte: “Wahrlich das Buch al-Fiqh al-Akbar, welches von Imam al-A’dham verfasst wurde, ist fehlerfrei und ein weit akzeptiertes Buch.” (Imam al-Maghnisawi in Sharh al-Fiqh al-Akbar)

Die Scheinargumente von al-Khumayyis hinsichtlich des zweiten Buches (al-Fiqh al-Absat) und die Widerlegung dessen

Al-Khumayyis sagt: ‘‘Allah weiß es am besten, es ist aber offensichtlich, dass es nicht von Abu Hanifa verfasst wurde. Dagegen wurde es von seinem Schüler Abu Muti’ al-Balkhi verfasst und er führte die Notizen und aussagen seines Lehrers zusammen.

Diesbezüglich sagte Imam adh-Dhahabi als er Abu Muti’ al-Balkhi erwähnte: “Der Besitzer des Buches al-Fiqh al-Akbar (al-Fiqh al-Absat). ”Mit diesen Worten weist er daraufhin, dass der Verfasser dieses Buches nicht Abu Hanifa ist, sondern Abu Muti’ al-Balkhi.

Und al-Laknawi sagt: “Abu Muti’ al-Balkhi ist der Schüler von Abu Hanifa und der Besitzer des Buches al-Fiqh al-Akbar (al-Fiqh al-Absat)” – Zitat Ende von al-Khumayyis –

Ich sage: Was er von den Worten Dhahabi’s verstanden hat, zeigt wie Unwissend dieser Khumayyis ist. Denn Imam Dhahabi sagt in seinem Buch ‘‘al-Mushtabah fi Asma wa rijal‘‘, dass dieses Buch Abu Hanifa gehört. Als er über Nasran bin Nasr al-Khatli spricht, sagt Dhahabi folgendes:

‘‘Abu Malik Nasran bin Nasr al-Khatli. Er hat das Buch von Abu Hanifa namens al-Fiqh al-Akbar von Ali bin al-Husayn überliefert…‘‘. (Dhahabi, al-Mushtabah fi Asma wa rijal, 90.)

Dumm nur, dass Khumayyis die Worte von Dhahabi verfälscht hat, in dem er dort den Namen ‘‘Abu Hanifa‘‘ ausgelassen hat. (siehe dazu: Khumayyis, Usuluddin indal Abi Hanifa, 112.)

Und was er Imam Laknawi zuschreibt stimmt auch nicht. Denn in seinem Buch sagt Imam Laknawi während er über Abu Muti al-Balkhi spricht folgendes:

‘‘Hakam bin Abdullah bin Maslama bin Abdur Rahman. Qadi Abu Muti al-Balkhi. Er ist die Person die Abu Hanifa’s Buch al-Fiqh al-Akbar (al-Fiqh al-Absat) überliefert.‘‘ (Laknawi, Al-Fawaid al-Bahiyyah, 34)

Wie wir sehen sagt er hier eindeutig, dass Abu Muti al-Balkhi ein Überlieferer des Buches al-Fiqh al-Akbar (al-Fiqh al-Absat) ist. Danach zitiert Imam Laknawi von Imam Dhahabi‘s Buch ‘‘al-Ibar fi Khaberi man Ghabar‘‘ folgendes:

‘‘Al-Jami (Laknawi) sagt: Dhahabi erwähnte in seinem Buch ‘‘al-Ibar fi Khaberi man Ghabar‘‘ das sein Tod 199 n.H. war und er sagte (Imam Dhahabi): Abu Muti’ al-Balkhi ist der Schüler von Abu Hanifa und der Besitzer des Buches al-Fiqh al-Akbar (al-Fiqh al-Absat).‘‘ (Laknawi, Al-Fawaid al-Bahiyyah, 34)

Ich sage: Wie wir sehen zitiert Imam Laknawi nur die Worte von Imam Dhahabi. Da Imam Dhahabi dieses in seinem Buch sagte. Jedoch wie wir erwähnt haben hat Dhahabi in seinem Buch ‘‘al-Mushtabah‘‘ eindeutig erwähnt, dass dieses Buch Abu Hanifa gehört. Dies zeigt, dass während Imam Dhahabi den Abu Muti al-Balkhi als den ‘‘Besitzer des Buches al-Fiqh al-Akbar (al-Fiqh al-Absat)‘‘ betitelt, damit meint, dass er die Worte von Abu Hanifa niedergeschrieben hat.

