Bismillahirrahmanirrahim
Bevor wir beginnen, wollen wir die Übereinstimmung der Gelehrten diesbezüglich erwähnen:
Imam Abdul Qahir al-Baghdadi (350-429 n.H.) sagte:
وأجمعوا على أنه لا يَحْوِيهِ مكانٌ ولا يَجْرِي عَليْه زمانٌ , خِلافَ قولِ مَن زعَم مِن الهِشاميَّةِ والكَرَّامِيَّةِ أَنَّه مُماسٌّ لِعَرشِهِ
“Und sie (die Ahlu Sunnah) haben einen Konsens darüber, dass kein Ort Allah umfasst und dass keine Zeit über Ihn vergeht, konträr zu der Aussage der Hishamiyyah und Karamiyyah, die behaupten, dass (Allah) den Thron berühren würde.“
(Al-Farq baynal Firaq: 333)
Der Imam der Haramayn Abdu l-Malik al-Djuwayni asch-Schafi’i (geb. 419 n.H.) sagte in „al-Irschad“ (S.58), Zitat:
ومذهب أهل الحق قاطبة أن الله سبحانه وتعالى يتعالى عن التحيّز والتخصص بالجهات
“Die Glaubenslehre derjenigen, die auf dem Recht sind, allesamt, lautet, dass Allah darüber erhaben ist, sich an einem Ort aufzuhalten oder in einer Richtung zu sein.“
Fakhru d-Din ar-Razi (geb. 544 n.H.) sagte in „at-Tafsir al-Kabir“ (29/216), Zitat:
إنعقد الإجماع على أنه سبحانه ليس معنا بالمكان والجهة والحيّز
“Die Übereinkunft wurde darüber abgeschlossen, dass Allah nicht mit uns in den Orten, Richtungen oder Lokalitäten ist.“
Allah, der Allerhabene sagt:
فَإِنَّ الله غَنِيٌّ عَنِ الْعَالَمِينَ
“Allah ist nicht auf die Welten angewiesen.“ (3:97)
Der Vers ist ein Beweis dafür, dass Allah nicht an einem Ort ist und dass Er nicht wortwörtlich auf dem Thron ist. Weil der Thron, die Orte und die Richtungen gehören auch zu den Welten. Und Allah braucht diese Welten nicht. Und derjenige der den Ort nicht braucht, kann nicht in einem einem Ort sein.
Allah, der Allerhabene sagt:
هُوَ الْأَوَّلُ
“Er (Allah) ist al-Awwal.“ (57:3)
„Al-Awwal“ bedeutet in Bezug auf Allah, Derjenige, Dessen Existenz keinen Anfang hat. Und da alles andere außer Allah einen Anfang hat, existiert Er vor Ort und Zeit.
Der Gesandte Gottes (sallallahu ʿalayhi wa sallam) sagte:
كان اللهُ ولم يكن شىء غيرُه
“Allah existierte. Und außer Ihm gab es nichts.“ (Sahih Al Bukhari)
Und diese Beweisführung aus dem Hadith, ist von den Salaf als Beweis genommen worden, dass Allah ohne Ort und ohne Zeit existiert, wie es der Imam Ibn Djarir at-Tabari (224-310 n.H.) in seinem „Tarikh al-Umam wa l-Muluk“ (1/26) sagte:
„فتبيَّن إذًا أن القديم بارىء الأشياء وصانعها هو الواحد الذي كان قبل كل شىء ، وأنه كان ولا وقت ولا زمان ولا ليل ولا نهار، ولا ظلمة ولا نور ولا سماء ولا أرض ولا شمس ولا قمر ولا نجوم، وأن كل شىء سواه محدَث” اهـ
Die Bedeutung lautet: “Somit zeigt sich, dass der Anfangslose Schöpfer der Dinge, der Einzige ist, der vor allen Dingen existierte. Er existierte und es gab keine Zeit, keine Nacht, keinen Tag, keine Dunkelheit, kein Licht, keinen Himmel, keine Erde, keine Sonne, keinen Mond und keine Sterne. Und alles außer Ihm hat begonnen zu existieren.“
Das heißt, Allah existierte vor der Zeit und den Orten, wie dem Himmel und der Erde, ohne Zeit und ohne Ort.
Imam al-Bayhaqi sagte in seinem Buch Al-Itiqad‘ (Der Glauben) zur Erläuterung dieses Hadith:
يَدُلُّ عَلَى أَنَّهُ لَمْ يَكُنْ شَيْءٌ غَيْرَهُ، لَا الْمَاءُ وَلَا الْعَرْشُ وَلَا غَيْرُهُمَا
“Dieses verdeutlicht, dass in der Anfangslosigkeit niemand außer Allah existierte, weder Wasser, Arsch (der Thron) noch irgendein anderes Geschöpf.“
Allah existiert in keiner Himmelsrichtung, denn wäre Der, dessen Existenz notwendig ist, in einer Richtung gewesen, so müsste die Richtung auch notwendig und ewig sein. Denn es kann keinen Richtungsnehmenden ohne Richtung geben, das ist unmöglich, weil alles, außer Dem, dessen Existenz notwendig ist, erschaffen wurde.
Und wäre Allah ein Körper, so würde Er einen Ort brauchen und wenn Er in einem Ort wäre, so würde Seine Existenz vom Ort abhängen. Der, dessen Existenz notwendig ist, braucht nichts, um zu existieren. Wenn man Allah einen Ort zuschreibt, dann müsste der Ort auch ewig sein. Wir wissen aber, dass nur Allah, der Einzige ist, der in der Urewigkeit existierte.
