Was er über die Erhabenheit Gottes sagte
Abu l-Fadl at-Tamīmī, der Führer und Sohn des Führers der Hanābilah in Baghdad, sagte in seinem Werk „Iʿtiqād al-Imām Ahmad“ (S.45):
وأنكر على من يقول بالجسم وقال إن الأسماء مأخوذة بالشريعة واللغة وأهل اللغة وضعوا هذا الاسم على كل ذي طول وعرض وسمك وتركيب وصورة وتأليف والله تعالى خارج عن ذلك كله فلم يجز أن يسمى جسما لخروجه عن معنى الجسمية ولم يجىء في الشريعة.
“Ahmad verurteilte diejenigen, die Allāh einen Körper zuschrieben“. Er sagte: “Die Sprachgelehrten definierten dieses Wort ‚Körper‘ mit etwas, was eine Länge, Breite, Tiefe, Zusammensetzung und ein Bild hat. Und Allāh ist über all dieses erhaben. Deshalb ist es nicht erlaubt, Ihn als Körper zu bezeichnen, da Er erhaben darüber ist ein Körper zu sein“.
Der Imam Ahmad Ibn Hanbal (gest. 241 n.H.) sagte:
من قال أن الله جسم لا كالأجسام كفر
“Wer sagt: Allah ist ein Körper jedoch nicht wie die (anderen) Körper ist Ungläubig geworden.“
(Überliefert von Abu Muhammad al Baghdadi in seinem Buch “Al-Khisal”)
Imam Ahmad (geb. 164 n.H.) sagte:
وكان يقول إن لله تعالى يدان وهما صفة له في ذاته ليستا بجارحتين وليستا بمركبتين ولا جسم ولا جنس من الأجسام ولا من جنس المحدود والتركيب والأبعاض والجوارح ولا يقاس على ذلك لا مرفق ولا عضد ولا فيما يقتضي ذلك من إطلاق قولهم يد إلا ما نطق القرآن به أو صحت عن رسول الله صلى الله عليه وسلم السنة
“Er (Imam Ahmad) würde sagen: Allah hat Yadan und diese sind Eigenschaften von seinem Wesen, welche keine Gliedmaße sind, bestehen nicht aus Teilen, kein Körper, keiner Art von Körpern und gehört nicht zu den Arten die eine Grenze, Teile, Gliedmaßen besitzen. Und man macht keinen Analogieschluss auf Unterarm oder Oberarm. Man sagt Yad nur in den Stellen im Koran oder in den Sahih Sunna wo es steht.“
(Al-Aqidah Riwayah Abi Bakr al-Khallal)
Beachte, dass Imam Ahmad diese Eigenschaften als Sifat al-Ma’ani bestätigt, also als Eigenschaften die im Wesen Allahs liegen und nicht als A’yan (Entitäten) die verschiedene Anteile des Wesen Allahs beschreiben, auf die man physikalisch zeigen kann, so wie es die heutigen Verkörperlicher tun.
Imam Ahmad (geb. 164 n.H.) sagte:
ولا يجوز أن يقال استوى بمماسة ولا بملاقاة. تعالى الله عن ذلك علوا كبيرا. والله تعالى لا يلحقه تغير ولا تبدل ولا تلحقه الحدود قبل خلق العرش ولا بعد خلق العرش ، وكان ينكر- الإمام أحمد – على من يقول إن الله في كل مكان بذاته لأن الأمكنة كلها محدودة
“Es ist nicht erlaubt zu sagen, dass der Istiwa mit Berührung (Mumāssah) oder Gegenüberstellung (Mulāqah) wäre, erhaben ist Allāh darüber. Allāh, der Erhabene, ist weder einer Veränderung (Taghayyur) noch Grenzen (Hudūd) unterworfen, weder vor dem Erschaffen des Throns noch danach.“ Und der Imām Ahmad verurteilte diejenigen, die behaupteten, dass Allāh an jedem Ort wäre, denn die Orte sind begrenzt.“