Imam Laknawi erwähnt zuerst (während er über Abu Muti al-Balkhi spricht) dass er ein Überlieferer von dem Buch ist und danach erst bringt er die Worte von Imam Dhahabi. Und dieser Khumayyis tut so als ob das die Worte von Imam Laknawi wären obwohl er nur von Imam Dhahabi zitiert und dazu noch bringt er nicht die Worte von Laknawi wo er davor eindeutig sagt, dass Abu Muti al-Balkhi der Überlieferer des Buches ist. Dies zeigt nur die Heuchelei von diesem al-Khumayyis.

Nur weil Imam Abu Muti al-Balkhi die Aussagen von Abu Hanifa niedergeschrieben hat, heißt es dann, dass dieses nicht Imam Abu Hanifa’s Buch ist? Dann müssten wir auch über Imam Ahmad bin Hanbal’s ‘‘Masail‘‘ dasselbe sagen. Dann würden die Aussagen die man Imam Ahmad in dem Buch zuschreibt nicht ihm gehören sondern seinem Sohn Abdullah oder Salih, Ishaq bin Ibrahim und Ishaq bin Mansur.

Dann müssten wir über Imam Shafi’is Buch ‘‘Al-Umm‘‘, dasselbe sagen. Denn das Buch haben seine Studenten niedergeschrieben.

Oder das Buch ‘‘al-Mudawwanatul Kubra‘‘ welches Sahnun verfasst hat. In diesem Buch sind die Fiqh-Ansichten von Imam Malik. Jedoch der sie gesammelt hat (die Fiqh-Ansichten) ist Sahnun. Hier kommt kein ‘‘Schlaumeier‘‘ und sagt, diese Aussagen in dem Buch können nicht Sahih auf Imam Malik zurückgeführt werden. Sahnun hat Malik nicht gesehen sondern er hat diese Ansichten von Imam Malik’s Schüler genommen. 

Und Imam Nawawi sagt: ‘‘Fünftens: Shafi’i –rahimahullah- sagt in Mukhtasar…‘‘ (An-Nawawi, al-Majmu, 3/526)

Jedoch wissen wir dass Imam Shafi’i kein Buch hat dass Mukhtasar heißt sondern dies hat sein Schüler Muzani niedergeschrieben. Muzani hat dieses Buch nach dem Tode Shafi’is geschrieben. In diesem Buch hat er die Aussagen von Imam Shafi’i gesammelt. Sollen wir nun jetzt sagen dass der Inhalt in dem Buch nicht von Imam Shafi’i ist weil sein Schüler Muzani diese niedergeschrieben hat?

Abu Hanifa (radiyAllahu anhu) hat kein Fiqh Buch niedergeschrieben. Jedoch haben seine Schüler seine Ansichten niedergeschrieben. Sollen wir nun sagen das die Aussagen von Abu Hanifa in dem Buch von Imam Muhammad ‘‘Al-Jamiul Kabir‘‘ nicht seine sind?

Und was ist mit den Ahadith? Hat Rasulallah (Sallallahu alayhi wa Sallam) diese selbst niedergeschrieben? Nein! Sollen wir nun sagen dass es nicht seine sind? 

Oder die Briefe die Rasulallah (Sallallahu alayhi wa Sallam) gesendet hat. Sollen wir nun sagen, dass es nicht seine Worte sind? Da er (Sallallahu alayhi wa Sallam) sie nicht selber niedergeschrieben hat?

Die Argumentation von al-Khumayyis ist sehr schwach!

Das zweite Buch (auch als “al-Fiqh al-Absat“ bekannt):

Die Kette lautet wie folgt:

Abu Bakr al-Kasani –> Alauddin as-Samarqandi –> Abul Muin an-Nasafi –> Abu Abdullah Husayn bin Ali al-Kashgiri –> Abu Malik Nasran bin Nasr al-Khatli –> Abul Hasan Ali bin Ahmad al-Farisi –> Nasr bin Yahya –> Abu Muti al-Balkhi –> Abu Hanifa

Abu Bakr al-Kasani, Alauddin as-Samarqandi und Abul Muin an-Nasafi sind alle bekannte und angesehene von den Ahlu-Ray. Alle drei sind Imame.