Der Glaube des Gesandten Allahs Muhammed (sallallahu ʿalayhi wa sallam) war, dass Allah ohne Ort existiert. Der Beweis hierfür ist, dass der Gesandte Allahs über Allah den Erhabenen sinngemäß sagte:
أنتَ الظّاهرُ فليْس فَوْقكَ شَيْءٌ ، وأنتَ الباطنُ فليْس دُونَك شيءٌ
“Du bist al-Thāhir (ein Name von Allah) so ist nichts über dir. Al-Bātin (ein Name von Allah) so ist nichts unter dir.“ (Sahīh Muslim Nr. 4888)
Der Gelehrte Ahmad ibn al-Hussayn al-Bayhakī (458 n.H) sagte in seinem Buch al-Asma wa al-Sifāt bezüglich dieses Hadithes sinngemäß:
واسْتَدلَّ بعضُ أصْحابِنا في نفْيِ المَكانِ عنْه بِقَولِ النَّبِيّ عَليْه الصَّلاةُ والسَّلامُ: „أنتَ الظّاهرُ فليْس فَوْقكَ شَيْءٌ ، وأنتَ الباطنُ فليْس دُونَك شيءٌ “ , وإذَا لَمْ يَكنْ فَوقَه شيءٌ ولا دُونَه شيءٌ لمْ يَكنْ في مَكانٍ
“Einige unserer Gefährten haben diesen Hadith als Beweis dafür genommen, dass Allah ohne Ort existiert, denn der Prophet sagte; Du bist al-Thāhir (ein Name von Allah) so ist nichts über dir. Al-Bātin (ein Name von Allah) so ist nicht unter dir.´ Und wenn über Ihm und unter Ihm nichts ist, so ist Er nicht an einem Ort.“
Allah, der Allerhabene sagt:
قُل لِّمَن مَّا فِي السَّمَاوَاتِ وَالأَرْضِ قُل لِلّهِ كَتَبَ عَلَى نَفْسِهِ الرَّحْمَةَ لَيَجْمَعَنَّكُمْ إِلَى يَوْمِ الْقِيَامَةِ لاَ رَيْبَ فِيهِ الَّذِينَ خَسِرُواْ أَنفُسَهُمْ فَهُمْ لاَ يُؤْمِنُونَ
وَلَهُ مَا سَكَنَ فِي اللَّيْلِ وَالنَّهَارِ وَهُوَ السَّمِيعُ الْعَلِيمُ
Sag: Wem gehört, was in den Himmeln und auf der Erde ist? Sag: Allah. Er hat Sich Selbst Barmherzigkeit vorgeschrieben. Er wird euch ganz gewiß zum Tag der Auferstehung versammeln, an dem es keinen Zweifel gibt. (Schaut, wie das Ende) derjenigen (war), die ihre Seelen verloren haben, denn sie glaubten nicht. Ihm gehört (alles), was in der Nacht und am Tag ruht. Und Er ist der Allhörende und Allwissende. (6:12-13)
Was sind die Himmeln und die Erde? Richtig, Orte!
Und was sind der Tag und die Nacht? Richtig, Zeiten!
Wessen Besitz sind sie? Allahs!
Wie also soll Allah ta’ala, innerhalb von Raum und Zeit sein, wo er doch ihr Besitzer ist und sie erschaffen hat ?
Allah, der Allerhabene sagt:
كُلُّ شَيْءٍ هَالِكٌ إِلَّا وَجْهَهُ
“Alles vergeht, nur Er nicht.“ (28:88)
Wenn alles vergeht dann vergehen auch die Orte und die Richtungen, dann bleibt Allah immernoch erhaben von jeglichen Richtungen und Orten.
Allah, der Allerhabene sagt:
وَاسْجُدْ وَاقْتَرِبْ
“Wirf dich in Anbetung nieder und nahe dich (Allah).“ (96:19)
Wäre Allah in Richtung Oben dann wäre die Niederwerfung kein Annäherung zu Allah dann wird man nicht Allah näher kommen sondern mann wird von Allah weiter sein.
Er (Unser Prophet Sallallahu alayhi wa Sallam) sagte: „Der Diener ist seinem Herrn (Allah) am nahsten in der Niederwerfung, so vermehrt die Bittgebete in ihr.“ (Sahih Muslim)
Allah’s nähe ist keine physikalische Näherung, sowie seine Hoheit keine physikalische Hoheit ist. Wenn sie sagen Allah’s Hoheit ist physikalisch, würde es zum Widerspruch mit dem Hadith führen. Oder wollen sie etwa ihrer eigenen Regel, alles wortwörtlich zu nehmen hier widersprechen?
