Thema: Die Übereinkunft der Muslime, dass Allâh ohne Ort existiert.
Behauptung der Verkörperlicher:
Einige Verkörperlicher sagen, dass die Mehrheit im Islam uninteressant wäre.
Antwort:
– Dieses sagen sie, weil sie genau wissen, dass sie der gesamten islamischen Gemeinschaft im Glauben widersprechen und nur eine unbedeutende Randgruppe darstellen. Sie wollen dem Laien suggerieren, dass es nicht von Bedeutung wäre ob man vom Glauben der Gemeinschaft abweicht oder nicht, damit man sich absondert und empfänglich wird für ihre Abweichungen. Und genau davor hat der Prophet vehement gewarnt!
Der Hadîthgelehrte at-Tirmidhî überliefert in seinem „Djâmi^“ vom Hadîth des Sulaymân Ibn Yasâr, dass der Gesandte Gottes, Salla l-Lâhu ^Alayhi wa Sallam, sagte:
أوصيكم بأصحابي ثم الذين يلونهم ثم الذين يلونهم فمن أراد بحبوحة الجنة فليلزم الجماعة
Die Bedeutung lautet: „Ich weise euch an meine Gefährten, danach an ihre Nachfolger, danach an ihre Nachfolger. Wer das Wohlergehen im Paradies will, der soll sich an die ‚Djamâ^ah’ halten.“
Djamâ^ah bedeutet hier: die überwältigende Mehrheit. Es bedeutet, dass man nicht von der überwältigenden Mehrheit, im Glauben, abweichen darf, wenn man das Wohlergehen des Paradieses will. Denn im Jenseits wird es keine Rettung geben, außer mit der Glaubenslehre der Gemeinschaft.
– Diese Erklärung von Djamâ^ah mit überwältigender Mehrheit, wird aus einem anderen Hadîth entnommen, der von Ibn Mâdjah und anderen überliefert wurde:
لا تَجْتَمِعُ أُمَّتِي عَلَى ضَلالَةِ فإذا رأيتم اختلافا فعليكم بالسواد الأعظم
Die Bedeutung lautet: „Meine Gemeinschaft wird sich nicht auf einen Irrtum einigen. Sobald ihr Meinungsverschiedenheiten seht, müsst ihr euch an den ‚Sawâd al-A^dham‘ halten.“
As-Sawâdu l-A^dham: Die überwältigende Mehrheit. Von der Glaubenslehre her und den Gesetzen, basieren sie auf dem, worauf der Gesandte Gottes und seine Gefährten waren. Sie werden sich niemals auf einen Irrtum einigen, wenn es Meinungsverschiedenheiten gibt, hat man sich an die überwältigende Mehrheit zu halten.
– Diese klare Anweisung, sich an die überwältigende Mehrheit zu halten, wird ebenfalls aus folgendem Hadîth ersichtlich. Der Imâm Abû Hanîfah, al-Bayhaqî, Abû Dâwûd, at-Tirmidhî und andere überliefern, dass der Gesandte Gottes, Salla l-Lâhu ^Alayhi wa Sallam, sagte:
ستفترق أمتي إلى ثلاث وسبعين كلهم في النار إلا واحدة وهي السواد الأعظم وفي رواية وهي (( الجماعة )) وفي رواية (( ما أنا عليه وأصحابي ))
Die Bedeutung lautet: „Meine Gemeinschaft wird sich in 73 Gruppen spalten, alle werden in die Hölle kommen, außer einer und dies ist ‚as-Sawâd al-A^dham‘ d. h. die überwältigende Mehrheit.“ Und in einer anderen Überlieferung: „Und dies ist ‚al-Djamâ^ah‘ d. h. die Gemeinschaft.“ Und in einer anderen Überlieferung: „Worauf ich bin und meine Gefährten.“
D. h. die errettete Gruppe ist auf dem, worauf der Prophet und seine Gefährten sind. Sie sind die Gemeinschaft „al-Djamâ^ah“ und stellen die überwältigende Mehrheit „as-Sawâdu l-A^dham“ dar.
– Scheinargument einiger Verkörperlicher:
Einige Verkörperlicher versuchen aus lauter Verzweiflung, die Bedeutung des zuvor erwähnten Hadîth zu verfälschen, da er eine Warnung gegen sie beinhaltet! Denn die Muslime werden aufgefordert sich an die überwältigende Mehrheit zu halten und fernzubleiben von denjenigen, die von ihr abweichen. Sie versuchen den Eindruck zu vermitteln, dass die 72 falschen Gruppen die Mehrheit wäre und die eine richtige Gruppe, die Minderheit darstelle.
Die Antwort lautet:
Der Prophet hat nicht gesagt, dass die 72 falschen Gruppen die Mehrheit darstelle. Er sagte aber etwas, was die Größenverhältnisse klarstellt und die Behauptung der Verkörperlicher definitiv widerlegt, denn er nannte die errettete Gruppe „as-Sawâd al-A^dham“ d. h. die überwältigende Mehrheit. Wenn die errettete Gruppe die überwältigende Mehrheit ist, dann müssen die restlichen 72 Gruppen ingesamt, eine winzig kleine Minderheit sein.
– Wie wir in den zuvor erwähnten Ahadîth zeigten, hat man sich bei Meinungsverschiedenheiten an der überwältigenden Mehrheit zu halten, denn ihre Übereinkunft ist vor dem Fehler geschützt.
Der Imâm Abu l-Hasan al-Asch^arî sagte in „Mudjarrad Maqâlât al-Asch^arî“ S.126, Zitat:
ما نقوله فى الأمة إذا اجتمعت على أمر من الأمور أنّ ذلك الأمر حق واجتماعها مأمون الخطإ والزلل
„Wir sagen über die Übereinkunft der Gemeinschaft bezüglich einer Angelegenheit, dass dieses der Wahrheit entspricht und sicher vor Fehlern und Irrtum ist.“
– Es ist den Muslimen demnach nicht erlaubt von der überwältigenden Mehrheit abzuweichen und ihrer Übereinkunft zu widersprechen, denn Allâh, der Erhabene, erwähnt in der Sûrah an-Nisâ’ Âyah 115:
{ومن يشاقق الرسول من بعد ما تبين له الهدى ويتبع غير سبيل المؤمنين نوله ما تولى ونصليه جهنم و سآءت مصيرا}
Diese Âyah belegt, dass das Befolgen des Weges der Muslime, eine Pflicht ist. Und wer diesem Weg widerspricht und ihn missachtet, dem wird mit harter Strafe im Jenseits gedroht.
– Es wurde bezüglich dieser Âyah überliefert, dass der Imâm asch-Schâfi^î sie als Beleg dafür genommen hat, dass die Übereinkunft der Muslime einen Beweis in der Religion darstellt.