Abu Bakr al-Kasani

Er ist der Besitzer von dem berühmten und hervorragenden Fiqh Buch ‘‘Badaius Sanai‘‘. Er ist im Jahre 587 n.H. verstorben 

Alauddin as-Samarqandi

Er ist der Besitzer von dem bekannten Buch ‘‘Tuhfatul Fuqaha‘‘.

Abul Muin an-Nasafi

Er ist einer der bekannten Imame. Der hervorragende Mutakallim der Ahlu Sunnah. Er ist im Jahre 508 n.H. verstorben.

Abu Abdullah Husayn bin Ali al-Kashgari

Er ist im Jahre 484 n.H. gestorben hat eine gewisse Schwäche, jedoch ist dies kein Problem, denn zu diesen Zeiten war das Buch al-Fiqh al-Akbar (al-Fiqh al-Absat) schon sehr berühmt. Dies wird an folgenden Aussagen klar (Achtet auf das Sterbedatum der Gelehrten, sie starben alle vor Kashgari):

Shaykh Ab al-Muzaffar al-Isfarayini (gest.471 n.H.) sagte:

“Al-Fiqh al-Akbar (al-Fiqh al-Absat) wurde zu uns durch vertrauenswürdige Überlieferer zuverlässig und mit einer soliden Kette von Nasir ibn Yahya [zu] Abu Hanifa überliefert.” [In al-Tabsir (Seite 113) wie von al-Kawthari in seinem Vorwort zu al-Bayadi’s Isharat al-Maram zitiert wurde (Seite 5).]

Wie wir sehen sagt er eindeutig dass die Kette von dem Buch authentisch ist und er ist vor Kashgari verstorben. Imam Ab al-Muzaffar al-Isfarayini ist im Jahre 471 n.H. verstorben.

Imam Abu Mansur Abd al-Qahir al-Baghdadi (gest. 429 n.H.) sagte in seinem Usul al-Din: ”Abu Hanifa hat ein Buch gegen die Qadariyyah geschrieben namens al-Fiqh al-Akbar (al-Fiqh al-Absat)”

Ibn Nadim (gest. 377 n.H.) sagt: “Es gibt vier Bücher, die auf Abu Hanifa zurückgehen. Dies sind folgende: al-Fiqh al-Akbar, Al-Alim wa’l Mutaallim, Sein Brief an Uthman al-Batti, welcher von der Beziehung zwischen Glauben (Iman) und Taten (Amal) handelt, und ein Buch zur Zurückweisung (Raddiyya) der Qadariyya (al-Fiqh al-Absat). In all diesen (Büchern) geht es um Themen des Ilmu’l Kalam und der Aqidah.“ (Ibn Nadim, al-Fihrist,17.)

Und es gibt noch ein alten Sharh zu al-Fiqh al-Absat von Imam Abul Layth al-Samarqandi der im Jahre 373 n.H. verstorben ist. Imam Kawthari sagt, dass er einige Manuskripte zu den Sharh zu al-Fiqh al-Absat von Imam Abul Layt al-Samarqandi gesehen hat.

Abul Hasan Ali bin Ahmad al-Farisi

Al-Khumayyis behauptet, dass er über Farisi nichts gefunden hätte. Wir helfen Khumayyis bisschen nach. Denn Abu Yala al-Khalili sagt in ‘‘al-Irshad‘‘ über al-Farisi:

‘‘Abul Hasan Ali bin Ahmad al-Balkhi. Er ist bekannt unter dem Namen Farisi. Er hat von Isa bin Ahmad und Muhamad bin al-Fadl al-Balkhi überliefert. Er ist vertrauenswürdig. Und von ihm (Farisi) haben al-Masarcisi und Abu Zura Ahmad bin al-Husayn ar-Razi überliefert… Er ist im Jahre 330 n.H. verstorben‘‘ (Khalili, al-Irshad fi Marifati Ulamail Hadis, 951- 952.)