Der Hadithgelehrte und Verfasser von „Tadrib ar-Rawi“ sowie „Alfiyah al-Hadith“, der Hafidh as-Suyuti (geb. 849 n.H.), sagte in “Al-‘Iklil fi s-Stinbati t-Tanzil“, Zitat: “Die Ayah {ليس كمثله شيء} beinhaltet eine Widerlegung der Behauptung derjenigen, die Allah mit den Geschöpfen vergleichen. Denn sie beweist, dass Allah, der Erhabene, keine Masse, kein Körper, keine Farbe und keine Eigenschaft der Geschöpfe ist. Und sie beweist, dass Allah ohne Ort und ohne Zeit existiert.“
Imam Abu Hanifa (80-150 n.H.) sagt in al-Fiqh al-Absat:
قلتُ أَرَأَيْت لو قيل أَيْن الله تَعَالَى ؟ فقال يقال له كان الله تعالى ولا مكان قبل أَنْ يخلُقَ الخلقَ وكان اللهُ تعالى ولم يكنْ أَيْنَ ولا خلقٌ ولا شيْءٌ وهو خالق كلِّ شيْءٌ
“Was sagst du, wenn man zu dir sagen würde: Wo ist Allah der Erhabene? ”Ihm wird gesagt: “Allah der Erhabene existierte, und es existiere kein Ort, bevor Er die Schöpfung erschuf. Allah existiere bevor es ein ‚wo‘ noch ein Geschöpf und noch irgend etwas gab. Und Er ist der Schöpfer von allem.“
Imam Abu Hanifa sagt (80-150 n.H.) in al-Wasiyyah:
ونقِرُّ بأنَّ اللهَ سبحانه وتعالى على العرشِ استوى من غيرِ أن يكونَ له حاجةٌ واستقرار عليه ، وهو حافظٌ على العرشِ وغيرِ العرش مِن غير احتياج ، فلو كان محتاجا لما قدَر على إيجاد العالم وتدبيرِه كالمخلوقين ، ولو كان محتاجا إلى الجلوس والقرار فقبل خلق العرش أين كان الله ؟ تعالى الله عن ذلك علوًّا كبيرًا
“Wir bestätigen, dass Allah ta’ala istawa’ machte, ohne dass es eine Erforderlichkeit oder Sesshaftigkeit (istiqrar) für Ihn selbst ist. Er ist der Hüter des Throns und auch von allem anderen als dem Thron, ohne irgendeinen Bedarf (für Ihn selbst). Wenn Er (jemals) bedürftig (davon) wäre, dann wäre Er nicht dazu in der Lage gewesen die Welt zum existieren zu bringen oder sie zu vernichten, so wie die zwei Schöpfungen (dazu nicht im Stande sind). Wenn Er (jemals) des Sitzens (julus) und des Sesshaftwerdens (qarar) (auf dem Thron) bedürftig wäre, wo war Allah ta’ala dann vor der Erschaffung des Thrones? Möge Allah erhaben darüber sein, hoch und groß ist er!“
Imam Abu Hanifa (80-150 n.H.) sagt in al-Fiqh al-Akbar:
وليس قرب اللّه تعالى ولا بعده من طريق طول المسافة وقصرها، ولكن على معنى الكرامة والهوان. والمطيع قريب منه بلا كيف، والعاصي بعيد عنه بلا كيف، والقرب والبعد والإقبال يقع على المناجي.
“Die Nähe und Ferne zu Allah hat nicht die Bedeutung einer physischen kurzen und langen Distanz. Vielmehr bedeutet es, dass man einen hohen Rang bei Allah hat oder dass man fern von Seiner Gnade ist. Der Gehorsame ist nah zu Allah ohne Wie, und der Ungehorsame ist fern zu Allah ohne Wie. Das Nahsein, Fernsein und Zuwenden sind die Zustände eines Dieners, der Dua zu Allah macht.“
Imam Abu Hanifa (80-150 n.H.) sagt in al-Fiqh al-Akbar:
واللّه تعالى يرى في الآخرة ويراه المؤمنين وهم في الجنة بأعين رؤوسهم، بلا تشبيه ولا كيفية، ولا يكون بينه وبين خلقه مسافة.
“Allah der Erhabene wird im Jenseits gesehen werden. Die Mu’minin werden Ihn im Paradies mit den körperlichen Augen ohne Tashbih, ohne Wie und ohne dass zwischen Ihm und seinen Geschöpfen eine physische Distanz existiert, sehen.“
Im Buch von Abu Hanifa Nuʿman, welches al-Fiqh al-Akbar ist, sagt er, dass Allah nicht so ist, wie die Geschöpfe. Diese Aussage hat der Imam al-Mulla al-Qārīy in seinem Buch Minah al-Rawdī al-Azhār auf der Seite 117 erklärt indem er sagte: “Aus der Aussage von Abu Hanifa, wo er sagt; Er (Allah) ist nicht so wie die Geschöpfe ist ist zu verstehen, dass Er (Allah) nicht in einem Ort der Orte ist und nicht von einer Zeit der Zeiten abhängig ist. Weil der Ort und die Zeit auch Dessen (Allah) Geschöpfe sind. Und Er (Allah) existierte in der Ewigkeit (ohne Anfang) und mit ihm gab es nichts von den Geschöpfen.“
Abdul Baqi al-Mawahibi al-Hanbali erwähnt in seiner Risala ‘‘al-Ayn wal Athar fi Aqaidi Ahlul Athar‘‘ von Husayn bin Fadl al-Bajali (178-282 n.H.), dass er sagte:
كما اشتهَر مِن جوابِ أبي علي الحسينِ بنِ الفضْلِ البَجَلِي ، عن الاستواء ، فقال : لا نعرِف أنْباءَ الغيْب إلا ما كُشِف لنا ، وقد علَّمنا جل ذكره أنه استوى على عرشه ، لم يُخبر كيف استوى ، ومَن اعتقَد أنَّ اللهَ مفتقِرٌ للعرْش ، أو لغيْره مِن المخلوقات ، أو أن استواءَه على العرش , كاستواء المخلوقاتِ على كرسيه ، فهو ضالٌّ مبتدع ، فكان الله ولا زمانَ ولا مكانَ ، وهو الآن على ما عليه كان