(Al-Aqidah Riwayah Abi Bakr al-Khallal)
Imam Abu al-Fadl at-Tamimi sagte, dass Imam Ahmad sagen würde:
مَهْما تَصَوَّرتَ بِبالِكَ فاللهُ بِخِلافِ ذَلِكَ
“Was auch immer du dir vorstellst so ist Allah anders als dieses.“
(Imam Abu al-Fadl at-Tamimi in Iʿtiqād al-Imām Ahmad)
Was er über die mehrdeutigen Verse und Hadith sagte
Imam Mujirud-Din al-Hanbali (gest. 927) sagte in seinem Tafsir:
وسئل الإمام أحمد بن حنبل رضي الله عنه عن قوله: {الرَّحْمَنُ عَلَى الْعَرْشِ اسْتَوَى} فقال: “هو كما أخبر، لا كما يخطر للبشر
“Und Imam Ahmad wurde über die Aussage Allahs: “Der Allerbarmer hat Istiwa über den Thron getan“ gefragt, er (Imam Ahmad) sagte: “Es ist so wie Er berichtete und nicht das was den Menschen einfällt.“
Imam Izz ad-Din Abu Muhammad ar-Rasani al-Hanbali (gest. 661 n.H.) sagte in seinem Tafsir:
قال الشريف رحمه الله: فأنا لا أقول في ذلك إلا ما قال أبو عبدالله أحمد بن محمد بن حنبل رضي الله عنه: استوى كما قال، بلا حَدٍّ ولا كيف
Al-Sharif (345-428 n.H.) sagte: Wir sagen nichts außer dem was Imam Ahmad sagte:‘‘Istiwa wie Allah sagte, ohne Grenzen und Beschaffenheit.‘‘
Imam al-Shahristani (479-548 n.H.) sagte:
فأما أحمد بن حنبل وداود بن علي الأصفهاني وجماعة من أئمة السلف فجروا على منهاج السلف المتقدمين عليهم من أصحاب الحديث مثل: مالك بن أنس، ومقاتل بن سليمان، وسلكوا طريق السلامة فقالوا: نؤمن بما ورد به الكتاب والسنة، ولا نتعرض للتأويل بعد أن علم قطعا أن الله عز وجل لا يشبه شيئا من المخلوقات، وأن كل ما تمثل في الوهم فإنه خالقه ومقدره. وكانوا يحترزون عن التشبيه إلى غاية أن قالوا: من حرك يده عند قراءة قوله تعالى: {خَلَقْتُ بِيَدَيَّ} أو أشار بأصبعيه عند روايته: „قلب المؤمن بين أصبعين من أصابع الرحمن“ وجب قطع يده وقلع أصبعيه.
(Gelehrten) wie Aḥmad Ibn Ḥanbal, Dāwūd Ibn ʿAlī al-Iṣfhānī, Mālik Ibn Anas und Muqātil Ibn ʾAbī Sulaymān von den Altvorderen (Mutaqaddimīn) der Asḥābu l-Ḥadīṯ verfolgten in dieser Angelegenheit die Methode der Salaf und gelangten auf den Pfad der Wahrheit. Sie sagten: „Wir glauben an das, was im Buch (Qurʿān) und in der Sunna erwähnt wird und daran, dass Aḷḷāh (subḥanāhu wa taʿālā) keinen seiner Geschöpfe ähnelt. Und nachdem wir die Gewissheit besitzen, dass Aḷḷāh (ʿazza wa ǧalla) der Schöpfer und der Bestimmende und Beschließende (aller Taten) ist, greifen wir auf keinen Fall (im Bezug auf Aḷḷāhs Eigenschaften) zur Interpretation (Taʾwīl) zurück.“ Diese Gruppe, die sich aufs äußerste davor zurückhielt, Aḷḷāh (ǧalla ǧalāluhu) mit seinen Geschöpfen zu vergleichen, sagte (sogar), dass wenn jemand beim Lesen des Verses „was hindert dich Daran dich vor etwas niederzuwerfen, das ich mit meinen Yaday (wörtl. zwei Hände) geschaffen habe?“ oder beim Aufsagen des Ḥadīṯes „das Herz des Gläubigen befindet sich zwischen den ʾIṣbaʿayn (wörtl. beiden Fingern) des Allerbarmers“ seine Hände bewegt (um dies nach zu ahmen) oder mit seinen Fingern zeigt (wie dies zu verstehen ist), so ist es unumgänglich, die Hand und (oder) den Finger dieser Person ab zu hacken.“