Tâdj ad-Dîn as-Subkî sagte in den „Tabaqât asch-Schâfi^iyyah al-Kubrâ“ (2/19-20) bei seiner Tardjamah des Muhammad Ibn ^Aqîl al-Firyâbî: „Al-Bayhaqî sagte in seinem Werk al-Madkhal: Es berichtete uns Abû ^Abdullâh al-Hâfidh, es berichtete mir Abû ^Abdullâh az-Zubayr Ibn ^Abdu l-Wâhid al-Hâfidh al-Astarâbâdî, er sagte: Ich hörte Abû Sa^îd Muhammad Ibn ^Aqîl al-Firyâbî sagen: al-Muzanî oder ar-Rabî^ sagte:
Eines Tages, als wir bei asch-Schâfi^î, Radiya l-Lâhu ^Anhu, waren, es war zwischen der Mittags- und Nachmittagszeit, im Innenhof auf der Veranda. Asch-Schafi^î hatte sich (entweder sagte er) an die Säule angelehnt (oder er sagte an etwas anderem). Als dann ein alter Mann kam, er trug einen Umhang und einen Izâr aus Wolle, er hatte einen Krückstock in seiner Hand. Daraufhin stand asch-Schâfi^î auf, richtete seine Kleidung zurecht und setzte sich hin. Der alte Mann grüßte und setzte sich. Asch-Schâfi^î begann den alten Mann ehrfurchtsvoll anzuschauen, alsdann sagte der alte Mann zu ihm: ‚Soll ich eine Frage stellen?‘. Asch-Schâfi^î, Radiya l-Lâhu ^Anhu, sagte: ‚frag‘. Er sagte: ‚Was sind die Beweisquellen in der Religion?‘. Asch-Schâfi^î sagte: ‚Der Qur’ân‘. Er sagte: ‚Und was noch?‘. Er sagte: ‚Der Hadîth des Gesandten Gottes‘. Er sagte: ‚Und was noch?‘. Er sagte: ‚Die Übereinkunft der Gemeinschaft‘. Er sagte: ‚Woraus entnimmst du deine Aussage: Die Übereinkunft der Gemeinschaft?‘. Er sagte: ‚Aus dem Qur’ân‘. Er sagte: ‚Wo aus dem Qur’ân?‘. Asch-Schâfi^î begann dann eine Zeit lang nachzudenken. Der alte Mann sagte dann: ‚Ich gebe dir eine Frist von drei Tagen und Nächten. Entweder kommst du mit einem Beweis aus dem Qur’ân für die Übereinkunft der Gemeinschaft oder vollziehe die Reue‘. Daraufhin veränderte sich die Farbe von asch-Schâfi^î, er ging dann und kam drei Tage und Nächte nicht mehr heraus. Er kam dann zu dieser Zeit, d. h. zwischen der Mittags- und Nachmittagszeit, am dritten Tag zu uns heraus. Sein Gesicht, seine Hände und seine Beine waren angeschwollen, er war krank geworden. Er setzte sich hin und war nicht viel schneller als der alte Mann, der dann kam, grüßte und sich hinsetzte. Er sagte dann: ‚Mein Frage‘. Asch-Schâfi^î sagte: ‚Ja, Allâh der Erhabene, sagt:
{ومن يشاقق الرسول من بعد ما تبين له الهدى ويتبع غير سبيل المؤمنين نوله ما تولى ونصليه جهنم و سآءت مصيرا}
Allâh bestraft die Person nicht wegen ihres Widerspruchs zu den Muslimen, außer dass es eine Pflicht für die Person gewesen ist (sich an die Übereinkunft der Muslime zu halten)’. Er sagte dann ‚Du hast Recht‘ stand auf und ging. Al-Firyâbî sagte: al-Muzanî oder ar-Rabî^ sagte: Asch-Schâfi^î sagte: Als der Mann ging, habe ich an jedem Tag mit der dazugehörigen Nacht, den Qur’ân drei mal gelesen, bis ich ihn gefunden hatte (den Vers)’“.
At-Tâdj as-Subkî sagte: „Wenn diese Geschichte authentisch überliefert wurde, dann ist es möglich, dass dieser alte Mann al-Khadr, ^Alayhi s-Salâm, war. Asch-Schâfi^î, Radiya l-Lâhu ^Anhu, hat dieses damit zu verstehen gegeben, dass er ihm ehrfurchtsvoll zugehört hat, still gewesen ist als er ihm diese Lehre erteilte und seiner Aufforderung nachkam. Und die Überlieferungskette dieser Geschichte ist authentisch Sahîh, es liegt kein Staub auf ihr“.
– Die Übereinkunft der Muslime zu erwähnen, erspart dir die Erwähnung tausender Gelehrter.
Anstatt hunderte und tausende Gelehrte zu erwähnen, mit Quellenangabe und Zitat, dass Allâh ohne Ort und ohne Zeit existiert, kannst du einfach die Übereinkunft der Muslime erwähnen und der Beweis ist erbracht.
Obwohl wir für jeden, der in der folgenden Liste erwähnt ist, die Quellenangabe mit Zitat haben, dass Allâh ohne Ort existiert!