“Und es ist berühmt von Abu Ali al-Husayn bin Fadl al-Bajali dass er auf die Frage des Istiwa wie folgt antwortete: Wir wissen vom Verborgenen nur dass was uns mitgeteilt wurde. Allah hat uns mitgeteilt, dass er Istiwa über den Thron gemacht hat, jedoch hat er uns nicht mitgeteilt wie sein Istiwa (zu verstehen) ist. Wer glaubt, dass Allah Bedürftigkeit vom Thron oder von einem anderen Geschöpf hätte oder sein Istiwa wie der Istiwa der Geschöpfe über den Kursi (zu verstehen wäre), ist ein irregegangener Erneuerer. Denn Allah existierte (in der Ewigkeit) ohne Zeit und ohne Ort und Er ist so wie er immer war.“
Abu Umar ibn Abd Rabbih al-Andalusi (246-328 n.H.) sagte:
الذي لا تحويه الجهات ولا تنعته الصّفات
“Derjenige (Allah) der nicht von den Richtungen umfasst wird und dessen Attribute nicht beschrieben werden können.“
(Abu Umar ibn Abd Rabbih al-Andalusi: Iqd al-Farid: Band 1, S.3)
Der Imam und Mudjtahid Abu Dja’far Muhammad Ibn Djarir at-Tabari (224-310 n.H.), sagte in seinem „Tarikh“ (1/25), Zitat:
„القول في الدلالة على أن الله عز وجل القديم الأول قبل كل شىء، وأنه هو المُحدِث كل شىء بقدرته تعالى ذِكره فمن الدلالة على ذلك أنه لا شىء في العالم مشاهَد إلا جسم أو قائم بجسم، وأنه لا جسم إلا مفترِق أو مجتمع، وأنه لا مفترِق منه إلا وهو موهوم فيه الائتلاف إلى غيره من أشكاله، ولا مجتمع منه إلا وهو موهوم فيه الافتراق ، وأنه إذا اجتمع الجزءان منه بعد الافتراق، فمعلوم أن اجتماعهما حادث فيهما بعد أن لم يكن، وأن الافتراق إذا حدث فيهما بعد الاجتماع فمعلوم أن الافتراق فيهما حادث بعد أن لم يكن. ما لم يخلُ من الحدث لا شك أنه محدَث بتأليف مؤلِّف له إن كان مجتمعًا، وتفريق مفرِّق له إن كان مفترِقًا؛ وكان معلومًا بذلك أن جامع ذلك إن كان مجتمعًا، ومفرّقه إن كان مفترقًا مَن لا يشبهه ومن لا يجوز عليه الاجتماع والافتراق، وهو الواحد القادر الجامع بين المختلفات الذي لا يشبهه شىء، وهو على كل شىء قدير. فبيِّنٌ بما وصفنا أن بارىء الأشياء ومحدِثها كان قبل كل شىء (أي وقبل الزمان والمكان وغيرهما من المخلوقات)، وأن الليل والنهار والزمان والساعات محدثات، (ومن ضرورة العقل أن يكون خالق الزمان والمكان والجهة لا يجري عليه زمان ولا ينحل في الأماكن بعد خلقه الزمان والمكان والجهة، لأنّ التغير من صفات المخلوقات فتنبّه)، إذ كان من المحال أن يكون شىء يُحدث شيئًا إلا ومحدثه قبله، وأن في قوله تعالى ذِكره:{أفلاَ ينظرون إلى الإبِل كيف خُلقت* وإلى السماء كيف رفعت* وإلى الجبال كيف نصبت* وإلى الأرض كيف سُطحت} [سورة الغاشية/17،18،19،20] لأبلغ الحجج وأدلَّ الدلائل لمن فكر بعقل واعتبر بفهم على قِدَم بارئها، وحدوث كل ما جانسها، وأن لها خالقًا لا يشبهها“ اهـ
“Zu den Beweisen dafür, dass Allah anfangslos ist, vor allen Dingen existierte und alle Dinge beginnen ließ, gehört: Im Universum wird nichts beobachtet, außer der Körper oder Eigenschaften des Körpers ist. Und dass es keinen Körper gibt, außer dass er getrennt oder verbunden ist. Und es gibt keine Trennung dieses Körpers, außer dass es verstandesgemäß möglich ist für ihn, in eine andere Gestalt zu zerfallen. Und es gibt keine Verbindung dessen, außer dass die Trennung dessen verstandesgemäß möglich ist. Und wenn sich die beiden Teile des Körpers nach der Trennung verbinden, so folgt daraus, dass ihre Verbindung das Auftreten eines Ereignisses (Hâdith) in ihnen darstellt, welches vorher nicht existierte. Und dass aus der Trennung, wenn es sich in ihnen nach der Verbindung ereignete (Hadath), das Auftreten eines Ereignisses (Hâdith) in ihnen darstellt, nachdem es vorher nicht existierte. Und es besteht kein Zweifel darüber, dass dieses was nicht frei von einer Entstehung ist, entstehen gelassen wurde von jemandem, der es zusammengesetzt sein ließ, wenn es verbunden war und es getrennt sein ließ, wenn es getrennt war. Daraus ist ersichtlich, dass derjenige, der dieses verbunden sein ließ, wenn es verbunden war, und derjenige, der dieses getrennt sein ließ, wenn es getrennt war, diesem nicht ähnelt und die Verbindung und Trennung in Bezug auf Ihn, unmöglich ist. Und