(al-Shahrastani, al-Milal wa al-Nihal, Kapitel über die Mushabbiha)
Und in Sharh Usūl al-I’tiqad von al-Lalaka’i wird erwähnt:
سمعت أبا محمد الحسن بن عثمان بن جابر يقول سمعت أبا نصر أحمد بن يعقوب بن زاذان قال:
بلغني أن أحمد بن حنبل قرأ عليه رجل: „وما قدروا الله حق قدره والأرض جميعا قبضته يوم القيامة والسموات مطويات بيمينه“ قال ثم أومأ بيده فقال له أحمد: قطعها الله قطعها الله قطعها الله. ثم حرد وقام
‘‘(Die Überlieferungskette): Es erreichte mich die Nachricht, dass ein Mann Imam Ahmad bin Hanbal den Vers {Sie haben Allah nicht eingeschätzt, wie es Ihm gebührt, wo die ganze Erde am Tag der Auferstehung in Seinem Griff gehalten wird und (auch) die Himmel in Seiner Rechten zusammengefaltet sein werden} rezitierte. Dann sagte er: Dann gestikulierte er mit seiner Hand. Daraufhin sagte Imam Ahmad zu ihm:‘Möge Allah es abschneiden, Möge Allah es abschneiden, möge Allah es abschneiden.‘ Danach verließ er die Sitzung.‘‘
Abu al-Fadl at-Tamimi al-Hanbali (341-410 n.H.) überliefert, dass Imam Ahmad sagte:
وسئل (أي الإمام أحمد) قبل موته بيوم عن أحاديث الصفات, فقال: تمر كما جاءت, ويؤمن بها إذا كانت بأسانيد صحاح, ولا يوصف الله بأكثر مما وصف به نفسه بلا حد ولا غاية, ليس كمثله شىء وهو السميع البصير, ومن تكلم في معناها ابتدع
‘‘(Imam Ahmad) wurde an dem Tag vor seinem Tod über die Ahadith bezüglich der Sifat gefragt. Er (Ahmad) sagte: Lass sie wie sie sind, und glaube daran, wenn sie mit einer authentischen Kette gekommen sind und beschreibe Allah nur so wie er sich selbst beschrieb, ohne Grenzen oder Abgrenzung. Nichts und niemand ähnelt Allah und Er ist der Allhörende und der Allsehende. Und jeder der über ihre Bedeutung redet ist ein Erneuerer.‘‘
(I’tiqad Imam Ahmad ibn Hanbal, S.87)
Ibn Qudama al-Maqdisi überliefert in seinem Luma al-ʿItiqad von Imam Ahmad, dass er folgendes gesagt hat:
قال الإمام أبو عبد الله أحمد بن محمد بن حنبل رضي الله عنه في قول النبيصلى الله عليه وسلم إن الله ينزل الى سماء الدنيا و إن الله يرى فيالقيامة وما أشبه هذه الأحاديث نؤمن بها ونصدق بها لا كيف ولا معنى ولا نرد شيئا منها ونعلم أن ما جاء به الرسول حق ولا نرد على رسول اللهصلى الله عليه وسلم ولا نصف الله بأكثر مما وصف به نفسه بلا حد ولا غاية (ليس كمثله شيء وهو السميع البصير) الشورى 11 ونقول كما قال ونصفه بما وصفبه نفسه لا نتعدى ذلك ولا يبلغه وصف الواصفين نؤمن بالقرآن كله محكمهومتشابهه ولا نزيل عنه صفة من صفاته لشناعة شنعت ولا نتعدى القرآن والحديثولا نعلم كيف كنه ذلك إلا بتصديق الرسول صلى الله عليه وسلم وتثبيت القرآن .