– Der Imām und Mudjtahid Abū Hanīfah an-Nuʿmān Ibn Thābit, der die Gefährten des Propheten traf und Gründer der hanafitischen Rechtschule ist
– Der Imām und Mudjtahid Abū Djaʿfar Muhammad Ibn Djarīr at-Tabarī, der berühmte Qur’ān Interpretator der Salaf
– Der Lughawī Ibrāhīm Ibn Surrī az-Zadjādjdj, der berühmte Sprachgelehrte der Salaf
– Der Imām Hāfidh und Faqīh Abū Djaʿfar Ahmad Ibn Salamah at-Tahawī, der Überlieferer der Glaubenslehre der Salaf
– Der Imām der Ahlu s-Sunnah Abu l-Hassan al-Aschʿarī
– Der Imām der Ahlu s-Sunnah Abū Mansūr al-Māturidī
– Der Hāfidh Muhammad Ibn Hibbān, der Verfasser des Hadīthwerkes „Sahīh Ibn Hibbān“
– Der berühmte Schaykh Abū ʿUthmān al-Maghribiyya Saʿīd Ibn Salām
– Der Schaykh Abū Bakr Muhammad Ibn Ishāq al-Kalabādhī al-Hanafī
– Der berühmte Gelehrte asch-Schaykh Abū Sulaymān Muhammad Ibn Muhammad al-Khattābī, der Verfasser von „Maʿālim as-Sunan“
– Der Schaykh Abū ʿAbdullāh Abū l-Husayn Ibn al-Hasan al-Halīmī asch-Schāfiʿī
– Der Qādī Abū Bakr Muhammad al-Bāqillānī al-Mālikī al-Aschʿarī, der den römischen Kaiser und seine Priester widerlegte
– Der Schaykh Abū at-Tayyib as-Suʿlūkī Sahl Ibn Muhammad asch-Schāfiʿī, der Muftī von Naysābūr
– Der Abū Bakr Muhammad Ibn al-Hasan berühmt als Abū Bakr Ibn Fūrak al-Aschʿarī
– Der Nahawī Abū ʿAlī al-Marzūqī
– Der Schaykh al-Ustādh der Imām Abū Mansūr al-Baghdādī ʿAbdu l-Qāhir Ibn Tāhir at-Tamīmī al-Isfarāyīnī
– Der Schaykh ʿAlī Ibn Khalaf berühmt als Ibn Battāl al-Mālikī, ein berühmter Interpretator des Sahīh al-Bukhārī
– Der Hāfidh Abū Bakr Ahmad Ibn al-Husayn al-Bayhaqī asch-Schāfiʿī, der berühmte Top-Gelehrte und Verfasser von „al-Asmā’ wa s-Sifāt“
– Der Schaykh Abu l-Qāsim ʿAbdu l-Karīm Ibn Hawāzin al-Quschayrī, der Verfasser der berühmten „ar-Risālah al-Quschayriyyah“
– Der Faqīh und Mutakallim Abu l-Mudhaffar al-Isfarāyīnī al-Aschʿarī
– Der Faqīh und Imām, der Schaykh Abū Ishāq asch-Schirāzī asch-Schāfiʿī al-Aschʿarī, Verfasser von „at-Tanbīh“ und „al-Muhadhdhab“ in der schāfiʿitischen Rechtschule
– Der Imām der beiden Haramayn Makkah und Madīnah Abu l-Maʿālī ʿAbdu l-Malik Ibn ʿAbdullāh al-Djuwaynī al-Aschʿarī
– Der Faqīh und Mutakallim Abū Saʿīd al-Mutawallī asch-Schāfiʿī al-Aschʿarī, einer der „Ashāb al-Wudjūh“ in der schāfiʿitischen Rechtschule
– Der Lughawī Abu l-Qāsim al-Husayn Ibn Muhammad berühmt als ar-Rāghib al-Asbahānī
– Der Schaykh Abū Hāmid Muhammad Ibn Muhammad al-Ghazālī asch-Schāfiʿī al-Aschʿarī
– Der Schaykh und Mutakallim Abū l-Muʿīn Maymūn Ibn Muhammad an-Nasafī
– Der Imām Abu l-Qāsim Sulaymān (Salmān) Ibn Nāsir al-Ansārī an-Naysābūrī, Interpretator des Werkes „al-Irschād“ des Imām al-Haramayn
– Der Schaykh Abu n-Nasr ʿAbdu r-Rahīm Ibn ʿAbdu l-Karīm bekannt als Ibn al-Quschayrī
– Der Qādī asch-Schaykh Abu l-Walīd Muhammad Ibn Ahmad der Richter Cordobas, berühmt als Ibn Ruschd al-Djadd al-Mālikī
– Der Abu th-Thanā’ Muhammad Ibn Zayd al-Lāmischī al-Hanafī al-Māturidī
– Der Muhaddith Abu Hafs Nadjmu d-Dīn ʿUmar Ibn Muhammad an-Nasafī al-Hanafī, der Verfasser der berühmten „ʿAqīdah an-Nasafīah“
– Der Qādī Abū Bakr Ibn al-ʿArabī al-Mālikī al-Andalusī
– Der Qādī ʿIyād Ibn Mūsā al-Mālikī
– Der Schaykh Sirādju d-Dīn ʿAlī Ibn ʿUthmān al-Awschā al-Hanafī
– Der Hāfidh und Historiker Abu l-Qāsim ʿAlī Ibn al-Hasan Ibn Hibatillāh berühmt als Ibn ʿAsākir ad-Dimaschqī
– Der Schaykh al-Imām as-Sayyid Ahmad ar-Rifāʿī asch-Schāfiʿī al-Aschʿarī
– Der Sultān al-Mudjāhid Salāhu d-Dīn al-Ayyūbī asch-Schāfiʿī al-Aschʿarī
– Der Imām al-Hāfidh und Mufassir Abu l-Faradj ʿAbdu r-Rahmān Ibn ʿAlī berühmt als Ibnu l-Djawzī al-Hanbalī, der Verfasser von „Dafʿ Schubah at-Taschbīh“
– Der Schaykh Tādju d-Dīn Muhammad Ibn Hibatillāh al-Makkī al-Hamawī al-Misrī, der Verfasser des Werkes „Hadā’iq al-Fusūl wa Djawāhir al-Usūl“
– Der als Ibnu l-Athir berühmte al-Mubārak Ibn Muhammad
– Der Mufassir Fakhru d-Dīn ar-Rāzī
– Der Schaykh Abū Mansūr Fakhru d-Dīn ʿAbdu r-Rahmān Ibn Muhammad bekannt als Ibn ʿAsākir, Verfasser der „al-ʿAqīdah al-Murschidah“
– Der Schaykh Ismāʿīl Ibn Ibrāhīm asch-Schaybānī al-Hanafī
– Der Mutakallim Sayf ad-Dīn al-Āmidī
– Der Schaykh Djamālu d-Dīn Mahmūd Ibn Ahmad al-Hasirī, der Schakyh der Hanafiyyah seiner Zeit
– Der Schaykh Djamālu d-Dīn Abū ʿAmr ʿUthmān Ibn ʿUmar berühmt als Ibn al-Hādjib al-Mālikī