Er ist der Einzige, der Allmächtige, der nichts und niemandem ähnelt. Er ist über alle Dinge mächtig. Somit haben wir mit unserer Beschreibung gezeigt, dass der Schöpfer der Dinge, Derjenige, der die Dinge in die Existenz eintreten ließ, vor allen Dingen existierte (d. h. vor der Zeit, dem Ort und allen anderen Dingen). Die Nacht und der Tag, die Zeit und die Zeiträume etwas Entstandenes sind. Dass etwas, etwas anderes entstehen lässt, setzt voraus, dass es schon vor dem Entstanden existiert hat. {أفلاَ ينظرون إلى الإبِل كيف خُلقت* وإلى السماء كيف رفعت* وإلى الجبال كيف نصبت* وإلى الأرض كيف سُطحت} Und die Verse (17-20 der Sure al-Ghâschiyah): beinhalten deutlichste Belege und Beweise für denjenigen, der mit seinem Verstand nachdenkt und durch Verständnis einsieht, dass der Schöpfers anfangslos ist, alle Geschöpfe einen Beginn haben und ihr Schöpfer ihnen nicht ähnelt.“
Imam Tabari (224-310 n.H.) sagte in seinem Tafsir:
وَإِنَّمَا قَالَ : ” فَوْق عِبَاده ” , لِأَنَّهُ وَصَفَ نَفْسه تَعَالَى بِقَهْرِهِ إِيَّاهُمْ , وَمِنْ صِفَة كُلّ قَاهِر شَيْئًا أَنْ يَكُون مُسْتَعْلِيًا عَلَيْهِ . فَمَعْنَى الْكَلَام إِذَنْ : وَاَللَّه الْغَالِب عِبَاده , فَهُوَ فَوْقهمْ بِقَهْرِهِ إِيَّاهُمْ , وَهُمْ دُونه
“Er sagte deshalb: {فَوْق عِبَاده } (Über Seine Geschöpfe), weil Er, der Erhabene, sich damit beschrieb ihr Bezwinger zu sein. Und zu der Eigenschaft jedes Bezwingers über etwas, gehört es die Hoheit darüber zu haben. Somit lautet die Bedeutung des Wortes (Über Seine Geschöpfe): „Die Diener sind der Bezwingung Gottes unterworfen. So ist Er mit Seiner Bezwingung über sie und sie darunter.“
Und Imam Tabari (224-310 n.H.) sagte in seinem “Tarikh al-Umam wa l-Muluk“ (1/3), Zitat:
لا تحيط به الأوهام، ولا تحويه الأقطار
“Allah ist nicht vorstellbar in den Gedanken und wird nicht von den Räumen beinhaltet.“
Und Imam Tabari (224-310 n.H.) sagte ebenfalls in der Erklärung der Ayah 255 der Surah al-Baqarah in seinem Tafsir:
ذو العلو والارتفاع على خلقه بقدرته
“Er ist Derjenige, der die Hoheit über Seine Geschöpfe hat, mit Seiner Allmacht.“
Und Imam Tabari (224-310 n.H.) sagte ebenfalls in seiner Erläuterung der Surah ar-Raʿd:
المستعلي على كل شيء بقدرته
“Er hat die Hoheit über alle Dinge, mit Seiner Allmacht.“
Und Imam Tabari (224-310 n.H.) sagte ebenfalls in seinem Tafsir bezüglich der Ayah 127 der Surah al-A’raf:
يقول: وإنا عالون عليهم بالقهر، يعني بقهر الملك والسلطان. وقد بينا أن كل شىء عال بقهر وغلبة على شيء، فإن العرب تقول: هو فوقه.
“Er sagte: Wir sind über ihnen mit der Bezwingung. Gemeint ist die Bezwingung durch die Herrschaft und Macht. Und wir haben schon gezeigt, dass alles was mit der Bezwingung über etwas anderem ist, die Araber darüber sagen: Er ist über ihm.“
Und Imam Tabari (224-310 n.H.) sagte ebenfalls in der Erklärung der Ayah 171 der Surah an-Nisa’:
فَكَيْفَ يَكُون الْمَسِيح اِبْنًا لِلَّهِ وَهُوَ فِي الْأَرْض أَوْ فِي السَّمَوَات غَيْر خَارِج مِنْ أَنْ يَكُون فِي بَعْض هَذِهِ لْأَمَاكِن
“Wie kann jemand behaupten, dass Jesus Gottes Sohn wäre, obwohl er (Jesus), ob auf der Erde oder in den Himmeln, nicht frei davon ist, in einigen dieser Orte (Amākin) zu sein?!.“
(Dies bedeutet, wer an einem Ort ist, der kann nicht Gott sein, gemäß der Glaubenslehre der Salaf.)
Der berühmte Sprachgelehrte der Salaf, az-Zadjdjadj (241-311 n.H.), sagte in seinem Werk „Tafsir Asma’ Allah al-Husna“ (S.48), Zitat:
فالله تعالى عالٍ على خَلْقِه وهو عليٌّ عليهم بقدرته، ولا يجب أن يُذهَب بالعلو ارتفاع مكانٍ، إذ قد بيَّنَّا أن ذلك لا يجوز في صفاته تقدست، ولا يجوز أن يكون على أن يُتصور بذهن، تعالى الله عن ذلك عُلوًّا كبيرًا
“Allah, der Erhabene, hat die Hoheit über seine Geschöpfe und ist über sie mit Seiner Macht. Bei der Hoheit ist nicht notwendigerweise von der Hoheit des Ortes auszugehen. Denn wir haben schon gezeigt, dass es nicht erlaubt ist ihm dieses zuzuschreiben, Erhaben ist Er. Und es ist nicht erlaubt davon auszugehen, dass Er vorstellbar sei. Erhaben ist Allah darüber.“
Und der berühmte Sprachgelehrte der Salaf, az-Zadjdjadj (241-311 n.H.), sagte ebenfalls in seinem Werk „Tafsir Asma’ Allah al-Husna“ S.60):
