Die glaubenslehre der Ahlu Sunnah

Die Asha'irah und Maturidiyyah


Der Qur’an und die Eigenschaft Rede (Kalam)

Der Qur’an und die Eigenschaft “Rede (Kalam)“

Die Eigenschaft Rede ist ein Attribut des Wesens. Allah ist redend durch eine urewige Rede, welche durch die Sprache zum Ausdruck gebracht wird. Diese Rede ist ohne Beschaffenheit. Diese Rede ähnelt nicht der Rede von Geschöpfen. Und sie ist ohne Buchstaben und Ton. Es ist eine Eigenschaft welches das Schweigen und die Stummheit von Allah negiert. Die Rede von Allah welche ohne Ton und Buchstaben ist, ist Ewig ohne Anfang und Ende.

Die Rede ist eine Eigenschaft des Wesen

Der große Shafi’itische Faqih und Muhaddith Abu Bakr Ahmad ibn Ishaq al-Sibghi (257-342 n.H.) gibt die Ansicht der Ahlu-s-Sunnah wieder, er sagt:

إن أبا بكر أحمد بن إسحاق الفقيه أملى اعتقاده واعتقاد رفقائه على أبي بكر بن عثمان وعرضه على محمد بن إسحاق بن خزيمة فاستصوبه محمد بن إسحاق وارتضاه واعترف فيما حكينا عنه بأنه إنما أتى ذلك من حيث إنه لم يحسن الكلام، وكان فيما أملى من اعتقادهم فيما أخبرنا أبو عبد الله الحافظ عن نسخة ذلك الكتاب: من زعم أن الله تعالى جل ذكره لم يتكلم إلا مرة ولا يتكلم إلا ما تكلم به ثم انقضى كلامه كفر بالله، بل لم يزل الله متكلما، ولا يزال متكلما، لا مثل لكلامه لأنه صفة من صفات ذاته، نفى الله تعالى المثل عن كلامه، كما نفى المثل عن نفسه، ونفى النفاد عن كلامه كما نفى الهلاك عن نفسه، فقال عز وجل: {كل شيء هالك إلا وجهه} وقال تعالى: {قل لو كان البحر مدادا لكلمات ربي لنفد البحر قبل أن تنفد كلمات ربي} فكلام الله عز وجل غير بائن عن الله ليس هو دونه ولا غيره ولا هو هو، بل هو صفة من صفات ذات كعلمه الذي هو صفة من صفات ذاته، لم يزل ربنا عالما، ولا يزال عالما، ولم يزل يتكلم، ولا يزال يتكلم، فهو الموصوف بالصفات العلى، ولم يزل بجميع صفاته التي هي صفات ذاته واحدا ولا يزال، وهو اللطيف الخبير. وكان فيما كتب: القرآن كلام الله تعالى وصفة من صفات ذاته، ليس شيء من كلامه خلقا ولا مخلوقا ولا فعلا ولا مفعولا ولا محدثا ولا حدثا ولا أحداثا. الأسماء والصفات، ج٢ ص٢٢

‘‘Wer auch immer behauptet, dass Allah –Erhaben ist Er– nicht Redet außer ein einzigesmal und Er nicht Spricht außer das was Er sagt und dann seine Rede vergeht, hat Unglaube an Allah begangen. Vielmehr hat Allah nie aufgehört zu Reden und Er wird nicht aufhören zu Reden. Es gibt keine Ähnlichkeit in Seiner Rede, weil es eine Eigenschaft von den Eigenschaften Seines Selbst ist (Sifat Dhat). Allah –Erhaben ist Er- hat jegliche Ähnlichkeit von Seiner Rede negiert, sowie Er jegliche Ähnlichkeit von Seinem Selbst negiert hat. Er Mächtig und Ruhmreich ist Er- sagt:{كل شيء هالك إلا وجهه} und Er –Erhaben ist Er– sagt: {قل لو كان البحر مدادا لكلمات ربي لنفد البحر قبل أن تنفد كلمات ربي} So ist die Rede Allah’s –Mächtig und Ruhmreich ist Er– nicht separat von Allah. Es ist nicht etwas anderes als Allah noch Allah Selbst. Vielmehr ist es eine Eigenschaft von den Eigenschaften seines Wesens, so wie Sein Wissen, welches eine Eigenschaft von den Eigenschaften seines Wesens ist. Unser Herr hat nicht aufgehört ein Wissender zu sein und Er wird nicht aufhören ein Wissender zu sein. Er hat nicht aufgehört zu Reden und Er wird nicht aufhören zu Reden. So wird er mit Erhabenen Eigenschaften beschrieben und Er verbleibt Einzig mit all seinen Eigenschaften, welches Eigenschaften Seines Selbst sind und Er wird so (für alle Ewigkeit) bleiben; und Allah ist Latif und Allkundig … Der Qur’an ist die Rede Allah’s –Erhaben ist Er– und eine Eigenschaft von Seinen Eigenschaften. Nichts von Seiner (ewigen) Rede ist eine Schöpfung weder ist sie erschaffen, weder eine Handlung, weder neu herbeigeführt (muhdath), weder (neu) entstanden, weder Zeitlich noch ein Ereignis.‘‘

(al-Asma wa l-Sifat, 2:22)

Imam al-Bayhaqi (384-458 n.H.) sagte:

١٣. فالقرآن الذي نتلوه كلام الله تعالى، وهو متلو بألسنتنا على الحقيقة مكتوب في مصاحفنا، محفوظ في صدورنا، مسموع بأسماعنا غير حال في شيء منها، إذ هو من صفات ذاته غير بائن منه، وهو كما أن الباري عز وجل معلوم بقلوبنا، مذكور بألسنتنا، مكتوب في كتبنا، معبود في مساجدنا، مسموع بأسماعنا، غير حال في شيء منها، وأما قراءتنا وكتابتنا وحفظنا فهي من اكتسابنا، واكتسابنا مخلوق لا شك فيه، قال الله عز وجل: وافعلوا الخير لعلكم تفلحون، وسمى رسول الله صلى الله عليه وسلم تلاوة القرآن فعلا. الأسماء والصفات، ج٢ ص٥ 

“Der Qur’an welches wir rezitieren, ist die Rede Allah’s, Erhaben ist Er, durch unsere Zungen rezitiert, geschrieben in unsere Masahif, bewahrt in unseren Herzen, durch unser Hörvermögen gehört, jedoch nicht in diese inkarniert, vielmehr ist es von den Attributen Seines Wesens (Sifat Dhat), nicht separat von ihm. Dies ist so wie der Schöpfer, Mächtig und Ruhmreich ist Er, in unseren Herzen bekannt ist, erwähnt durch unsere Zungen wird, geschrieben in unseren Büchern, angebetet in unseren Moscheen, gehört durch unserem Hörvermögen, jedoch nicht in eine dieser inkarniert. Was jedoch unsere Rezitation, Schreiben und Auswendiglernen betrifft, so sind sie unser Erwerb und unser Erwerb ist ohne jeden Zweifel erschaffen. Allah sagt: ‘‘Und tut gutes, auf daß es euch wohl ergehen möge.‘‘ (22:77) und Rasulallah Sallallahu alayhi wa Sallam nannte die Rezitaton des Qur‘an eine Handlung.‘‘ (al-Asma wa l-Sifat, 2:5)

Und Imam Abu Hanifa (verst. 150 n.H.) sagte in al-Fiqh al-Akbar:

أما الذاتيةُ: فالحياة والقدرة والعلم والكلام والسمع والبصر والإرادة

Die Attribute des Wesens sind: Das Leben, die Macht, das Wissen, die Rede, das Hören und das Sehen und der Wille.“

Wörter und Buchstaben sind erschaffen

Man darf nicht sagen, dass die Ewige Eigenschaft Allahs (die Rede) mit Buchstaben und Lauten ist, denn Allah sagt:

“لَيْسَ كَمِثْلِهِ شَيْءٌ”

Bedeutung: ‘‘Allah ähnelt absolut nichts und niemandem.‘‘

Dementsprechend wenn die Ahlu-s-Sunnah sagen, dass der Qur’an nicht erschaffen ist so verweisen sie damit auf die ewige Eigenschaft Allahs (das ist die Rede), welche ohne Ton oder Buchstaben ist.

Dies ist der korrekte Glaube, weil die Arabische Sprache, so wie alle anderen Sprachen von Allah erschaffen wurden. So dann wenn die arabische Sprache erschaffen ist, was kann die arabische Sprache sein,außer erschaffen? Die Rede die aus Buchstaben und Tönen bestehen müssen einen Anfang haben und erschaffen sein. Warum?

Da die Wörter und Buchstaben einen Anfang haben. Denn sagt man ‘‘B-E-T-E‘‘, so weiß man, dass das B vor dem E existiert und das T nach dem E kommt. Das heißt, zu einem Zeitpunkt war das E nicht existent und wenn es in die Existenz eintritt, so vergeht der Buchstabe B und das ist unmöglich in Bezug auf Allah, wie schon erklärt, denn die Rede Allahs ist urewig und von der Zeit unabhängig.

Im allgemeinen, sagten die Gelehrten der Aqidah, dass die lafẓ/alfāẓ (Wortlaut/Aussprache) des Qur‘an ḥādith (erschaffen) sind und nicht ewig. Die Wörter des Qur‘an, in ihrer spezifisch angeordneten Reihenfolge, welche aus Buchstaben bestehen, mit Lauten ausgesprochen werden, sind in ihrer aktuellen äußeren Existenz ḥādith (erschaffen). Aus der Perspektive bezüglich der Existenz der Wortlaute des Qur‘an mit ihrer spezifischen Anordnung jedoch sind in dem ewigen Wissen Allahs und sind somit ewig (qadim). Ein Sinn, wo der Qur‘an als die Rede Gottes bezeichnet wird sind die Wörter in ihrer spezifischen Anordnung, die in dem ewigen Wissen von Allah gefunden werden. Denn es wurde überliefert, dass Imam Ahmad sagte: ‘‘Der Qur‘an ist (ein Teil) von dem Wissen Allahs.‘‘ (Hilyat al-Awliya‘, 9:219)

Wenn mit dem Qur’an, at-Tawrah, al-‚Indjil, az-Zabur und den anderen Büchern Gottes, die Eigenschaft Gottes – das Sprechen (al-Kalam) – gemeint ist, so ist es anfangslos, ohne Laut und ohne Stimme. Und wenn damit das herabgesandte Wort, wovon einiges in der arabischen Sprache, einiges in der hebräischen Sprache und einiges in der assyrischen Sprache, gemeint ist, so hat es einen Anfang und ist ein Geschöpf Gottes. Jedoch ist es nicht von einem Engel und auch nicht von einem Menschen verfasst. Es weist auf das Sprechen Seines Selbst hin, welches weder arabisch noch hebräisch noch assyrisch ist. Und beides wird als „das Sprechen von Allah“ bezeichnet.