– Der Interpretator der „ʿAqīdah at-Tahawiyyah“ Nadjmu d-Dīn Mankūbras
– Der Schaykh ʿAbdu l-ʿAzīz Ibn Abdi s-Salām al-Aschʿarī, der als „Sultān der Gelehrten“ bezeichnet wird
– Der Hāschimī Muhammad Ibn Ahmad al-Quraschī
– Der Mufassir Muhammad Ibn Ahmad al-Ansārī al-Qurtubī al-Mālikī
– Der Schaykh Diyā’u d-Dīn Abu l-ʿAbbās Ahmad Ibn Muhammad Ibn ʿUmar Ibn Yūsuf Ibn ʿUmar ʿAbdu l-Munʿim al-Qurtubī
– Der Hāfidh Abū Zakariyya Muhyī d-Dīn Yahyā Ibn Scharaf an-Nawawī asch-Schāfiʿī al-Aschʿarī
– Der ʿAllāmah al-Usūlī Schaykh Ahmad Ibn Idrīs al-Qarāfī al-Mālikī al-Misrī
– Der Schaykh al-Baydāwī
– Der Schaykh Zaynu d-Dīn ʿAlī Ibn Muhammad Ibn Mansūr berühmt als Ibnu l-Munayyir
– Der Schaykh Sālih ʿAbdullāh Ibn Saʿd berühmt als Ibn Abī Djamrah
– Der Faqīh al-Hāfidh Schaykh Taqiyyu d-Dīn Abu l-Fath Muhammad Ibn ʿAlī Ibn Wahb al-Qushayrī, bekannt als Ibn Daqīq al-ʿĪd al-Aschʿarī
– Der Schaykh und Mutakallim ʿAlī Ahmad Ibn ʿAtā’ Al-Iskanadarī asch-Schādhilī
– Der Mufassir ʿAbdullāh Ibn Ahmad an-Nasafī
– Der ʿAllāmah al-Lughawī Muhammad Ibn Mukarram al-Ifrīqī al-Misrī bekannt als Ibn Mandhūr
– Der Qādī asch-Schaykh Badru d-Dīn Muhammad Ibn Ibrāhīm bekannt als Ibn Djamāʿah asch-Schāfiʿī
– Der Schaykh Schihābu d-Dīn Ahmad Ibn Yahyā Ibn Ismāʿīl al-Kilābī al-Halabī bekannt als Ibn Djahbal
– Der Schaykh Abū ʿAbdullāh Muhammad Ibn Muhammad al-ʿAbdarī bekannt als Ibn al-Hādj al-Maghribī al-Mālikī
– Der Mufassir ʿAlī Ibn Muhammad bekannt als al-Khāzin
– Der Sultān al-Malik an-Nāsir Muhammad Ibn Qalāwūn
– Der Schaykh Husayn Ibn Muhammad at-Tībī
– Der Mufassir al-Muqrī an-Nahawī Muhammad Ibn Yūsuf bekannt als Abū Hayyān al-Andalusī
– Der Imām und Muhaqqiq al-Qādī ʿAbdu r-Rahmān al-Īdjī
– Der Allāmah al-Hāfidh al-Faqīh al-Mudjtahid al-Usūlī Schaykh Taqiyyu d-Dīn ʿAlī Ibn ʿAbdu l-Kāfī as-Subkī asch-Schāfiʿī al-Aschʿarī
– Der Hāfidh Salāhu d-Dīn Abū Saʿīd Khalīl al-ʿAlā’ī
– Der Schaykh ʿAbdullāh Ibn Asʿad al-Yāfiʿī al-Yamanī
– Der Schaykh Tādju d-Dīn Abū Nasr Abdu l-Wahhāb Ibn ʿAlī Ibn ʿAbdu l-Kāfī as-Subkī asch-Schāfiʿī al-Aschʿarī
– Der Schaykh Abū Ishāq Ibrāhīm Ibn Mūsā asch-Schātibī al-Andalusī
– Der Schaykh Muhammad Ibn Yūsuf bekannt als al-Kirmānī al-Baghdādī, er ist einer der Interpretatoren des Sahīh al-Bukhārī
– Der ʿAllāmah asch-Schaykh Masʿūd Ibn ʿUmar at-Taftazānī
– Der Lughawī Madjdu d-Dīn Muhammad Ibn Yaʿkūb al-Fayrūz’abādī
– Der Hāfidh al-Muhaddith Waliyyu d-Dīn Abū Zurʿah Ahmad Ibn Abdu r-Rahīm al-ʿIrāqī
– Der Faqīh asch-Schaykh Taqiyyu d-Dīn al-Husnī asch-Schāfiʿī ad-Dimaschqī
– Der Hāfidh Ibn Hadjar al-ʿAsqalānī asch-Schāfiʿī al-Aschʿarī
– Der Schaykh Badru d-Dīn Mahmūd Ibn Ahmad al-ʿAynī al-Hanafī, einer der Interpretatoren des Sahīh al-Bukhārī
– Der Schaykh Djalālu d-Dīn Muhammad Ibn Ahmad al-Mahallī asch-Schāfiʿī
– Der Schaykh Muhammad Ibn Muhammad al-Hanafī bekannt als Ibn Amīr al-Hādj al-Hanafī
– Der Schaykh Burhānu d-Dīn Ibrāhīm Ibn ʿUmar al-Biqāʿī asch-Schāfiʿī
– Der Schaykh Abū ʿAbdullāh Muhammad Ibn Yūsuf as-Sanūsī
– Der Schaykh Muhammad Ibn Mansūr al-Hudhudī al-Misrī
– Der Qādī Mustafā Ibn Muhammad al-Kastalī al-Hanafī ar-Rūmī
– Der Hāfidh Muhammad Ibn ʿAbdu r-Rahmān as-Sakhāwī
– Der Hāfidh Djalālu d-Dīn ʿAbdu r-Rahmān Ibn Abī Bakr as-Suyutī asch-Schāfiʿī al-Aschʿarī
– Der Schaykh Abu l-ʿAbbās Schihābu d-Dīn Ahmad Ibn Muhmmad al-Qastallānī al-Misrī, einer der Interpretatoren des Sahīh al-Bukhārī
– Der Schaykh al-Qādī Zakariyya al-Ansārī asch-Schāfiʿī al-Aschʿarī
– Der Schaykh Abū ʿAlī Muhammad Ibn ʿAlī Ibn ʿAbdu r-Rahīm bekannt als Ibn ʿIrāq al-Kinānī ad-Dimaschqī
– Der Hāfidh und Historiker Muhammad Ibn ʿAlī bekannt als Ibn Tulūn al-Hanafī
– Der Schakyh asch-Schaʿrānī al-Misrī
– Der Schaykh Schihābu d-Dīn Ahmad Ibn Muhammad bekannt als Ibn Hadjar al-Haytamī al-Aschʿarī
– Der Schaykh Muhammad al-Khatīb asch-Schirbinī al-Misrī
– Der Schaykh Mullā ʿAlī al-Qārī al-Hanafī
– Der Schaykh Burhānu d-Dīn Ibrāhīm Ibn Ibrāhīm Ibn Hasan al-Laqqānī al-Misrī al-Mālikī
– Der Schaykh und Historiker Ahmad Ibn Muhammad al-Muqarrī at-Talmasānī al-Mālikī al-Aschʿarī
– Der Muhaddith asch-Schaykh Muhammad Ibn ʿAlī bekannt als Ibn ʿIllān as-Siddīqī asch-Schāfiʿī
– Der Schaykh ʿAbdu s-Salām Ibn Ibrāhīm al-Laqqānī al-Misrī al-Mālikī
– Der ʿAllāmah Schaykh Kamālu d-Dīn al-Bayādī al-Hanafī
