Imam Abu Hanifa (Rahimahullah) sagte in Fiqhul Akbar: „Die Gläubigen werden Allah im Paradies (Jannah) sehen, ohne Distanz (masafa), ohne vergleich (taschbih) und ohne Modalität (Kayfiyyah).“
Imam Abu Hanifa (Rahimahullah) sagte in al-Wasiyya: „Die Begegnung der Bewohner des Paradies mit Allah (subhanahu wa ta‘ala) ist Realität, [sie ist] ohne Modalität, ohne Anthropomorphismus und ohne Richtung.“
Abu Mansur al-Maturidi (Rahimahullah) sagte: Nach unsere Meinung ist ein Recht und eine Notwendig zu sagen, dass man Allah sehen wird ohne Umfassung und ohne Erklärung. Der Beweis für das Sehen von Allah ist der Vers: „Die Augen erfassen Ihn nicht, doch Er erfasst die Augen. Und Er ist der Allgütige, der Allkundige.“ (Sura al-An’am 103)
Wenn Allah nicht zu sehen würde, dann würde es sich nicht lohnen, die Umfassung zu negieren…
Zweite Beweis: Der Vers, welche die Bitte von Musa ‘Alayhissalam widergibt: „Mein Herr, zeige (Dich) mir, dass ich Dich anschaue!“ (Sura al-A’raf 143)
Wenn es nicht möglich wäre Allah zu sehen, dann würde der Wunsch von Musa ‘Alayhissalam zeigen, dass Er (Musa ‘Alayhissalam) unwissend ist und sein Rabb (Herr) nicht kennt. Wer unwissend ist, kann unmöglich ein Person sein, welche die Offenbarung von Allah und die Prophetentum mit sich trägt… Wieder die Aussage Allahs, wo Allah sagt: „(Die einen) Gesichter werden an jenem Tag strahlen, zu ihrem Herrn schauen.“ (Sura al-Qiyama, 22-23)
(Imam Maturidi widerlegt dann die Mu’tazila Sekte, welche das Schauen in dem Vers als Intizar (etwas Gutes erwarten) interpretieren)
Die Aussage, dass es erlaubt ist Allah Ta’ala zu sehen, zeigt und gibt die gute Nachricht, wie groß die Gabe (Ni‘mah) für die Muslime ist. Doch Intizar ist keine Gabe. Des Weiteren widerspricht man die Anweisungen von Allah Ta’ala, in dem man die Bedeutung von diesen Vers (Ayah) in andere Richtungen zieht (also andere Bedeutungen als Sehen gibt). So sollte man diesen Vers mit „Allah anschauen“ erklären, in dem man alle Bedeutungen die zur Vergleich mit der Schöpfung führt negiert, wie Allah Ta’ala es auch sagte.
(Imam Maturidi bringt dann noch ein Vers als Beweis:)
„Für diejenigen, die Gutes tun, gibt es das Beste (an Lohn) und noch mehr. Ihre Gesichter werden weder von Dunkelheit noch Erniedrigung bedeckt. Das sind die Insassen des (Paradies)gartens; ewig werden sie darin bleiben.“ (Sura al-Yunus 26)
Außer die Verse (die wir gebracht haben als Beweis für das Sehen von Allah), wurden Hadithe überliefert, wo der Prophet (Salallahu ‘Alayhi wa Sallam) sagte:
„Ihr werdet euren Herrn in Yawmal Qiyamah sehen, so wie ihr den Mond sieht. Ihr werdet nicht zusammengebracht werden.“ (Sahih al-Bukhari, Nr. 4570; Sunan Abu Dawud, Nr. 4729; Sunan Ibni Majah, Nr. 177)
Wieder sagte der Prophet (Salallahu ‘Alayhi wa Sallam), nachdem er gefragt wurde „Hast du dein Herrn gesehen?“ antwortete Er (Salallahu ‘Alayhi wa Sallam) „Ja! Ich sah Ihn mit meinem Herzen.“ Es wird gesagt (an die Sekten), dass der Prophet (Salallahu ’Alayhi wa Sallam) den Fragenden nicht zurückgewesen hat… (Imam Maturidi, Kitabu’t-Tawhid, S. 173-183.)