So sprach Imam Ahmad ibn Hanbal rahimahullah bezüglich der Aussagen des Propheten (Sallallahu alayhi wa Sallam), wo er sagt, das Allah Nuzul zum niedrigsten Himmel macht, dass Allah gesehen wird am Tag der Auferstehung (hiermit meint er einige Überlieferungen) und bezüglich den Aussagen, die diesem ähneln: “Wir glauben darin ohne Wie oder Bedeutung. Wir leugnen keines dieser Überlieferungen. Wir leugnen nichts, was der Gesandte Allahs gebracht hat. Noch schreiben wir Allah etwas zu, was er sich selber nicht zugeschrieben hat, ohne (ihm) Grenzen oder Enden (zuzuschreiben). „Es gibt nichts, das ihm ähnelt und er ist der Allsehende und Allhörende.“ (42:11). Wir sagen, wie Er sagte und wir beschreiben Ihn, wie er sich beschreibt. Wir überschreiten dies nicht. Die Beschreibung des Menschen erreicht ihn nicht. Wir glauben an den ganzen Quran – in das Eindeutige (muhkam) und in das Mehrdeutige (mutaschabih). Wir schreiben ihm keins von seinen Attributen ab, entsprechend dem Protest von irgendjemand. Wir überschreiten nicht den Quran und die Ahadith. Noch kennen wir die Wahrheit dieser Attribute, außer durch das Glauben an den Gesandten und der Bestätigung des Quran.“
Doch war auch Imam Ahmad b. Hanbal dazu gezwungen in einigen Stellen Ta’wil zu machen, damit die Menschen diese Stellen nicht falsch verstehen.
Ta’wil von Imam Ahmad
Der Hāfidh al-Bayhaqī überlieferte in “Manāqib Ahmad“ mit seiner authentischen Überlieferungskette, dass der Imām Ahmad sagte:
قال الحافظ البيهقيّ في “مناقب أحمد”: “أنبأنا الحاكم قال حدثنا أبو عمرو بن السماك قال حدثنا حنبل بن إسحاق قال سمعت عمي أبا عبد الله – يعني أحمد – يقول: “احتجوا علي يومئذ – يعني يوم نوظر في دار أمير المؤمنين – فقالوا: تجيء سورة البقرة يوم القيامة وتجيء سورة تبارك، فقلت لهم: إنما هو الثواب، قال الله تعالى: {وَجَاء رَبُّكَ} [سورة الفجر] إنما يأتي قدرته، وإنما القرءان أمثال ومواعظ
“An jenem Tag versuchten sie mich zu widerlegen – d. h. am Tag als die Debatten im Regierungssitz des Khalifah stattfanden – sie sagten: ‚Die Sūrah al-Baqarah kommt am Tag des Jüngsten Gerichts, die Sūrah Tabārak kommt’. Ich antwortete ihnen: ‚Es bedeutet: die Belohnung. Allāh, der Erhabene, sagt: {وَجَاء رَبُّكَ} . Es bedeutet: Ein Zeichen von den Zeichen Seiner Allmacht kommt. Im Qur’ān gibt es Metaphern und Ermahnungen‘.
Dann sagte der Hāfidh al-Bayhaqī:
وهذا إسناد لا غبار عليه
“Diese Überlieferungskette ist makellos.“
Der Hāfidh al-Bayhaqī sagte dann weiter:
وفيه دليل على أنه كان لا يعتقد في المجيء الذي ورد به الكتاب والنزول الذي وردت به السنة انتقالا من مكان إلى مكان كمجيء ذوات الأجسام ونزولها وإنما هو عبارة عن ظهور ءايات قدرته
“Hierin liegt ein Beweis dafür, dass er nicht daran glaubte, dass al-Madjī’ (das Kommen), welches im Qur’ān erwähnt wurde, und an-Nuzūl (das Herabkommen), welches im Hadīth erwähnt wurde, Transport von einem zum anderen Ort bedeuten würde, so wie es der Fall beim Kommen und Herabkommen der Körper ist. Sondern, dies ist ein Ausdruck für das Erscheinen der Zeichen, welche auf die Allmacht Gottes hinweisen.“
