Die glaubenslehre der Ahlu Sunnah

Die Asha'irah und Maturidiyyah


Hören die Toten in ihren Gräbern?

Abu Umama sagte: „Wenn ich sterbe, dann tut mit mir das, was der Gesandte Allahs (Sallallahu aleyhi we sellem) uns befohlen hat. Er sagte: „Wenn einer eurer Brüder stirbt und ihr habt die Erde über ihm geglättet, dann lasst einen von euch am Kopf des Grabes stehen und Folgendes sagen: „Oh so und so, Sohn von so und so.“ denn er hört, kann jedoch nicht antworten – und sagt dann: „Oh so und so, Sohn von so und so.“, er wird dann sagen: „Leitet mich, Allahs Barmherzigkeit über euch!“ Jedoch werdet ihr es nicht hören, dann solltet ihr sagen: „Erinnere dich an den Glauben, von dem du dich auf dieser Welt getrennt hast, und dass du Allah als deinen Herren, Islam als deinen Din, Muhammed als deinen Propheten und den Quran als deine Vorlage akzeptiert hast!“ Dann werden Munkar und Nakir, die zwei Engel, sich an den Händen nehmen und sagen: „Lass uns gehen, was hält uns hier noch auf, wenn jemanden schon gesagt wurde, wie er zu antworten hat?“

Ein Mann sagte dann: „Oh Gesandter Allahs! Was ist, wenn man den Namen seiner Mutter nicht kennt?“, und Rasulullah (Sallallahu aleyhi we sellem) antwortete ihm: „Dann sollte dieser die Abstammung von seiner Mutter Hawa erwähnen, indem er sagt: „Oh so und so, Sohn von Hawa.“

Tabarani überliefert diesen Hadith in seinem Mudschemil Kabir und Ibn Hadschar al-Asqalani hat gesagt: „Die Überlieferung ist sahih“ (Talhis al-habir fi Takhridsch ahadith al-rafi’i al-Kabri)

Ibn Schihab überliefert: Dies waren die Kämpfe des Gesandten Allahs (welche er gekämpft hat) und als er die Schlacht von Badr erwähnte, sagte er: „Als die Leichen der Nichtmuslime in den Graben geworfen wurden, sagte Allahs Gesandter zu ihnen: „Habt ihr gefunden, was euer Herr euch als wahr versprochen hat?“ Abdullah sagte: „Einige der Gefährten Rasulullahs (Sallallahu aleyhi we sellem) sagten: „Oh Gesandter Allahs! Du redest mit toten Menschen!“ Der Gesandter Allahs antwortet: „Ihr hört nicht besser als sie, was ich sage…“ (Sahih Buhari, Band 5, Buch 59, Nummer 360)

Ibn Omar überliefert: „Der Gesandte Allahs sprach zu den Toten im Graben: „Habt ihr bekommen, was euer Herr euch als wahr versprochen hat?“ Daraufhin sagte einer: „Rufst du zu den Toten?“ Darauf sagte Rasulullah (Sallallahu aleyhi we sellem): „Ihr hört nicht besser, als sie es tun.“ (Sahih Buhari, Band 2, Buch 23, Nummer 452)

Enes b. Malik überliefert: Allahs Gesandter hat die Leichen der Toten Kuffar, welche in Badr gekämpft haben, für drei Tage einfach so liegen lassen. Dann kam er und setzte sich an ihre Seite und sagte: „Oh Abu Dschahil b. Hischam, Oh Umayya b. Khalaf, Oh Utba b. Rab’ila, Oh Schaiba b. Rabi’a, habt ihr nicht das gefunden, was euer Herr euch als wahr versprochen hat? Für mich, ich habe das gefunden, was mein Herr mir als wahr versprochen hat.“ Omar hörte diesen Worten zu und sagte: „Wie hören sie dir zu und wie können sie dir antworten? Sie sind tot und ihre Körper verwesen.“ Darauf sagte unser Prophet: „Bei dem, in dessen Hand mein Leben ist! Sie hören nicht besser als du, was ich zu ihnen sage, jedoch haben sie keine Kraft mir zu antworten.“ Daraufhin befahl er, dass man sie im Graben von Badr begraben soll. (Sahih Muslim, Buch 40, Nummer 6869)