Nasr (Nusayr) bin Yahya

Nusayr bin Yahya war ein Faqih, Alim, Muhaqiq und ein Zahid (Asket) er hat den Fiqh von Abu Sulayman al-Juzjani [und er war der Schüler von Imam Muhammad ibn Hasan ash-Shaybani] erlernt. (Siehe dazu: Ibn Dawud al-Balkhi, Fadailu Balkh, 257; Qurashi, al-Jawahir, II, 202; Laknawi, al-Fawaid, 221; Mudarrisi,  Muhammad b. Mahrus  Abdullatif, Maschayikhu Balkh mina’l-Hanafiyyah, Baghdad 1977, I, 159.)

Er ist einer der bekannten Gelehrten der Ahlu-Ray und der Lehrer von Imam Abu Mansur al-Maturidi. 

Abu Muti al-Balkhi

Was die Kritik von Abu Muti al-Balkhi und allgemein gegen die Hanafis angeht so sollte man dieser Kritik nicht viel Beachtung schenken, denn es ist bekannt, dass die Ahlu Hadith in der Kritik der Ahlu Ray übertrieben haben, so ist es nicht verwunderlich, dass man sieht wie einige von ihnen in der Kritik von Imam Abu Hanifa und seinen Schüler übertrieben haben.

Imam al-Kawthari hat es auf den Punkt gebracht, er sagte in seinen Vorwort zu den Fünf Aqidah Büchern von Imam Abu Hanifa: ‘‘Manche Überlieferer haben in der Kritik von Abu Muti übertrieben genauso wie sie in der Kritik von Abu Hanifa und seinen Schülern übertrieben haben. Sie bringen als Ausrede Vorwürfe gegen ihn wie z.B. er hätte seine eigene Meinung im Fiqh (Ray), er würde die Ansichten des Irja und die Ansichten Jahm‘s vertreten sowie ähnliche Vorwürfe die nicht die Bestätigung der Wahrheit und das Aufzeigen der Unwahrheit dienen. Sie gehen soweit, dass man ihn der Lüge bezichtigt. Jeder der eine anderen Meinung vertritt, wird als Lügner bezeichnet, da diese Aussage ihrer Meinung nach die Wahrheit nicht entspricht. Dieser Mann hat einen hohen Rang unter unseren Gefährten. Möge Allah den Widersachern wegen dieser offenkundigen Feindschaft verzeihen…‘‘ 

Abu Muti al-Balkhi ist im Jahre 115 n.H. geboren und im Jahre 199 n.H. verstorben. Er stammte aus dem heutigen Afghanistan.

Einige seiner bekannten Lehrer:

Abu Muti al-Balkhi ist einer der Gefährten von Abu Hanifa, er hat eine lange Zeit bei ihm verbracht. Er hat die Aqidah Ansichten von Abu Hanifa überliefert. Einige seiner Lehrer und von denen er das Wissen nahm sind unteranderem folgende: Imam Malik, Sufyan at-Thawri, der Hafidh aus Basra Hisham bin Hassan, Abu Awn Abdullah bin Awn Ibrahim bin Tahman, Bakr bin Khunays, Abbad bin Kasir, Israil bin Yunus und andere.

Einige seiner Schüler: 

Nusayr bin Yahya al-Balkhi, Muhammad bin Muqatil ar-Razi, Musa bin Nasr, Qasim bin Zariq, Ahmad bin Mani, Khallal bin Aslam as-Saffar und viele andere.

Die Aussagen der Gelehrten über ihn

Khatib al-Baghdadi überliefert, dass Muhammad bin Fudayl al-Balkhi folgendes überlieferte: ‘‘Als ich in Baghdad anwesend war, starb Abu Muti. Mualla bin Mansur (ar-Razi) kam zu mir und sprach sein Beileid aus und sagte: ‘‘Hier (in diesem Gebiet) gibt es seit 20 jahren keinen wie ihn‘‘. (Khatib al-Baghdadi, Tarikhu Madinatis Salam, 9/121; Taqiyuddin al-Gazzi, at Tabaqatus Saniyya, 1/263.)

Khatib al-Baghdadi überliefert von Abdullah bin Mubarak, dass er über ihn sagte: ‘‘Abu Muti al-Balkhi hat Recht über jeden einzelnen von uns.‘‘ (Khatib al-Baghdadi, Tarikhu Madinatis Salam, 9/121; Taqiyuddin al-Gazzi, at Tabaqatus Saniyya, 1/263.)

Khatib al-Baghdadi sagte selbst über ihn: ‘‘Er war ein Faqih und kannte den Ray innerlich und äußerlich.‘‘ (Khatib al-Baghdadi, Tarikhu Madinatis Salam, 9/121.)