Im „Scharh Usūl al-Iʿtiqād“ überlieferte al-Lālkā’ī von Hanbal Ibn Ishāq, dass er den Imām Ahmad bezüglich des Hadīth an-Nūzūl fragte und der Imām Ahmad ihm darauf antwortete:
اسكت عن هذا، مالك ولهذا،أمض الحديث على ما روي بلا كيف ولا حد , إنما جاءت به الأثار وبما جاء به الكتاب قال الله عز وجل: {فلا تضربوا لله الأمثال} ينزل كيف يشاء بعلمه وقدرته
“Schweig darüber. Du solltest dich nicht da hineinbegeben. Überliefere den Hadīth wie er dir berichtet wurde, jedoch ohne Allāh eine Beschaffenheit (d. h. Ähnlichkeit mit den Geschöpfen) und ohne Grenzen (d. h. Volumen) zuzuschreiben. Denn das ist was in den Berichten von den Gefährten kam. Und im Qur’ān kam diesbezüglich in der Sūrah an-Nahl Āyah 74: {فلا تضربوا لله الأمثال} Die Bedeutung lautet: ‚Schreibt Allāh keine Eigenschaften der Geschöpfen zu.‘ Sein Nuzūl geschieht wie Er es will, mit den Zeichens Seiner Allmacht und seines Wissens.“
Imam Ahmad erlaubt den Kalam gegen die Erneuerer
Ibn Hamdan al-Hanbali sagte:
وقد نقل عن الامام احمد قوله: لست بصاحب كلام ولا أري الكلام في شيء إلا ما كان في كتاب الله أو سنة رسوله. وقيل أحمد كنا نأمر بالسكوت فلما دعينا إلي الكلام تكلمنا. قال حمدان يعني زمان المِحنة للضرورة في دفع شبههم
Es wurde von Imam Ahmad überliefert, dass er sagte: ‘‘Ich bin keine Person des Kalam und ich sehe nichts in Kalam, der einzige Kalam den ich sehe ist im Buche Allahs und der Sunnah seines Propheten.‘‘ Er würde ebenso sagen: ‘‘Wir würden anordnen darüber (über den Kalam) zu schweigen, jedoch wenn wir darin herausgefordert wurden (von den Erneuerern), dann haben wir darüber gesprochen.‘‘ Ibn Hamdan sagt: ‘‘Dies bedeutet, dass es in Zeiten der Erschwernis notwendig wurde, so dass man damit die Leute der Erneuerung abwehrt.‘‘
Seine Position bezüglich ob der Kuran erschaffen sei
Ibn Kathir schreibt in seinen al-Bidayah wa Nihayah 10/361:
وروى البيهقي من طريق إسماعيل بن محمد بن إسماعيل السلمي عن أحمد أنه قال: من قال: القرآن محدث فهو كافر.
“Al-Bayhaqi hat durch Ismail ibn Muhammad ibn Ismail al-Salami von Imam Ahmad überliefert, dass er sagte: ‚‚Wer auch immer sagt: der Qur’an ist Muhdath (neu herbeigeführt) ist ein Kafir.“
Imam Ahmad erlaubt die Segenserlangung (Tabarruk)
Adh-Dhahabī sagte in “Siyar Aʿlām an-Nubalā“, Zitat:
قَالَ عَبْدُ اللهِ بنُ أَحْمَدَ: رَأَيْتُ أَبِي يَأْخُذُ شَعرةً مِن شَعرِ النَّبِيِّ -صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ- فَيَضَعُهَا عَلَى فِيْهِ يُقبِّلُهَا ، وَأَحسِبُ أَنِّي رَأَيْتُهُ يَضَعُهَا عَلَى عَيْنِهِ، وَيَغْمِسُهَا فِي المَاءِ وَيَشرَبُه يَسْتَشفِي بِهِ ، ورَأَيْتُهُ أَخذَ قَصْعَةَ النَّبِيِّ -صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ- فَغَسلهَا فِي جُبِّ المَاءِ، ثُمَّ شَرِبَ فِيْهَا، وَرَأَيْتُهُ يَشْرَبُ مِنْ مَاءِ زَمْزَمَ يَسْتَشفِي بِهِ، وَيَمسحُ بِهِ يَدَيْهِ وَوَجهَه، قال الذهبي : أَيْنَ المُتَنَطِّعُ المُنْكِرُ عَلَى أَحْمَدَ، وَقَدْ ثَبَتَ أَنَّ عَبْدَ اللهِ سَأَلَ أَبَاهُ عَمَّنْ يَلمَسُ رُمَّانَةَ مِنْبَرِ النَّبِيِّ -صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ- وَيَمَسُّ الحُجْرَةَ النَّبَوِيَّةَ، فَقَالَ: لاَ أَرَى بِذَلِكَ بَأْساً. أَعَاذنَا اللهُ وَإِيَّاكُم مِنْ رَأْيِ الخَوَارِجِ وَمِنَ البِدَعِ