Es gibt eine leicht ähnliche Überlieferung von Abu Talha. (Sahih Buhari, Band 5, Buch 59, Nummer 314)

Amr ibn al’As überliefert: Ibn Schamasah sagte: „Wir gingen zu Amr ibn al’As und er war im Begriff zu sterben. Er weinte eine lange Zeit und drehte sein Gesicht zur Wand. Sein Sohn sagte: „Hat der Gesandte Allahs (Sallallahu aleyhi we sellem) dir darüber nicht Bescheid gegeben?“ Er (der Überliefer) sagt: Er drehte sich zur Menge und sagte: „Das Beste auf das wir zählen können, ist die Überzeugung, dass es keine Gottheit gibt außer Allah und das Muhammed sein Gesandter ist. Wahrlich, ich habe drei Phasen durchgemacht.

(Die erste Phase war) Ich war gegen niemand anderen mehr abgeneigt als gegen den Gesandten Allahs (Sallallahu aleyhi we sellem) und ich hatte kein höheres Verlangen, als ihn zu töten. Wäre ich in diesem Zustand gestorben, wahrlich, ich wäre einer derer gewesen, die im Feuer brennen.

Als Allah mir Liebe zum Islam gab, kam ich zum Gesandten und sagte: Strecke mir deine rechte Hand aus, damit ich mein Treueeid dir gegenüber ablegen kann. Er streckte seine rechte Hand aus und ich fasste sie. Er sagte zu mir: „Was ist mit dir geschehen, oh Amr?“ Ich antwortete ihm:„Ich habe eine Bedingung.“ Er fragte mich, was diese Bedingung sei und ich öffnete sie ihm: „Ich will begnadigt werden.“ Darauf sagte er: „Wusstest du nicht, dass der Islam all die vorherigen Sünden und Fehler löscht? Auswandern löscht alle Sünden und ebenfalls die Pilgerfahrt.“

Danach gab es niemanden für mich, der mir mehr Lieb und mehr Ehrfurcht einflößend war als der Gesandte Allahs (Sallallahu aleyhi we sellem). Ich konnte nie meinen ganzen Mut zusammenfassen und ihm direkt in das Gesicht schauen, wegen seinem Glanz. Wäre ich in diesem Zustand gestorben, hätte ich Hoffnung gehabt, zwischen den Bewohnern des Paradieses zu sein.

Danach wurden wir verantwortlich für Dinge, in deren Licht ich mir nun unsicher bin, was für mich vorbereitet wird. Wenn ich sterbe, dann lasst weder eine Frau um mich trauern, noch ein Feuer mich begleiten. Wenn ihr mich begrabt, füllt mein Grab richtig mit Erde, dann steht solange um mein Grab, wie ihr braucht, um ein Kamel zu schlachten und sein Fleisch zu verteilen, so dass ich Vertrautheit verspüre und in eurer Anwesenheit sicher stellen kann, was ich Allahs Engeln antworten soll.“ (Sahih Muslim, Buch 1, Nummer 220)

Rasulullah (Sallallahu aleyhi we sellem) sagt: „Wenn ein Knecht in sein Grab gelegt wird und seine Freunde ihn verlassen und er hört die Fußschritte ihrer Sandalen, kommen zwei Engel, setzen ihn aufrecht hin und fragen ihn: „Was sagst du über den Mann, den sie Muhammed nannten?“ Der Gläubige wird sagen…..“ (Abu Dawud)

Diejenigen, die das Hören leugnen, bringen folgenden Vers aus dem Quran:

وَمَا يَسْتَوِي الْأَحْيَاء وَلَا الْأَمْوَاتُ إِنَّ اللَّهَ يُسْمِعُ مَن يَشَاء وَمَا أَنتَ بِمُسْمِعٍ مَّن فِي الْقُبُورِ

„Noch sind die Lebenden den Toten gleich. Wahrlich, Allah macht hörend, wen Er will; und du kannst diejenigen nicht hörend machen, die in den Gräbern sind.“ (35:22)