Jedoch bedeutet dies nicht, dass nur die Bedeutungen des arabischen Qur‘an heilig sind. Die Bedeutungen sind in der Tat der grundlegendsten Aspekt der Realität des Qur‘an, jedoch sind die Worte des Qur‘an auch heilig. Dies liegt daran, dass diese Worte eine einzigartige Schöpfung von Allah sind, die durch die Worte der Geschöpfe unerreicht und unerreichbar bleiben. Sie wurden direkt von Allah ohne Vermittlung eines Wesens erschaffen. Die Aussage einiger Gelehrten, dass der Lafz des Qur‘an von Jibril oder Rasulallah Sallallahu alayhi wa Sallam wäre ist eine falsche Meinung die abgelehnt werden muss.

Imam Ghazali (450-505 n.H.) sagt in seinem „Ihyā’ ʿUlūm ad-Dīn“, Zitat:

أنه سبحانه وتعالى متكلم بكلام ليس بصوت ولا حرف. بل لا يشبه كلامه كلام غيره كما لا يشبه وجوده وجود غيره… كلامه قديم وإنما الحادث هي الأصوات

“Das Sprechen, des Erhabenen, ist ohne Stimme und ohne Buchstabe. Sein Sprechen ähnelt nicht dem Sprechen der Geschöpfe, so wie auch Seine Existenz nicht der Existenz der Geschöpfe ähnelt.“ Dann sagte er, möge Allāh ihm gnädig sein: „Das Sprechen Gottes ist nicht etwas Begonnenes, die Stimmen hingegen, sind etwas Erschaffenes.“

Und Imam al-ʿIzz Ibn ʿAbdi s-Salām (577-660 n.H.) sagt in seinen „Rasā´il fi t-Tawhīd“ Seite 12:

فالله متكلم بكلام قديم أزلي ليس بحرف ولا صوت ولا يتصور في كلامه أن ينقلب مدادا في اللوح والاوراق شكلا ترمقه العيون والأحداق كما زعم أهل الحشو والنفاق بل الكتابة من أفعال العباد ولا يتصور من أفعالهم أن تكون قديمة, إلى أن قال: فويل لمن زعم أن كلام الله القديم شيء من ألفاظ العباد أو رسم من أشكال المداد

“Allāh spricht mit anfangslosem Sprechen, Sein Sprechen ist nicht begonnen, es ist weder mit Buchstabe noch mit Stimme. Es ist unmöglich, dass Sein Sprechen zu der Tinte auf den Tafeln und Blättern wird, zu einer Gestalt welche von den Pupillen und Augen erfasst wird, so wie es die Anhänger der Verkörperlichung und Heuchelei behauptet haben. Die Schrift gehört zu den Taten der Diener und es gehört zum Unmöglichen, dass ihre Taten ungeschaffen wären.“ Bis er sagte: “Wehe demjenigen, der behauptet, dass das anfangslose Sprechen Gottes, etwas von den Taten der Diener oder Gestalt einer Zeichnung der Tinte wäre.“

Und dies ist der Konsens der Gelehrten:

Imam Abu al-Hasan Ibn al-Qattan al-Maliki (562-628 n.H.) sagte:

وأجمعوا على أن كلام الله عز وجل ليس بحروف ولا أصوات

’’Und Sie (d.h. die Ahlu Sunnah) haben einen Konsens darüber, dass die Rede von Allah ‘azza wa jall ohne Buchstaben und ohne Stimme ist.’’

(Abu al-Hasan Ibn al-Qattan: al-Iqna‘ fi masa’il al-ijma: S.41)

Man könnte noch hunderte Gelehrte erwähnen die sagten, dass Allah ohne Buchstaben und Ton redet, jedoch wollen wir diesen Beitrag nicht in die länge ziehen.

Widerlegung der Behauptung, dass Allah mit einer Stimme reden würde

Imam al-Qurtubi (gest. 671 n.H.) sagt:

فصل: قوله في الحديث: „فينا ديهم بصوت“: استدل به من قال بالحرف والصوت وأن الله يتكلم بذلك، تعالى عما يقول المجسمون والجاحدون علوًا كبيرًا، إنما يُحمل النداء المضاف إلى الله تعالى على نداء بعض الملائكة المقربين بإذن الله تعالى وأمره، ومثل ذلك سائغ في الكلام غير مستنكر أن يقول القائل: نادى الأمير، وبلغني نداء الأمير، كما قال تعالى: (وَنَادَى فِرْعَونُ فِي قَوْمِهِ) (سورة الزخرف/51)، وإنما المراد نادى المنادي عن أمره، وأصدر نداءه عن إذنه، وهو كقولهم أيضًا قتل الأمير فلانًا، وضرب فلانًا، وليس المراد توليَه لهذه الأفعال وتصديَهُ لهذه الأعمال، ولكن المقصود صدورها عن أمره. وقد ورد في صحيح الأحاديث أن الملائكة ينادون على رؤوس الأشهاد فيخاطبون أهل التقى والرشاد: ألا إن فلان ابن فلان كما تقدم.