– Der Schaykh Muhammad Ibn ʿAbdu l-Bāqī az-Zurqānī al-Mālikī, der Verfasser der Erläuterung der Muwatta des Imām Mālik
– Der Schaykh ʿAbdullāh Ibn ʿAlawī al-Haddād al-Hadramī al-Husaynī
– Der Schaykh Muhammad Ibn ʿAbdu l-Hādī as-Sindī al-Hanafī, der die Erläuterung der Sunan an-Nasā’ī verfasste
– Der Schaykh ʿAbdu l-Ghanī an-Nablusī ad-Dimaschqī al-Hanafī
– Der Schaykh al-ʿAllāmah Abu l-Barakāt Ahmad Ibn Muhammad ad-Dardīr al-Mālikī al-Misrī
– Der Hāfidh al-Lughawī al-Faqīh as-Sayyid Muhammad Murtadā az-Zabidī al-Hanafī
– Der Adīb Ahmad al-Yāfī
– Der Muftī der Levante Muhammad Khalīl al-Murādī
– Der ʿAllāmah ad-Dusūqī
– Der Schaykh al-ʿAllāmah Mawlānā Khālid Ibn Ahmad an-Naqschabandī
– Der Schaykh al-Faqīh Muhammad Amīn Ibn ʿUmar bekannt als Ibn ʿĀbidīn al-Hanafī ad-Dimaschqī, der Verfasser der bekannten „Hāschiyah“
– Der Muftī Beirūts al-Muhaddith asch-Schaykh ʿAbdu l-Lātīf Fathullāh al-Hanafī
– Der Schaykh Muhammad ʿUthmān al-Mirghānī al-Makkī al-Hanafī
– Der Schaykh und Muhaddith Beirūts Muhammad Ibn Darwīsch al-Hūt al-Husaynī al-Bayrūtī asch-Schāfiʿī al-Aschʿarī
– Der Schaykh Ibrāhīm al-Baydjūrī asch-Schāfiʿī
– Der Schaykh Ahmad Marzūqī al-Mālikī al-Makkī
– Der Schaykh Bahā’u d-Dīn Muhammad Mahdī Ibn ʿAlī ar-Rawwās as-Sayyādī al-Husaynī asch-Schāfiʿī
– Der Schaykh ʿUmar Ibn Muhammad al-Unsī asch-Schāfiʿī al-Bayrūtī
– Der Schaykh ʿAbdu l-Ghanī al-Ghunaymī al-Maydānī al-Hanafī ad-Dimschaqī
– Der Schaykh al-Mutakallim ʿAbdullāh Ibn ʿAbdu r-Rahmān ad-Dahlī al-Hanafī
– Der Schaykh al-ʿAllāmah al-Muhaddith al-Faqīh Abu l-Mahāsin Muhammad al-Qāwuqdjī at-Tarāblusī al-Lubnānī al-Hanafī
– Der Schaykh Muhammad Nawawī al-Djāwī asch-Schāfiʿī
– Der Schaykh al-Mutakallim ʿAbdu l-ʿAzīz Ibn ʿAbdu r-Rahmān al-Skandarī
– Der Muftī der Wilāyah Beiruts, der Schaykh ʿAbdu l-Bāsit al-Fākhūrī asch-Schāfiʿī
– Der Schaykh Husayn Ibn Muhammad al-Djisr at-Tarāblusī
– Der Schaykh ʿAbdu l-Qādir al-Adhamī at-Tarāblusī
– Der Schaykh Radjab Ibn Muhammad Djamālu d-Dīn al-Bayrūtī asch-Schāfiʿī, der als Schaykh Beiruts bekannt ist
– Der Schaykh Ismāʿīl al-Haqqī ar-Rūmī al-Hanafī
– Der Schaykh Salīm al-Bischrī al-Misrī, der Schaykh der Azhar Moschee
– Der Schaykh ʿAbdu l-Madjīd asch-Scharnūbī al-Azharī
– Der Schaykh Yūsuf an-Nabahānī asch-Schāfiʿī al-Bayrūtī
– Der Schaykh Mustafā Nadjā asch-Schāfiʿī, der Muftī Beiruts
– Der Schaykh ʿAbdu l-Madjīd al-Maghribī at-Tarāblusī, der Vorsitzenden der Fatwā in Tarāblus asch-Schām
– Der Schaykh Mahmūd Ibn Muhammad Khattāb as-Subkī
– Der Schaykh Muhammad Khadir asch-Schanqītī, der Muftī von al-Madīnah al-Munawwarah
– Der Schaykh ʿAbdu l-Fattāh az-Zuʿbī at-Tarāblusī al-Lubnānī
– Der Schaykh Muhammad Husayn Makhlūf Muftī Ägyptens
– Der Schaykh Muhammad Ibn Ibrāhīm al-Husaynī at-Tarāblusī
– Der Schaykh Yūsuf ad-Dadjwī al-Misrī, einer der Verfasser der Zeitschrift des Azhar, welche von den Maschāyikh des Azhar in Ägypten herausgegeben wird
– Der Schaykh Muhammad ʿAbdu l-ʿAdhīm az-Zurqānī, Dozent in der Fakultät des Azhar in der Qur’ān- und Hadīth-Wissenschaft
– Der Generalbevollmächtigte der islamischen Gelehrten im osmanischen Reich, Schaykh Muhammad Zāhid al-Kawtharī al-Hanafī
– Der Schaykh Wahīb al-Barūdī at-Tarāblusī
– Der Schaykh Salāmah al-Qudāʿī al-ʿAzāmī asch-Schāfiʿī
– Der Hāfidh al-Muhaddith asch-Schaykh Ahmad Ibn Muhammad Ibn Siddīq al-Ghumārī al-Maghribī
– Der Muhaddith asch-Schaykh Muhammad ʿArabī at-Tabbān al-Mālikī
– Der Schaykh Muhammad Tāhir Ibn ʿAschūr al-Mālikī
– Der Schaykh ʿAbdu l-Karīm ar-Rifāʿī ad-Dimaschqī, einer der besonderen Schüler des Muhaddith Badru d-Dīn al-Hasanī
– Der Muhaddith des Magreb asch-Schaykh ʿAbdullāh Ibn Muhammad Siddīq al-Ghumārī
– Der Schaykh Muhammad Hamdī al-Djawīdjātī ad-Dimaschqī
– Der Schaykh Ibn Sulaymān Ibn Muhammad Ibn Sulaymān, bekannt als al-Qalyūbī al-Misrī einer der Gelehrten des Azhar
– Der Schaykh Husayn ʿAbdu r-Rahīm Makkī al-Misrī, einer der Maschāyikh des Azhar
– Der Schaykh al-ʿAllāmah al-Faqīh al-Muhaddith Schaykh ʿAbdullāh al-Hararī berühmt als al-Habaschī
Dies ist die Übereinkunft der Muslime:
1. Der Imām Abû Dja^far at-Tahawī al-Hanafî (geboren im Jahr 227 n.H.), der Überlieferer der Glaubenslehre der Salaf, überliefert die authentische der Glaubenslehre der Ahlu s-Sunnah, er sagte, Zitat:
„Dies ist die Darlegung der Glaubenslehre der Ahlu s-Sunnah wa l-Djamāʿah“.