Ibn Kathir (Rahmetullahi aleyh) sagt: „Allah sagt, dass diese Antonymen offensichtlich nicht gleich sind, der Blinde nicht gleich dem Sehenden, zwischen ihnen gibt es eine große Kluft. Weder Dunkelheit und Licht sind gleich, noch die Sonne und der Schatten. Beim gleichen Symbolischen sind auch die Toten und die Lebenden nicht gleich. Das ist die Parabel Allahs, in der er den Gläubigen zum Lebenden erklärt und den Nichtgläubigen zum Toten. Dies ist wie diese Ayets:

أَوَمَن كَانَ مَيْتًا فَأَحْيَيْنَـهُ وَجَعَلْنَا لَهُ نُورًا يَمْشِي بِهِ فِى النَّاسِ كَمَن مَّثَلُهُ فِي الظُّلُمَـتِ لَيْسَ بِخَارِجٍ مِّنْهَا كَذَلِكَ

„Kann wohl einer, der tot war und dem Wir Leben gaben und für den Wir ein Licht machten um damit unter den Menschen zu wandeln, kann dem gleich sein, der in Finsternis ist und nicht daraus hervorzugehen vermag? Und so wurde den Ungläubigen schön gemacht, was sie zu tun pflegten.“ (6:122)

مَثَلُ الْفَرِيقَيْنِ كَالاٌّعْمَى وَالاٌّصَمِّ وَالْبَصِيرِ وَالسَّمِيعِ هَلْ يَسْتَوِيَانِ مَثَلاً

„Der Fall der beiden Parteien ist wie der (Fall) des Blinden und des Tauben und des Sehenden und des Hörenden. Sind nun beide wohl in der gleichen Lage? Wollt ihr denn nicht daran denken?“ (11:24)

Der Gläubige sieht und hört und läuft im Licht auf einem geraden Weg in dieser Welt und im Jenseits, bis er zum Paradies kommt, worin Schatten und Quellen sind. Der Nichtgläubige ist blind und taub, läuft in der Dunkelheit, von der er sich nicht retten kann. Er ist verloren in der Irre, in dieser Welt und im Jenseits, bis er im Feuer endet worin es wilde heiße Stürme und kochendes Wasser, Schatten von schwarzem Rauch gibt, der weder kühl noch gut ist.

إِنَّ اللَّهَ يُسْمِعُ مَن يَشَآءُ

„Wahrlich, Allah macht hörend, wen Er will;“ bedeutet, er leitet sie dazu, sich die Beweise anzuhören, zu akzeptieren und daran festzuhalten.

وَمَآ أَنتَ بِمُسْمِعٍ مَّن فِى الْقُبُورِ

„Und du kannst diejenigen nicht hörend machen, die in den Gräbern sind.“, bedeutet, genauso wie die Toten von der Rechtleitung nicht profitieren können und vom Aufruf zur Wahrheit, nachdem sie als Nichtgläubige gestorben sind und in ihren Gräbern liegen, kannst du diesen Götzenanbetern, welche zur Verdammung bestimmt sind, nicht helfen und du kannst sie nicht leiten.“ (Siehe Tefsir Ibn Kesir, bzgl. Ayet)

Imam Suyuti sagt in seinem „Al-Hawlilil Fatawa“ Band 2, S.169-175 über die Ayet oben: „Es ist eine metaphorische Aussage (an-nafi Dscha’a ala mana al-Madschaz). Die wahre Bedeutung von diesem ist: „Sie können nicht auf die Leitung hören. (Ma’naha sama huda) d.h. sie sind tot und können nicht mehr geleitet werden.“

Imam Kurtubi sagt in seinem Tefsir: „Die Kuffar sind die Toten, welche wegen dem Kufur in ihrem Herz tot sind.“

Ibn Dscharir at-Tabari sagt:

وَكُلّ هَذِهِ أَمْثَال ضَرَبَهَا اللَّه لِلْمُؤْمِنِ وَالْإِيمَان , وَالْكَافِر وَالْكُفْر

„Durch all diese Beispiele, welche Allah bekannt gemacht hat bezüglich den Mumin und dem Iman und dem Kafir und dem Kufur.“

Dies sagt auch Imam Baydhawi in seinem Tafsir und Ibn Abu Hatim. So sehen wir, dass die Mehrzahl der Mufassirin der Vergangenheit diese Ayet als metaphorisch gesehen haben. (Madschaz).