والله تعالى عالٍ على كل شىء، وليس المراد بالعلو: ارتفاع المحلِّ، لأن الله تعالى يجلُّ عن المحلِّ والمكان، وإنما العُلو علوُّ الشأن وارتفاعُ السلطان
“Allah, der Erhabene, hat die Hoheit über alle Dinge. Und mit der Hoheit ist nicht die Hoheit des Ortes gemeint. Denn Allah, der Erhabene, ist erhaben über Platz und Ort. Es bedeutet die Hoheit der Herrschaft.“
Und der Sprachgelehrte al-Qâsim ʿAbdu r-Rahmân Ibn Ishaq az-Zadjdjadji (verst. 340 n.H.) über den adh-Dhahabi sagte, Zitat: „Der Schaykh der arabischen Sprache und Schüler des großen Gelehrten Abu Ishaq Ibrahim az-Zadjdjadj“. Er sagte in seinem Werk „Ischtiqaq Asma’ Allah“, Zitat:
والعلي والعالي أيضا: القاهر الغالب للأشياء، فقول العرب: علا فلان فلانًا أي غلبه وقهره كما قال الشاعر:
فلما عَلَونا واستوينا عليهم ** تركناهم صرعى لنسر وكاسرِ
يعني غلبناهم وقهرناهم واستولينا عليهم
“Al-ʿAlî und al-ʿÂlî: Der Bezwinger der Dinge. So bedeutet die Aussage der Araber: ‘Der und der hat sich über den und den erhoben, dass er ihn bezwungen hat, wie es der Dichter gesagt hat: ‘Als wir uns dann erhoben und Istiwâ’ auf sie machten. Ließen wir sie als Gefallene den Geiern und Aasfressern zurück’. Damit ist gemeint: Wir haben sie bezwungen und unterworfen.“
Imam Abu Ja’far at-Tahawi (239-321 n.H.) sagt:
هذا ذكر بيان عقيدة أهل السنة والجماعة على مذهب فقهاء الملة أبي حنيفة النعمان بن ثابت الكوفي وأبي يوسف يعقوب بن إبراهيم الأنصاري وأبي عبدالله محمد بن الحسن الشيباني رضوان الله عليهم أجمعين وما يعتقدون من أصول الدين ويدينون به رب العالمين
”Dies ist eine Darlegung der Glaubenslehre der Anhänger der Sunnah und Gemeinschaft (Ahlu Sunnah wa’l Jama’ah), gemäß der Schule der Rechtswissenschaftler dieser Religionsgemeinschaft, Abu Hanifah an-Nu’man ibn Thabit al-Kufi, Abu Yusuf Ya’qub ibn Ibrahim al-Ansari und Abu Abdullah Muhammad ibn al-Hasan as-Shaybani, möge Allah mit ihnen zufrieden sein, sowie dessen, was diese an Glaubensgrundsätzen hinsichtlich der Grundlagen der Religionen vertreten und was sie bezüglich des Herrn der Welten glauben.”
Dann sagte er:
تَعالى عنِ الحدودِ والغاياتِ والأركانِ والأعضاءِ والأدواتِ، لا تَحْوِيهِ الجهاتُ السِّتُّ كسائرِ المبتدعاتِ
”Er ist hocherhaben darüber, Grenzen, Enden, Bestandteile, Gliedmaßen oder Hilfsmittel zu besitzen. Ebenso wenig können Ihn die sechs Himmelsrichtungen (oben, unten, hinten, vorne, links, rechts) umfassen, in denen alle erschaffenen Dinge enthalten sind.”
(Abu Ja’far at-Tahawi in Al-‘Aqida al-Tahawiyyah)
Der Imam Abu Mansur al-Maturidi (238-333 n.H.) sagte in seinem Werk „at-Tawhid“ (S.85), Zitat:
“فإن قيل: كيف يُرى؟ قيل: بلا كيف، إذ الكيفية تكون لذي صورة، بل يُرى بلا وصف قيامٍ وقعودٍ واتكاءٍ وتعلق، واتصال وانفصال، ومقابلة ومدابرة، وقصير وطويل، ونور وظلمة، وساكن ومتحرك، ومماس ومباين، وخارج وداخل، ولا معنى يأخذه الوهم أو يقدره العقل لتعاليه عن ذلك“
„Es würde gesagt werden ‚Ohne Wie‘, wenn gefragt werden würde: ‚Wie wird Allah gesehen (von den Muslimen im Paradies)?‘. Denn die Beschaffenheit (das Wie) gehört zu etwas mit einem Bild (und Allah ist erhaben darüber ein Bild zu sein oder in einer Richtung zu existieren). Jedoch wird Allah gesehen (von den Muslimen im Paradies) ohne mit Stehen, Sitzen, Verbundensein, Getrenntsein, Gegenübersein, Dahintersein, Kürze, Länge, Helligkeit, Dunkelheit, Bewegung, Stillstand, Berührung, Entfernung, Innerhalb oder Außerhalb beschrieben zu sein. Und ohne mit etwas beschrieben zu sein, was einem in der Vorstellung einfällt oder im Verstand Gestalt annimmt, da Allah erhaben über all dieses ist (d. h. Allah ist erhaben über Form, Bild, Gestalt, Ort, Richtung, Entfernung, Gegenübersein, Farbe, Trennung und Verbindung)“.
Der Hanafi Gelehrte Al-Hakim as-Samarqandi (260-345 n.H.) sagte:
أنه ينبغِي له ألا يُثبِتَ له تعالى مكاناً ولا مجيئاً ولا ذَهاباً ولا صفةً كصفةِ المخلوقين
’’(Der Gläubige) sollte in Bezug auf Allah nicht die Örtlichkeit (Makan), das ’’Kommen’’ und ’’Gehen’’ (mit der Bedeutung von Bewegung und Ortswechsel) oder irgendeine Eigenschaft von den Eigenschaften der Geschöpfe bestätigen.’’