(Imam Maturidi Rahimahullah überlieferte das letzte Hadith Sinngemäß: ’Ata überlieferte, dass Ibni ‘Abbas Radiallahu ‘Anh sagte: „Der Prophet Salallahu Alayhi wa Sallam sah Ihn mit seinem Herzen“ [Sahihi Muslim, Kitabu’l-Iman, 284 – (176)]
In einem anderen Überlieferung: Abdullah sagte: Ich sagte zu Abu Dharr: „Wenn ich den Prophet Salallahu ’Alayhi wa Sallam gesehen hätte, hätte ich ihn gefragt.“
Abu Dharr Radiallahu ‘Anh sagte: „Was hättest du gefragt?“ Ich sagte: „Ob er Allah gesehen hat.“
Abu Dharr sagte: Ich habe ihm das gefragt und er sagte: „Ich habe ein Nur (Licht) gesehen.“ [Sahihi Muslim, Kitabu’l-Iman, 292]
Abu Musa al-‘Aschari Radiallahu ‘Anh überlieferte, dass der Prophet Salallahu ‚Alayhi wa Sallam sagte: „…Sein Verschleierung (Hijab) ist Licht (Nûr). Wenn Er ihn öffnen würde, dann würde der Pracht von seinem Wesen alle Geschöpfe verbrennen.“ [Sahihi Muslim, Kitabu’l-Iman, 293 – (179)])
Imam at-Tahawi Rahimahullah (239-321 n.H) sagte in Aqidatu’t-Tahawiyya: Der Anblick Allahs für die Bewohner des Paradiesgartens ist wahr, ohne dass dieser allumfassend oder in seiner Art und Weise zu bestimmen wäre. So wie Ihn das Buch unseres Herrn beschreibt, wo Er sagt: “Gesichter werden an jenem Tag erstrahlen, auf ihren Herrn werden sie schauen.“ (Sura al-Qiyamah, 22-23). Die Erklärung dieser Aussage ist so, wie Allah, der Allerhabene sie gemeint hat und wie Er es weiß. Alles was darüber in authentischen Überlieferungen vom Gesandten Allahs (Salallahu ’Alayhi wa Sallam) und von seinen Gefährten (Radiallahu ‘Anhum) überliefert wurde, ist genauso wie Er es gesagt hat und bedeutet genau das, was Er damit sagen wollte. Wir lassen uns nicht darauf ein zu versuchen es entsprechend unseren eigenen Ansichten zu interpretieren oder unserer Phantasie freien Lauf zu lassen. Denn wahrlich, niemand ist sicher in seiner Religion bis er sich ganz Allah dem Erhabenen und Gepriesenen und Seinem Gesandten unterwirft und das Wissen über mehrdeutige Dinge ganz dem überlässt, der Wissen über sie besitzt…
Der Glaube eines Menschen an den Anblick Allahs durch die Bewohner des Paradieses ist nicht korrekt, wenn er mit eigenen Vorstellungen oder verstandesmäßigen Interpretationen verbunden ist. Denn die Erklärung dieses Anblickes und aller derartigen Phänomene, die zur Sphäre des göttlichen Herrschaftsbereich zählen, verlangen von dem Gläubigen das Unterlassen jeglicher Interpretation und strikte Unterwerfung, derart soll er der Religion der Gesandten (Frieden sei auf ihnen allen) und dem göttlichen Gesetz folgen. Wer sich nicht davor hütet die Eigenschaften Allahs zu verneinen oder Allah Ähnlichkeit mit etwas anderem zuzuschreiben, irrt und ist unfähig, die göttliche Transzendenz zu begreifen. Denn wahrlich, unser Herr, der Majestätische und Allerhöchste kann ausschließlich mit Eigenschaften absoluter Einheit beschrieben und mit Kennzeichen uneingeschränkter Einzigartigkeit charakterisiert werden. Kein Geschöpf kommt Ihm in Seinen Eigenschaften gleich.
Er ist hocherhaben darüber, Grenzen, Bestandteile oder Gliedmaßen zu besitzen. Ebenso wenig können Ihn die sechs Himmelsrichtungen umfassen, in denen alle erschaffenen Dinge enthalten sind. (Aqidatu’t-Tahawi, Punkt 35-38)
Imam ’Umar an-Nasafi (ges. 537 n.H.) sagte: „Allah Ta’ala zu sehen ist möglich nach dem Verstand (aql) und Plicht nach den Nachrichten (naql). Allah Ta’ala wird gesehen. Doch dieses Sehen geschieht nicht durch Ort (makan), Richtung und Licht. Zwischen dem Sehenden und Allah ‘Azza wa Jalla wird es keine Entfernung geben.“ (Aqida an-Nasafiyya)
Imam ’Ali al-Qari (Rahimahullah) sagte:
“Allah Ta’ala wird (von den Gläubigen) im Jenseits (Qiyamah) mit den Augen am Kopf gesehen. Weil Allah Ta’ala sagte: „(Die einen) Gesichter werden an jenem Tag strahlen, zu ihrem Herrn schauen.“ (Sura al-Qiyama, 22-23)
und: „Keineswegs! Sie werden von ihrem Herrn an jenem Tag bestimmt abgeschirmt sein.“ (Sura al-Mutaffifin 15)
Doch bei den Gläubigen (Abrar) ist es nicht der Fall, sondern sie werden ihren Herrn anschauen.