Abu Muti al-Balkhi war in seinem Wissen auf so einer Stufe, dass er sogar mit Abu Yusuf mithalten konnte. Diesbezüglich überlieferte Khatib al-Baghdadi von Kasim bin Zariq (der Schüler von Abu Muti al-Balkhi) folgendes: ‘‘Abu Muti und ich waren an einem Ort in Baghdad. Uns hatte dort Abu Yusuf angetroffen. Er (Abu Yusuf) wandte sich zu Abu Muti (und sagte): ‘‘Oh Abu Muti! Wie war deine Reise? Wie bist du angekommen?‘‘. Danach stieg er von seinem Pferd und alle beide gingen in die Moschee hinein und haben dort (über Fiqh Angelgenheiten) debattiert.‘‘ (Khatib al-Baghdadi, Tarikhu Madinatis Salam, 9/121.)

Abdul Qadir al-Qurashi sagte: ‘‘Die Leute in diesen Gebieten (Khorasan) haben von ihm den Fiqh gelernt. Er war ein Allamah. Ibn Mubarak ehrte ihn aufgrund seiner Gottesfurcht und Wissen.‘‘ (Qurashi, al-Jawahirul Muddiya, 4/87.)

Taqiyuddin al-Gazzi sagt über ihn: ‘‘Der Imam. Der mit seinem Wissen handelte. Einer der großen dieser Ummah.‘‘ (Taqiyyuddin al-Gazzi, at-Tabaqatus Saniyya, 1/263.)

Ibnul Imad al-Hanbali sagte: ‘‘Nach den uns erreichten Überlieferungen, ist Abu Muti al-Balkhi einer der großen der das gute gebat und das schlechte verwarf.‘‘ (Ibnul Imad, Shadharat al-Dhahab, 2/471.)

Muhammad bin Muqatil ar-Razi und Musa bin Nasr ehrten ihn (Abu Muti al-Balkhi) sehr. (siehe dazu: Lisan Mizan, 2/366) 

Es gibt noch eine Kette zu dem Buch al-Fiqh al-Akbar (al-Fiqh al-Absat) welche al-Khumayyis nicht erwähnt hat

Ich habe die Kette in ‘‘al-Qand fi Zikri Ulamai Samarqand‘‘ gefunden. Der Verfasser von dem Buch gibt folgende Kette an:

Imam Abul Mahamidi Muhammad bin Muhammad bin al-Hasan az Zali  -> Imam Abu Abdullah Muhammad bin Abdullah bin Muhammad ash-Shumani -> Abul Hasan Ali bin Muhammad bin Amr al-Yarkasi -> Abu Said Muhammad bin Abdullah al-Ujayfi -> Abul Hasan al-Farisi -> Nusayr bin Yahya -> Abu Muti al-Balkhi -> Imam Abu Hanifa

Die Kette überlieferte Najmuddin an-Nasafi. Er ist der berühmte Najmuddin Umar bin Muhammad bin Ahmad an-Nasafi. Samani sagte über ihn, dass er ein Faqih ist.

Abul Mahamid Muhammad bin Muhammad az Zali (Dali). Samani zählte ihn unter jenen auf die von Abu Abdullah ash-Shumani überlieferten. Najmuddin an-Nasafi betitelte ihn als ‘‘Imam‘‘.

Imam Abu Abdullah ash-Shumani ist ein bekannter Gelehrter und Prediger gewesen. Samani sagt über ihn: ‘‘Abu Abdullah Muhammad bin Abdullah bin Muhammad as-Shumani al-Balkhi. Er ist ein Prediger von den Leuten des Balkh. Er war bekannt unter den Namen ‘‘der Rechtschaffene‘‘.  Er war der Ustad und Lehrer von dem Herrscher Malik Nasr bin Ibrahim al-Haqqani. Er hat von Abu Muhammad Abdur Rahman bin Ismail überliefert. Als er in Samarqand war hat Abul Mahamid Muhammad bin Muhammad bin al-Hasan ad-Dali (Zali) von ihm überliefert.‘‘ (Samani, al-Ansab, 3/471.)