(Al-Hakim as-Samarqandi: As Sawadul Azam: 66)
Al-Hafizul Kabir Abu al-Qasim ibn Asakir (rahimahullah) erklärt den Glauben von Imam Abul Hasan al-Ash’ari (260-324 n.H.) wie folgt:
قالت النجارية: إن البارىء سبحانه بكل مكان من غير حلول ولا جهة. وقالت الحشوية والمجسمة: إنه سبحانه حالّ في العرش وإن العرش مكان له وهو جالس عليه. فسلك طريقة بينهما فقال: كان ولا مكان فخلق العرش والكرسي ولم يحتج إلى مكان، وهو بعد خلق المكان كما كان قبل خلقه
“Und die ,,Najjariyyah“ sagten dass der Schöpfer, Erhaben ist er, überall in jedem Ort ist ohne eine Richtung, während die Hashwiyyah und Mujassima sagen, dass Er auf seinem Thron ist, und dass der Thron sein Platz ist und Er sich darauf setzt. Doch er (Imam Ash’ari), nahm den Mittelweg zwischen den beiden, er sagte Allah existierte und darin war kein Ort dann schuf er den Thron und den Kursi, er braucht keinen Platz. Und er ist, nach dem er den Ort schuf so, wie er vorher war bevor er den Ort schuf“. (Ibn Asakir, Tabyīn Kadhib al-Muftari fima nusiba ila l-Imam al-Ash’ari S.150)
Der Hadithgelehrte und Author des Hadithbuches „Sahih Ibn Hibban“, der Hafidh Ibn Hibban (geb. 270 n.H.) sagte in „ath-Thiqat“ (1/1), Zitat:
الحمد لله الذي ليس له حد محدود فيحتوى، ولا له أجل معدود فيفنى، ولا يحيط به جوامع المكان، ولا يشتمل عليه تواتر الزمان
“Dank gebührt Allah, Derjenige, der keine Grenzen (Hadd) hat, nicht begrenzt (Mahdūd) ist und somit auch nicht beinhaltet (Yuhtawā) wird. Er unterliegt keiner zeitlichen Limitation, somit vergeht Er nicht. Von keinem der Orte (Makān) wird Er beinhaltet (Yuhīt) und über Ihn vergeht keine Zeit (Zamān).“
Und er sagte ebenfalls in „Sahīh Ibn Hibbān“, Zitat:
كان ـ الله ـ ولا زمان ولا مكان
“Allah existierte und es gab weder Zeit (Zamān) noch Ort (Makān).“ (Siehe „al-Ihsān bi Tartīb Sahīh Ibn Hibbān“ 8/4)
Und er sagte ebenfalls, Zitat:
كذلك ينزل ـ يعني الله ـ بلا ءالة ولا تحرك ولا انتقال من مكان إلى مكان
“Sein Nuzul ist ohne Hilfsmittel (ālatin), ohne Bewegung (Taharruk) und ohne Transport (Intiqāl) von Ort (Makān) zu Ort (Makān).“ Siehe „al-Ihsān bi Tartīb Sahīh Ibn Hibbān“ (2/136).
Imam al-Bayhaqi (Rahimahullah) berichtete, dass Imam al-Khattabi -Rahimahullah- (319-388 n.H.) sagte:
وليس معنى قولِ المسلمينَ إنّ اللهَ استوى على العرشِ هو أنَّه مُمُاسٌّ له , أو متَمكِّن فيه, أو متَحيِّز في جهةٍ من جهاتِه , لكنَّه بائنٌ مِن جميعِ خلْقِه , وإنما هو خبرٌ جاء به التوقيف فقلنا به , ونفينا عنه التكييفَ , إذْ ليس كمثله شيء وهو السميع البصير
“In der Aussage der Muslime „Allah machte Istiwa auf dem Thron“ gibt es nicht die Bedeutung, dass Er ihn (den Thron) berührt oder in ihm ein Ort eingenommen hat oder sich auf eine bestimmte Seite/Richtung von ihm niedergelassen hat. Vielmehr ist Er separat von allen seiner Geschöpfe. Es ist ein Bericht, wo wir anhalten und wir sagen das (also wir sprechen den Vers so aus wie es offenbart wurde) und sprechen ihn von Modalitäten frei, denn nicht ist Ihm gleich und Er ist der Allsehende und Allhörende.“
(al-Bayhaqi, Asma wa Sifat, S. 369)
Imam al-Khattabi (319-388 n.H.) sagte ebenso:
قَالَ الْخَطَّابِيُّ هَذَا يُوهِم الْمَكَان وَاَللَّه مُنَزَّهٌ عَنْ ذَلِكَ
“Das gibt den Eindruck, dass Allah an einem Ort wäre, Allah ist aber erhaben darüber.“
(Siehe Fath al-Bari Sharh Sahih al-Bukhari, Hadith Nr. 6870 im Kapitel „und sein Thron war auf dem Wasser und der Hadith über Das Sehen Allahs im Jenseits. Nr. 6886)
Imam Abu Tayyib Sahl ibn Muhammad ibn Sulayman (gest. 369) sagte :
وَهُوَ يَتَعَالَى عَنْ جِهَةٍ
‘‘Und Allah ist erhaben über Richtungen.‘‘
(Imam Bayhaqi: al-‚Itiqad: Kapitel über die Anschauung Gottes)
Imam al-Baqillani (338-403 n.H.) sagte:
والله تعالى لا يوصف بالجهات، ولا أنه في جهة
“Und Allah der Erhabene wird weder mit Richtungen, noch dass Er in einer Richtung ist beschrieben.“
(Imam Al-Baqillani: Al-Insaf: Seite 177)
Imam Abu Bakr al-Kalabadhi (gest. 380 n.H.) sagte:
وإنْ قلتَ : كيْف ؟ فقد احتجَب عن الوصْف بالكيفيةِ ذاتُه
“Wenn du (in Bezug auf Allah) fragst: Wie? So wisse, dass es nicht offen ist sein Selbst (Dhat) mit einer Modalität zu beschreiben!