Der Prophet (Salallahu’Alayhi wa Sallam) sagte diesbezüglich: „Ihr werdet euren Herrn sehen, so wie ihr den Mond seht. Ihr habt keine Probleme, ihn zu sehen (la tudamuna).“ (Sahih al-Bukhari, Nr. 4570; Sunan Abu Dawud, Nr. 4729; Sunan Ibni Majah, Nr. 177)
Die Gläubigen werden Allah sehen während sie im Paradies sind. Da (Suhayb ibni Sinan Radiallahu ‘Anh überlieferte, dass) der Prophet (Salallahu ‘Alayhi wa Sallam) sagte: „Nachdem die Paradiesbewohner (Ahlu’l Jannah) das Paradies betreten, wird Allah Ta’ala zu ihnen sagen: „Verlangt ihr von mir noch was? Soll ich euch noch mehr geben?“ Die Paradiesbewohner werden antworten: „Du hast unsere Gesichter doch weiß gemacht? Du hast uns doch vor der Bestrafung in der Hölle geschützt und uns ins Paradies gesteckt?“ Dann wird Allah die Verschleierung öffnen, so wird es für ihnen nichts Besseres gegeben werden, als das Anschauen zu ihrem Herrn.“ Und dann rezitierte der Prophet (Salallahu ’Alayhi wa Sallam) den folgenden Vers: „Für diejenigen, die Gutes tun, gibt es das Beste (an Lohn) und noch mehr. Ihre Gesichter werden weder von Dunkelheit noch Erniedrigung bedeckt. Das sind die Insassen des (Paradies)gartens; ewig werden sie darin bleiben.“ (Sura al-Yunus 26) (Sahihi Muslim, Kitabu’l-Iman, 297 – (181))
Allah Ta’ala wird in Yawmal Qiyamah ohne Ort, ohne Ähnlichkeit, ohne Wie und ohne Maß gesehen werden. Zwischen Ihn und seinen Dienern wird es keine Entfernung geben. Also es gibt keine nähe und weite (beim Sehen). Er wird nicht mit Eigenschaften (Sifat) beschrieben wie Berührung, (physikalische)Trennung, Inkarnation und Verbindung. So sagen wir, was die Nachrichten (Naql) [Quran und Sunnah] bestätigen, bestätigen wir, was unser Verstand (aql) als Makel sieht, davon sprechen wir Ihn (Allah Ta‘ala) frei. Wahrlich die Aussage von Allah Ta’ala deutet daraufhin: „Die Augen erfassen Ihn nicht, doch Er erfasst die Augen. Und Er ist der Allgütige, der Allkundige.“ (Sura al-An’am 103)
Imam Azam Abu Hanifa sagte in seinem Werk al-Wasiyya: „Die Begegnung der Bewohner des Paradies mit Allah (subhanahu wa ta‘ala) ist Realität, [sie ist] ohne Modalität, Anthropomorphismus und ohne Richtung.“Also ohne Form, Richtung und Gegenüberstellung wird Allah mit voller Leichtigkeit gesehen… Zusammengefasst: Das Sehen von Allah geschieht in einer wundervollen Art, ohne dass man die Modalitäten vom Sehen in Anspruch nimmt. Wahrlich (Anas Radiallahu ‘Anh überlieferte, dass ) der Prophet (Salallahu ‘Alayhi wa Sallam) sagte: „Macht eure Reihen gerade, denn ich sehe euch hinter meinem Rücken.“ (Sahih al-Bukhari, Nr. 419)
Fakhraddin ar-Razi sagte: In dieser Sache (Masala) ist unser Weg, der Weg von Scheikh Abu Mansur al-Maturidi und zwar handeln nach den Nachrichten (aus Qur‘an und Sunna).“
(Imam ’Ali al-Qari, Scharchu Fiqhu’l-Akbar, S. 221-223)
Imam Nuraddin as-Sabuni Rahimahullah (ges. 580 n.H.) sagte: „Ahlu Sunnah bestätigt, dass es nach dem Verstand möglich und nach Nachrichten (aus Quran und Sunnah) Plicht ist, dass die Gläubigen in Yawma’l Qiyamah Allah Ta’ala sehen werden.Die Mu’tazila, Najjariyya, Khawarij und Zaydiyya von den Rafidha widersprachen diese Meinung (von Ahlu Sunnah)…