Dann sagte er: {تعالى (أيِ اللهُ) عنِ الحدود والغايات والأركان والأعضاءِ والأدوا ت، لا تحوِيه الجهات السِّت كسائرِ المبتدعات}
„Allāh ist erhaben über Grenzen, Körperteile, Seiten, Glieder, Organe und Hilfsmittel. Er wird nicht von den sechs Richtungen (oben, unten,vorne, hinten, links, rechts.) beinhalten, jedoch umgeben sie die Geschöpfe.“
2. Der Qādī ʿAbdu l-Wahhāb Ibn ʿAlī Ibn Nasr al-Baghdādī al-Malikī (geb. um 362 n.H.) überlieferte ebenfalls die Übereinkunft der Muslime, er sagt in seiner Erläuterung der „ʿAqīdati Mālikin as-Saghīr“ S.28, Zitat:
ولا يجوز أن يثبت له كيفية لأن الشرع لم يرد بذلك، ولا أخبر النبي عليه السلام فيه بشىء، ولا سألته الصحابة عنه، ولأن ذلك يرجع إلى التنقل والتحول وإشغال الحيّز والافتقار إلى الأماكن وذلك يؤول إلى التجسيم وإلى قِدم الأجسام وهذا كفر عند كافة أهل الإسلام
„Es ist nicht erlaubt Ihm (Allāh) eine Beschaffenheit (Kayfiyyah) zuzuschreiben, denn in der Religion wurde so etwas nie erwähnt. Und auch der Prophet, ʿAlayhi s-Salām, hat nicht das geringste davon gesagt. Und die Gefährten haben Ihn nicht danach gefragt. Und da dieses (die Zuschreibung einer Beschaffenheit „Kayfiyyah“) den Transport, Verlagerung, füllen eines Ortes und Abhängigkeit von Plätzen nach sich zieht. Führt es zur Verkörperlichung und der Behauptung, dass die Körper anfangslos wären. Und dies ist bei allen Muslimen, in all ihrer Gesamtheit, Unglaube“.
3. Der Imâm Abû Mansûr al-Baghdâdî asch-Schâfi^î (geb. um 350 n.H.) sagte im Werk „al-Farq Bayna l-Firaq“ (S.333), in dem er die Unterschiede der verschiedenen Gruppen aufzeigte, Zitat:
وأجمعوا ـ أي أهل السنة والجماعة ـ على أنه ـ أي الله ـ لا يحويه مكان ولا يجري عليه زمان
„Unter ihnen, d. h. die erretete Gruppe mit der überwältigenden Mehrheit, die Ahlu s-Sunnah wa l-Djamâ^ah, herrscht Übereinkunft darüber, dass Allâh ohne Ort und ohne Zeit existiert.“
Und er sagte in „an-Nâsikh wa l-Mansûkh“:
من أثبت لله تعالى الحد أي المساحة والجهة والمكان، فهو كافر لا تؤكل ذبيحته
Wer Allâh ein Maß oder eine Richtung oder einen Ort zuschreibt, der ist ein Ungläubiger und von seinem Geschlachteten darf nicht gegessen werden.
4. Der Imam der Haramayn ^Abdu l-Malik al-Djuwaynî asch-Schâfi^î (geb. 419 n.H.) sagte in „al-Irschâd“ (S.58), Zitat:
ومذهب أهل الحق قاطبة أن الله سبحانه وتعالى يتعالى عن التحيّز والتخصص بالجهات
„Die Glaubenslehre derjenigen, die auf dem Recht sind, allesamt, lautet, dass Allâh darüber erhaben ist, sich an einem Ort aufzuhalten oder in einer Richtung zu sein.“
5. Der Mufassir asch-Schaykh Fakhru d-Dîn ar-Râzî (geb. 544 n.H.) sagte in „at-Tafsîr al-Kabîr“ (29/216), Zitat:
إنعقد الإجماع على أنه سبحانه ليس معنا بالمكان والجهة والحيّز
„Die Übereinkunft wurde darüber abgeschlossen, dass Allâh nicht mit uns in den Orten, Richtungen oder Lokalitäten ist.“
6. Sayf ad-Dîn al-Âmidî (geb. 551 n.H.) sagte in „Ghâyat al-Marâm“ (S.194), Zitat:
مع اتفاقهم (أي السلف) جميعًا في المعنى أنه تعالى ليس بمتمكن في مكان ولا متحيّز بجهة
„Die Salaf sind sich allesamt einig darüber, dass Allâh sich weder an einem Ort aufhält, noch in einer Richtung befindet.“
7. Der Schaykh Ibn Djahbal al-Halabî asch-Schâfi^î (geb. 670 n.H.) sagte (Tabaqât asch-Schâfi^iyyah al-Kubrâ 9/35), Zitat:
وها نحن نذكر عقيدة أهل السنة، فنقول: عقيدتنا أن الله قديم أزليٌّ، لا يُشبِهُ شيئًا ولا يشبهه شىء، ليس له جهة ولا مكان
„Hier erwähnen wir nun die Glaubenslehre der Ahlu s-Sunnah, wir sagen: Unser Glaube ist, dass Alâh Anfangslos ist, Er ähnelt nichts und niemandem und nichts und niemand ähnelt Ihm. Er existiert ohne Richtung und ohne Ort.“
8. Tâdj ad-Dîn as-Subkî asch-Schâfi^î (geb. 727 n.H.) überliefert von dem Schaykh Fakhru d-Dîn Ibn ^Asâkir in „Tabaqât asch-Schâfi^iyyah al-Kubrâ“ (8/185), Zitat:
إن الله تعالى موجود قبل الخلق ليس له قَبْلٌ ولا بَعْدٌ، ولا فوقٌ ولا تحتٌ، ولا يمينٌ ولا شمالٌ، ولا أمامٌ ولا خَلْفٌ“. ثم قال ابن السبكي بعد أن ذكر هذه العقيدة ما نصه: „هذا ءاخر العقيدة وليس فيها ما ينكره سُنّي
„Allâh, der Erhabene, existierte vor der Schöpfung ohne Anfang und ohne Ende. Er ist nicht oben, nicht unten, nicht rechts, nicht links, nicht vorne und nicht hinten“.
