Thema: Der Meinung eines Unwissenden in der islamischen Religion, ist keine Beachtung zu schenken in den Angelegenheiten des Glaubens
Behauptung der Verkörperlicher:
Einige Verkörperlicher, wie z.B. Pierre Vogel, behaupten ihre Meinung wäre in den Angelegenheiten der Glaubenslehre besonders wichtig, da sie sich das Wissen durch lesen von Büchern angeeignet hätten und nicht durch Personen.
Antwort:
Der Hāfidh Abū Bakr al-Khatīb al-Baghdādī sagte:
لا يؤخذ العلم إلاّ من أفواه العلماء
„Das Wissen darf nicht genommen werden, außer von den Mündern derjenigen, die Wissen über die Religion haben“.
Und da der Verkörperlicher selbst zugegeben hat, dass er sein Wissen von Büchern genommen hat und nicht von Wissenden in der Religion, trifft auf ihn das Urteil des Imām ʿAlī zu, er sagte zu Kumayl Ibn Zayd:
„Die Menschen unterteilen sich in drei Kategorien: Gelehrte, Schüler auf dem Weg der Rettung und wildes Gesindel, das jeden Rufer befolgt und von jedem Wind mitgezogen wird ohne von der Religionslehre erleuchtet worden zu sein.“
Der Meinung von diesem Gesindel ist demnach keine Beachtung zu schenken, es ist von keinerlei Bedeutung. Ihre Aussagen sind wie nichts, als ob nichts geschehen wäre.
Beachte, dass der Mensch nicht als Gelehrter geboren wird und dass es somit notwendig ist die Religionslehre zu lernen.
Der Gesandte Gottes hat uns den gültigen Weg zur Wissensaneignung aufgezeigt, er sagte dazu ﷺ:
إنَّمَا العلمُ بالتَّعَلُّم
Die Bedeutung lautet: Die Wissensaneignung geschieht mittels der Überlieferung.
Somit geschieht das Aneignen der Religionslehre indem man von einem vertrauenswürdigen Gelehrten, der sein Wissen beherrscht, unterrichtet wird, der sein Wissen wiederum von Vertrauenswürdigen überliefert bekam usw., bis zu den Gefährten des Propheten ﷺ, die sich ihr Wissen direkt vom Gesandten Gottes ﷺ aneigneten. Wer nicht diesen Weg befolgt, der sollte sich fragen, woher sein Wissen stammt, stammte es vielleicht von Iblīs oder Pharao oder Qarūn oder Hāmān?
Unsere Religionslehre hat eine ununterbrochene Überlieferungskette und ist nicht etwas, was sich die Person ausdenkt.
Die Verkörperlicher versuchen sich mit dem Anschein der Gelehrten zu schmücken und machen den Menschen vor Gelehrte zu sein, obwohl sie nur ihren Einbildungen und den Einflüsterungen des Teufels folgen und deswegen ihre eigene Meinung als die islamische Gesetzgebung verbreiten und dadurch sich selbst und andere in den Unglauben stürzen. Sie haben Āyāt aus dem Qur´ān gelesen und sie falsch verstanden. Sie wurden vom Teufel verleitet darüber auf solch eine Weise zu glauben, damit es einer anderen Āyah des Qur´ān widerspricht. Das Islamische Gesetz hat den Wünschen und Neigungen dieser Menschen nicht entsprochen und sie haben es deswegen, oder um anderen zu schmeicheln, verfälscht und traten damit aus dem Islam aus.
Akzeptiere die Religionsangelegenheiten nur von der Person, von der du weißt, dass sie die Religionslehre von einem vertrauenswürdigen Gelehrten überliefert bekam, der wiederum bei einem vertrauenswürdigen Gelehrten studiert hat usw. und dies mit einer ununterbrochenen Überlieferungskette, die bis zum Gesandten Gottes ﷺ zurückführt.
Der Hadīthgelehrte an-Nawawī, möge Allāh ihm gnädig sein, sagte:
„Ein islamisches Rechtsgutachten darf man sich nur bei einem Vertrauenswürdigen, der Wissen über die Religion hat, einholen“.
Die Aneignung der Religionslehre geschieht nicht, indem man Bücher durchliest, ohne einen dementsprechend wissenden Lehrer zu haben. Die Gelehrten warnten davor, sich die Religionslehre durch das Durchlesen von Büchern anzueignen, ohne dafür einen vertrauenswürdigen Lehrer zu haben und warnten davor die Religionslehre bei Menschen zu studieren, die sich das Wissen auf diese Weise angeeignet haben. Die Gelehrten sagten: „Lernt die Qur’ān-Rezitation nicht bei al-Mushafiyyūn und eignet euch die Religionslehre nicht bei as-Sahafiyyūn an“.
Der Hāfidh Abū Bakr al-Khatīb al-Baghdādī überlieferte in seinem Werk „al-Faqīh wa l-Mutafaqqih“ von einigen Gelehrten der Salaf:
مَن طالَع الكُتُبَ لنفسهِ بدونِ مُعَلِّمٍ يُسمَّى صُحُفِيًّا ولا يُسمى مُحَدِّثَا ومَن قَرأ القُرءآن لِنَفْسه بِدُون مُعَلِّمٍ يُسَمَّى مُصْحَفِيًّا ولا يسمى قارئًا
„Al-Mushafiyyūn sind diejenigen, die den Qur´ān rezitieren, ohne die Rezitation bei jemandem gelernt zu haben, dessen Rezitationswissen eine Überlieferungskette hat, die bis zum Gesandten Gottes ﷺ zurückreicht. As-Sahafiyyūn sind diejenigen, die sich ihr Wissen durch Bücher angeeignet haben ohne einen Lehrer gehabt zu haben“.
Abū Hayyān al-Andalusī, der Linguist, sagte folgendes Gedicht oft auf:
يَظُنُّ الغَمْرُ أنَّ الكُتْبَ تَهْـدِي … أَخـَا فَـهْمٍ لِإدْراكِ العُلُـــومِوَمـا يَدْرِي الجَـهُولُ بِأنَّ فِيـها … غَوامِضَ حَيَّرَتْ عَقْلَ الفَهِيمِإِذا رُمْتَ العُلُومَ بِغَيْرِ شَيْــخٍ … ضَلَلْتَ عَنِ الصِّراطِ المُسْتَقِيمِوتَلْتَبِسُ العُلُومُ عَلَيْكَ حَتَّـى … تَصِيرَ أَضَلَّ مِن تُومَا الحَــكِيمِ
„Der Törichte glaubt, dass die Bücher rechtleiten … Er hat zur Erlangung des Wissens ein Verständnis beigesellt
Unwissend darüber, dass sich darin befindet … Ungewissheiten, die den Verstand des Klugen verwirrten.
Wenn du nach den Wissenschaften strebst, ohne Schaykh … Irrst du ab vom rechten Weg
Und du verkennst die Wissenschaften solange … Bis du irregeleiteter als Tūmā al-Hakīm wirst“.
Dieser Tūmā war ein Arzt, jedoch hat er durch Bücher sein Wissen erlangt. Es gab einen Fehler in einem seiner Bücher, in einem seiner Bücher stand: „In der schwarzen Schlange ist Heilung für viele Krankheiten“ anstatt „Im schwarzen Korn ist Heilung für viele Krankheiten“. Aufgrund seiner Behandlung sind viele gestorben.
Und dies ist der Zustand des Verkörperlichers Pierre Vogel, jemand der den Texten sein eigenes Verständnis beigesellt hat und in die Irre ging.
Quelle: https://www.facebook.com/dieWaechter.desGlaubens/posts/858615624188673