وإنْ قلتَ : أينَ ؟ فقد تقدَّم المكانَ وجودُه
Wenn du (in Bezug auf Allah) fragst: Wo? So wisse, dass Er vor dem Ort existierte!“
(Abu Bakr al-Kalabadhi: At-Ta’arruf li Madhab Ahlit Tassawuf: 34-35; Beirut: Darul Kutubil Ilmiyya)
Abu l-Qāsim al-Quschayrī sagte in „ar-Risālah al-Quschayriyyah“:
سمعت الإمام أبا بكر ابن فورك رحمه الله تعالى يقول سمعت أبا عثمان المغربي يقول: كنت أعتقد شيئًا من حديث الجهة فلما قدمت بغداد زال ذلك عن قلبي، فكتبت إلى أصحابنا بمكة إني أسلمت الآن إسلامًا جديدًا
‚‚Ich hörte wie Imam Abu Bakr Ibn Furak sagte, ich hörte ʾAbī ʾUṯmān al-Maġribī sagen: „Ich hatte geglaubt, dass Allah in einer Richtung existiert, aber als ich auf meiner Reise nach Baghdad war verließ dieser Unglauben mein Herz. Anschließend habe ich einen Brief an unsere Gefährten in Makkha geschrieben, in dem stand: Ich bin neu in den Islam eingetreten.“
Und er sagte ebenso in „ar-Risālah al-Quschayriyyah“:
سمعت الإِمَام أبا بَكْر مُحَمَّد ابْن الْحَسَن بْن فورك رحمه اللَّه تعالي يَقُول: سمعت مُحَمَّد بْن المحبوب خادم أَبِي عُثْمَان المغربي يَقُول: قَالَ لي أَبُو عُثْمَان المغربي يوما: يا مُحَمَّد لو قَالَ لَك أحد أين معبودك إيش تقول؟ قَالَ: قُلْت: أقول حيث لَمْ يزل قَالَ: فَإِن قَالَ أين كَانَ فِي الأزل إيش تقول؟ قَالَ: قُلْت: أقول حيث هُوَ الآن يَعْنِي أَنَّهُ كَمَا كَانَ ولا مكان فَهُوَ الآن كَمَا كَانَ قَالَ: فارتضى مني ذَلِكَ ونزع قميصه وأعطانيه.
“Ich (al-Qushayri) hörte den Imam ʾAbā Bakr Muḥammad Ibn al-Hasan Ibn Fūrak (gest. 406) – möge Allāh der Erhabene mit ihm gnädig sein – sagen: Ich hörte Muḥammad Ibn al-Hubūb, den Bediensteten ʾAbī ʾUṯmān al-Maġribīs (gest. 373), sagen: „Eines Tages sagte mir ʾAbū ʿUṯmān al-Maġribī: „O Muḥammad wie würdest du antworten, wenn man dich fragen würde, wo sich dein Schöpfer befindet?“ Ich sagte: „Ich würde sagen Er ist so wie Er schon immer war ohne sich geändert zu haben.“ Dann sagte er: „Und wenn man dich fragen würde, wo Er denn schon immer war?“ Ich sagte darauf: „Ich würde sagen: Er war so wie Er jetzt ist, das heißt: Er existierte und kein Ort war, und Er ist jetzt wie Er schon immer war.“ Dies stellte ihn zufrieden, worauf er sein Hemd auszog und ihm (als Belohnung) anzog.“
Und was die Aussagen der Salaf angeht, dass Allah über dem Thron oder über dem Himmel sei, so erklärt uns Imam Ibn Furak (330-406 n.H.), was damit gemeint ist:
قال الإمام ابن فورك رحمه الله: واعلم انا اذا قلنا ان الله عز ذكره (فوق ما خلق) لم نرجع به الى فوقية المكان والارتفاع على الأمكنة با المسافة والاشراف عليها با المماسة لشيء منها بل قلنا انه فوقها يحتمل وجهين احدهما , أن يراد به أنه قاهر لها مستول عليها اثباتا لاحاطة قدرته بها وشمول قهره لها , وكونها تحت تدبيره جارية على حسب علمة ومشيئته والوجة الثاني ان يراد به انه فوقها على معنى انه مباين لها با الصفة والنعت , وان ما يجوز على المحدثات من العيب والنقص والعجز والأفة والحاجة لا يصح شيء من ذلك عليه ولا يجوز وصفة به وهذا متعاف في اللغة ان يقال ( فلان فوق فلان) ويراد بذالك رفعة المرتبة والمنزلة والله (فوق خلقة) على الوجهين جميعا وانما يمتنع الوجه الثالث وهو ان يكون على معنى التحيز في جهة والاختصاص ببقعة دون بقعة.
“Wisse, wenn wir sagen, dass Allah über seiner Schöpfung ist, dann bedeutet das nicht eine lokale Hoheit, die durch eine distanzbedingte Erhebung über den Orten oder die Berührung von einem Teil seiner Schöpfung, sondern unsere Aussage hat eine von zwei folgenden Bedeutungen.
Erstens: Entweder meint man damit, dass Allah über sie herrscht, dass er sie dominiert und dass seine Macht und Herrschaft alles umfasst. Das heißt die Schöpfung ist unter seiner Verwaltung, wie er es weiß und will.
Zweitens: Oder man meint damit er ist über ihr (die Schöpfung) das heißt: Er ist erhaben über ihr. Er unterscheidet sich von seiner Schöpfung durch seine Beschreibung und Attribute. Das heißt alles was bei der Schöpfung von Makeln, Mangeln, Ohnmacht, Krankheit oder Abhängigkeit vorkommt, ist im Zusammenhang mit Allah unmöglich. Man darf ihn nicht mit solchen Attributen beschreiben. So eine Bedeutung (von “über”) ist auch in der Sprache bekannt, man sagt: diese Person ist über dieser Person. Man meint damit, diese Person hat eine höhere Stelle und höheren Rang als die andere. Allah ist über seiner Schöpfung in den beiden (erwähnten) Sinnen.
die dritte Erklärung ist im Bezug auf Allah Jedoch unmöglich. Und zwar, dass er in einer Ecke [im Raum] bzw. in einer Richtung wäre, was heißen würde, er wäre in einem bestimmten Ort.“
(Muschkilu’l-Athar, S. 177)