“Abdullāh Ibn Ahmad sagte: Ich sah meinen Vater, wie er ein Haar von den Haaren des Propheten, Salla l-Lāhu ʿAlayhi wa Sallam, nahm, auf seinen Mund legte und küsste. Und ich meine ihn gesehen zu haben, wie er es auf seine Augen legte und ins Wasser eintauchte um davon zur Heilung zu trinken. Und ich sah ihn, wie er die Trinkschale des Propheten, Salla l-Lāhu ʿAlayhi wa Sallam, nahm, sie im Brunnen wusch und daraus trank. Und ich sah ihn, wie er zur Heilung vom Zamzam Wasser trank und damit seine Hände und Gesicht wusch.“ Dann sagte adh-Dhahabī: „Wo ist dieser Extremist, der den Imām Ahmad dafür kritisiert! Es steht fest, dass ʿAbdullāh seinen Vater bezüglich der Person fragte, welche den Knauf des Minbar des Propheten, Salla l-Lāhu ʿAlayhi wa Sallam, und die Grabkammer des Propheten berührt. Er antwortete: ‚Ich sehe darin nichts Schlimmes‘. Möge Allāh uns vor der Meinung der Sekten (Khawāridj) schützen und vor den Irreleitungen.“
Imam Ahmad empfiehlt den Tawassul mittels des Propheten (Sallallahu alayhi wa Sallam)
Die beiden Hanbaliten al-Buhūtī, al-Mirdāwī und andere überlieferten, dass der Imām Ahmad in seinen Manāsik, welche er für al-Marwazī schrieb, sagte:
ونقل البهوتي والمرداوي الحنبليان وغيرهما أن الإمام أحمد قال في منسكه الذي كتبه للمروذي : “ يسن للمستسقي أن يتوسل بالنبي في دعائه „
“Es ist eine Sunnah für denjenigen, der um Regen bittet, Tawassul mittels des Propheten in seinem Bittgebet zu machen.“
Der Imam Ahmad schrieb Ta’awidh für die Leute zum Schutz
Der Sohn des Imām Ahmad überlieferte über seinen Vater:
أنه كان يكتب التعاويذ للذي يصرع وللحمى لأهله وقرابته ويكتب للمراة إذا عسر علها الولادة في جام أو شىء نظيف ، وأنه كان يعوّذ في الماء ويُشربه للمريض ويصب على رأسه منه
“Er Schrieb die Taʿāwīdh für denjenigen auf, der von den Djinn besessen wurde. Und auch für seine Angehörigen und Verwandten schrieb er diese zum Schutz. Und er schrieb auch für die Frau, deren Entbindung sich erschwerte, in ein Gefäß oder in etwas anderem Reinen. Er rezitierte auch den Taʿwīdh in das Wasser rein, ließ den Kranken davon trinken und goss davon auf seinen Kopf.“
Der Imam Ahmad wies an die Fatihah und andere Ayat für verstorben Muslime zu rezitieren
Al-Marwazī überliefert von dem Imām Ahmad, dass er sagte:
إذا دخلتم المقابر فاقرءوا بفاتحة الكتاب والمعوذتين وقل هو الله أحد واجعلوا ثواب ذلك لأهل المقابر فإنه يصل إليهم
“Wenn ihr in die Grabstätten eintretet, rezitiert die Fātihah, die Muʿauwidhatayn und Qul Huwa l-Lāhu Ahad. Schenkt dann diese Belohnung den Grabbewohnern, denn sie gelangt zu ihnen.“
Die Lügen die über den Imam Ahmad verbreitet wurden und die Aussagen der Gelehrten darüber
Schaykh Ibn Hadjar al-Haytamī in seinen “Fatāwā“ bezüglich all dieser Verleumdungen, Zitat:
عقيدة إمام السنة أحمد بن حنبل رضي الله عنه… موافقة لعقيدة أهل السنة والجماعة من المبالغة التامة في تنزيه الله تعالى عما يقول الظالمون والجاحدون علوًا كبيرًا من الجهة والجسمية وغيرهما من سائر سمات النقص، بل وعن كل وَصْف ليس فيه كمال مطلق، وما اشتهر بين جهلة المنسوبين إلى هذا الإمام الأعظم المجتهد من أنه قائل بشيء من الجهة أو نحوها فكذب وبُهتان وافتراء عليه، فلعن الله من نسب ذلك إليه، أو رماه بشيء من هذه المثالب التي برَّأه الله منها، وقد بيّـن الحافظ الحجة القدوة الإمام أبو الفرج بن الجوزي من أئمة مذهبه المبرئّيـن من هذه الوصمة القبيحة الشنيعة، أنَّ كل ما نسب إليه من ذلك كذب عليه وافتراء وبهتان وأن نصوصه صريحة في بطلان ذلك، وتنزيه الله تعالى عنه فاعلم ذلك فإنه مهم .وإياك أنْ تصغى إلى ما في كتب ابن تيمية وتلميذه ابن قيم الجوزية وغيرهما ممن اتخذ إلهه هواه، وأضله الله على علم، وختم على سمعه وقلبه، وجعل على بصره غشاوة، فمن يهديه من بعد الله، وكيف تجاوز هؤلاء الملحدون الحدود، وتعدوا الرسوم وخرقوا سياج الشريعة والحقيقة، فظنوا بذلك أنهم على هدى من ربهم وليسوا كذلك، بل هم على أسوأ الضلال وأقبح الخصال وأبلغ الـمَقتْ والخسران وأنهى الكذب والبهتان فخذل الله متَّبِعهم وطهر الأرض من أمثالهم
“Die Glaubenslehre des Imām Ahmad Ibn Hanbal, Radiya l-Lāhu ʿAnhu, ist in Übereinstimmung mit der Glaubenslehre der Ahlu s-Sunnah wa l-Djamāʿah, sie beinhaltet den Glauben an die Erhabenheit Gottes über Richtung, Körper und alle anderen Eigenschaften der Geschöpfe. Was dieses betrifft, was sich zwischen denjenigen verbreitet hat, die behaupten diesem großen Imām zu folgen, wie beispielsweise, dass er angeblich gesagt habe, dass Allāh in einer Richtung wäre, so ist dieses eine Lüge, eine Erfindung und Verleumdung ihm gegenüber. Verflucht sind diejenigen, die ihm so etwas zuschreiben oder ihn damit beschuldigen, Allāh ließ ihn frei sein davon. Der Hāfidh und Imām Abu l-Faradj Ibnu l-Djawzī, der zu den Imāmen der hanbalitischen Rechtschule gehört und frei von diesen widerlichen Abscheulichkeiten ist, zeigte, dass all dieses, was ihm -dem Imām Ahmad- fälschlicherweise zugeschrieben wurde, erlogen und erfunden ist. Und er zeigte, dass die Aussagen von Ahmad diesbezüglich klar und deutlich die Ungültigkeit dieser Verleumdungen beweisen und die Erhabenheit Gottes bestätigen. Dieses solltest du wissen, denn es ist sehr wichtig! Und wehe dir, dich dem zuzuneigen, was sich in den Büchern von Ibnu Taymiyah, seinem Schüler Ibnu l-Qayyim und anderer befindet, die sich ihren Gelüsten hingegeben haben. Allāh hat ihn in die Irre gehen lassen, sein Herz und Gehör verschlossen und seinen Blick getrübt. Wie konnten diese Gotteslästerer die Grenzen überschreiten und die Grenzen des islamischen Gesetzes und der Wahrheit missachten. Sie dachten, dass sie damit von Allāh rechtgeleitet worden seien und dem ist nicht so! Vielmehr befinden sie sich in schlimmster Irreleitung, abscheulichstem Zustand, der exzessivsten Versagen und Verlust, dem Gipfel der Lüge und der Verleumdung. Möge Allāh ihre Anhänger isolieren und die Erde von ihresgleichen reinigen.“
Al-Hāfidh Ibnu l-Djawzī al-Hanbalī widerlegte die über den Imām Ahmad verbreiteten Lügen und sagte beispielsweise in “Dafʿ Schubah at-Taschbīh“, während er sich eine Lügen nach der anderen vornahm:
وقد حكوا عن الإمام أحمد ذلك وهو كذب عليه
“Sie erzählten dieses über den Imām Ahmad und es ist eine Lüge über ihn.“
Ibnu l-Djawzi sagte ebenso in Dafʿ Schubah at-Taschbīh:
كان أحمدُ لاَ يقولُ بالجهةِ للبارئِ