ومثله ما جاء في حديث النزول مفسرًا فيما أخرجه النسائي عن أبي هريرة رضي الله عنه وأبي سعيد قالا: قال رسول الله: “ إن الله عز وجل يمهل حتى يمضي شطر الليل الأول ثم يأمر مناديًا. يقول: هل من داع يستجاب له، هل من مستغفر يغفرله، هل من سائل يعطى“ صححه أبو محمد عبد الحق، وكل حديث اشتمل على ذكر الصوت أو النداء فهذا التأويل فيه، وأن ذلك من باب حذف المضاف، والدليل على ذلك ما ثبت من قِدَم كلام الله تعالى على ما هو مذكور في كتب الديانات.

فإن قال بعض الأغبياء: لا وجه لحمل الحديث على ما ذكرتموه فإن فيه: „أنا الديّان“، وليس يصدر هذا الكلام حقًّا وصدقًا إلا من رب العالمين؟ قيل له: إن الملَكَ إذا كان يقول عن الله تعالى ويُنْبِىءُ عنه فالحكم يرجع إلى الله رب العالمين، والدليل عليه أن الواحد منا إذا تلا قول الله تعالى: (إنًّنِي أَنَا الله) (سورة طه/14)، فليس يرجع إلى القارىء وإنما القارىء ذاكر لكلام الله تعالى ودالُّ عليه بأصواته وهذا بَيّنٌ)

’’Die Aussage in dem Ḥadīth: „Allah ruft sie mit einem Laut“, wird von jenen immer wieder angeführt, die glauben, dass Allahs Rede aus Buchstaben und Lauten bestünde. Erhaben ist Er über das, was die Anthropomorphisten (Vermenschlicher) und Ungläubigen sagen! In Wahrheit ist Allahs Ruf ein Ruf durch einige der Erzengel, die Ihm nahe stehen und die mit Allahs Erlaubnis und Anordnung handeln. Dem ähnlich ist die Aussage: „Der Prinz rief und ich empfing den Ruf des Prinzen“, genau wie Allah der Erhabene sagte, „Pharao rief seine Leute.“ Hiermit ist gemeint, dass ein Ausrufer mit der Erlaubnis des Prinzen bzw. des Pharaos und auf dessen Befehl hin gerufen hat. Ebenfalls ist es so, dass gesagt wird: „Der Prinz tötete diesen und jenen, er schlug diesen und jenen.“ Dies bedeutet nicht, dass der Prinz selbst derjenige war, der diese Tat vollzog, sondern es ist gemeint, dass er den Befehl zu dieser Handlung gab. Auch wird in einem authentischen Ḥadīth erwähnt, dass die Engel vor der gesamten Schöpfung ausrufen und dabei die Frommen und Aufrichtigen adressieren werden, indem sie sagen: „Wahrlich! So-und-so, Sohn von so-und-so…“

Dies ist dem ähnlich, was in dem ‚Ḥadīth über das Herabsteigen‘ erwähnt wurde und dient als eine Erklärung für die Überlieferung von Al-Nasāʾī durch Abū Hurayra und Abū Saʿīd, der sagte, dass der Prophet (Sallallāhu ʿalayhi wa sallam – Segen und Heil auf ihm) sagte, dass Allah der Allmächtige und Erhabene wartet, bis die erste Hälfte der Nacht verstrichen ist, bis Er einem Ausrufer befiehlt, zu sagen: „Gibt es irgendein Gebet, worauf geantwortet werden soll? Gibt es irgendeinen, der um Vergebung fleht, damit ihm vergeben wird? Gibt es irgendeinen Bettler, damit ihm gegeben wird?“ (Dieser Hadith wurde) authentifiziert von Abū Muḥammad ʿAbd Al-Haqq. Die Interpretation eines jeden Hadith, der Allahs Stimme oder Ruf erwähnt, ist jene, dass [die Erwähnung eines] Zusatzes vermieden wird. Der Beweis dafür ist die urewige Rede Allahs, des Erhabenen, wie es erwähnt wurde in dem Buch Al-Diyanāt.

Wenn irgendein Narr sagt: „Es gibt keinen Beweis für die Interpretation, wie du sie anführst, denn es heißt: ‚Ich bin der Vergelter (Al-Dayyān)‘ Und dies kann wahrhaftig und ehrlich nur von Allah dem Allmächtigen gesagt werden.“, dann wird zu ihm gesagt: „Wenn der Engel dies im Auftrag Allahs und für Allah sprach, dann kehrt dies [d.h. diese Aussage] zurück zu Allah, dem Herrn der Welten. Der Beweis dafür ist der Fakt, dass wenn irgendjemand von uns den qurʾānischen Vers ‚Wahrlich, Ich bin Allah.‘ (2:14) liest, dies nicht dem Leser zugeschrieben wird, sondern der Leser in Wirklichkeit die Worte Allahs erwähnt und mit seiner Stimme daran erinnert.“ 

(Al-Tadhkira fī Aḥwāl Al-Mawtā wa Umūr Al-Ākhira‘ – Der Erinnerer an die Umstände des Todes und die Angelegenheiten des Jenseits, S.232- 233)

Es gibt keinen authentischen Hadith, dass Allah eine Stimme hätte. Siehe dazu:

Eine Erklärung und Untersuchung der Hadithe über die Stimme. Hat Allah eine Stimme?

