Imam Ibnu’l-Mubarak -Rahimahullah- (ges. 181 n. H.) sagte:
نعرف ربنا فوق سبع سماوات ، على العرش استوى ، بائن من خلقه ، ولا نقول كما قالت الجهمية بأنه ههنا . وأشار إلى الأرض
„Wir wissen von unserem Herrn, dass er über den sieben Himmeln ist, über dem Thron Istiwa getan hat, ba’in von seiner Schöpfung ist. Wir sagen nicht wie die Jahmiyya behaupten, dass Er hier wäre.“ Dann zeigte er auf die Erde.
Imam al-Bayhaqi -Rahimahullah- (ges. 458 n. H.) sagte:
قلت : قوله : « بائن من خلقه » يريد به ما فسره بعده من نفي قول الجهمية لا إثبات جهة من جانب آخر، يريد ما أطلقه الشرع ولله أعلم
Mit der Aussage „Ba’in von seiner Schöpfung“ bezweckte Ibnu’l-Mubarak die Negierung der Aussage von den Jahmiyya (d.h. die Negierung dass Allah an einem Ort wäre) und nicht die Bestätigung der Richtung aus einer anderen Seite. Er meinte, was in der Offenbarung (Quran und Sunnah) erwähnt wurde.
(Asma wa Sifat, S. 535)
Und über die Aussage von Abdullah ibn Mubarak, dass Allah über dem Thron ‘‘mit Grenze‘‘ ist, sagte Imam al-Bayhaqi folgendes:
نما أراد عبد الله بالحد حد السمع ، وهو أن خبر الصادق ورد بأنه على العرش استوى ، فهو على عرشه كما أخبر ، وقصد بذلك تكذيب الجهمية فيما زعموا أنه بكل مكان ، وحكايته الأخرى تدل على مراده والله أعلم
“Abdullah meinte mit ‘‘Grenze‘‘ nur, die Grenze die durch die Überlieferung übermittelt wurde (hadd al-sam‘), nämlich dass der vertrauenswürdige Bericht verkündet dass, Allah istiwa über den Thron getan hat, so ist Allah erhaben über den Thron so wie er berichtete. Seine Absicht damit war die Leugnung der Aussage der Jahmiyyah, die behaupten, dass Allah an jedem Ort sei. Seine andere Aussage bezeugt dies und Allah weiß es am besten.“
(Asma wa Sifat; Kawthari edition S.426-427)
Imam al-Bayhaqi (Rahimahullah) berichtete, dass Imam al-Khattabi -Rahimahullah- (ges. 388 n. H.) sagte:
وليس معنى قولِ المسلمينَ إنّ اللهَ استوى على العرشِ هو أنَّه مُمُاسٌّ له , أو متَمكِّن فيه, أو متَحيِّز في جهةٍ من جهاتِه , لكنَّه بائنٌ مِن جميعِ خلْقِه , وإنما هو خبرٌ جاء به التوقيف فقلنا به , ونفينا عنه التكييفَ , إذْ ليس كمثله شيء وهو السميع البصير
„In der Aussage der Muslime „Allah machte Istiwa auf dem Thron“ gibt es nicht die Bedeutung, dass Er ihn (den Thron) berührt oder in ihm ein Ort eingenommen hat oder sich auf eine bestimmte Seite/Richtung von ihm niedergelassen hat. Vielmehr ist Er separat von allen seiner Geschöpfe. Es ist ein Bericht, wo wir anhalten und wir sagen das (also wir sprechen den Vers so aus wie es offenbart wurde) und sprechen ihn von Modalitäten frei, denn nicht ist Ihm gleich und Er ist der Allsehende und Allhörende.“
(al-Bayhaqi, Asma wa Sifat, S. 369)
Imam al-Bayhaqi (Rahimahullah) sagte:
في الجملة يجب أنْ يُعلمَ أنَّ استواءَ اللهِ سبحانه وتعالى , ليس باستواءِ اعتدالٍ عن اعْوِجاجٍ , ولا استقرارٍ في المكان , ولا مُماسّةٍ لشيءٍ مِن خلْقه , لكنَّه مستوٍ على عرْشِه كما أخْبرَ بلا كيف , بلا أين , بائنٌ مِن جميعِ خلقِه
„Es ist Pflicht allgemein zu wissen, dass der Istiwa von Allah Subhanahu wa Ta’ala, kein Istiwa ist, die von Krummheit zu Aufrichtigkeit (wechseln) bedeutet, weder das Niderlassen auf einem Ort, noch das Berühren von einen seiner Geschöpfe. Vielmehr hat er Istiwa getan, wie er berichtet hat, ohne „Wie“, ohne „Wo“, verschieden von allen seinen Geschöpfen.“
(al-Bayhaqi , al-I’tiqad, S. 121)
Der Hanbali Gelehrter ‘Abdulbaqi al-Mawahibi -Rahimahullah- (ges. 1071 n. H.) sagte:
ويجب الجزمُ بأنَّ اللهَ تعالى ليس بجوْهرٍ، ولا جسمٍ ، ولا عرَضٍ ، ولا تحلُّهُ الحوادثُ ، ولا يحُلُّ فى حادثٍ ، ولا ينحصِر فيه , فمَن اعتقد , أو قال: ” إن الله بذاته فى مكانٍ “, فكافرٌ
بل يجب الجزمُ بأنه سبحانه وتعالى : بائنٌ مِن خلقِه ، فكان ولا مكانَ ، ثم خلَق المكانَ ، وهو كما كان قبلَ خلقِ المكانِ ، ولا يُعرَف بالحواسِّ ، ولا يُقاس بالناس ، فهو الغنيُّ عن كلِّ شيءٍ ، ولا يستغني عنه شيءٌ ، ولا يُشبِه شيئًا ، ولا يُشبِهه شيءٌ
Es ist Pflicht zu glauben, dass Allah Ta’ala kein Substanz (Jawhar), kein Körper (Jism) und kein ‘Arad (etwas was andere Dinge braucht, um zu existieren) ist und dass die Geschöpfe sich nicht in Ihm inkarnieren oder er sich in einem seiner Geschöpfe, noch wird er in ihm (also von den Geschöpfen) begrenzt. Wer glaubt oder sagt: „Allah ist mit seinem Wesen (bidhatihi) in einem Ort.“ So ist er Kafir geworden. Vielmehr ist es Pflicht zu glauben, dass Er (Subhanahu wa Ta‘ala) separat von seiner Schöpfung ist. Er existierte und es existierte kein Ort. Dann hat er den Ort erschaffen und Er ist wie vor der Schöpfung. Er wird durch die Sinne nicht erkannt und mit den Menschen nicht verglichen. Er ist unabhängig von allen Dingen und nicht ist unabhängig von ihm. Er ähnelt nichts und niemand und nichts ähnelt ihm.
(‘Abdulbaqi al-Mawahibi, al-’Ayn wa’l-Athar, S. 34)
Imam Sayfuddin al-Amidi -Rahimahullah- (ges. 631 n. H.) sagte:
معتقدُ أهلِ الحق أن الباريَ لا يُشبِه شيئاً مِن الحادثات , ولا يُماثِله شيءٌ مِن الكائنات , بل هو بذاته منفرِدٌ عن جميعِ المخلوقات , وأنه ليس بجوْهرٍ ولا جسمٍ ولا عَرَضٍ , ولا تحُلُّه الكائناتُ , ولا تُمازِجه المحادثاتُ , ولا له مكانٌ يَحْوِيه , ولا زمانٌ هو فيه , أوَّل لا قبلَ له , وآخِرٌ لا بعدَ له , ليس كمثْلِه شيءٌ وهو السميعُ البصير
Die Aqida von Ahlu’l-Haqq ist wie folgt: „Al-Bari (Allah) ähnelt keinen von den Geschöpfen, nichts von den Objekten ähneln Ihm. Er ist mit seinem Wesen verschieden (munfarid) von allen Geschöpfen. Er ist kein Jawhar, kein Jism und kein ‘Arad. Die Objekte inkarnieren (hulul) sich nicht in Ihm. Die Geschöpfe mischen sich nicht mit Ihm. Es gibt kein Ort, der Ihn umfasst. Es gibt keiner Zeit, in dem Er sich befindet. Er ist der Erste, der kein Anfang hat. Er ist der Letzte (al-Ahkir), der kein Ende hat. Nichts ist Ihm gleich und Er ist der Allsehende und Allhörende.“
(Sayfuddin al-Amidi, Ghayatu’l A’ram fi ‘Ilmu’l-Kalam, S. 158-159):
Imam al-Baqillani Rahimahullah (ges. 403 n. H.) sagte:
أنا نقول إنه على عرشه لا على معنى كون الجسم بالملاصقة والمجاورة تعالى عن ذلك علوا كبيرا
Wir sagen: „Er ist über den Thron (siehe Erklärung von Ibn Furak unten)“ ohne mit der Bedeutung, dass er wie ein Körper (den Thron) berührt oder neben ihm ist. Der Erhabene ist hoch erhaben darüber.
(al-Baqillani, Kitabu’l-Tamhidu’l-Awail, S. 300-301)
Imam Ibn Furak sagte:
قال الإمام ابن فورك رحمه الله: واعلم انا اذا قلنا ان الله عز ذكره (فوق ما خلق) لم نرجع به الى فوقية المكان والارتفاع على الأمكنة با المسافة والاشراف عليها با المماسة لشيء منها بل قلنا انه فوقها يحتمل وجهين احدهما , أن يراد به أنه قاهر لها مستول عليها اثباتا لاحاطة قدرته بها وشمول قهره لها , وكونها تحت تدبيره جارية على حسب علمة ومشيئته والوجة الثاني ان يراد به انه فوقها على معنى انه مباين لها با الصفة والنعت , وان ما يجوز على المحدثات من العيب والنقص والعجز والأفة والحاجة لا يصح شيء من ذلك عليه ولا يجوز وصفة به وهذا متعاف في اللغة ان يقال ( فلان فوق فلان) ويراد بذالك رفعة المرتبة والمنزلة والله (فوق خلقة) على الوجهين جميعا وانما يمتنع الوجه الثالث وهو ان يكون على معنى التحيز في جهة والاختصاص ببقعة دون بقعة.