Ibn as-Subkî sagte dazu, nachdem er diese Glaubenslehre erwähnte, Zitat: „Dies ist der Abschluss der Glaubenslehre und sie beinhaltet nichts, was ein Sunnite (Anhänger der überwältigenden Mehrheit d. h. der Ahlu s-Sunnah wa l-Djamâ^ah) ablehnen würde.“
9. Der Schaykh Muhammad Mayyârah al-Malikî (geb. 999 n.H.) sagte in „Ad-Durr Ath-Thamîn“ (S.30), Zitat:
أجمع أهل الحق قاطبة على أن الله تعالى لا جهة له، فلا فوق ولا تحت ولا يمين ولا شمال ولا أمام ولا خلف
„Diejenigen, die auf der Wahrheit sind, sind darüber übereingekommen, dass Allâh ohne Richtung existiert, weder oben, noch unten, noch rechts, noch links, noch vorne, noch hinten.“
10. Der Schaykh der Azhar Moschee Salîm al-Bischrî (geb. 1248 n.H.) sagte (Furqân al-Qur’ân S.74 von al-Qudâ^î), Zitat:
مذهب الفرقة الناجية وما عليه أجمع السُّنّيون أن الله تعالى منزه عن مشابهة الحوادث مخالف لها في جميع سمات الحدوث ومن ذلك تنزهه عن الجهة والمكان“ اهـ، ذكره القضاعي في „فرقان القرءان
„Der Glaubenslehre der erretteten Gruppe lautet, und dies ist worauf alle Sunniten übereingekommen sind, dass Allâh erhaben ist über jegliche Ähnlichkeit mit der Schöpfung. Er ist über alle Eigenschaften der Geschöpfe erhaben. Und zu dieser Erhabenheit gehört, die Erhabenheit über die Richtungen und die Orte.“
11. Der Schaykh Yûsuf ad-Dadjwî al-Misrî (geb. 1287 n.H.), Mitglied der großen Gelehrten welche die Azhar Universität in Ägypten repräsentieren, er sagte in der Zeitschrift der Azhar Universität (Band 9, Teil 1, S.17), Zitat:
واعلم أن السلف قائلون باستحالة العلو المكاني عليه تعالى، خلافًا لبعض الجهلة الذين يخبطون خبط عشواء في هذا المقام، فإن السلف والخلف متفقان على التنزيه“ وقال أيضًا: „هذا إجماع من السلف والخلف
„Wisse, die Salaf sagten, dass die örtliche Hoheit unmöglich in Bezug auf Allâh ist. Im Gegensatz zu einigen Unwissenden, welche wie Sehbehinderte an dieser Stelle herumtrampeln. Denn die Salaf und Khalaf sind sich einig bezüglich der Erhabenheit Gottes.“ Und er sagte: „Dies ist die Übereinkunft der Salaf und Khalaf.“
12. Der Schaykh Salâmah al-Qudâ^î asch-Schâfi^î (geb. 1284 n.H.) sagte in „Furqân al-Qur’ân“ (S.93), Zitat:
أجمع أهل الحق من علماء السلف والخلف على تنزه الحق ـ سبحانه ـ عن الجهة وتقدسه عن المكان
„Diejenigen, die auf der Wahrheit sind, die Salaf- und Khalafgelehrten, sind darüber übereingekommen, dass Allâh über die Richtungen und den Ort erhaben ist.“
13. Der Schaykh Muhammad ^Arabî at-Tabbân al-Mâlikî (geb. 1315 n.H.), Lehrer der „al-Falâh Schule“ in der Moschee Makkahs, sagte in „Barâ’at al-Asch^ariyyîn“ (1/79), Zitat:
اتفق العقلاء من أهل السنة الشافعية والحنفية والمالكية وفضلاء الحنابلة وغيرهم على أن الله تبارك وتعالى منزه عن الجهة والجسمية والحد والمكان ومشابهة مخلوقاته
„Die Vernünftigen sind übereingekommen, die Ahlu s-Sunnah, von Schâfi^iten, Hanafiten, Malikiten, guten Hanbaliten und andere, dass Allâh erhaben ist über die Richtungen, ein Körper zu sein, die Grenzen, den Ort und Ähnlichkeit mit Seiner Schöpfung.“
14. Dies ist die Glaubenslehre von hunderten und tausenden von Millionen Muslimen seit jeher, in allen Jahrhunderten und Epochen, weltweit über alle Landesgrenzen und Kontinente hinweg, unabhängig von Herkunft, Kultur und Sprache. Von Indien bis nach Andalusien, von Indonesien bis nach Äthiopien, von China bis nach Marokko, vom Kaukasus bis in den Balkan, von der Levante bis zum Jemen, von der Türkei bis zum Hidjâz. Diese Glaubenslehre ist unbestreitbar mit der islamischen Geschichte verbunden.
Wir sind hier und heute tausende von Kilometer und Jahrhunderte von diesen Orten, Epochen und Menschen entfernt, und wir können mit aller Deutlichkeit erkennen, wie sich die Glaubenslehre der überwältigenden Mehrheit, in einem solch epischen Ausmaß durch die gesamte Geschichte des Islams bis in unsere heutige Zeit zieht, dass diese Tatsache nur ein törichter Ignorant leugnen würde.
Die nachfolgenden Beispiele stehen repräsentativ dafür, wie sich diese Glaubenslehre wie ein roter Faden durch die Geschichte des Islams zog:
Vor ca. 1000 Jahren in Persien (Epoche der Abbasiden ca. 123 n.H. – 653 n.H.)