Wenn diese Leute sagen sollten aber der Gelehrte so und so hat gesagt Allah hat eine Stimme so sagen wir ihnen, was Imam Khatib al-Baghdadi in al-Faqih wa l-Mutafaqqih sagte:

لا تثبت الصفة لله بقول صحابي أو تابعي

“Die Eigenschaften Gottes werden weder durch die Aussage eines Gefährten festgelegt, noch durch die eines Tabiʿi.“

Die zwei Bedeutungen von ‘‘Qur’an‘‘

Die Aussage der Ahlu-s-Sunnah ist, dass die Wörter und Buchstaben in den gedruckten Kopien des Qur’an auf die ewige Rede (Kalam) verweisen und uns auf Arabisch mitteilen was Er in der Ewigkeit ohne Buchstaben, Töne oder Worte sagte. Daher ist es richtig zu sagen:‘‘der Qur’an ist nicht erschaffen‘‘, weil das Wort Qur’an uns auf dass was Allah uns mitteilt verweist und seine Rede ist nicht erschaffen.

Jedoch ist es nicht korrekt zu sagen, dass die Wörter, Buchstaben,Töne, Papier und die Tinte mit dem Buch nicht erschaffen sind, weil die Wörter, Buchstaben, Töne, Papier und die Tinte einen Schöpfer benötigen und weil die arabische Sprache, die Sprache des Buches, eine Schöpfung ist.

Einige Leute gehen sogar soweit zu behaupten, dass das Papier und die Tinte ewig seien. Kein Mensch der nur ein hauch von Verstand hat würde sowas sagen! 

Imam Abdullah ibn al-Mubarak (gest. 181 n.H.) sagte:

عن ابن المبارك قال: الورق والمداد مخلوق، فأما القرآن فليس بخالق ولا مخلوق، ولكنه كلام الله. الأسماء والصفات، ج٢ ص٧

‘‘Das Papier und die Tinte sind erschaffen. Der Qur’an ist weder Schöpfer noch Schöpfung, jedoch ist es die Rede Allah’s.‘‘ (Al-Asma wa l-Sifat)

Neu herbeigeführt (Muhdath) und Erschaffen (Mahluq) sein ist dasselbe

Einige bestehen darauf, dass Allah’s Eigenschaft al-Kalam mit Buchstaben und Lauten sei und dass es einen Anfang hätte jedoch nicht erschaffen sei. Sie behaupten, dass nicht alles was Neu herbeigeführt wurde erschaffen sei. Dies hat keine Grundlage in der arabischen Sprache oder unter der Terminologie der Salaf, die Salaf machen keine Unterscheidung zwischen ‘‘Neu Herbeigeführt (Mudath)‘‘ und ‘‘Erschaffen (Mahluq)‘‘.

In diesem Zusammenhang überlieferte der Imam al-Bayhaqi in seinem Al-Asma Wa-s-Sifat, dass Waki’i sagte:

‘‘Der Qur’an ist die Rede Allahs und sie ist nicht erschaffen. So ist jener der sagt, dass sie erschaffen ist, ein Unläubiger. In einer anderen Überlieferung sagt er: Wer sagt, dass der Qur’an mahluq (erschaffen) ist, hat gesagt, dass es muhdath (Neu Herbeigeführt) ist, und wer sagt, dass der Qur’an muhdath (Neu Herbeigeführt) ist, ist ein Kafir.‘‘ Dasselbe wurde auch von Adh-Dhahabi in seinem Siyar A’lam An-Nubala überliefert.

Die gleiche Aussage wurde auch von Ahmad ibn Hanbal überliefert. Adh-Dhahabiyy und andere überlieferten, dass der Imam Ahmad sagte: ‘‘Derjenige der sagt, dass der Qur’an Neu herbeigeführt (Mudath) wurde, ist ein Kafir.‘‘ 

Und der Imam der Ahl al-Sunna Abu’l Hasan al-Ash’ari (260-324 n.H.) überlieferte diesbezüglich einen Konsens, er sagt:

اتفق أهل الإثبات على أن معنى مخلوق معنى محدث ومعنى محدث معنى مخلوق وهذا هو الحق عندي وإليه أذهب وبه أقول

“Die Leute der Bestätigung (der Attribute) sind sich alle einig, dass die Bedeutung von Mahluq, dieselbe Bedeutung wie Muhdath hat und die Bedeutung von Muhdath dieselbe Bedeutung wie Mahluq hat. Aus meiner Sicht stellt es die Wahrheit dar und dies ist meine Position.“ (Maqalat al-Islamiyyin)

So dann gibt es kein Unterschied zu sagen ‘‘Neu herbeigeführt (Muhdath)‘‘ oder ‘‘Erschaffen (Mahluq)‘‘. Beides Bedeutet von der Nichtexistenz in die Existenz gebracht.

Und was die Behauptung angeht, dass Imam al-Bukhari den Qur’an Muhdath (Neu herbeigeführt) genannt hätte, so ist dies nicht der Fall.