Der absolute Beweis von Ahlu’l Haqq ist, dass Musa Alayhisallam das Sehen von Allah verlangte. Allah benachrichtigte in einem Vers diese Bitte wie folgt: „Mein Herr, zeige (Dich) mir, dass ich Dich anschaue!“ (Sura al-A’raf 143)
Der Prophet Musa ‘Alayhissalam kannte Allah sehr gut, er sprach Allah von Ähnlichkeiten mit der Schöpfung, von Richtungen oder von Gegenüberstellung frei. Trotzdem glaubte er daran, dass man Allah sehen kann und verlangte von Ihm, dass Er sich zeigt. Jetzt diejenigen, die das Sehen von Allah als unmöglich erklären, behaupten, dass sie Göttliche-Eigenschaften kennen, welche Musa ’Alayhissalam nicht kennt. Dies ist aber falsch. Außerdem Allah Ta’ala sagte: „…Aber schau den Berg an! Wenn er fest an seiner Stelle bleibt, dann wirst du Mich sehen.“ So setzte Er als Bedingung um Ihn zu sehen, dass der Berg an seiner Stelle bleibt. Es ist Rational möglich, dass der Berg an seiner Stelle bleiben kann. So zeigt dieser Abhandlung, dass es möglich ist (Allah zu sehen), da es an einer Bedingung gebunden wurde, welche Möglich ist. Allah berichtet in diesen Vers auch, dass er sich dem Berg gezeigt hat. Dieses Zeigen ist das Leben, Wissen und Sehen auf dem Berg, die von Allah erschaffen wurde. Dieses sagte auch der große Ustad Imam Abu Mansur (Rahimahullah), dies zeigt, dass das Sehen möglich ist.
(Imam Nuraddin as-Sabuni Rahimahullah bringt andere Verse als Beweis und antwortet auf die Sekten und danach sagte er:)
Die Aussage von Allah Ta’ala „Für diejenigen, die Gutes tun, gibt es das Beste (an Lohn) und noch mehr.“ ist ein Beweis für unseren Thema. Die Mehrheit von den Mufassirun, Überlieferten vom Prophet Salallahu ’Alayhi wa Sallam, dass mit der Aussage im Vers „und noch mehr“ das Sehen von Allah gemeint ist. Es gibt über diesem Thema viele Hadithe. Der bekannteste unter ihnen ist die Aussage des Propheten Salallahu ’Alayhi wa Sallam: „Ihr werdet euren Herrn sehen, so wie ihr den Mond sieht. Ihr habt keine Probleme, ihn zu sehen (la tudamuna) und ihr werdet nicht zusammen gebracht werden.“ (Sahih al-Bukhari, Nr. 4570; Sunan Abu Dawud, Nr. 4729; Sunan Ibni Majah, Nr. 177)
In diesem Hadith wurde das Sehen von Allah, was die Gewissheit und Klarheit angeht, mit dem Mond verglichen. Doch nicht der gesehene Allah Ta’ala wird mit dem gesehenen Mond verglichen. Diejenigen, welche die Überlieferung über das Sehen überlieferten, waren unter den Gefährten (Ashab) 21 Personen, die zu den größten und wissendsten gehörten. So ist dieser Hadith so dermaßen Masch’hur (bekannt), was man nicht mehr ablehnen kann. (Imam Nuraddin as-Sabuni, al-Bidaya fi Usuli‘d-Din, S. 92-95)
Imam Ibni ’Asakir sagte: Die Haschwiyya, welche zur Muschabbiha gehört, sagen: „Man wird Allah, wie die anderen gesehenen Dinge, begrenzt und mit Form sehen.“ Die Mu’tazila, Jahmiyya, Najjariyya sagen über diesen Thema: „Allah wird auf garkeinen Fall gesehen.“ Imam ‘Aschari (Rahimahullah) folgt den mittleren Weg und sagte: „Allah wird gesehen ohne Form, ohne Wie, ohne Begrenzung, ohne dass Er sich in etwas inkarniert…“ (Ibni ‘Asakir, Tabyinu Kizb al-Muftari, S. 149-150.; Imam al-‘Aschari, Kitabu’l-Luma, S.32-36.)