Najmuddin an-Nasafi erwähnte Abul Hasan al-Yarkasi unter den Samarqand Gelehrten und sagte über ihn: ‘‘Shaykh Abul Hasan Ali bin Muhammad bin Amr al-Muaddib al-Yarkasi. Er ist der Author von dem Buch ‘‘Sharhul Maqamat‘‘. Er ist der Schüler von Shaykh Abul Qasim al-Hakim. Er hat in Samarqand Hadithe überliefert.‘‘ (Najmuddin an-Nasafi, Al-Qand fi Zikri Ulamai Samarqand, 548.)

Abu Said Muhammad bin Abdullah al-Ujayfi ist der Sohn von dem bekannten Faqih Abul Qasim Abdullah al-Ujayfi.

Über Abul Hasan al-Farisi sagt Abu Yala al-Khalili in ‘‘al-Irshad‘‘ folgendes: ‘‘Abul Hasan Ali bin Ahmad al-Balkhi. Er ist bekannt unter dem Namen Farisi. Er hat von Isa bin Ahmad und Muhamad bin al-Fadl al-Balkhi überliefert. Er ist vertrauenswürdig. Und von ihm (Farisi) haben al-Masarcisi und Abu Zura Ahmad bin al-Husayn ar-Razi überliefert… Er ist im Jahre 330 n.H. verstorben‘‘ (Khalili, al-Irshad fi Marifati Ulamail Hadis, 951- 952.)

Nusayr bin Yahya war ein Faqih, Alim, Muhaqiq und ein Zahid (Asket) er hat den Fiqh von Abu Sulayman al-Juzjani [und er war der Schüler von Imam Muhammad ibn Hasan ash-Shaybani] erlernt. (Siehe dazu: Ibn Dawud al-Balkhi, Fadailu Balkh, 257; Qurashi, al-Jawahir, II, 202; Laknawi, al-Fawaid, 221; Mudarrisi,  Muhammad b. Mahrus  Abdullatif, Maschayikhu Balkh mina’l-Hanafiyyah, Baghdad 1977, I, 159.)

Was die Kritik von Abu Muti al-Balkhi und allgemein gegen die Hanafis angeht so sollte man dieser Kritik nicht viel Beachtung schenken, denn es ist bekannt, dass die Ahlu Hadith in der Kritik der Ahlu Ray übertrieben haben, so ist es nicht verwunderlich, dass man sieht wie einige von ihnen in der Kritik von Imam Abu Hanifa und seinen Schüler übertrieben haben.

Imam al-Kawthari hat es auf den Punkt gebracht, er sagte in seinen Vorwort zu den Fünf Aqidah Büchern von Imam Abu Hanifa: ‘‘Manche Überlieferer haben in der Kritik von Abu Muti übertrieben genauso wie sie in der Kritik von Abu Hanifa und seinen Schülern übertrieben haben. Sie bringen als Ausrede Vorwürfe gegen ihn wie z.B. er hätte seine eigene Meinung im Fiqh (Ray), er würde die Ansichten des Irja und die Ansichten Jahm‘s vertreten sowie ähnliche Vorwürfe die nicht die Bestätigung der Wahrheit und das Aufzeigen der Unwahrheit dienen. Sie gehen soweit, dass man ihn der Lüge bezichtigt. Jeder der eine anderen Meinung vertritt, wird als Lügner bezeichnet, da diese Aussage ihrer Meinung nach die Wahrheit nicht entspricht. Dieser Mann hat einen hohen Rang unter unseren Gefährten. Möge Allah den Widersachern wegen dieser offenkundigen Feindschaft verzeihen…‘‘ 

Abu Muti al-Balkhi ist im Jahre 115 n.H. geboren und verstarb im Jahre 199 n.H. Er stammte aus dem heutigen Afghanistan.

Einige seiner bekannten Lehrer: Abu Muti al-Balkhi ist einer der Gefährten von Abu Hanifa, er hat eine lange Zeit bei ihm verbracht. Er hat die Aqidah Ansichten von Abu Hanifa überliefert. Einige seiner Lehrer und von denen er das Wissen nahm sind unteranderem folgende: Imam Malik, Sufyan at-Thawri, der Hafidh aus Basra Hisham bin Hassan, Abu Awn Abdullah bin Awn Ibrahim bin Tahman, Bakr bin Khunays, Abbad bin Kasir,Israil bin Yunus und andere.