Imam Bukhari spricht über die Offenbarung des Qur’an als er den Vers kommentierte:

مَا يَأْتِيهِمْ مِنْ ذِكْرٍ مِنْ رَبِّهِمْ مُحْدَثٍ إِلاَّ اسْتَمَعُوهُ وَهُمْ يَلْعَبُونَ [الأنبياء : 2]

Bedeutung: ‘‘Keine neue Ermahnung kommt zu ihnen von ihrem Herrn, die sie nicht spöttelnd anhörten.‘‘

Ishaq ibn Rahaway (gest. 238 n.H.) wurde über diesen Vers gefragt, und er sagte:

قديم من رب العزة محدث إلى الأرض

‘‘Ewig (Qadim) von Allah, neu (Muhdath) zu der Erde.‘‘

Imam Abu Hanifa (80-150 n.H.) über die Bedeutung ‘‘der Qur’an ist nicht erschaffen‘‘

Imam Abu Hanifa, der zweifelsfrei einer der Salaf ist, sagt, dass ‘‘Der Qur’an ist nicht erschaffen‘‘ bedeutet, dass Allah’s ewige Attribut der Rede nicht erschaffen ist. Er sagt in seinem Buch Al-Fiqh Al-Akbar welches authentisch zu uns überliefert wurde: “Der Qur‘ān ist Allahs Rede, erhaben ist er, in den Bücher geschrieben, in den Herzen bewahrt, mit den Zungen gelesen und dem Propheten herabgesandt. Unser Aussprechen des Qurāns, unsere Niederschrift des Qurāns sowie unsere Rezitation sind geschaffen, der Qurān ist (aber) unerschaffen.” 

Er meint mit ‚‘‘Qur’an ist die Rede Allah’s‘‘, dass das Wort ‘‘Qur’an‘‘ auf Allah’s ewige Rede verweist, dass ist ohne Buchstaben. D.h. es gibt keinen Unterschied zwischen den Worten ‚‘‘Allah’s Attribut der Rede‘‘ und ‘‘der Qur’an‘‘, sie sind Synonyme.

Er macht dies deutlich, nach dem er einige Absätze später sagt: “Allah Redet, aber nicht so wie unsere Rede; Wir reden mittels Sprachorganen und Buchstaben. Allah redet aber ohne Sprachorgane und Buchstaben. Die Buchstaben sind erschaffen, die Rede Allahs ist aber unerschaffen.” Zusammenfassend sagt Abu Haniifah:‘‘Der Qur’an ist die Rede Allahs‘‘ und ‘‘Allah redet ohne Sprachorgane oder Buchstaben‘‘, dann betont er dies weiter mit den Worten:‘‘Die Buchstaben sind erschaffen, die Rede Allahs ist aber unerschaffen‘‘.

Das Urteil über die Aussage, dass der Qur’an erschaffen sei

Das Wort ‘‘Qur’an‘‘ ist ein Name für Allah’s ewige Attribut der Rede, wie wir vorher klargestellt haben. Jedoch, kann es auch auf das Arabische Buch des Qur’an – die offenbarten Buchstaben- verweisen, so wie z.B. jemand sagt: ‘‘Gib mir bitte den Qur’an auf dem Regal‘‘. Wenn die Salaf sagen: ‘‘der Qur’an ist nicht erschaffen‘‘, so meinen sie die erste Bedeutung (die Ewige Rede Allah’s welche ohne Buchstaben und Ton ist), nicht die zweite.

Aber was ist wenn jemand sagt: ‘‘der Qur’an ist erschaffen‘‘ und damit das Buch meint? Die Salaf sagten, dass die Aussage der Qur’an ist erschaffen mit dem Hintergedanken– der offenbarten Buchstaben des Buches- ein Bid’ah, eine hässliche Erneuerung ist. Sie sahen es als hässlich an, weil man denken könnte, dass Allah’s ewige Attribut der Rede erschaffen sei.

Ibn Abidin sagt in seiner Hashiyah:

حاشية رد المحتار – (4 / 14): وحاصله أن غير المخلوق هو القرآن بمعنى كلام الله الصفة النفسية القائمة به تعالى لا بمعنى الحروف المنزلة، غير أنه لا يقال القرآن مخلوق لئلا يتوهم أرادة المعنى الاول.

“Unter dem Strich ist, dass was nicht erschaffen ist der Qur’an im Sinne von Allah’s Rede, dass ist das (ewige) Attribut, welche für Sein Selbst bestätigt wird, nicht im Sinne der offenbarten Buchstaben. Jedoch wird nicht gesagt, der Qur’an ist erschaffen, so dass niemand auf den Gedanken kommt, dass die erste Bedeutung (die ewige Rede Allah’s) gemeint ist.“ (Muhammad-Amiin Ibn Aabidiin, Haashiyatu Raddi-l-Muhtaar (Beirut, Libanon: Dar Al-Fikr, 1415), 4/14.

Jedoch Beachte, dass einige spätere Gelehrten diesen Ausdruck für Lehrzwecke erlaubten, weil sie es für notwendig hielten diesen Ausdruck zu verwenden, um zu erklären, dass die ewige Rede Allah’s ohne Sprache und Buchstaben ist.

Das Lügen in Allah’s Rede ist unmöglich

Sayfuddin al-Amidiyy erwähnt in Abkaar Al-Afkaar: ‘‘Ich weiß von keiner Uneinigkeit, unter denen die sagen, dass Allah mit der Eigenschaft Rede (Kalam) beschrieben wird, so das (sich alle einig sind) dass das Lügen in Seiner Rede unmöglich ist, ob es die ewige Eigenschaft Seines Wesens ist (so wie es die Sunniten sagen) oder die (Anthropomorphisten, die glauben) dass es mit Tönen und Buchstaben sei.‘‘ (Kairo, Ägypten: Matba‘ah Daar Al-Kutub Wa-l-Wathaa’iq Al-Qawmiyyah, 1423), 2/83..