Sogar Ibn Taymiyyah sagt: „Es gibt kein Zweifel darüber, dass die Toten über die Besucher Bescheid wissen.“ Er zitiert Folgendes als Unterstützung seiner Ansicht: „Der Beweis dafür, dass die Toten Bescheid wissen, kommt aus den zwei sahih Büchern Buhari und Muslim, in denen Resulullah (Sallallahu aleyhi we sellem) sagte, dass wenn die Menschen die begrabene Person verlassen, ihre Fußschritte von den Toten wahrgenommen werden.“ (Madschmuat-al-Fatawa Band 24, S.362)

Einige Ausschnitte des Werks „Kitab al-Ruh“ von Ibn al-Qayyim (rahimahullah), die eindeutig zeigen, dass Ibn al-Qayyim (rahimahullah) darüber berichtet, dass die Toten hören, und für die Lebenden Dua machen können.

Der Gesandte Allahs (Allahs Segen und Frieden auf ihm) empfahl die Toten seiner Ummah mit ”Oh ihr Gemeinschaft der Gläubigen! Allahs Frieden sei auf euch!” in einer Art und Weise zu grüßen, als wenn sie den Gruß erhalten würden. Auf diese Weise grüßt man eigentlich Menschen, die hören und denken können. Wenn die Toten den Gruß nicht hören könnten, dann wäre dies sinnlos.

Aisha (Allahs Wohlgefallen auf ihr) berichtet, dass der Gesandte Allahs (Allahs Segen und Frieden auf ihm) folgendes sagte:”Wenn ein Muslim am Grab seines Bruders ankommt, und vor dem Grab sitzt und ihn grüßt, so nimmt der Tote seinen Gruß wahr, und bleibt mit seinem Besucher, bis dieser sich wieder entfernt.”

Abdullah b. Mubarak sagte:”Von Sufyan b. Yezid wird überliefert, der wiederum von Abu Ayyub überliefert:<Die Werke der Lebenden werden den Toten gezeigt. Wenn die Toten sehen, dass ihre Freunde Gutes tun, dann sind sie beruhigt. Wenn sie schlechte Taten sehen, dann sagen sie:”Oh Allah, erziehe ihn!>”

Quelle: Kitab al-Ruh (Buch der Seele) von Ibn al-Qayyim, Abschnitt: Erste Fragestellung – Wissen die Toten von ihren Besuchern und den an sie gerichteten Friedensgrüßen Bescheid?

Eine Widerlegung der Beweise, die gebracht werden, um zu beweisen, dass die Toten nicht hören können

Wenn man einer Person sagt, dass die Toten in ihren Gräbern hören können, dann werden häufig folgende „Beweise“ geliefert, die beweisen sollen, dass die Toten nicht hören können:

noch sind die Lebenden den Toten gleich. Wahrlich, Allah macht hörend, wen Er will; und du kannst diejenigen nicht hörend machen, die in den Gräbern sind. (Surah Fatir 35:22)

Weder kannst du die Toten hörend machen, noch kannst du die Tauben den Ruf hören lassen, wenn sie (Allah) den Rücken kehren , (Surah Ar-Rum 30:52)

Wenn man nun aber diese Person fragt: „Hören die Toten den Friedensgruß? Hören sie unsere Fußschritte?“, dann muss diese Person entweder mit Ja oder Nein antworten. Wenn sie „Nein!“ antwortet, dann zeigt man ihr folgende Überlieferung:

Anas Ibn Malik, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete: Der Prophet Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte: „Wenn der Diener (Allahs) in seinem Grab gebettet worden ist, seine Gefährten die Beerdigung beendet haben und dabei sind, wegzugehen, hört der Verstorbene selbst ihre Schritte. Zwei Engel kommen dann zu ihm, setzen ihn aufrecht und befragen ihn: „Was pflegtest du über diesen Mann (Muhammad, Allahs Segen und Heil auf ihm) zu sagen?“ Der Gläubige sagt dann: „Ich bezeuge, dass er der Diener Allahs und sein Gesandter ist.“ Es wird zu ihm gesagt: „Schau hin zu deinem Sitz im Höllenfeuer!“ Allah hat dir stattdessen einen Sitz im Paradies gegeben!“ Der Prophet Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte weiter: „Er sieht dann beide (Sitze)!““ (Sahih Muslim)