“Imam Ahmad hat dem Schöpfer niemals eine Richtung zugeschrieben.“
Und der Qādy Badru d-Dīn Ibn Djamāʿah sagte in seinem Werk “Īdāh ad-Dalīl fī Qatʿ Hudjadj Ahl at-Taʿtīl“:
أن الإمام أحمد لا يقول بالجهة للبارئ
“Der Imam Ahmad hat dem Schöpfer niemals eine Richtung zugeschrieben.“
Qādy Ismāʿīl Ibn Ibrāhīm asch-Schaybānī sagte diesbezüglich in “al-Bayān“, Zitat:
وقالت الحنابلة (أي غلاتهم): إن الحروف المكتوبة والأصوات المنطوقة قديمة وهي كلام الله، وأحمد رضي الله عنه بريء من ذلك
“Die Hanbaliten -d. h. die Extremisten, welche sich als solche ausgeben – sagen: ‚Die geschriebenen Buchstaben und die ausgesprochenen Stimmen sind nicht erschaffen und sie sind das Sprechen Gottes‘. Und Ahmad, Radiya l-Lāhu ʿAnhu, ist frei von solchen Aussagen.“
Schaykh Muhammad Ibn ʿIllān as-Siddīqī sagte in “al-Futuhāt“, Zitat:
وأنّه تعالى منزّه عن الجهة والمكان والجسم وسائر أوصاف الحدوث، وهذا معتقد أهل الحقّ ومنهم الإمام أحمد، وما نسبه إليه بعضهم من القول بالجهة أو نحوها كذب صراح عليه وعلى أصحابه المتقدمين كما أفاده ابن الجوزي من أكابر الحنابلة
“Allāh ist erhaben über die Richtung, Ort, Körper und alle anderen erschaffenen Eigenschaften. Und dies ist der Glaube derjenigen, die sich auf der Wahrheit befinden, zu ihnen gehört der Imām Ahmad. Und was einige ihm an Aussagen zugeschrieben haben, wie z. B. die Zuschreibung einer Richtung oder Ähnliches, so ist dieses eine klare Lüge über ihn und seiner früheren Gefährten, darauf wies Ibnu l-Djawzī hin, der zu den großen Hanbaliten gehört.“
Der Hāfidh Ibn ʿAsākir, möge Allāh ihm gnädig sein, sagte in “Tabyīn Kadhib al-Muftarī fīmā Nusiba Ila l-Imām Abi l-Hasan al-Aschʿari“ (S.164): Ibn Schahīn (geb 297 n.H.) sagte:
ذكر ابن شاهين قال : رجلان صالحان بُليا بأصحاب سوء، جعفر بن محمد، وأحمد بن حنبل
“Zwei rechtschaffene Männer wurden mit verwerflichen Anhängern geplagt, Djaʿfar Ibn Muhammad und Ahmad Ibn Hanbal.“
Über die Zuschreibung des Buches “ar-Radd ala al-Jahmiyyah“ zu Imam Ahmad
Imam Dhahabi sagte über das Buch “ar-Radd ala al-Jahmiyyah“, dass es nicht authentisch zurückgeführt werden kann auf Imam Ahmad, er sagte:
وكتاب الرد على الجهمية الموضوع على أبي عبد الله، فإن الرجل كان تقيا ورعا، لا يتفوه بمثل ذلك ، ولعله قاله
“Und das Buch ‚ar-Radd ala al-Jahmiyyah‘ wurde über Abu Abdullah fabriziert, denn der Mann, war fromm und gottesfürchtig, er würde nicht in dieser Art reden, aber vielleicht hat er es gesagt (d.h. das Buch).“
(Siyar A’lam an-Nubala, 11/286-287)
Nun gibt es welche die diese Worte Imam Dhahabis so interpretieren und sagen: „ja Dhahabi wusste nicht bescheid er vermutet einfach das es gefälscht ist, deswegen sagt er „vielleicht hat er es gesagt [geschrieben].“
Das ist eine Fehlinterpretation von Dhahabis Worten. Erstens ist es eine Frechheit einem großen Hafiz wie Imam Dhahabi in dieser Sache Fahrlässigkeit vorzuwerfen. Zweitens, Imam Dhahabīs Aussage am Ende „vielleicht hat er es gesagt.“ Bedeutet: „vielleicht hat er es geschrieben, aber es würde mit der Zeit verfälscht!“ Dies ist auch im Einklang mit seinem vorherig gesagtem. Eine andere Interpretation würde gar keinen Sinn ergeben.