Wie soll man Antworten wenn man uns fragt: ‘‘Wer sagt alif laam miim?‘‘

Die Antwort darauf ist, dass Allah alif-laam-miim sagte, ohne dass seine Rede aus Wörtern, Buchstaben oder einer Sprache besteht. Die Wörter in dem Mushaf erklären uns was Er in der Ewigkeit sagte. Der Ausdruck ‘‘Alif-laam-Miim‘‘ ist nicht anders als die anderen Wörter oder Buchstaben in dem Mushaf. Sie sind Buchstaben, die auf die Bedeutung von dem was Allah in der Ewigkeit sagte verweisen.

Abuu Faraj Ibn Al-Jawziyy sagte in seinem Kommentar zu dem Quran, Zaadu-l-Masiir:

‘‘Die Kommentatoren des Qur’an haben 5 verschiedene Aussagen hinsichtlich alif-laam-miim angegeben: Die erste davon lautet, dass es ein Vers ist, welche nicht eindeutig in der Bedeutung ist und nur Allah die Bedeutung davon weiß, wie wir vorher erklärten. Die zweite ist, dass es bedeutet: ‘‘Ich, Allah weiß.‘‘ Dies wurde von Abu Ad-Duha von Ibn Abbas überliefert und dies ist auch die Aussage von Ibn Mas’ud und Sai’d ibn Jubayr. Die dritte ist, dass es ein ‘‘Schwur‘‘ ist, dies wurde durch Abu Salih von Ibn Abbas und Khalid Al-Hadhdha von Ikrimah überliefert. Der vierte ist, das sie Buchstaben von Namen sind und darüber gibt es zwei Aussagen, der erste ist, dass Alif auf Allah verweist, dass laam auf Jibril und dass miim auf Muhammad verweist. Dies wurde ebenso von Ibn Abbas erwähnt… Die Zweite (Aussage hinsichtlich der Namen) ist, dass Alif auf Allah verweist, dass laam zu Latiif und miim zu ‘‘Majiid‘‘ (dies sind alles Namen von Allah) verweist, dies wurde von Abu Aaliyah erwähnt. Die fünfte ist, dass es einer der Namen des Qur’aan ist, wie von Mujaahid, Ash-Sha’biyy, Qataadah und Ibn Jurayj erwähnt wurde. 

Siehe ebenso folgende Beiträge:

Sultan al-‘Ulama al-‘Izz ibn Abd al-Salam (gest. 660 n.H.) – Antwort auf die Mushabbiha bezüglich ihrer Verwirrungen über Kalamullah

Aussagen der Salaf und Khalaf Gelehrten, die sagten, dass Allah ohne Buchstaben und Ton redet

Ibn Hajar al-Haytami über die Bedeutung von Allah’s Rede zu Musa alayhi salam

Die Meinung von Ibn Taymiyyah und seinen Schülern

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Quellen:

Abu Bakr Al-Bayhqiyy (458 AH), Al-Asmaa’ Wa-s-Sifaat li-l-Bayhaqiyy, 1 ed. (Jedda, Saudi Arabien: Maktabah Al-Sawaadiyy), 1/608-609.

Adh-Dhahabiyy, Siyar A‘laam An-Nubalaa’ (Beirut, Libanon: Mu’assasatu-r-Risaalah, 1413), 9/166.

الأسماء والصفات للبيهقي – (ج 1 / ص 608-609) 547- وأخبرنا أبو عبد الله الحافظ ، وأبو سعيد بن أبي عمرو ، قال : حَدَّثَنَا أبو العباس محمد بن يعقوب ، حَدَّثَنَا محمد بن إسحاق الصاغاني ، حَدَّثَنَا حسين بن علي بن الأسود ، قال : سمعت وكيعا ، يقول : القرآن كلام الله تعالى ليس بمخلوق ، فمن زعم أنه مخلوق فقد كفر بالله العظيم وفي رواية محمد بن نصر المروزي عن أبي هشام الرفاعي ، عن وكيع ، قال : من زعم أن القرآن مخلوق ، فقد زعم أن القرآن محدث ، ومن زعم أن القرآن محدث فقد كفر

سير أعلام النبلاء – (11 / 288) : وقال أبو إسماعيل الترمذي: سمعت أحمد بن حنبل، يقول: من قال: القرآن محدث، فهو كافر.

Ibid., 11/288.