Es ist hier ein endeutiger Beweis, dass der Tote im Grab die Fußschritte hört, und es wurde in den vorherigen Beiträgen bewiesen, dass der Tote den Friedensgruß auch hört. Fakt ist, dass der Tote hört. Was er alles genau hört, soll hier nicht diskutiert werden, aber Fakt ist, dass der Tote hört.

Die Person, die vorher noch selbstsicher die Ayat als Beweis geliefert hat, ist nun in einem Dilemma. Entweder sie leugnet die klaren Ahadith, oder sie behauptet, dass Qur’an und Sunnah sich widersprechen.

Dass der Qur’an und die Sunnah sich nicht widersprechen können, beweist folgende Ayah: Sie machen sich keine Gedanken über den Qur’an. Wäre er von einem anderen als Allah, so würden sie darin gewiß viel Widerspruch finden. (Surah An-Nisa 4:82)

Wenn man nun sagt, dass der Tote die Fußschritte und den Gruß hören kann, dann hat man zugegeben, dass der Tote definitiv diese Dinge hören kann. Er muss also zugeben, dass der Tote hört. Er muss aber auch zugeben, dass er den Sinn der Ayat nicht verstanden hat. Was will uns also Allah Ta’ala hier mitteilen?

Du kannst die Toten weder hörend machen, noch kannst du bewirken, daß die Tauben den Anruf hören, wenn sie (dir) den Rücken kehren , (Surah An-Naml 27:80)

noch sind die Lebenden den Toten gleich. Wahrlich, Allah macht hörend, wen Er will; und du kannst diejenigen nicht hörend machen, die in den Gräbern sind. (Surah Fatir 35:22)

Allah Ta’ala vergleicht hier den Muslim und den Kafir. Er zeigt den großen Unterschied auf, der zwischen diesen beiden Personen herrscht. Sie unterscheiden sich wie ein Lebender von einem Toten.

Diese Ayah zeigt aber nicht, dass der Tote nicht hören kann. Dies wäre eine falsche Schlussfolgerung. Sie beweist lediglich, dass der Prophet sallallahu aleyhi wa sallam die Kuffar nicht rechtleiten kann, sondern dass Allah derjenige ist, der rechtleitet.

Diese Ayah ist wie folgende Ayat: Ihre Rechtleitung obliegt nicht dir, sondern Allah leitet recht, wen Er will.(Surah Al-Baqara 2:272)

Wahrlich, du kannst dem den Weg nicht weisen, den du liebst; Allah aber weist dem den Weg, dem Er will; und Er kennt jene am besten, die die Führung annehmen. (Surah Al-Qasas 28:56)

Wenn man die letztgenannte Ayah genau verstanden hat, dann wird deutlich, dass Allah Ta’ala mit diesen Ayat uns mitteilt, dass der Mensch keine Macht hat, die Menschen rechzuleiten, sondern Allah ist es, der sie rechtleitet. Genauso ist es Allah, der die Toten hören lässt. Allah ist es, der uns Lebenden hören lässt. Nicht umsonst bestätigen wir, dass es keine Macht und Kraft außer Allah gibt.

Wenn man die Ayah nochmal liest, dann wird es vielleicht ganz klar:

Wahrlich, Allah macht hörend, wen Er will; und du kannst diejenigen nicht hörend machen, die in den Gräbern sind. (Surah Fatir 35:22)

Der Schwerpunkt der Ayah liegt bei „DU kannst nicht hörend machen, ABER ALLAH macht hörend, wen ER will“.

Somit wird inshAllah deutlich, dass es zwischen dem Qur’an und der Sunnah keinen Widerspruch gibt und nicht geben kann.

Und Allah weiß es am besten.

Quelle: http://www.lichtstr.de/smf/index.php?topic=418.0;wap2



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