‘‘Wisse, wenn wir sagen, dass Allah über seiner Schöpfung ist, dann bedeutet das nicht eine lokale Hoheit, die durch eine distanzbedingte Erhebung über den Orten oder die Berührung von einem Teil seiner Schöpfung, sondern unsere Aussage hat eine von zwei folgenden Bedeutungen.
Erstens: Entweder meint man damit, dass Allah über sie herrscht, dass er sie dominiert und dass seine Macht und Herrschaft alles umfasst. Das heißt die Schöpfung ist unter seiner Verwaltung, wie er es weiß und will.
Zweitens: Oder man meint damit er ist über ihr (die Schöpfung) das heißt: Er ist erhaben über ihr. Er unterscheidet sich von seiner Schöpfung durch seine Beschreibung und Attribute. Das heißt alles was bei der Schöpfung von Makeln, Mangeln, Ohnmacht, Krankheit oder Abhängigkeit vorkommt, ist im Zusammenhang mit Allah unmöglich. Man darf ihn nicht mit solchen Attributen beschreiben. So eine Bedeutung (von „über“) ist auch in der Sprache bekannt, man sagt: diese Person ist über dieser Person. Man meint damit, diese Person hat eine höhere Stelle und höheren Rang als die andere. Allah ist über seiner Schöpfung in den beiden [erwähnten] Sinnen.
die dritte Erklärung ist im Bezug auf Allah Jedoch unmöglich. Und zwar, dass er in einer Ecke [im Raum] bzw. in einer Richtung wäre, was heißen würde, er wäre in einem bestimmten Ort.‘‘
(Muschkilu’l-Athar, S. 177)
Imam Qadi Abdulwahhab al-Baghdadi Rahimahullah (ges. 422) sagte:
واعلم أنَّ الوصْفَ له تعالى بالاستواءِ اتباعٌ للنصِّ ، وتسليمٌ للشرْعِ ، وتصديقٌ لما وصَف نفسَه تعالى به ، ولا يجوز أن يُثبَتَ له كيفيةٌ ؛ لأنَّ الشرْعَ لم يرِدْ بذلك ، ولا أخبرَ النبيِّ عليه السلام فيه بشيءٌ ، ولا سألتْه الصحابةُ عنه ، ولأنَّ ذلك يرجِع إلى التنقُّلِ والتحوُّلِ وإشغالِ الحيَّزِ والافتقارِ إلى الأماكنِ ، وذلك يؤُول إلى التجسيمِ ، وإلى قِدَمِ الأجسامِ ، وهذا كفرٌ عند كافَّةِ أهلِ الإسلام
وقد أجملَ مالكٌ رحمه الله الجوابَ عن سؤال مَن سأله : الرحمن على العرْش استوى , كيف استوى ؟ فقال : الاستواءُ منه غيرُ مجهولٍ , والكيْفُ منه غيرُ معقولٍ , والسؤالُ عنه هذا بدعةٌ , ثم أمَر بإخراجِ السائل
„Wisse, dass man Ihm, dem Erhabenen, mit Istiwa beschreibt ist eine Tatsache, wo man die Offenbarung verfolgt, sich dem Schari’a ergibt und dass man das bestätigt, womit Allah, der Erhabene, sich beschrieben hat. Es ist nicht erlaubt ihm ein „Wie“ zu geben, weil in der Schari’a diesbezüglich nichts vorkommt. Und der Prophet ‚Alayhissalam hat nichts diesbezüglich berichtet. Und die Sahaba haben nichts darüber gefragt. Weil das (also ein „Wie“) führt zu Bewegung, Veränderung, Raum einnehmen und vom Platz abhängig zu sein. Und so eine Erklärung führt zu Verkörperung und zu (der Behauptung), dass die Körper ewig sind. Und das ist bei allen Muslimen Kufr.
Und Imam Malik gab darüber eine schöne Antwort, als einer ihm fragte: „Der Gnadige tat Istiwa auf dem Thron, wie war (sein) Istiwa?“ So sagte Imam Malik Rahimahullah: „Istiwa von Ihm ist nicht unbekannt (weil es im Qur’an erwähnt wurde) und sein Wie ist unmöglich. Die Frage darüber ist eine Erneuerung (Bid’a).“ Dann befahl er, dass man den Fragenden rausschmeißt.
(Qadi ‚Abdulwahhab, Scharhu Aqidati’l-Imam Malik as-Saghir, S. 28)
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