Imam Abu ‘Amru ad-Dani (Rahimahullah) sagte: „Das Sehen von Allah geschieht ohne Begrenzung, ohne Ende, ohne Gegenüberstellung und ohne Nähe. Weil Ihm ähneln nichts und Er ist der Allhörende und Allsehende. “ (ar-Risala al-Wafiyya, S. 44.)
Imam Bayhaqi überliefert von seinem Lehrer Imam Abu Sahl as-Su’luki, dass er über den folgenden Hadith sagte: Sayyiduna Jarir ibn ‘Abdullah (Radiyallahu ‘Anh) erzählt, dass sie in der Gesellschaft des Gesandten Allahs Salallahu ‘Alayhi wa Sallam in der 14. Nacht (im Lunarmonat) saßen und er zum Vollmond schaute und sagte: „Ihr werdet euren Herrn sehen, so wie ihr den Mond sieht. Ihr habt keine Probleme, ihn zu sehen (la tudamuna) [oder ihr werdet nicht zusammen gebracht werden (la tudammuna)].“
(Sahih al-Bukhari, Nr. 4570; Sunan Abu Dawud, Nr. 4729; Sunan Ibni Majah, Nr. 177)
Imam as-Su’luki sagte: „Allah braucht nicht, dass alle in einem Ort kommen, um Ihn zu sehen. Weil Allah nicht in einer Richtung gesehen wird, wie man die Geschöpfe sieht. Mit der Aussage vom Prophet (Salallahu Alayhi wa Sallam) „Ihr habt keine Probleme, ihn zu sehen (la tudamuna)“ wird gemeint, dass jeder Allah gleich sehen wird. Egal in welcher Richtung du dich befindest wirst du Allah sehen und Allah ist erhaben über Richtungen. Der Vergleich vom Prophet (Salallahu ‘Alayhi wa Sallam) über das Sehen von Allah mit dem Sehen vom Mond, ist damit man die Klarheit vom Sehen erkennt und nicht, dass er Mond mit Allah vergleicht. Erhaben ist er darüber. “
(Imam al-Bayhaqi, al-I’tiqad, S. 126)
Der große Salaf Gelehrter und Amiru’l-Mufassirin Imam Tabari sagte: „Keine Eigenschaft von Allah ähnelt den Eigenschaften von seinen Geschöpfen. Genauso wie Seine Kontrolle und Leitung über alles, die Kontrolle und Leitung von seinen Geschöpfen nicht ähnelt, genauso ist auch den Schöpfer zu Sehen nicht ähnlich mit dem Sehen von Geschöpfen. Die Geschöpfe, die andere Geschöpfe kontrollieren und leiten, sind beim Leiten und Kontrollieren entweder neben oder in einer bestimmten Entfernung zu ihnen. Doch Allah Ta’ala ist weder neben noch in einer bestimmten Entfernung (masafa) zu den Geschöpfen die er leitet und kontrolliert.“
Danach sagte Imam Tabari Rahimahullah: „Kennt ihr, außer euren Schöpfer, ein Geschöpf welche die Eigenschaft Leitung und Kontrolle besitzt, doch euch weder berührt noch in einer bestimmten Entfernung ist?“ Wenn sie behaupten, dass sie so einen kennen, dann verlangt man nach Erklärung. Doch dazu sind sie nicht in der Lage. Wenn sie sagen „Wir kennen so einen (Geschöpf) nicht.“ Dann sagt man zu ihnen: „Ihr wisst doch, dass euer Schöpfer ein Wesen (Dhat) ist, welche euch nicht berührt und von euch nicht Entfernt ist? Jedoch hat Er (‘Azze wa Jalla) Eigenschaften wie leiten, kontrollieren und verwalten. Genauso ist auch das Sehen von Allah. Es ist unmöglich, dass Er (’Azze wa Jalla) diejenigen, die ihn sehen, berührt oder ihnen entfernt ist. Weil Er (‘Azze wa Jalla) kann man nicht mit anderen gesehenen Dingen vergleichen (taschbih).“ (Tafsiru’l Tabari, 3/535-541)