Einige seiner Schüler: Nusayr bin Yahya al-Balkhi, Muhammad bin Muqatil ar-Razi, Musa bin Nasr, Qasim bin Zariq, Ahmad bin Mani, Khallal bin Aslam as-Saffar und viele andere.

Die Aussagen der Gelehrten über ihn:

Khatib al-Baghdadi überliefert, dass Muhammad bin Fudayl al-Balkhi folgendes überlieferte: ‘‘Als ich in Baghdad anwesend war, starb Abu Muti. Mualla bin Mansur (ar-Razi) kam zu mir und sprach sein Beileid aus und sagte: ‘‘Hier (in diesem Gebiet) gibt es seit 20 jahren keinen wie ihn‘‘. (Khatib al-Baghdadi, Tarikhu Madinatis Salam, 9/121; Taqiyuddin al-Gazzi, at Tabaqatus Saniyya, 1/263.)

Khatib al-Baghdadi überliefert von Abdullah bin Mubarak, dass er über ihn sagte: ‘‘Abu Muti al-Balkhi hat Recht über jeden einzelnen von uns.‘‘ (Khatib al-Baghdadi, Tarikhu Madinatis Salam, 9/121; Taqiyuddin al-Gazzi, at Tabaqatus Saniyya, 1/263.)

Khatib al-Baghdadi sagte selbst über ihn: ‘‘Er war ein Faqih und kannte den Ray innerlich und äußerlich.‘‘ (Khatib al-Baghdadi, Tarikhu Madinatis Salam, 9/121.)

Abu Muti al-Balkhi war in seinem Wissen auf so einer Stufe, dass er sogar mit Abu Yusuf mithalten konnte. Diesbezüglich überlieferte Khatib al-Baghdadi von Kasim bin Zariq (der Schüler von Abu Muti al-Balkhi) folgendes: ‘‘Abu Muti und ich waren an einem Ort in Baghdad. Uns hatte dort Abu Yusuf angetroffen. Er (Abu Yusuf) wandte sich zu Abu Muti (und sagte): ‘‘Oh Abu Muti! Wie war deine Reise? Wie bist du angekommen?‘‘. Danach stieg er von seinem Pferd und alle beide gingen in die Moschee hinein und haben dort (über Fiqh Angelgenheiten) debattiert.‘‘ (Khatib al-Baghdadi, Tarikhu Madinatis Salam, 9/121.)

Abdul Qadir al-Qurashi sagte: ‘‘Die Leute in diesen Gebieten (Khorasan) haben von ihm den Fiqh gelernt. Er war ein Allamah. Ibn Mubarak ehrte ihn aufgrund seiner Gottesfurcht und Wissen.‘‘ (Qurashi, al-Jawahirul Muddiya, 4/87.)

Taqiyuddin al-Gazzi sagt über ihn: ‘‘Der Imam. Der mit seinem Wissen handelte. Einer der großen dieser Ummah.‘‘ (Taqiyyuddin al-Gazzi, at-Tabaqatus Saniyya, 1/263.)

Ibnul Imad al-Hanbali sagte: ‘‘Nach den uns erreichten Überlieferungen, ist Abu Muti al-Balkhi einer der großen der das gute gebat und das schlechte verwarf.‘‘ (Ibnul Imad, Shadharat al-Dhahab, 2/471.)

Muhammad bin Muqatil ar-Razi und Musa bin Nasr ehrten ihn (Abu Muti al-Balkhi) sehr. (Siehe dazu: Lisan Mizan, 2/366) 

Und außerdem sollte man zwischen Schwach in der Hadithüberlieferung und Schwach in der Überlieferung von Fiqh oder Aqidah Ansichten oder in der Überlieferung vom Koran unterscheiden. Viele Gelehrten waren schwach im Hadith aber was den Fiqh und Aqida betrifft, so waren sie Autoritäten in diesem Gebiet. Wie z.B. Hafs der berühmte Koranleser und auf welchen die bekannte Lesart zurückgeht. Er war im Hadith sehr schwach eingestuft aber in der Koranüberlieferung hatte er die Spitze erreicht. 

So sehen wir, dass die Anschuldigungen von al-Khumayyis hinsichtlich der Kette (al-Fiqh al-Absat) keine Basis haben.



20–30 Minuten