تفسير فتح القدير ـ موافق للمطبوع – (3 / 397): “ما يأتيهم من ذكر من ربهم محدث” من لابتداء الغاية وقد استدل بوصف الذكر لكونه محدثا على أن القرآن محدث لأن الذكر هنا هو القرآن وأجيب بأنه لا نزاع فى حدوث المركب من الأصوات والحروف لأنه متجدد فى النزول فالمعنى محدث تنزيله وإنما النزاع فى الكلام النفسي وهذه المسئلة أعني قدم القرآن وحدوثه قد ابتلى بها كثير من أهل العلم والفضل فى الدولة المأمونية والمعتصمية والواثقية وجرى للإمام أحمد بن حنبل ما جرى من الضرب الشديد والحبس الطويل وضرب بسببها عنق محمد بن نصر الخزاعي وصارت فتنة عظيمة فى ذلك الوقت وما بعده والقصة أشهر من أن تذكر ومن أحب الوقوف على حقيقتها طالع ترجمة الإمام أحمد بن حنبل فى كتاب النبلاء لمؤرخ الإسلام الذهبي ولقد أصاب أئمة السنة بامتناعهم من الإجابة إلى القول بخلق القرآن وحدوثه وحفظ الله بهم أمة نبيه عن الابتداع ولكنهم رحمهم الله جاوزوا ذلك إلى الجزم بقدمه ولم يقتصروا على ذلك حتى كفروا من قال بالحدوث بل جاوزوا ذلك إلى تكفير من قال لفظي بالقرآن مخلوق بل جاوزوا ذلك إلى تكفير من وقف وليتهم لم يجاوزوا حد الوقف وإرجاع العلم إلى علام الغيوب فإنه لم يسمع من السلف الصالح من الصحابة والتابعين ومن بعدهم إلى وقت قيام المحنة وظهور القول فى هذه المسئلة شئ من الكلام ولا نقل عنه كلمة فى ذلك فكان الامتناع من الإجابة إلى ما دعوا إليه والتمسك بأذيال الوقف وإرجاع علم ذلك إلى عالمه هو الطريقة المثلى وفيه السلامة والخلوص من تكفير طوائف من عباد الله والأمر لله سبحانه

Muhammad ibn Aliyy Ash-Shawkaaniyy, Fathu-l-Qadiir (Beirut, Libanon: Dar Al-Fikr), 3/397.

فتح الباري – ابن حجر – (13 / 497) : وقد نقل الهروي في الفاروق بسنده إلى حرب الكرماني سألت إسحاق بن إبراهيم الحنظلي يعني بن راهويه عن قوله تعالى ما يأتيهم من ذكر من ربهم محدث قال قديم من رب العزة محدث إلى الأرض فهذا هو سلف البخاري في ذلك

الفقه الأكبر (ص. 5): والقرآن كلام الله تعالى في المصاحف مكتوب, وفي القلوب محفوظ وعلى الألسن مقروء, وعلى النبي عليه الصلاة والسلام منزّل, ولفظنا بالقرآن مخلوق وكتابتنا له مخلوقة وقرائتنا له مخلوقة والقرآن غير مخلوق.

Abuu Haniifah (80-150 n.H./ 699-767), Al-Fiqh Al-Akbar, Band 1 (Haydar Aabaad, Indien: Majlis Daa’iratu-l-Ma‘aarifi-n-Nithaamiyyah, 1342), 5.

الفقه الأكبر (ص. 6): ويتكلم لا ككلامنا ونحن نتكلم بالآلات والحروف والله تعالى يتكلم بلا آلة ولاحروف. والحروف مخلوقة وكلام الله تعالى غير مخلوق.

Ibid., 1:6.

 الأعلام للزركلي – (4 / 332) سيف الدين الآمدي (551 – 631 هـ = 1156 – 1233 م) علي بن محمد بن سالم التغلبي، أبو الحسن، سيف الدين الآمدي: أصولي، باحث. أصله من آمد (ديار بكر) ولد بها، وتعلم في بغداد والشام. وانتقل إلى القاهرة، فدرس فيها واشتهر. وحسده بعض الفقهاء فتعصبوا فيها واشتهر. وحسده يبعض الفقهاء فتعصبوا عليه ونسبوه إلى فساد القعيدة والتعطيل ومذهب الفلاسفة، فخرج مستخفيا إلى ” حماة ” ومنها إلى ” دمشق ” فتوفي بها. له نحو عشرين مصنفا، منها ” الاحكام في أصول الاحكام – ط ” أربعة أجزاء، ومختصره ” منتهى السول – ط ” و ” أبكار الافكار – خ ” في طوبقبو، الاول والثاني منه، في علم الكلام، و ” لباب الالباب ” و ” دقائق الحقائق ” و ” المبين في شرح الأعلام للزركلي – (4 / 332) معاني الحكماء والمتكلمين – خ ” كراستان، في المكتبة العربية بدمشق (1).

 زاد المسير – (1 / 22): وقد خص المفسرون قوله آلم بخمسة أقوال أحدها أنه من المتشابه الذي لا يعلم معناه الا الله عز و جل وقد سبق بيانه والثاني ان معناه أنا الله أعلم رواه أبو الضحى عن ابن عباس وبه قال ابن مسعود وسعيد بن جبير والثالث أنه قسم رواه أبو صالح عن ابن عباس وخالد الحذاء عن عكرمة والرابع أنها حروف من أسماء ثم فيها قولان أحدهما أن الألف من الله واللام من جبريل والميم من محمد قاله ابن عباس فان قيل إذا كان قد تنوول من كل اسم حرفه الأول اكتفاء به فلم أخذت اللام من جبريل وهي أخر الإسم فالجواب أن مبتدأ القرآن من الله تعالى فدل على ذلك بابتداء أول حرف من اسمه وجبريل انختم به التنزيل والإقرأء فتنوول من اسمه نهاية حروفه و محمد مبتدأ في الإقرأء فتنوول أول حرف فيه والقول الثاني أن الألف من الله تعالى واللام من لطيف والميم من مجيد قاله أبو العالية والخامس أنه اسم من أسماء القرآن قاله مجاهد والشعبي وقتادة وابن جريج.

Abu-l-Faraj Ibn Al-Jawziyy (508-597 n.H.), Zaadu-l-Masiir, 3. ed. (Beirut, Libanon: Al-Maktab Al-Islamiyy, 1404), 1/22.



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