– Der Hâfidh al-Bayhaqî zitierte al-Halîmî in „Schu^ab al-Îmân“:
„Was die Entsagung von der Verähnlichung betrifft, so geschieht dieses durch die Bestätigung, dass Allâh kein Teilchen (Djawhar) und keine Eigenschaft von Körpern (^Arad) ist. Es gibt jedoch eine Gruppe, die von der Wahrheit abgewichen ist, sie haben dem Schöpfer Eigenschaften der Geschöpfe zugeschrieben. Einige von ihnen sagten: „Er ist ein Teilchen“. Und einige von ihnen sagten: „Er ist ein Körper“. Und einige von ihnen haben es für möglich erachtet, dass Er auf dem Thron sitze, wie der König auf seinem Thronsessel. All dieses führt zur obligatorischen Bezeichnung des Unglaubens, für denjenigen, der so etwas sagt, so wie es der Fall mit der Beigesellung und Leugnung der Existenz Gottes ist. Somit geschieht die Bestätigung indem bestätigt wird, dass Allâh nichts und niemandem ähnelt. Und dieses bedeutet, dass Allâh kein Teilchen und keine Eigenschaft von Körpern ist, damit ist die Verähnlichung negiert. Denn wenn Er ein Teilchen oder eine Eigenschaft von Körpern wäre, dann wäre in Bezug auf Ihn möglich, was in Bezug auf alle anderen Teilchen und Eigenschaften der Körper möglich wäre. Und wenn Er kein Teilchen und keine Eigenschaft von Körpern ist, ist in Bezug auf Ihn auch nicht möglich, was in Bezug auf die Teilchen möglich ist, wie beispielsweise zusammengesetzt zu sein, ein Körper zu sein, sich an Orten aufzuhalten, Bewegung und Stillstand. Und es ist in Bezug auf Ihn nicht möglich, was in Bezug auf die Eigenschaften der Körper möglich ist, wie die Entstehung und Vergänglichkeit.“
Vor ca. 900 Jahren in Andalusien, das heutige Spanien (Epoche der Umayyaden ca. 41 n.H. – 422 n.H.):
– Der Qâdî Ibnu ^Atiyyah al-Andalusî sagte in „al-Muharrar al-Wadjîz“:
„Mit al-^Alî ist die Hoheit des Status gemeint, nicht die Hoheit des Ortes, denn Allâh ist erhaben über den Ortsaufenthalt. At-Tabarî berichtete über eine Gruppe (Verkörperlicher), dass sie sagten: ‚Es ist die Erhebung Seines Ortes über die Orte Seiner Schöpfung‘. Und dies ist die Aussage der unwissenden Verkörperlicher.“
Vor ca. 850 Jahren in Palästina (Epoche der Ayyubiden ca. 577 n.H. – 648 n.H.):
– Der Sultân Salâhu d-Dîn al-Ayyûbî, bekannt als Saladin, ließ folgendes Gedicht aus dem Werk des Ibnu Hibah al-Barmakî, welches die Glaubenslehre der Muslime beinhaltet, auf den Minaretten ausrufen und in den Schulen lehren:
وصانِع العالَمِ لا يحوِيه قُطْر تعالى اللهُ عن تشِبيه
قَد كانَ موجودا ولا مكَانا و حكْمه الآنَ على ما كَانا
سبحانه جلَّ عنِ المكان وعز عن تغيرِ الزمان
فقد غَلا وزاد في الغُلوِّ من خصه ِبجِهة العُلوِ
وحصر الصانِع في السماءِ مبدعها والعرش فوق الماءِ
وأثبتوا لذاته التحيزا قد ضلَّ ذو التشبيه فيما جوزا
Den Schöpfer des Universums beinhaltet kein Ort,
Erhaben ist Er über Verähnlichung!
Er existierte und es gab keinen Ort und Er existiert auch jetzt ohne Ort!
Er ist erhaben über den Ort und die Zeit,
Irregeleitet ist derjenige, der Ihm die obere Richtung zuschreibt!
Seinen Schöpfer beschreibt er mit Beschränkung im Himmel,
Als auch mit Aufenthalt an den Orten,
Irregegangen sind die Verähnlicher in dieser Behauptung!
– Vor ca. 750 Jahren in Ägypten (Epoche der Mamluken ca. 648 n.H. – 923 n.H.)
Der Schaykh al-^Izz Ibn ^Abdi s-Salâm al-Asch^arî sagte (siehe Tabaqât asch-Schâfi^iyyah al-Kubrâ 8/219):
„Allâh ist weder ein abgebildeter Körper noch ein begrenztes Teilchen mit einem Maß. Nichts und niemand ähnelt Ihm, und Er ähnelt nichts und niemandem. Weder beinhalten Ihn die Richtungen, noch die Erden oder Himmel. Er existierte bevor Er den Ort und die Zeit erschuf, und Er existiert auch jetzt, ohne Ort und ohne Zeit.“
Und er sagte in „Hallu r-Rumûz“ (siehe S.198 „Scharh Fiqh al-Akbar“ von Mullâ ^Alî al-Qârî al-Hanafî): „Wer dem Trugschluss erlegen ist, dass Allâh sich an einem Ort befände, der ist ein Verähnlicher!“
– Vor ca. 600 Jahren in der Türkei (Epoche der Osmanen ca. 699 n.H. – 1337 n.H.):
Der Schaykh des Sultân Muhammad al-Fatih, der Eroberer Konstantinopels, al-Kawrânî, sagte in „ad-Durar al-Lawâmi^“ (S.656): „Der Verkörperlicher ist ein Ungläubiger, selbst wenn er augenscheinlich fastet und betet.“
Vor ca. 500 Jahren in Makkah:
– Der Schaykh Ibn Hadjar al-Haytamî sagte in „al-Minhâdj al-Qawîm“ (S.224): „Wisse, dass al-Qarâfî und andere von asch-Schâfi^î, Mâlik, Ahmad und Abû Hanîfah das Urteil überlieferten, dass diejenigen Ungläubige sind, die Allâh eine Richtung oder einen Körper zuschreiben. Und sie haben recht mit diesem Urteil!“
Dieses überlieferte ebenfalls Mullâ ^Alî al-Qârî in „Mirqât al-Mafâtîh“ (3/300) von dem Hâfidh al-^Irâqî.
– Vor ca. 400 Jahren in Indien (Epoche der Mogule ca. 932 n.H. – 1274 n.H.):
Auf der Vollversammlung der islamischen Gelehrten in Indien, kamen die Gelehrten überein, in den als „Fatâwâ al-Hindiyyah“ (2/282) oder auch als „al-Fatâwâ al-^Âlimkîriyyah“ bekanntem Werk, Zitat:
يكفر بإثبات المكان لله تعالى، فلو قال لا محل خالي من الله يكفر
„Ungläubig wird derjenige, der Allâh einen Ort zuschreibt. Ebenfalls wird er ungläubig, wenn er sagt, dass alle Plätze mit Allâh ausgefüllt wären.“
Wer geglaubt hatte, dass Allâh sich an einem Ort im Himmel oder auf dem Thron oder in allen Orten befinden würde, der ist verpflichtet dieses zu sofort unterlassen, daran zu glauben, dass Allâh ohne Ort existiert und in den Islam zurückzukehren durch das Aussprechen des Glaubensbekenntnisses.
– Wir schreiben heute das Jahr 1436 n.H., die Glaubenslehre der überwältigenden Mehrheit lautet immer noch und wird immer bleiben: Allâh existiert ohne Ort und ohne Zeit.
Quelle: https://www.facebook.com/dieWaechter.desGlaubens/posts/885974108119491